Südliche Ostsee

  • Blekinge 2016, Teil 3

    Nach einem Ruhetag auf Utklippan begannen wir am 16.8. im ersten Morgengrauen unsere Rückreise nach Rügen. Auch wenn wir noch genügend Zeit für eine Rückkehr in die Schären Blekinges gehabt hätten, bevorzugten wir die frühe Rückkehr, in der Hoffnung, an den Stränden Rügens etwas sommerlichere Temperaturen vorzufinden, bei denen das Baden mehr Freude machen würde.


    Der Schlag nach Bornholm verlief zunächst, bei 3-4 Bft, recht vergnüglich, wenig überraschend dreht der Wind aber im Tagesverlauf wieder hoch und sorgte neben viel Seegang auch für eine rasante Überfahrt. Wir steuerten zunächst die Erbseninseln an, um zu schauen, ob in Christiansö noch ein Plätzchen für unsere Danja zu bekommen war. Nachdem wir jedoch, kurz nach Mittag, von vielen Seehunden beäugt, die Felsen des Österkär gerundet hatten und einen Blick in den Hafen werfen konnten, war dieser bereits stark belegt. Die 6 Bft aus NO förderten unsere Entscheidung, statt sportlicher Hafenmanöver, die Überfahrt bis zur Ostküste Bornholms fortzusetzen.
    Um 15:00 Uhr lagen wir in der Bucht nördlich der Hafeneinfahrt von Nexö in endlich ruhigem Wasser vor Anker und stärkten uns in der Nachmittagssonne mit einem warmen Mittagessen. Leider nahm die Dünung, die um die Landspitze NÖ Nexös herumrollte immer weiter zu und machte den Ankerplatz zunehmend unbequem. Schweren Herzens verlegten wir gegen 18.00 Uhr doch noch in den Hafen von Nexö um ausreichend Schlaf für den Schlag nach Rügen zu bekommen.
    Um 05:00 Uhr setzten wir bereits wieder vor Nexö die Segel und nahmen Kurs auf Rügen. Wunschziel war die Tromper Wiek, was bei den 3-4 Bft aus NNW zunächst auch zu gelingen schien. Leider drehte der Wind im Tagesverlauf mehr auf NW. Wir mussten mitdrehen, um mit 45-50° am Wind, Fahrt im Schiff zu behalten. Dass der Wind im Tagesverlauf wieder deutlich über der Vorhersage lag, überraschte und schon nicht mehr, östlich Rügens gab’s sogar die eine oder andere Bö mit 7 Bft. Erst gegen 19.00 Uhr konnten wir allmählich wieder etwas ausreffen und erreichten nach zwei Kreuzschlägen vor Binz die Prorer Wiek und endlich wieder ruhigeres Fahrwasser. Der Wind sollte auch in der kommenden Nacht aus nördlichen Richtungen wehen, wir legten uns deshalb südlich des Fähr- und Handelshafens von Sassnitz vor Anker. Ziemlich geschafft hatten wir damit das Revier für den Ausklang unseres Sommertörns erreicht. Viel Wind bringt viel Welle, aber auch eine gute Geschwindigkeit. An beiden Tagen erreichten wir mit Danja einen Schnitt von über 6 kt. Einige Bilder haben wir auch wieder gemacht, die findest du, wie gehabt, hier.

  • Heringstage in Kappeln

    Über einen Monat nach dem Einwassern am Gründonnerstag, lösten wir am 29. April endlich die Leinen für den ersten Segeltörn des Jahres. Verspätetes Ansegeln sozusagen. Der Umbau der Bordstromversorgung dauerte deutlich länger als geplant. Ich werde in einem anderen Post darauf zurückkommen…
    Als Ziel hatten wir uns die Heringstage in Kappeln vorgenommen. Die starten, wie jedes Jahr, am „Vatertag“ und laufen für 4 Tage. Dass Kappeln entgegen der vorherrschenden Windrichtung liegt, sorgte für das eine oder andere Bauchweh während der Törnplanung, dennoch sollte die eingeplante Zeit ausreichen, um die Strecke bei jedem Wetter zu schaffen. Zwei Alternativen boten sich an: Entlang der deutschen Küste, oder durch den Guldborg-Sund und die Dänische Südsee nach Schleimünde.
    Als es für dann endlich losging, meinte es das Wetter gut mit uns. Ein kräftiger Südwind erlaubte uns, am ersten Tag mit streckenweise über 7 kts aus den Bodden heraus und entlang der Halbinsel Zingst, bis vor Prerow (Ankern) zu segeln. Die östlichen bis südlichen Winde blieben uns für die nachfolgenden Tage treu, sodass wir, via Kühlungsborn und Fehmarn (Ankern in der Orther Bucht) , bereits am Dienstag mit Sonnenuntergang Kappeln erreichten. Den längsten Schlag segelten wir am Dienstag, 40sm, durchgehend Schmetterling, von der Orther Bucht, via Schleimünde bis Kappeln (ab Schleimünde unter Motor). Und das endlich auch bei erträglichen Temperaturen und ohne die doppelte Schicht wärmender Unterwäsche. An baden war bei 6°C Wassertemperatur übrigens nicht zu denken…
    Jetzt sind drei Ruhetage geplant, die wir für Familienbesuche und Treffen mit Freunden reserviert haben. Ab Freitag machen wir uns dann wieder auf den Heimweg nach Barth. Für die Fortsetzung hier klicken.

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  • Barhöft

    Kleiner Lotsenhafen am südlichen Ende des Gelenstroms oder eben letzter Hafen bevor man vom Strelasund kommend die Ostsee erreicht. Es gibt einige wenige Plätze in Boxen auf der nördlichen Hafenseite sowie eine ausreichende Zahl von Liegeplätzen vor Heckboje am zentralen Fingersteg.

    Es gibt eingeschränkte Versorgungsmöglichkeiten in einem Kiosk mit kleinem Warenangebot und frischen Brötchen, im Restaurant Seeblick kann man sehr gut und zu vernünftigen Preisen essen gehen.

    Die Liegegebühr bis 12 m beträgt EUR 17,70 zzgl EUR 10 Pfand für die Zutrittskarte zu den Sanitäranlagen/Duschen. Strom, Wasser, Duschen sind incl. Beim Hafenmeister kann nur mit Bargeld bezahlt werden, also genügen EURen dabei haben.

  • Von Dragör zurück nach Greifswald

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    Samstag, 22.06.2013. Dragör – Rödvig

    In der Nacht was es wieder einmal ungemütlich, es blies und schauterte mit bis zu 20 Knoten Wind. Wie vorhergesagt ließ der Wind gegen morgen etwas nach und pendelte sich zwischen 10 und 18 Knoten ein. Die Sonne ließ sich nicht blicken, als wir uns um 9.00 Uhr ans Ablegen machten. Der Wind wehte achterlich und in Richtung Hafenmauer. Eindampfen in die Vorspring wäre hier das Schulbuch-Manöver gewesen. Ich entschied mich mit Bugstrahler aus der Lücke zu manövern, eine Entscheidung, die fast in die Hose gegangen wäre. Kaum war die Achterleine lose, machte eine Böe den Bugstrahler quasi wirkungslos und schob uns zudem noch Richtung den vor uns liegenden Nachbarn. Brauchte eine Ganze Menge Rückwärtsschub um ihn nicht zu berühren, zuviel ging aber auch nicht, da hinter uns ja auch noch jemand lag. PIO (Pilot Induced Oscillation) galt es zu vermeiden. Dann endlich zeigte der Bugstrahler die erhoffte Wirkung und wir kamen weit genug von der Kaimauer los, um vorwärts aus der Box zu fahren. Für den vor uns liegenden Skipper war es wohl ein böses Erwachen, als er Anja, die am Bug stand, viel zu nahe vor sich oder besser über sich durch den Niedergang erblicken musste, nachdem er von unserem Motoren und Bugstrahlen wohl geweckt worden war. Jedenfalls schimpfte er auf dänisch – oder schwedisch – jedenfalls halb nackig – hinter uns her, als er hektisch, und als wir bereits frei gekommen waren, seine Kuchenbude geöffnet bekam. An dieser Stelle noch mal ein aufrichtiges SORRY ! Lektion gelernt.

    Das Wetter blieb garstig. Kalt, wolkenverhangen und mit Wind wie schon so oft zuvor auf der Nase. Wenn er denn mal drehte, dann zumeist so, dass der gewählte Kurs nicht gehalten werden konnte. Nach fünf Stunden und zwei dritteln der 30sm hatten wir genug und nahmen den Motor zu Hilfe, passierten 30 min später Stevns Klint und erreichten eine weitere Stunde später endlich Rödivg. Dort klarte es dann sogar bei westdrehendem Wind auf und sorgte für einen versönlichen Ausklang des Tages. Im Fischladen beim Hafen – es gibt da mehrere Restaurants beim Hafen – ergatterten wir drei Seelachsfilets, die wir dann mit Broccoli zum Dinner genossen.

    Sonntag, 23.06.2013: Rödvig – Klintholm

    Die Wetterbesserung am Vorabend war nur von kurzer Dauer. Zum Aufstehen regnete es mal wieder. Der Wetterbericht versprach stabile 4-5 Bft aus S bei Schauerboen, mit 1m Welle. SW wäre schöner, sollte dann aber erst am späten Nachmittag kommen. Hart am Wind ging es Richtung Klintholm. Die Winddrehung auf südwestlichere Richtung kam gerade richtig, jedenfalls konnten wir von Rödvig bis vor Klintholm durchsegeln, die letzte Stunde bei satten 6 Knoten am Wind. Geil! Das Kontrastprogramm kam dann auch prompt: Beim Segelbergen klemmte die Rollanlage der SW-Fock. Die Schot hatte sich in der Refftrommel vertörnt. Nach einigen vergeblichen Versuchen, das Missgeschick zu beheben, blieb uns nur das Abbauen des Focksegels. Bei immer noch gut 15 Knoten Wind machen wir in einer Box im westlichen Teil des Yachthafens fest. Das Anlegerbier hatten wir uns an diesem Tag redlich verdient…
    Erst für Dienstag wurden stabil westliche Winde angekündigt. War für uns ein gutes Argument einen Ruhetag in Klintholm einzulegen. Neben uns lag ein Langzeitsegler-Ehepaar aus der Schweiz. Sie schwärmten von ihrer Situation des Zeit habens, waren bereits seit Beginn der Saison unterwegs und warteten nun auf das ideale Wetterfenster um Richtung Fehmarn weiter zu segeln. Gern hätten wir getauscht…

    Dienstag, 25.06.2013: Klintholm – Barhöft

    Südliche Ostsee NW 3-4, wenig rechtdrehend, zunehmend 6-7, Schauerböen, See zunehmend bis 2 m. Belte und Sund ähnlich aber etwas weinger Wind. Dazu zunehmende Bewölkung und nachfolgend Regen. Das klang für die Überfahrt nach Rügen geradezu ideal – mal vom Regen abgesehen… Es traf dann auch genau zu. Und so segelten wir vor dem Wind, Bullenstander kam zum Dauereinsatz, in gut 7 Stunden zurück nach Rügen. Einmal fuhren wir ein Ausweichmanöver um dem Frachter Doris auszuweichen, später ein Ausweichmanöver um einem russischen Großsegler (!) auszuweichen. Als wir nach dem Bergen des Großsegels in den Gellenstrom einbogen, war der Regen da, der Wind überstieg jedoch nicht Stärke 5. Nass aber ohne Besonderheiten machten wir schließlich in Barhöft fest. Der Regen blieb erst mal, und der nächste Sturm kam auch, später am Abend und blieb am Mittwoch. Ein weiterer Stehtag war somit gebucht. Gute Gelegenheit beim Restaurant Seeblick für etwas Umsatz zu sorgen, was wir gerne machten, denn dort gibt’s gutes Essen für einen fairen Preis.

    Donnerstag, 27.06.2013: Barhöft – Neuhof

    Nach dem stürmischem Mittwoch blies es am Mittwoch morgen mit Schauerböen immer noch mit 4-5 Bft aus WSW, mit Aussicht auf Wetterbesserung im Tagesverlauf. Gegen 09:00 verließen wir Barhöft, setzten vor der Reede das Groß im 2. Reff und folgten der Rinne in Richtung Stralsund. Nach Tonne 45 kam noch die Fock zum Einsatz, um besser Höhe laufen zu können. Wie geplant erreichten wir um 11.00 Stralsund, wo wir kurz im Yachthafen festmachten und uns mit einigen Fischbrötchen eindeckten. Ohne Stress ging’s dann um 12.00 Uhr weiter für die Ziegelgrabenbrücke-Öffnung um 12.20 Uhr. Kaum passiert setzten wir Fock und Groß im 2. Reff und hatten riesig Spaß daran, wie „unsere“ Genesis eine Yacht nach der anderen „vernaschte“, egal ob sie unter Segel oder Motor lief… Vor Neuhof hatte unsere kleine Regatta dann leider ein Ende, wir bargen die Segel und liefen Neuhof an, wo wir einen gemütlichen und zunehmend sommerlichen Nachmittag und Abend verbrachten. Im Restaurant Meat’n Sea, mit gutem Überblick über den Yachthafen, wird hervorragend gekocht. Sollte man sich nicht entgehen lassen!

    Die Marina wurde um einige Meter vergrößert und bietet wieder deutlich mehr Liegeplätze für Gastlieger. Liegegebühr (2013) bis 12 m betrug EUR 14.

    Freitag, 28.06.2013: Neuhof – Greifswald

    Nach windstiller Nacht genossen wir ein letztes mal Frühstück im Cockpit. Erst um halb elf machten wir uns auf den Weg zurück nach Greifswald. Für den Tagesverlauf erwarteten wir mal wieder eine Wetterverschlechterung mit dem Durchzug einer Schauerfront. Der Wind stand nicht ideal (S – SO), dennoch gibt der Strelasund genügend Raum fürs Kreuzen. So segelten wir bis in den Greifswalder Bodden, wo uns dann doch die erwartete Front passierte. Wir banden das zweite Reff ins Groß und rollten die Fock weg und ließen und einmal gut durchwaschen. Der Motor blieb aus, Genesis machte auch unter dem wenigen Tuch noch genügend Höhe und brachte uns näher ans Ziel heran. Hinter der Front schlief der Wind komplett ein. Um die 16.00 Uhr Brückenöffnung nicht zu verpassen, bargen wir dann doch alle Segel und motorten in Richtung Wieck. Um 16.30, nach dem Tanken, lag „unsere“ Genesis schließlich wieder fest an ihrem Liegplatz in Greifswald / Wieck. 520 sm lagen im Kielwasser, nur packen und aufräumen noch vor uns. Wie so oft hätte der Törn ruhig noch einige Wochen länger dauern dürfen…

     

  • Familien-Sommertörn 2011

    Dem Wunsch Anjas folgend – natürlich nicht ganz eigennützig – ging es im August noch einmal aufs Wasser. Diesmal mit der Bavaria 32 „Caroline“ ab Greifswald. Es sollte ein gemütlicher Kurztörn werden, je nach Wind den Strelasund nach Norden, dann vielleicht bis Zingst und schließlich wieder zurück nach Greifswald. Aufgrund der Wind-Wettervorhersage entschieden wir schließlich in Barhöft doch außen um Rügen herum wieder nach Greifswald zurück zu segeln.
    Somit brachten wir schließlich Stralsund, Barhöft, Vitte, Glowe und Lubmin ins Kielwasser bevor wir wieder wohlbehalten nach Greifswald zurückkehrten.

    Highlights:
    – Mit 100 Booten vor der Klappbrücke Stralsund um die Poleposition gekämpft 😉
    – Baden am Strand von Hiddensee (Vitte)
    – Zumeist früh festgemacht für ausgiebiges Chillen…

    Neu war:
    – Anlegen vor Heckboje in Barhöft.

    Lesson Lerned:
    – Viel Zeit nehmen für die Übergabe des Ruders, besonders in emgem Fahrwasser…
    – Stets so anlegen wie man es geplant und durchgesprochen hat. Änderungen in letzter Minute gehen gern in die Hose – gerade bei kleiner Crew.

    Für die Statistik:
    – Zurückgelegte Meilen: 128

  • Sommertörn 2010

    Zwei Wochen Südliche Ostsee auf der SY Genesis. So lautete unsere Buchung via PCO. Um möglichst bald die Prüfung für den SKS angehen zu können sollte dieser Törn einige Meilen auf Konto bringen, deshalb hatten wir uns Blekinge in Schweden als Ziel vorgenommen. Mit viel Erfahrung in Navigation und Avionik im Rücken war diese Aufgabe des Törns unproblematisch, zur Risikominimierung in Bezug auf das Segeln war das Vermeiden jeglichen vorhergesagten Starkwinds Pflicht, Segeln bei Nacht nicht geplant.
    Unser Plan war es, hin und zurück via Bornholm nach Blekinge zu segeln. Nachdem jedoch zwei Tage einem Sturm zum Opfer gefallen waren, änderten wir die Routenführung etwas und wollten auf dem Rückweg von Ystad aus zurück nach Rügen Segeln.
    Insgesamt legten wir auf diesem Törn 449 Meilen zurück, die größeren Schläge jeweils unter Segel (mit Ausnahme einer ausgedehnten Flaute auf der Rückfahrt von Ystad nach Süden).
    Neben Übernachtungen im Hafen verbrachten wir eine Nacht vor Anker in den Schären Blekinges und lernten dabei viele schöne Orte und Fleckchen Erde näher kennen. Highlights waren Hanö und die Schärenwelt zwischen Karlshamn und Karlskrona. Da wir leider nur zwei Tage dort verbringen konnten, steht seit Ende des Törn fest, dass dieses Gebiet einmal wieder Ziel eines Törns werden muss.
    Crew und Schiff kehrten unversehrt nach anstrengenden aber trotzdem schönen zwei Wochen wieder in den Heimathafen zurück. Wir hatten viel gelernt, beim An- und Ablegen nicht immer brilliert (ohne dass es jedoch jemals gefährlich wurde) und viel Erfahrung im Segeln einer Yacht und über das Leben darauf gesammelt.
    Besonders wichtig war für uns die Erkenntnis, dass dies nicht der einzige Törn bleiben würde. Das Segelfieber hat uns entgültig gepackt…

    Baltic Cruise mit der SY Genesis, 21.08.-04.09.2010.
    Alle Bilder zum Törn auf Flickr.

  • Rund Rügen – Zusammenfassung

    Törn: Charter mit Skipper als Ausbildungstörn vom 1.05.-7.05.2010. Charterbasis Breege (Mola) und dann je nach Wetter im- oder gegen den Uhrzeigersinn einmal um die Insel. Das Ganze mit einer Bavaria 34. Aufgrund der Wettervorhersage gingen wir die Runde schließlich im Uhrzeigersinn an.

    Segeltörn Rund Rügen, 01.05.-06.05.2010

    Tag 1: Verlegung von Breege nach Vitte auf Hiddensee
    Tag 2: Vitte – Glowe
    Tag 3: Glowe – Greifswald-Wieck (Abbruch vor dem Königsstuhl wg. Verletzung Christines und Anlaufen von Sassniz).
    Tag 4: (Zunächst) Rücküberführung der Yacht nach Breege und Verbleib dort bis Charterende.
    Wetterbedingt dann doch über Greifswalder Bodden und Strelasund zurück zur Charterbasis, Zwischenstation in Neudorf.
    Tag 5: Neudorf – Stralsund, dort die Mannschaft wieder vervollständigt und weiterfahrt via Gellenstrom und Westküste Hiddensees nach Breege.
    Tag 6 und 7 fielen wg. Sturm aus.

    Wetter: Alles dabei von 1-2 Bft bei Sonnenschein, strammer Westwind, 4 mit Schauerböen bis 6, Starkwind und Wellengang deutlich über der Vorhersage und schließlich Sturm in der Vorhersage mit Böen bis 95 km/h.

    Fazit: Schönes Tourengebiet mit vielen Häfen und gutem Service, wenn auch nicht ungefährlich, wie schmerzhaft erfahren. Trotz häufigem Sonnenschein war es viel zu kalt. Die sanitären Anlagen der Marinas in und um Rügen sind zu schmutzig.

  • Rund Rügen – Tag 1

    Die längste Etappe eines jeden ersten Tages eines Chartertörns ist die Anreise. Von Ingolstadt nach Breege sind es gut 800 km, macht runde 10 Stunden Fahrzeit, Pausen inclusive. Unterwegs realisierten wir, dass es zwar Samstag war und demnach ein Einkauf bis spät am Abend möglich sein müsste, dies jedoch nicht auf den ersten Mai zutreffen würde. Blöde Hektik. Nahmen uns sogleich vor, bei allen weiteren Törns nicht bis zum Vorabend arbeiten zu gehen. Um nicht ohne jegliche Verpflegung an Bord gehen zu müssen fuhren wir den Berliner Hauptbahnhof an. Dort gibt es einen Tengelmann-Kaisers Supermarkt, womit der Törn verpflegungstechnisch gerettet war.

    Gegen 15.00 erreichten wir schließlich Breege. Da wir einen Skipper gebucht hatten, gab es für uns keinen Papierkram im Mola Charterbüro, frisch gestärkt mit einem Fischbrötchen gings deshalb schon bald an Bord der Loreley, eine Bavaria 34.
    Helmut Fiedler, unser Skipper, begrüßte uns freundlich und half beim Einräumen. Er schien ein netter Typ zu sein, auf ähnlicher Wellenläge wie wir und uns deshalb schnell sympathisch. Nach nur ganz kurzem Zögern folgten wir seiner Empfehlung noch an diesem Nachmittag Breege zu verlassen und Vitte (Hiddensee) anzulaufen. Ruckzuck legten wir ab und motorten die Fahrrinne nach Hiddensee und in den Hafen von Vitte. Unterwegs gab es viel Interessantes über Rügen zu hören. Nur wenige Boote waren ansonsten unterwegs, auch in Vitte selbst lagen neben uns nur noch drei weitere Segelyachten.

    Der Anleger-Bier-Brauch gefiel uns bestens. Wir werden ihn sicherlich pflegen und fortführen…
    Zum Dinner gabs Parmaschinken an Honigmelone und Spaghetti Bolognese. Helmut konnte es kaum glauben. War vielleicht noch vom letzten Törn Dosenfuttergeschädigt 😉

    Marina in Vitte

  • Ansegeln auf der Genesis II

    Um 8.45 Uhr hieß es Leinen los für einen Tagestörn auf dem Greifswalder Bodden. (Greifswalder-Yacht-Service Redmer & Wilke GmbH). Um 9.00 öffneten die Brückenwärter die Klappbrücke von Wieck und durch den Wiecker Hafen ging es unter Motor hinaus auf den Bodden. Eiskalt das Wetter, deshalb die gesamte Besatzung dick eingemummelt. Hinter Tonne G1 nahmen wir den Bug in den Wind, hissten die Segel und fielen ab auf HW-Kurs entlang des Fahrwassers in den Bodden. Blies recht anständig und die Genesis lief  mit über 7 kn Richtung Tonne Greifswald. Der Wind sollte rechts drehen über Nord auf Ost am Nachmittag, deshalb wählten wir eine Runde im Uhrzeigersinn um den Bodden mit Halt in Lauterbach. Es war noch Herings-Fangzeit, deshalb galt es den Zwangswegen zu folgen.

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    Wie es sich gehört – das Glück ist mit den Fleißigen 😉 – klarte es bald auf und eine nur von wenigen Wolken bedeckte Sonne spendete für einige Stunden Wärme. Vor Lauterbach stand uns der Wind dann direkt auf der Nase, deshalb setzten wir nach einigen Kreuzschlägen Kurs nach Ost und passierten Vilm im Norden mit Kurs auf Seedorf.

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    Im geschützten Hafen stärkten wir uns bei Eintopf (hatten eigentlich auf  frische Fischbrötchen gehofft) und genossen die Sonne. Gegen 14 Uhr mussten wir dann doch wieder aufbrechen, um noch vor Einbuch der Nacht nach Greifswald zurückkehren zu können.

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    Von Osten zog dann ab 15.00 schlechteres Wetter auf und ließ die Kälte zurückkehren. Wann immer möglich unter Blister und immer schön freibleibend von den vielen Fischernetzen segelten wir sodann zügig zurück nach Greifswald-Wieck, wo wir gegen 18.00 Uhr im Hafen festmachten.

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    Nach einer Runde Iso-Getränk 😉 und den weltbesten Matjesbrötchen am Hafen machte Peter den Smutje und zauberte aus den Resten seines zu Ende gehenden Ostertörns ein köstliches Dinner. Noch bis nach 23.00 Uhr wurde geklönt, gegessen und dann schließlich klar Schiff/Pantry gemacht. Dann hieß es leider Abschied nehmen von Peter, Gerhard und Marco.  Nochmal großen Dank an Peter, der diesen Törn ermöglichte. Wir haben viel gelernt und großen Spaß. Können es kaum erwarten, bis wir im August selbst die Leinen los machen dürfen.

    Zahlen, Daten, Fakten: 10.04.2010, Greifswald-Wieck – Greifswalder Bodden – Seedorf – Greifswald-Wieck. Teils bedeckt, teils sonnig, 6 – 10°C, Wasser 3°C, Wind 2-4 NW, über Mittag rechtsdrehend, nachmittags Ost. Log 42 sm.

  • Ansegeln auf der SY Genesis I

    Um halb vier klingelte der Wecker. 770 km auf vier Rädern nach Greifswald-Wieck. P. Thumel, Eigner der SY Genesis hatte uns zum Kennenlernen und Ansegeln seiner Hanse 370e eingeladen.

    Tolle Sache. Den Nachmittag über wurden wir zu Ausrüstung, Einrichtung und Technik der Yacht gebrieft, auf der wir vier Halbritter im Sommer zwei Segelwochen verbringen werden. Gerhard und Marco, ebenso Chartergäste 2010, nahmen das Angebot ebenfalls wahr, den Abend ließen wir alle mit einem guten Dinner im Hotel Utkiek ausklingen.

    Wetter in Wieck: Stark bewölkt, kurze Schauer, 10°C, gefühlte 0°C, gute Sicht.