Autor: Christine

  • Saison 2012

    Endlich nimmt die Saison 2012 Form an. Nachdem uns PCO an Mola vermitteln wollte und ich deshalb in letzter Minute von einer 3-Wochen-Charter ab Breege wieder absprang ist unser Chartervertrag für eine HR 34 ab Fehmarn abgeschlossen. Mit Christine und Anja geht’s als Kleincrew wohl ins südliche Kattegat. Noch d r e i e i n h a l b l a n g e Monate bis zum 4. August…

  • Familien-Sommertörn 2011

    Dem Wunsch Anjas folgend – natürlich nicht ganz eigennützig – ging es im August noch einmal aufs Wasser. Diesmal mit der Bavaria 32 „Caroline“ ab Greifswald. Es sollte ein gemütlicher Kurztörn werden, je nach Wind den Strelasund nach Norden, dann vielleicht bis Zingst und schließlich wieder zurück nach Greifswald. Aufgrund der Wind-Wettervorhersage entschieden wir schließlich in Barhöft doch außen um Rügen herum wieder nach Greifswald zurück zu segeln.
    Somit brachten wir schließlich Stralsund, Barhöft, Vitte, Glowe und Lubmin ins Kielwasser bevor wir wieder wohlbehalten nach Greifswald zurückkehrten.

    Highlights:
    – Mit 100 Booten vor der Klappbrücke Stralsund um die Poleposition gekämpft 😉
    – Baden am Strand von Hiddensee (Vitte)
    – Zumeist früh festgemacht für ausgiebiges Chillen…

    Neu war:
    – Anlegen vor Heckboje in Barhöft.

    Lesson Lerned:
    – Viel Zeit nehmen für die Übergabe des Ruders, besonders in emgem Fahrwasser…
    – Stets so anlegen wie man es geplant und durchgesprochen hat. Änderungen in letzter Minute gehen gern in die Hose – gerade bei kleiner Crew.

    Für die Statistik:
    – Zurückgelegte Meilen: 128

  • Mai-Törn 2011

    Vom 14.-28. Mai war das Seegebiet „Belte und Sund“ unser Ziel. Ausgangs- und Zielhafen war Gelting Mole. Dort charterten wir die BIRKE, eine Bavaria 32c. Wir hofften auf bereits wärmeres Wasser, das auch mal zum Baden einladen würde, mit Temperaturen um 10°C herum war es dafür aber dann doch zu kalt. Zudem lernten wir den Mai als einen Monat mit überwiegend Starkwind-Wetterlagen kennen. An nur wenigen Tagen herrschte „gemütliches“ Segelwetter, zumeist waren wir bei 5-6 Bft und darüber seglerisch reichlich gefordert. Zu aller letzt patzten wir dann auch noch beim letzten Anleger in Gelting und beschädigten die Lotta, die im starken Wind weit in unsere Box hineinreichte und die wir mit dem Anker an der an backbord abgebrachten Rettungsinsel touchierten. Im einzelnen:

    Route: War nicht ganz durchgeplant, als mögliches Ziel hatten wir Anholt im Visier, dieses jedoch nur bei günstigen Winden. Unseren am weitesten Enfernten Hafen erreichten wir schießlich mit Langoer im Norden Samsoes. Im Einzelnen:

    Tag 1: Gelting – Ankerplatz bei Dyvig

    Tag.2: Ankerplatz bei Dyvig – Haderslev

    Tag 3: Haderslev – Ankerplatz Gamborg Fjord

    Tag 4: Ankerplatz Gamborg Fjord – Korshavn

    Tag 5: Korshavn – Langör

    Tag 6: Hafentag Langör

    Tag 7: Langör – Musholm

    Tag 8: Musholm – Svendborg

    Tag 9: Svendborg – Ankerplatz AErö (Revkrog-Bucht)

    Tag 10: Ankerplatz – Kappeln Grauhöft

    Tag 11: Kappeln Grauhöft – Kapplen

    Tag 12: Kappeln – Sönderborg

    Tag 13: Sönderborg – Gelting

    Häfen/Ankerplätze auf Google Earth

    Segeln: Wie schon erwähnt beleibt in unserer Erinnerung ein überwiegend anstrengender Törn, bei 5-6 Bft (in Boen haben wir auch das eine oder andere Mal die 8 gesehen) war ständiges Ruder gehen, Reffen, ausreffen gefragt, Erholung war an solchen tagen nur am Abend möglich – und das nicht immer: Einmal gingen wir auf Drift, als der Wind in der Nacht auf über 20 Knoten auffrischte (Musholm) und konnten zum Glück ohne Grund- oder Schiffberührung im Dunkeln wieder per GPS in tieferes Wasser zurückfahren um dort erneut zu ankern. Die Nacht war futsch ;). Vor AErö erging es uns ähnlich, der Anker hielt diesmal, allerdings drehte der Wind auf Nordwest (90° weiter als vorhergesagt) und sorgte für mächtig Schwell in unserer Ankerbucht. Mit der Dämmerung brachen wir schließlich nach unruhigem Schlaf auf.

    Es war also anstrengend, allerdings haben wir auch sehr viel gelernt. Auch bei 7-8 Bft. (in Boen) ließ sich die Bavaria noch gut unter 20% Fock am Wind segeln, mehrmals ließen wir uns auch bei Wind von vorn das Segeln nicht verderben und kreuzten auch in „beengten“ Verhältnissen gut gegenan. Trotz kleiner Crew und manchmal viel Wind im Hafen produzierten wir sichere und stets kontrollierte Anleger (mit Ausnahme des letzen ;( …

    Die Mittelspring erwies sich dabei als wertvoll und leistete uns gute Dienste.

    Ein echtes Genuss-Highlight war der Törn von Korshavn nach Langör: Über Stunden bei drei, später zwei Bft auf Halbwindkurs in der Sonne räkelnd den Ausblick geniesend an Samsö entlang.

    Weiteres Erlebnis-Highlight waren die Querung der Großen-Belt-Brücke, viel Wind von vorn, Strömung und wenig Schlaf in der Nacht davor – aber dennoch gut gemeistert und hinterher mächtig stolz.

    Besonders schön waren auch die Begegnung mit Tümmlern bei Middelfart (die sich nicht für uns interessierten, sich aber dennoch mehrfach zeigten) und die Stadt Svendborg.

    Orte:

    Dyvik, sehr schöner Ankerplatz.

    Haderslev, im Gegensatz zum Haderslev-Fjord nicht besonders attraktiv.

    Gamborg Fjord, menschenleer und nur bei gemäßigtem Wind (aus West) angenehm fürs Ankern.

    Korshavn, absolut idyllisch – zumindest im Mai – bei schwachem Versorungsangebot. Ausflug/Spaziergang zur Nordspitze der Halbinsel sehr empfehlenswert.

    Langör, ebenfalls sehr idyllisch, weil besonders gut versorgt udn auch gern besucht, besonders am Wochenende. Tip: Fahrrad mieten und in den Norden Samsös radeln.

    Musholm, Ankerplatz mit viel Fischzucht davor. Kann nur bei Tag angelaufen werden. Weil die Insel sehr flach ist bietet sie bei viel Wind wenig Schutz.

    Svendborg, das Beverly Hills oder Miamy Beach Dänemarks. Schön da. Sowohl der Hafen, als auch die Stadt.

    AErö, nicht viel davon gesehen…

    Kappeln, immer wieder einen Zwischenstopp wert.

    Sönderborg, schöne Marina und nicht zum ersten Mal dagewesen. Da weis man halt was man hat…

    Gelting Mole, besonders die Enge im Hafen machte uns zu schaffen. Sollte man im Hinterkopft haben, wenn man dort übernachten möchte. Ansonsten natürlich ein super Ausgangspunkt für einen Törn wie den unseren.

    Zahlen, Daten, Fakten:

    Zurückgelegte Distanz: 350 sm

  • Sommertörn auf der Genesis, Tag 14

    Von Gustow nach Wieck

    Ein jeder Törn geht zu Ende, dieses sollte unser letzter Segeltag werden. Als die Sonne aufging, trieben Nebelschwaden über das spiegelglatte Wasser, die Stille verstärkte die andächtige Stimmung. Trotz der Kühle des Morgens wärmte die Morgensonne bereits und wir konnten erneut draußen frühstücken. Diesmal ohne Brötchen, die waren mittlerweile aus. Knäcke, Smörre und die letzten Schokocroissants taten’s auch.

    Zum Ende unseres Frühstücks setzte auch im Hafen von Gustow Nordwind ein, das kroiselnde Wasser konnte man seit einiger Zeit aus Richtung Neuhof/Fahrwasser näher kommen sehen.  Ob es ein direkter Schlag zurück nach Wieck werden sollte oder nicht wollten wir abhängig vom Wind entscheiden. Soviel Segeln wie möglich war die Devise. Um 9.00 verließen wir die Marina, kurz vor denen das Ende/Beginn der Gustow-Rinne bezeichnenden Tonnen drehten wir Genesis in den Wind, setzten Groß und Fock und reihten uns ein in die kleine Armada aus Booten, die nach der 8.20 Uhr- Ziegelgrabenbrückenöffnung in Richtung Greifswalder Bodden unterwegs waren.

    Der Wind kam konstant aus Nord und erlaubte eine flotte Fahrt von um die 6 Knoten, wobei wir uns zumeist nördlich des Fahrwassers hielten um nicht mit der Berufsschifffahrt in Konflikt zu geraten. Als wir gegen 11.00 Uhr Tonne 10 und damit das Boddengewässer erreichten, hatten wir eine unter Motor fahrende Bavaria weit hinter uns gelassen 🙂

    Mit einem Abbiegen nach Greifswald wäre unser Törn bereits kurz nach Mittag zu Ende gewesen. Nach kurzem Abwägen entschieden wir uns deshalb den kräftigen Nordwind (3-4 Bft) zu nutzen um in Seedorf eine Runde Fischbrötchen zum Mittag zu fassen. In rauschender Fahrt ging es in 2 Stunden quer über den Bodden in die Having und Baaber Rinne. Erst nach Beginn der Anfahrt nach Seedorf bargen wir Groß und Fock und ließen den Motor wieder an. Beim Anlagen kämpften wir mit einem kräftigen Strom im Hafen, auch hatte ich meinen Plan auch einen Festmachen an der mittleren Luv-Klampe zu nutzen so schlecht kommuniziert, dass wir eine wenig professionelle Performance abgaben und sich ein Crewmitglied zudem leicht verletzte.

    Gegen 14.00 war es dennoch vollbracht, hungrig machten wir uns über zwei Runden Fischbrötchen her.
    Wir gaben uns bis 15.00 Uhr um die Fahrt in den Heimathafen fortzusetzen. Leider war der Wind deutlich abgeflaut, mehr als 2 Bft waren es sicherlich nicht mehr. Für einen Raumschotkurs zu wenig um einigermaßen zeitig in Wieck anzukommen. Nach dem Setzen der Segel ließen wir deshalb den Motor zur Unterstützung weiterlaufen und fuhren auf direktem Weg zurück nach Greifswald/Wieck. Der aus WNW drehende Wind frischte im Süden des Bodden noch einmal ein wenig auf und erlaubten noch einmal 20 min. ruhiges Segeln. Das Timing für die 18.00 Uhr Brückenöffung stand und lief perfekt. Ohne Halt passierten wir – nun heimwärts – die Wiecker Klappbrücke. Herrn Wunderlich vom Yachtservice Greifswald hatten wir bereits telefonisch über unsere Ankunft informiert, er wartete an der Tanke, wo wir schließlich mit 59 Litern Sprit den Tank wieder füllten. Das Einparken verlief zum Abschluss recht gut und um 18.45 stoppten wir zum letzten Mal auf diesem Törn die Maschine.

    Der Rest ist schnell erzählt. Packen, ein letztes Mal Fischbrötchen (Wieck), am Samstag Ausräumen, Auto beladen, Leergut abgeben und dann die lästige Autofahrt zurück nach Ingolstadt ;-0

  • Rund Rügen – Hafeninfos

    Während unseres Törns liefen wir verschiedene Häfen an, aktuelle Infos hier kurz und knapp:

    1. Vitte Yachthafen (01.05.-02.05.2010). Nur 6 Yachten lagen in dieser Nacht an den Stegen. Die Ansteuerung verlief problemlos, wir hielten uns streng an das enge Fahrwasser. Der Hafenmeister nimmt seine Aufgabe sehr ernst, bereits wenige Minuten nach dem Anlegen stand er auf der Matte. Toiletten/Wasch- und Duschräume waren eisekalt und lange nicht so sauber wie wir bei der Liegegebühr von 20 EUR erwartet hatten.
    2. Glowe (02.05.-03.05.2010). Lebendiger Hafen mit gutem Service. War recht gut besucht, jedoch nicht überfüllt. Auch hier waren Die Toiletten/Dusch- und Waschräume nicht sauber. Der Verdacht kam auf, dass die Putzfrauen die Zahlenkombination nicht mitgeteilt bekamen, die für den Besuch der Räumlichkeiten benötigt wird 😉
      Die Umgebung des Hafens lädt zu einem Spaziergang ein, entlang der Strandpromenade kann man eine excellente Fischbude ca. 400m entfernt gar nicht verpassen. Auch zwei Bäckereien befinden sich in Lauf-Distanz. Über dem Büro des Hafenmeisters befindet sich eine Aussichtsplattform. Eine „Besteigung“ lohnt sich.
    3. Sassnitz (03.05.-04.05.2010). Anlegen ist an der Mole möglich, Stromanschlüsse sind vorhanden. Sanitäre Anlage nicht. Der neue Yachthafen ist eine Bauruine, die Anleger wiesen Baumängel auf und liegen brach. Es gibt einige Fischbuden und Restaurants am inneren Ende des Hafens, ausprobiert hatten wir keine.
    4. Neuhof (04.05.-05.05.2010). Hübscher und letzter Hafen auf Festlands-Seite vor Stralsund. Noch nicht alle Tonnen der engen Zufahrt waren ausgebracht, wir trafen etwas weniger Tiefgang als in den Karten verzeichnet an. Der Hafen war bereits recht voll. Im Sommer ist er quasi ausgebucht (nach Angaben Hafenmeister). Gegenüber auf Rügen-Seite konnten wir bei der Anfahrt Gustow erkennen, dort herrschte im Vergleich zu Neuhof gähnende Leere. Dürfte im Sommer die bessere Alternative sein.
      Neuhof selbst ist sehr gepflegt, ein Restaurant gehört zur Marina, die sanitären Anlagen befinden sich zwar in Containern, waren jedoch sauber und beheizt.
    5. Breege (05.05.-06.05.2010). Wohl stets überfüllter Yachthafen (wg. Mola Charterbasis) mit den miesesten sanitären Anlagen unseres Törns. Schmutzig, unterdimensioniert, nicht beheizt, mit öffentlicher Toilette.
  • Rund Rügen – Tag 5

    Sonnenaufgang in Neuhof

    An diesem Tag hieß es zeitig Leinen los für unseren Schlag zurück nach Breege. Von einem wolkenlosen Himmel schien die Sonne in einen eisigen Morgen. Auf den Stegen schimmerte gefrorener Reif, feine Nebelschwaden schwebten über dem Wasser. Um 07.15 Uhr glitten wir durch die enge Fahrrinne hinaus auf den Strelasund und steuerten in Richtung Stralsund. Wir wollten die Brückenöffnung der Ziegelgrabenbrücke um 08.20 Uhr nutzen.

    Kurz vor der Brückendurchfahrt meldete sich Christine vom Krankenhaus. Sie wartete auf ihre Entlassungspapiere. Vor 15.00 Uhr würde ich es nicht schaffen, deshalb kamen wir auf eine Alternative: Christine kommt per Taxi nach Stralsund und fährt mit bis zurück nach Breege. Gesagt, getan. Wir legten im Stadthafen Stralsund an und gegen Mittag war die Mannschaft wieder vollzählig. Schön!

    Barhöfter Rinne

    Das Wetter war bestens, die Sonne strahlte entsprechend unserer Stimmung von einem fast wolkenlosen Himmel und bei leichten nördlichen Winden motorten wir durch den Gellenstrom und westlich der Insel Hiddensee nach Norden. Vor der Nordspitze Hiddensees gab es zur Stärkung wieder einmal einen Eintopf aus der Dose, bevor wir wieder in das Fahrwasser einschwenkten um nach Breege zu gelangen. 10 Minuten Segeln war dann doch noch drinnen, hart am Wind, als der jedoch dann ziemlich plötzlich auf Ost drehte war’s auch damit schon wieder vorbei.

    Breege Hafen

    Gegen 18.00 Uhr machten wir wieder in Breege fest. Sehr fest. Denn für den nächsten Tag war Sturm vorhergesagt und unser Törn Rund Rügen damit zu Ende. Am Abend gab es acht frische, gebratene Heringe. Im Hafen von Stralsund hatte ich die zuvor für 2.50 EUR direkt vom Fischer gekauft. Ein würdiges Abschiedsdinner eines etwas chaotischen Törns. Die nächsten können eigentlich nur besser werden. Toi, toi, toi ;-))

  • Rund Rügen – Tag 4

    Heute schien eine direkte Rückfahrt nach Breege doch nicht angeraten. Stürmische Winde aus West, im Norden stärker als weiter südlich würden andauerndes Motoren bedeuten. Wir entschieden uns deshalb doch über den Greifswalder Bodden und Strelasund nach Breege zurückzukehren mit Zwischenstopp entweder vor oder hinter der Klappbrücke bei Stralsund.

    Bis auf die Landtief-Fahrrinne und das Strelasund-Fahrwasser konnten die gesamte Strecke unter Segel zurücklegen. Es war zumeist bedeckt, blieb jedoch trocken. Südlich der Tonne Reddevitz gab es unter Groß treibend zur Stärkung Doseneintopf. Stralsund schafften wir nicht mehr, deshalb liefen wir für die Nacht die Marina Neudorf an.

    War ein stiller, einsamer Abend. Christine fehlte. Ihr ging es in Bergen eher noch schlechter. Neudorf Marina übrigens ist hübsch herausgeputzt. Über die Saison seien bis auf einige wenige Boxen alle Liegeplätze fest gebucht.

    Neuhof Marina