Auch wenn DANJA bisher nur auf unseren Seiten zum Verkauf angeboten wird, gab es schon Anfragen. Einen Wunsch wollen wir hier schon mal erfüllen. Bilder der Inneneinrichtung. Damit haben wir unterwegs immer gegeizt, einmal weil es unser Zuhause war und auch weil uns das ein besseres Gefühl der Sicherheit gab.
Hier deshalb einige Bilder von Salon und Bad, sie während unserer großen Reise entstanden sind. Fürs Exposé folgen weitere Pics.
Allmählich haben wir uns wieder an das Landleben gewöhnt, wir werden wieder sesshaft.
Die langen Winterabende boten Gelegenheit unsere Langfahrt zu reflektieren und Pläne für die Zukunft zu schmieden. Für uns und unsere DANJA. Familiäre Gründe werden uns für die kommenden Jahre ans Land binden. Fahrten mit unserem Schiff werden damit seltener und auf altbekannte und schon oft befahrene Reviere begrenzt sein. Unsere DANJA hingegen ist fit, vollständig für Langfahrt ausgerüstet und bereit, jederzeit in ein neues Abenteuer zu starten.
Auch wenn uns die Entscheidung schwer fiel, sind wir davon überzeugt, dass die Zeit gekommen ist, uns von DANJA zu trennen. Wir werden unser Schiff für den Verkauf vorbereiten und hier über unsere Fortschritte berichten.
For Sale: SY DANJA, eine Glacer 363 in Alu.
Haben wir, lieber Leser, liebe Leserin, Dein Interesse geweckt? Zieht es Dich hinaus auf die See und in die Ferne? Willst auch Du die Leinen lösen und auf die große Reise gehen?
Dann ist DANJA das richtige Schiff für Dich. Gerne kannst Du uns über das Kontaktformular oder auch telefonisch (+49 172 9745 749) schon heute ansprechen. Alle Verkaufsinformationen werden wir hier, nach und nach, veröffentlichen.
Hooksiel liegt auf unserem Weg in die Weser, unserem künftigem Heimatrevier, und hat eine Werft, in der wir DANJA gut aus dem Wasser nehmen konnten. Zwei Projekte galt es zu erledigen: Frisches Antifouling, sowie Prüfen und Abdichten der Nirobuchse, die das Kokerrohr abschließt. Hier tropfte es bei höherem Ruderdruck und bei Fahrt unter Maschine. Frisches Antifouling brauchen wir für den Winter in der Weser (Kalkröhrenwurm), der Check der Ruderanlage war ohnehin überfällig. Auch nutzten wir die Zeit in der Werft, für unseren Umzug an Land. Mit einem Mietwagen transportierten wir unseren Hausrat zu unserem vorläufigen Zuhause nördlich von Bremen, wo wir auch den Abschluss der Arbeiten am Boot abwarten konnten.
Die zogen sich dann etwas hin, denn im Zuge des Ruder-Refits zeigte sich, dass einer der Zugdrähte zwischen Steuerrad und Ruderquadrant beschädigt war. Von den 5 Adern des Stahlseils waren nur noch zwei übrig, ein Ruderausfall hätte uns jederzeit ereilen können. So wurden aus wenigen Tagen doch eineinhalb Wochen, bevor wir unsere DANJA wieder zurück ins Wasser setzen konnten. Zwar war – streng betrachtet – unsere Segelzeit, unsere Zeit als Liveaboards, mit dem Umzug an Land beendet, den Spätsommer wollen wir aber noch für einen kurzen Törn in die Ostsee nutzen. Familienbesuch… Darüber mehr im nächsten Beitrag.
Unser Wetterfenster ist da. Es sollte uns einige Tage gut in Richtung Azoren voranbringen und dann werden wir sehen…
Zwei Tage hatte es wie aus Eimern geschüttet und viel Wind gab’s auch. Jetzt aber, mit Abziehen des Tiefs, beruhigt sich das Wetter vorübergehend und bietet uns die Gelegenheit nach Osten aufzubrechen.
Bei Customs sind wir abgemeldet, das Dinghy ist verstaut, die Vorräte aufgestockt. Die letzten Schauer und Gewitter lassen wir noch durchziehen, dann gehen wir, spätestens mit dem ersten Tageslicht Anker auf und fahren durch den Town Cut hinaus auf den Atlantik. Kurs NNO, Ziel die Azoren.
Es ist soweit. Dinghy ist verstaut, Grab Bags gepackt, Boot aufgeräumt, Vorräte gestaut und die navigatorische Vorbereitung mit festlegen der Zeit für’s Auslaufen abgeschlossen. Morgen früh, am Sonntag, 7. Mai, um 4 Uhr, werden wir bei Stillwasser von Fernandina Beach aus in See stechen, Ziel Bermudas. Das Wetter ist zwar nicht perfekt für die Überfahrt, dafür aber das Beste, was wir sei Anfang April gesehen haben.
Landgang, Fernandina Beach, FL
Von Fernandina Beach aus zu starten war, abgesehen vom sicheren Inlet hinaus auf den Atlantik, eine gute Wahl. Ohne es gewusst zu haben, landeten wir im Shrimp Festival, dem größten Fest der Stadt, welches jährlich am ersten Wochenende im Mai steigt. Da fällt der Abschied fast ein wenig schwer.
Parade zum Auftakt des Fernandina Beach Shrimp Festival
Wir werden versuchen, über unser InReach täglich einen kleinen Update zur Überfahrt zu posten. SMS-lang und ohne Bilder. Ein Mini-Logbuch. Und jetzt heißt es Daumen drücken. Bis dann…
Nach exakt zwei Wochen im Julington Creek, mit viel Zeit mit und bei Daniel, Rieke und Karlo, sind wir heute, Mittwoch, 3. Mai wieder aufgebrochen. Ein Wetterfenster deutet sich an, mit dem wir die erste Passage zu den Bermudas ab Samstag in Angriff nehmen können.
Danja vor Anker, Julington Creek, FL
Wir werden den Ankerplatz in guter Erinnerung behalten. Der Ankergrund ist gut und sicher, auch bei 30 Knoten Wind aus West baut sich keine Welle auf, die Bootsrampe im Mandarin Park bietet viel Platz fürs Dinghy und ein Supermarkt ist auch nicht weit. Der Diesel der Mandarin Holiday Marina soll der günstigste entlang des St. Johns River sein, was wir zum volltanken gerne nutzten. Einzig die Wassertiefe ist grenzwertig. Die 1,5 – 1,8 Meter am Eingang zum Creek sind nicht untertrieben.
Segeltag auf dem St. Johns River
Frischer Wind aus WNW bescherte uns einen schönen Segeltag auf dem St. Johns River, bis zum Ankerplatz westlich Little Marsh Islands, wenige Meilen vor der Mündung in den Atlantik. Morgen früh müssen wir uns dann entscheiden, von wo aus wir am Samstag in See stechen wollen. Fernandina Beach, At. Augustine, oder gleich von der Mündung des St. Johns River. Wir werden sehen…
Von unserem Ankerplatz in der Cocoanut Cove, Palm Beach, Florida wünschen wir allen, die unsere Seiten besuchen, ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!
Von Port Washington aus segelten wir weiter nach Osten und folgten dabei der Nordküste Long Islands. Der Long Island Sound, kurz LIS erstreckt sich vom East River bis zu den östlichsten Inseln der nördlichen Gabel Long Islands, im Norden entlang der Küste Conneticuts bis zur Grenze zu Rhode Islands. Die Wasserqualität wird dabei, wenig verwunderlich, um so besser, je weiter man nach Osten voran kommt. Sie hat sich übrigens über die Jahre deutlich verbessert, baden würden wir im LIS aber eher nicht. Einen interessanten Tracker zum Thema findet man hier: Save the Sound
Wir konnten den Sund mit gutem Wind absegeln, mit Port Jefferson gibt es auf halbem Weg einen sicheren Hafen mit guten Ankermöglichkeiten. Bei Point Orient, 30 Meilen weiter, gibt es dann wieder gute Ankermöglichkeiten, je nach Wind entweder im LIS, in der Gardiners Bay oder im Peconic River. Wir ankerten in der zweiten Nacht unseres Trips nach Osten südlich des kleinen Fährhafens von Orient, bevor wir dann am 1. September nach Lake Nontauk aufbrachen. Liegt nicht mehr am LIS, dafür aber am östlichsten Zipfel von Long Island.
Sonnenuntergang vor Orient
Lake Montauk war ursprünglich ein Süßwassersee, bis der Unternehmer Carl Graham Fisher, der übrigens schon Miami Beach zu einem Tourismus-Hotspot umgestaltet hatte, einen Zugang zum Block Island Sound in den Strand sprengte und den See vertiefte, um sein Miami Beach des Nordens mit Marina, Kasinos und Luxushotels auf den Entwicklungsweg zu bringen. Nach dem Börsencrash 1929 ging er in Konkurs, ein weiteres Immobilien-Großprojekt wurde in den 70er Jahren von Einwohnern gestoppt und das verplante Areal im weiteren Verlauf zu einem öffentlichen Park. Zusammen mit dem State Park um Camp Hero und Montauk Point Lighthouse entstand so ein Landschaftsschutzgebiet, das endlich einmal nicht vollständig mit privaten Villen und Protzbauten zugebaut wurde. Für die Ostküste eine Seltenheit!
Lake Montauk
Uns hat Lake Montauk sehr gut gefallen. Im Norden des Sees liegen Marinas und ein bedeutender Fischereihafen, der Süden ist dagegen wunderbar ruhig. Ein kleiner, öffentlicher Strand bietet Platz für‘s Dinghy, zu Fuß ist der Atlantikstrand erreichbar, und mit dem Fahrrad lassen sich schöne Touren unternehmen.
Lake Montauk war eine der Empfehlungen eines amerikanischen Seglers, für den Neuengland das Heimatrevier ist. Hier hatte er ganz gut unseren Geschmack getroffen. Als nächste Ziele standen Block Island und Newport auf dem Plan, darüber aber mehr im nächsten Beitrag.
Für die Überfahrt nach La Palma nahmen wir uns zwei Tage Zeit. Zunächst segelten wir am 27. Juli zurück an die Westküste Teneriffas für eine Nacht vor Anker an der Playa de Masca, dann am zweiten Tage von Punta de Teno auf direktem Kurs nach Santa Cruz de La Palma. Die Wind Acceleration Zone östlich La Gomera erstreckt sich über etwa 5 Meilen, die hatten wir halbwind nach einer knappen Stunde durchquert. 30 Knoten max zeigte der Windmesser dieses mal. Vor Teneriffa hätten wir dann auf die mittägliche Seebrise warten können, zogen jedoch einen Badetag bei der Playa de Masca dem Dümpeln vor. Der Motor durfte mal wieder ran.
Punta de Teno, Kap im äußersten Nordwesten Teneriffas
Am nächsten Morgen schob uns die Maschine dann noch zum Punta de Teno, wo wir, wie erwartet, aus dem Lee heraus in den vorhergesagten NO-Passat segeln konnten. Der begleitete uns dann mit 15-20 Knoten auf den 50 Seemeilen bis nach La Palma. Wieder angenehmes Segeln mit halbem Wind, was den Umweg für uns auf jeden Fall wert war.
Anfahrt auf Santa Cruz de La Palma
Die Marina La Palma ist top ausgestatted und gepflegt. Sie liegt quasi mitten in Santa Cruz. Supermärkte, Mercado, Busbahnhof, Strände, Restaurant, alles ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Die grün bewachsenen Berge im Hintergrund ergeben mit den farbigen Gebäuden der Inselhauptstadt davor, eine super Kulisse. Immer wieder verschwinden die Berge in den Wolken, Hinweis darauf, dass sie nicht in einem Spaziergang erreichbar sind… Leider ist die Marina Teil des Handels- und Fährhafens La Palmas, je nach Schiffstyp ist damit fast 24/7 für eine mehr oder weniger laute Geräuschkulisse gesorgt.
La Palma, die schöne Insel, so haben wir es oft gehört und gelesen. Wir sind gespannt.
Marina La Palma
Zum Schluss noch ein Blick auf die Statistik: Vor 850 Tagen begann für uns die Segelzeit. Bis La Palma haben wir 5.680 Seemeilen im Kielwasser gelassen, im Logbuch stehen insgesamt 12.291 Seemeilen.
Unsere Winterpause in Lagos dauerte fast vier Monate. Eine kurze Reise nach Deutschland, verbunden mit zwei Wochen in der Werft Sopromar zögerten unsere Weiterreise doch etwas länger hinaus als ursprünglich geplant. Am 11. März warfen wir endlich die Leinen los, und segelten in das zweite Jahr unserer Segelzeit. Lagos war für uns ein ideales Winterrefugium. Es war nie richtig kalt, das Wetter fast durchgehend frühlingshaft, Regen sahen wir nur an einigen wenigen Tagen. Die Marina de Lagos liegt für uns Segler versorgungstechnisch optimal, Service und Sicherheit sind vorbildlich.
In 2020 wollen wir die Atlantischen Inseln Madeira, Kanaren und Kapverden besuchen. Da die beste Zeit für die Überfahrt nach Madeira erst im Mai beginnt, bietet es sich zuvor an, Marokko und Gibraltar einen Besuch abzustatten. So weit unsere Planungen. Die haben wir natürlich ohne Covid-19 gemacht. In den letzten Tagen explodieren jedoch überall die Fallzahlen, nehmen die Reisebeschränkungen zu. Madeira darf zum Beispiel von Yachten vorläufig nicht mehr angelaufen werden, Marokko hat dicht gemacht, in Gibraltar drohen 14 Tage Quarantäne.
Ankerplatz Portimao / Ferragudo
Nach einem kurzen Stopp in Portimao bleiben wir jetzt erst mal vor Culatra und werden die Lage weiter beobachten…