Das ging schnell. Viel schneller als erwartet. Unsere DANJA hat einen neuen Eigner gefunden. Der Trennungsschmerz sitzt noch tief. DANJA war viel mehr als ein Zuhause auf See. Sie war zu einem festen Bestandteil unseres Lebens geworden. Die letzten privaten Dinge vor der Übergabe von Bord zu tragen, hat uns emotional mehr mitgenommen, als wir das je gedacht hätten.
So, es ist vollbracht. Das Exposé ist fertig. Es zeigt eine Segelyacht, bereit für’s Ablegen, bereit für die nächste große Fahrt. Hier kannst du das Exposé herunterladen.
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Fragen? Einfach anrufen! Kontaktdaten findest du im Exposé – oder nutze das Kontaktformular.
Auch wenn DANJA bisher nur auf unseren Seiten zum Verkauf angeboten wird, gab es schon Anfragen. Einen Wunsch wollen wir hier schon mal erfüllen. Bilder der Inneneinrichtung. Damit haben wir unterwegs immer gegeizt, einmal weil es unser Zuhause war und auch weil uns das ein besseres Gefühl der Sicherheit gab.
Hier deshalb einige Bilder von Salon und Bad, sie während unserer großen Reise entstanden sind. Fürs Exposé folgen weitere Pics.
Wir werden DANJA vollständig ausgerüstet auf den Markt geben. Mit Pütt und Pann, wie es im Norddeutschen so schön heißt. Fast alles in der folgenden Auflistung haben wir während des großen Refits eingerüstet, unterteilt in Komfort innen und außen, alles für die Navigation und das Vorankommen…
Für den Komfort, verteilt über den Großen Decksalon, Pantry, Bad/Toilette, Vorschiffskoje, Lotsenkoje unter dem Salon und einer großen Eignerkoje im Achterschiff:
Aus 2019 neue Polster im ganzen Schiff, Laroma-Matratze in Eignerkoje, beschichtete Vorhänge (Sonnenschutz), Taylors Dieselofen mit elektrischer Pumpe, Taylors Herd mit Backofen, Webasto Heizung*, Ventilatoren, große Einbau-Kühlbox.
Zum Bestand gehören darüber hinaus ein Badezimmer mit Duschkabine, großes Waschbecken und ein Vacuum WC (LAVAC Popular). Ein Boiler sorgt für Warmwasser im Hafen und macht, zusammen mit 750L Wassertanks und dem den Gang zur Gemeinschaftsdusche überflüssig.
Den Komfort gibt’s auch dann, wenn kein Hafen angelaufen wird. Dafür sorgt der Aqua-Base Wassermacher ESW 65 mit 50L. Tagestank und Anschluss an den Haupttank, auch Teil des Refits.
Fürs Vorankommen sorgt aus 2019 die Betamarine B50 Dieselmaschine und natürlich Rigg und Segelkleid. Das stehende Gut wurde während des Refits erneuert, das Segelkleid besteht aus einer Roll-Reff Genua und einem Selbstwendefocksegel, einem Roll-Groß (Convex Main Furling), Roll-Reff-Passatsegel, Blister, Rundsegel, Sturmfock und Trysegel, zumeist von Segelwerkstatt Stade für die Langfahrt gefertigt.
Dazu kommen aus 2019 zwei Spibäume, Maststufen, Andersen Winschen, Spinlock Blöcke und Fallenstopper, natürlich ein Dinghy (aus 2022) und ein Außenborder.
Für die Navigation haben wir in 2019 ein vernetztes B&G System neu eingerüstet, der elektrische Autopilot wird ergänzt von einer Windpilot Pacific Windsteueranlage. Dazu kommen ein McMurdo Smartfind GMDSS NAVTEX, ein Vesper Marine Watchmate Vision AIS, ein Barograph und ein EPIRB, alles aus 2019.
Für die Energieversorgung rüsteten wir Solarpanele auf Geräteträger und Decksalon ein, unterstützt von zwei mobilen Solarpanels, einem Superwind Windgenerator, den 110- und 330 Ah Starter- und Servicebatterien sowie einem portablen 900W Generator.
Für den Komfort draußen sogen im und um das geräumige Mittelcockpit, Sprayhood, eine teilbare Kuchenbude und das große, bei Bedarf abnehmbare Bimini und natürlich der MAGMA Bordgrill.
Für alle wichtigen Ausrüstungskomponenten ist Ersatz an Bord (Pumpen, Autopilot, LIMA, Blöcke, Fallen, Filter und vieles mehr).
Diese Auflistung ließe sich noch lange fortsetzen und gibt es in Kürze auch als Pdf zum Download.
Allmählich haben wir uns wieder an das Landleben gewöhnt, wir werden wieder sesshaft.
Die langen Winterabende boten Gelegenheit unsere Langfahrt zu reflektieren und Pläne für die Zukunft zu schmieden. Für uns und unsere DANJA. Familiäre Gründe werden uns für die kommenden Jahre ans Land binden. Fahrten mit unserem Schiff werden damit seltener und auf altbekannte und schon oft befahrene Reviere begrenzt sein. Unsere DANJA hingegen ist fit, vollständig für Langfahrt ausgerüstet und bereit, jederzeit in ein neues Abenteuer zu starten.
Auch wenn uns die Entscheidung schwer fiel, sind wir davon überzeugt, dass die Zeit gekommen ist, uns von DANJA zu trennen. Wir werden unser Schiff für den Verkauf vorbereiten und hier über unsere Fortschritte berichten.
For Sale: SY DANJA, eine Glacer 363 in Alu.
Haben wir, lieber Leser, liebe Leserin, Dein Interesse geweckt? Zieht es Dich hinaus auf die See und in die Ferne? Willst auch Du die Leinen lösen und auf die große Reise gehen?
Dann ist DANJA das richtige Schiff für Dich. Gerne kannst Du uns über das Kontaktformular oder auch telefonisch (+49 172 9745 749) schon heute ansprechen. Alle Verkaufsinformationen werden wir hier, nach und nach, veröffentlichen.
Unser Wetterfenster ist da. Es sollte uns einige Tage gut in Richtung Azoren voranbringen und dann werden wir sehen…
Zwei Tage hatte es wie aus Eimern geschüttet und viel Wind gab’s auch. Jetzt aber, mit Abziehen des Tiefs, beruhigt sich das Wetter vorübergehend und bietet uns die Gelegenheit nach Osten aufzubrechen.
Bei Customs sind wir abgemeldet, das Dinghy ist verstaut, die Vorräte aufgestockt. Die letzten Schauer und Gewitter lassen wir noch durchziehen, dann gehen wir, spätestens mit dem ersten Tageslicht Anker auf und fahren durch den Town Cut hinaus auf den Atlantik. Kurs NNO, Ziel die Azoren.
Von unserem Ankerplatz in der Cocoanut Cove, Palm Beach, Florida wünschen wir allen, die unsere Seiten besuchen, ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!
Washington, North Carolina, liegt am Nordufer des Pamlico River, ca. 25 Meilen westlich des Atlantic Intracoastal Waterway (AICW). Die Stadt wurde 1776 gegründet und war die erste Stadt in den USA, die nach dem ersten Präsidenten, George Washington, benannt war. Heute ist es Verwaltungssitz des Beaufort County, hat rund 10.000 Einwohner und es geschafft, seine teils historische Downtown als attraktives, buntes und lebendiges Stadtviertel zu erhalten. Daran hat die lange Uferpromenade sicherlich ihren Anteil. Sie lockt mit ihren zahlreichen kostenlosen Anlegemöglichkeiten sowohl die Locals aus den Umliegenden Siedlungen, als auch Cruiser von Nah und Fern in die Stadt, so wie auch uns.
Der Umweg vom AICW hat sich für uns gelohnt. Die im Internet ausgelobte Attraktivität Washingtons können wir voll bestätigen. Die Promenade lädt zum Spazieren ein, die Gastronomie ist vielfältig und im Umfeld der Mall gibt‘s sowohl einen Walmart, als auch einen Foodlion, mit dem üblichen umfangreichen Angebot. Wir hatten auch einige Ersatzteil-Lieferungen hierher bestellt, die bei Post Code Junction auf uns warteten.
Die Konditionen der Städtischen Anleger kann man im Internet abrufen, auch als Ankerlieger durften wir ausdrücklich Toiletten, Duschen und Waschmaschine mitbenutzen.
Auch wetterten wir in der einen Woche vor Ort auch die Ausläufer des späten November-Hurricanes Nicole am Anker ab. Mit Böen in den unteren Dreißigern für uns nicht dramatisch, dennoch ging ein anders, unbesetztes Boot, mitsamt Anker auf Drift in Richtung Uferpromenade, wo es von anderen Seglern von Land aus erfolgreich eingefangen werden konnte.
Am 13. November setzte sich hinter dem ehemaligen Hurricane eine Nordströmung durch, die wir nutzten, um von Washington aus unsere Reise in den Süden fortzusetzen. Herrliches Segeln, zunächst den Pamlico River hinunter, dann durch den Hobucken Canal bis in den Neuse River nach Oriental. Erreichten wir zwar nicht mehr bei Tageslicht, mit Radar und Leuchte fanden wir im noch vom Frühjahr bekannten Hafen dennoch ein Ankerplätzchen.
Unser Plan war es, ein, zwei Tage in Oriental zu bleiben. Der Nordwind blieb jedoch auch am nächsten Tag so stabil, dass wir die für den AICW seltene Gelegenheit, längere Strecken unter Segel zurück legen zu können, nicht ungenutzt lassen wollten. Und so gingen wir gleich am nächsten Morgen, bei knackigen 5°C Temperatur wieder Anker auf und segelten (!) über via Neuse River, Adams und Core Creek nach Beaufort.
Beaufort ist ein wichtiger Zwischenstopp für Freizeitboote auf ihrem Weg in den Süden, egal ob über den AICW oder – aufgrund der Masthöhe – nach Umfahrung von Cape Hatteras und Lookout. Entsprechend voll ist es zurzeit auf dem Ankerfeld gegenüber der Uferpromenade von Beaufort.
Uns bieten sich nun zwei Alternativen, für die Weiterfahrt in den Süden: Weiter auf dem AICW, oder hinaus auf den Atlantik und auf direktem Weg zu interessanten Zwischenstopps, wie Wilmington (NC), Charleston (SC), Savannah (GA) oder Jacksonville (FL). Wir werden berichten.
Mehr Bilder zum Bericht findest du wie immer im Fotoalbum.
Fast den gesamten August sind wir nun schon in Santa Cruz de La Palma. August bedeutet auch auf den Kanaren Hochsommer. Die diesjährige Hitzewelle, die im Süden Europas zu vielen Waldbränden und Rekordtemperaturen führte, wanderte Mitte des Monats nach Westen bis auf den Atlantik und gelangte mit dem Passat auch zu den Kanaren. In Gran Canaria wurden erstmals Temperaturen weit über 40 °C gemessen und auch hier an La Palmas Ostküste wurde es mit deutlich über 30°C einige Tage sehr, sehr heiß.
Unterwegs zum Sanctuario de Las Nieves
Prompt erfolgte am 13.8. aufgrund der Waldbrandgefahr die Sperrung der Wälder für Wanderer (aktuelle Info hierzu unter senerosdelapalma.es). Da hatten wir zum Glück schon einige Touren unternommen und uns bezüglich La Palma einen guten Überblick verschaffen können. August ist natürlich auch Hochsaison für den Tourismus, was einerseits zu völlig ausgebuchten Mietwagenfirmen und andererseits zu Gedränge an den Touri-Hotspots führte. Wie zuvor in La Gomera bevorzugten wir fürs Reisen Linienbusse, was hier auf La Palma den Aktionsradius aber etwas einschränkt. Die Buslinien folgen, außer im Bereich der Zentren Santa Cruz und Los Llanos, im Wesentlichen den Hauptverkehrsstraßen, der Nationalpark Caldera de Taburiente, zum Beispiel, wird gar nicht angefahren. Das war für uns zunächst schade, dennoch fanden wir abwechslungsreiche Wanderungen, die uns sowohl an Strände, als auch in die Berge der Insel führten. Die Wasserfälle bei Los Tilos, die malerische Ortschaft San Andrés, das Meerwasserschwimmbad Charco Azul und das Sanctuario de Las Nieves waren Ziele unserer längeren Hikes, daneben besuchten wir noch Los Llanos und Puerto Tazacorte an der Westküste La Palmas.
Wasserfälle bei Los Tilos.
So richtig verliebt haben wir uns allerdings noch nicht, in die Isla Bonita, wie La Palma auch genannt wird. La Palma ist groß. Ohne Mietwagen und in Anbetracht der dünnen Abdeckung mit den Öffis bleibt das Inselinnere mit seinen 2000m-Gipfeln für Tageswanderungen unerreichbar und selbst Ziele in der näheren Umgebung der Marina La Palma sind aufgrund der krassen Höhenunterschiede echt anstrengend. Was La Palma auch fehlt, sind Ankerplätze. Die sind auf den Kanaren ohnehin rar, hier fehlen sie quasi völlig. Im September erwarten wir wieder einmal lieben Besuch aus Deutschland, der in Teneriffa landen wird. Grund für uns bald aufzubrechen und endlich wieder einige Tage vor Anker zu verbringen.
Vacuna ist spanisch und heißt auf Deutsch Impfung. Da, wo wir es am wenigsten erwartet hatten, bekamen wir am Sonntag unseren ersten Pieks mit dem Impfstoff von Biontec-Pfizer, zusammen mit dem zweiten Termin, wie vom Hersteller empfohlen, drei Wochen später. Total unkompliziert. Wir fallen in die Altersgruppe der zur Impfung aufgerufen Bevölkerung, die Covid-Hotline verwies uns an das nächste Centro de Salud und mit Spanisch, Englisch, Deutsch und einiger Zeichensprache übertrugen uns die freundlichen Damen der Registratur in das EDV System und schon hatten wir den lang ersehnten Termin. Muchas gracias, Arrecife! Es geht voran!