Autor: admin

  • Gebucht!

    Die Segelsaison 2013 ist gesichert 😉
    Im Juni werden wir ein weiteres mal mit der Genesis V von Greifswald aus auf Törn gehen.
    Gebucht sind drei Wochen. Vielleicht schaffen wir es damit bis Göteborg…

  • Hummer

    Für alles gibt’s ein erstes Mal. Auch für die Zubereitung eins Hummers.
    Wir ergatterten das Tier direkt vom Fischer in Serejö Havn auf unserem Sommertörn 2012. Frisch vom Fischer auf den Tisch sozusagen.
    Wir transportierten das muntere, ca. 1 kg schwere Kerlchen in einer Schüssel, ein feuchtes Handtuch sollte ihn zunächst vor Austrocknung schützen.
    Er passte gut in unseren größten Topf, in dem wir reichlich Salzwasser zum kochen brachten. Alternativ verwende man Gemüsefonds- oder Brühe, die wir nicht hatten. Merke: Man tötet den Hummer, indem man ihn Kopf zuerst in sprudelnd kochendes Wasser gibt. (Das ist die einzige in Deutschland erlaubte Methode…)
    Für die ersten 500 gr. seines Gewichts lässt man den Hummer 10 min kochen, für die nächsten 500 gr. weitere 10 min köcheln. Für die jeweils nächsten 500 gr. (hätte nicht in unseren Topf gepasst) hängt man weitere 5 min an.
    Das ganze reicht man dann mit zerlassener Butter (evtl. mit Knoblauch) und Zitrone.
    Guten Appetit – und viel Spaß beim Zerlegen 😉

    IMG_3943

  • Gepackt…

    Es ist endlich wieder so weit. Alles gepackt und bereit ins Auto geladen zu werden. Morgen geht’s los. Erst mal bis Soltau, dann am Samstag zur Übernahme „unserer“ HR 34 Peter Pan von Duebe Yachtcharter auf Fehmarn…

  • Proviant während des Überführungstörns

    Ist schon erstaunlich, wie viel auch für nur 2 Personen für 5 Tage an Proviant zu beschaffen ist. Immerhin war es uns diesmal möglich sowohl Gepäck als auch Proviant ins Auto zu bekommen, womit uns der wenig spaßige Einkaufsstress vor oder nach der Übernahme erspart blieb. Nachfolgende Liste umfasst den Proviant für vier Dinner sowie Frühstück, Mittagsessen und Snacks, die wir während unseres Überführungstörns vom 2.-6.10.2010 fast vollständig aufbrauchten.
    Besonderes Highlight war das Schweinefilet mit Mediteranem Gemüse aus dem Backofen, etwa gleich auf mit dem frischen Fisch, den wir in Soenderborg ergattert hatten.

    Schweinefilet mit mediterranem Gemüse

    Einkaufsliste Überführungstörn Oct. 2010

  • Überführungstörn Heiligenhafen – Flensburg, Oktober 2010

    Tag 1: Heiligenhafen – Wendtorf

    So gegen 12 Uhr hatten wir unser Schiff für die kommenden 5 Tage übernommmen und machten uns fertig für’s Ablegen.

    Unser Schiff, „Fame“, war eine Beneteau Cyclades 43, ausgestattet mit Kartenplotter am Steuerstand, Radar, Autopilot, Rollreff und Groß mit Ein-Leinen-Reffsystem. Außerdem durften wir über einen Comfodrive verfügen, ein neues Steuersystem, das für den Alltagstest in diesem Schiff eingerüstet, Bug- und Heckstrahler sowie Saildrive in einem Steuerhebel und Bedienpanel zur verfügung stellte. Besonderer Hit war die Möglichkeit über den drehbaren Sticktop auf der Stellle zu drehen. Wir waren gespannt.

    Fürs Ablegen zu zweit – ein Novum für uns – ließen wir uns viel Zeit. Die Fame war mit dem Heck zum Steg übergeben worden, der Wind drückte uns perfekt aus der Box. Trotzdem gaben wir kontrolliert Lose achtern und holte vorn dicht, bis dass der Bug sicher zwischen den Heckpfählen lag. Dann hieß es Leinen los und hinaus in die Boxengasse. Mit dem Saildrive drehten wir wie angekündigt auf der Stelle und begannen recht „relaxt“ unseren Überführungstörn. Durch das geschäftigen Fahrwasser ging es hinaus aus dem Hafen, südwestlich der Untiefentonnen machten wir uns ans Segel setzten. War noch ein wenig krampfig (zu wenig Gas im Wind gegeben, 4-5 Bft Wind, Reffleinen schwergänging), doch nach einigen Versuche und Korrekturen standen das Groß im zweiten Reff sowie die Genua (und ich im Schweiß ;-).

    Wir mussten bald feststellen, dass für den erforderlichen Vorwindkurs der Autopilot nicht geeignet war. Zu träge in der Reaktion und dem erreichen eines gesetzten Kurses, steigerte sich das gekurve um den Sollkurs so weit, dass eine Patenthalse drohte und wir den Autopiloten wieder ausschalteten. Nach einigen weiteren Versuchen mussten wir die Sache aufgeben. Dieser Otto konnte es nicht… Handsteuern war angesagt ;-(

    Die Idee bis Kappeln durchzusegeln hatten wir schon vor dem Ablegen aufgegeben. Selbst bei idealen Bedingungen war das nicht mehr bei Tageslicht zu schaffen. Zwischen den beiden Alternativen Laboe oder Wendtorf entschieden wir uns bald für letzteres, denn allzu spät wollten wir nicht ankommen müssen. Um Patenthalsen von vornherein auszuschließen schifteten wir um den geplanten Kurs herum voran. Das Wetter war ok, aus dem zunehmend verhangenen Himmel fielen, je später der Tag, immer mal wieder Regentropfen, hielt sich aber sehr in Maßen. Dank konstantem SO segelten wir durch bis zur Anfahrtstonne in die Rinne nach Wendtorf, wo wir beide Segel bargen. Der Empfehlung des Hafenmeisters folgend – wir hatten ihn zwei Stunden vor Ankunft angerufen – gingen wir schließlich am Kopf eines Stegs längsseits, ohne Probleme 🙂 und freuten uns über eine gelungene erste Passage unseres Törns.

    Es folgeten noch Anlegerbierchen, Anmeldung, Dusche und schließlich ein Dinner mit Mozzarella-Tomaten als Vorspeise und Spaghetti al Tonno als Hauptgericht, bevor wir uns gegen 10 endlich in die Kojen begaben.

    Tag 2: Wendtorf – Kappeln Grauhöft

    Wie zu erwarten war es nicht die beste Nachtruhe, trotz der Müdigkeit weckten uns immer wieder die ungewohnten Geräusche und Bewegungen. Dennoch konnten wir einigermaßen erholt den zweiten Tag angehen. Nach der üblichen Morgenroutine (Waschen, Frühstücken, Boot checken, klar Schiff machen…) warfen wir gegen 9.00 Uhr die Leinen los für den Schlag nach Kappeln. Der Wind bließ unverändert mit 5-6 Bft, in Schauerboen auch mal 7 aus SO. Die Wellenhöhe lag bei 1-2 Metern, die Bewegugen des Schiffs entsprechend. Christine, der Stabilität einer Yacht noch nicht ganz vertrauend, erlebte den einen oder anderen Adrenalinschub, als Fame in Boen und Wellen mal kräftiger krängte.

    Erneut waren wir von den Segeleigenschaften nicht besonders beeindruckt. Mit Groß im Reff 2 und Genua hatte Fame eine sehr starke Tendenz bei jeder Boe anzuluven, der überforderte Autopilot (oder kaputte), zusammen mit einer für unseren Geschmack schwergängigen Steuerung sorgten für viel Arbeit am Steuer. Nach dem Queren der Kieler Förde im Außenbereich sowie der Eckerförder Bucht folgten wir dem Küstenverlauf innerhalb des Schießgebiets Schönhagen gen Norden.

    Vor Schleimünde erreichte der Wind in Spitzen schon mal 7 Bft, in ziemlich üblen Wellen bargen wir die Genaua und setzten, nur mit dem Groß im zweiten Reff, Kurs auf die Schlei. Direkt hinter den Molenköpfen der Schleieinfahrt ließ der Schwell – und unsere Anspannung – nach. Mit dem Groß im Reff 2 folgten wir bei um 5 Kt. Fahrt und achterlichem Wind dem Fahrwasser bis hinter das Tonnenpaar 11, 12, wo wir schließlich auch das Groß bargen um die verbleibende Meile mit Motor zurückzulegen. Nach langem Suchen – Problem für uns war eher die Größe des Schiffs denn das Angebot an freien Liegeplätzen steuerten wir schließlich Box 15 des Hafens Kappeln-Grauhöft an, wo wir beim zweiten Versuch (Merke: Schlei weist starke Strömungen auf) sicher und überzeugend anlegten.

    Wir ließen den Tag schließlich mit ein (zwei, um genau zu sein) Spatziergängen durch Kappeln und einem Dinner im Restaurand Stark zu Ende gehen. Meine Schwägerin kam übrigens noch zu Besuch. Schön!

    Was gibt‘ sonst noch zu vermerken? Scalar-Yachten werden in Kappeln-Grauhöft gebaut. Es liegen viele davon im Hafen. Schöne Schiffe! Im Restaurant Stark sollte man Plätze zuvor reservieren. Wer rückwärts in die Boxen im Stadthafen einparkt, wird vom Restaurant kostenlos auf dem Schiff bedient (wir passten leider nicht rein, in die Boxen).

    Tag 3:Kappeln – Soenderborg (DK) und Tag 4 (ein Hafentag)

    Wie schon erwartet bließ auch an diesem Tag der Wind mit 5-6 Bft aus SO. Am Morgen hatten wir noch kurz Besuch von (Schwieger) Pa und Ma aus Kappeln. Nur Pa schaffte es an Deck, deshalb war es nur ein kurzes Wiedersehen. Wir beeilten uns mit den Vorbereitungen und legten um 10.00 ab um uns auf den Weg nach Dänemark zu machen. Ziel für heute war Soenderborg. Welcher Hafen genau, wollten wir erst vor Ort entscheiden. Da es sich um einen recht kurzen Schlag handelte erwarteten wir so gegen 14.00 anzukommen.

    Wie schon die Tage zuvor kämpften wir mit der schwergängigen Steuerung und ziemlich hohen Wellen schräg von hinten. Nach vier Stunden hatten wir dennoch die 24 Meilen von Kappeln nach Soenderborg hinter uns gebracht. Im Schutz der Bucht vor der Hafeneinfahrt bargen wir die Segel (ging ruck-zuck, reibungslos, professionell ;-)) und fuhren dann in den Südenhafen Soenderborgs ein. Die Stadt machten einen freundlichen Eindruck, wie bereits im Hafenhandbuch beschrieben, befanden sich die Kainlagen jedoch gleich neben einer reichlich befahrenen Straße und waren somit wenig einladend für die Nacht. Den Fjord nördlich der Klappbrücken kennen zu lernen, verwarfen wir für heute und entschieden uns schließlich für eine Übernachtung in der Marina etwas südlich des Stadthafens.

    Wir hatten Glück und ergatterten den Liegeplatz am Kopfende des südlichen der beiden Gästebrücken – obschon wir drei Anläufe brauchten, denn die Poller waren – im Verhältnis zu unserem Freibord so niedrig, dass die übergeworfenen Festmacher beim Dichtholen oben abrutschten. Beim dritten Versuch sicherten wir uns zunächst mittschiffs, was hielt und kümmerten uns danach um das ordentliche Festmachen unserer „Fame“.

    Die Marina Soenderborg ist eine topgepflegte Anlage mit allem Drum und Dran. Gefiel uns so gut, dass wir uns entschieden hier einen Hafentag einzulegen. In Anbetracht des am folgenden Tag noch stärkeren Windes (selbst im Hafen Spitzen bis 7 Bft) im nachhinein eine gute Entscheidung. Auch war es sehr erholsam mal Seele und Gemüt baumeln zu lassen. Der freie Tag verhalf uns zudem zu original dänischen Hotdogs und frischem Fisch, der schließlich gemeinsam mit Bratkartoffeln und Gurkensalat zu unserem Menü des Tages wurde. Zum Abend flaute der Wind dann zum ersten Mal seit Beginn unseres Törns fast vollständig ab und wir konnten uns an einer richtig erholsamen Nachtruhe erfreuen.

    Tag 5: Soenderborg – Flensburg Sonvik

    Wir waren die ersten, die um 09.00 Uhr die Leinen loswarfen und die Marina verließen. Unmittelbar vor dem Hafen setzten wir Groß im Reff 1 und fielen auf einen am-Wind-Kurs ab gen Süden ab, um dort dem Fahrwasser in die Flensburger Förde folgen zu können. Es folgte sogleich die Genua und wir waren wieder unterwegs. Mehr als 3 Bft waren es nicht, die unsere Fame anschoben. Welch ein Unterschied zu den vergangenen Tagen. Sogar Otto kam diesmal mit den Verhältnissen zurecht…

    Um die Landzunge vor Borreshoved herum ging es schließlich auf dänischer Seite hinein in die Flensburger Förde. Wir hielten uns auf Dänischer Seite frei vom Fahrwasser uns segelten, bald ohne Reff, gemütlich auf Vor-Wind Kursen voran. Viel mehr zu berichten gibt es nicht. Die Sonne schien, wir genossen die Ruhe und das dahingleiten, mit einem flotten Am-Wind-Kurs zum Abschluss hinunter nach Flensburg Sonwik, wo wir östlich der Tonne 15 die Segel bargen und unserem Zielhafen anliefen. Es folgten zwei perfekte Anlegemanöver zu zweit – beim Tanken und fückwärts (!) festmachen – womit unser Törn seinen super Abschluss fand.

  • Sommertörn auf der Genesis, Tag 13

    Von Barhöft nach Gustow

    Nach dem langen Schlag des gestrigen Tages ist es endlich an der Zeit den Müßiggang zu pflegen. Ausschlafen war angesagt. Barhöft liegt sehr geschützt (zumindest bei den angetroffenen Nordwinden) und weckte uns statt Geplätscher Vogelgezwitscher. In der Proviantkiste gab es frische Brötchen, die wir uns zum Frühstück schmecken ließen.

    Es folgte ein kurzer Spaziergang zum Aussichtsturm westlich des Hafens. War leider geschlossen. Öffnungszeiten von 11-17.00. So lange wollten wir nun doch nicht warten. Wir entschieden uns deshalb die Brückenöffnung um 12.20 anzugehen und bei der Gelegenheit noch frischen Fisch zu kaufen. Mit der Fock segelten wir schließlich mit ca. 4 Knoten durch das Fahrwasser nach Stralsund. Dort war der südliche Anleger bei den Fischerbuden leider von einem Fahrgastschiff belegt, wir mussten also an die Liegeplätze im nördlichen Teil des Hafens. Damit wurde die Zeit knapp. Die Kids blieben nach dem Festmachen beim Boot, während ich mit Christine „Fische fangen“ gingen. War dann auch eher ein Reinfall. Der Fischhändler hatte nur Lebendfisch im Angebot und hätte mir einen halben Meter langen Hecht anbieten können. Zu wendig Zeit also und zudem viel zu viel Fisch. Es blieb uns nichts anderes übrig, als eine Runde Fischbrötchen zu ergattern, dann gings im Laufschritt zurück zum Boot und weiter zur Brücke. Wir nervten wahrscheinlich den Gegenverkehr, der bei dieser Öffnung auf die von Norden kommenden Boote warten musste, denn trotz Speeding konnten wir nicht zum „Vordermann“ aufschließen und passierten schließlich die Brücke mit 200m Abstand als letztes Boot.

    Kehre, Groß im ersten Reff setzen und wieder abfallen für den Strelasund Süd. Wir verzichteten vorerst noch aufs Fock, da wir unsere Fischbrötchen verzehrt werden wollten. War auch gut so, denn nur 20 Minuten später erwischten uns ein kräftiger Schauer mit kräftigen Böen und sogar einem Donner. Nasse Schuhe und Jeans waren die Folgen, denn es blieb keine Zeit ins Ölzeug zu springen. Lesson learnt: Skipper sollte stets Ölzeug tragen 😉

    Nach 20 Minuten war der Spuk vorbei und die Sonne kam wieder durch. Die Dusche von oben bestärkte uns in dem Wunsch den Törn gemütlich ausklingen zu lassen und so bogen wir kurz darauf nach Backbord ab in die Rinne nach Gustov. Hinter uns lag Neudorf, dem Anschein nach gerammelt voll. In Gostov dagegen gähnende Leere. Nur zwei Dauerlieger – und nun wir. Das Clubhaus war noch nicht fertig gestellt, Duschen, WCs und Waschraum standen jedoch zur Verfügung. Die gesamt Anlage übrigens vom Feinsten. Definitiv zu empfehlen. Verbleibendes Manko einzig fehlende Einkaufsmöglichkeiten – wenn man nicht wenigstens ein Fahrrad dabei hat.

    Für den Rest des Nachmittags (um 14.05 waren wir festgemacht) war Faulenzen, Bloggen, Lesen, Sonnen und ähnliches angesagt – sehr erholsam. Endlich.

  • Sommertörn auf der Genesis, Tag 12

    Von Ystad zurück zum deutschen Festland.

    Es stand uns ein weiterer langer Tag auf See bevor. Auch herrschte fast Windstille, wir waren also aufs Motoren angewiesen. Um 7.00 Uhr – Kaffee und Tee waren gekocht – warfen wir die Leinen los und ließen Ystad hinter uns. Wir brachten Genesis auf die Kurslinie des NaviS und übergaben das Ruder an Otto, Ziel nördlich Hiddensee. Es war mild genug um in der Plicht unser Frühstück einzunehmen: Müsli, Brot mit Marmelade usw, danach noch eine Runde Rührei. Mit Marschdrehzahl ging es derweil mit 6-7 Knoten gen Rügen.

    Wind wollte bis in den frühen Nachmittag nicht aufkommen. Statt dessen machten wir Bekanntschaft mit Seenebel. Schön, Radar an Bord zu haben. Im Nebel/Dunst hatten wir im Verlauf von gut einer Stunde nur zwei Radarkontakte auf der Platte. Kein Schiff kam näher als 2 Meilen (eines passierte achtern, das zweite weit vor uns), dann war der „Spuk“ auch wieder vorbei und die Sonne kam wieder durch.

    Als nachmittags endlich Wind aufkam (aus Westen, also 180 Grand entgegen der Vorhersage), setzten wir zur Unterstützung des Motors Groß und Fock, was uns einen weiteren Knoten Fahrt brachte :-)) Nach einigem Hin und Her fiel gegen 16.00 Uhr die Wahl des heutigen Zielhafens auf Barhöft (Alternativen waren Glowe und Vitte). Barhöft war bis 19.00 Uhr zu machen und nach 12 Stunden Fahrt war ohnehin kein Unterhaltungsprogramm mehr angesagt.

    Nur eine Stunde nördlich Hiddensees wurde der Wind endlich stark genug um unserem Motor eine Pause zu gönnen. Vor Dornbusch baute sich zudem eine echte Düse auf, am Wind rauschten wir mit bis 8 Knoten Fahrt an der Nordspitze Hiddensees vorbei. Später brauchten wir dann doch wieder die Maschine, denn wir wollten 6 Knoten Minimum beibehalten.

    Hinter Tonne XYZ holten wir Groß und Fock nieder und motorten durch den Gellenstrom weiter zur Rinne Barhöft. Für eine Fahrt unter Segel duch das enge Fahrwasser fehlte noch der Mut – kein Raum für Manöver.

    Barhöft lag im Westwind sehr geschützt, der Anleger (zwei eigentlich) ging reibungslos vonstatten. Wir hatten einen freien Platz mit Heckpfählen gewählt, nachdem uns der Hafenmeister den einzig freien Platz an der südliche Mole verwehrt hatte, er war für ein einlaufendes Berufsschiff reserviert. Alternativ gab es noch viele freie Heckmuringe, das mussten wir uns aber erst mal von weitem anschauen…

    Nach exakt 12 Stunden Fahrt ging der Motor endgültig aus und war unser längster Schlag des Törns zu Ende. 75 Meilen!

    So müde wie wir alle waren ist der Rest des Tages ist schnell erzählt: Anlegerbierchen, Toilettenbesichtigung und Einkehr im Hotel-Restaurant am Hafen für ein wohlverdientes Dinner, dann ab in die Kojen. Puhhh…

  • Sommertörn auf der Genesis, Tag 11

    Von Simrishamn nach Ystad.

    Am Morgen hatte der Wind auf Nord gedreht. Wie immer begrüßte uns die Morgensonne zum Frühstück. Nach dem Abwasch und allem Aufräumen warfen wir um 09.30 Uhr den Motor für das Ablegemanöver an. Wie schon zuvor bewährte sich der Bugstrahler beim Freikommen vom Anleger. Schön einen zu haben und definitiv ein Muss für unser eigenes Boot, wenn es denn soweit ist. Wir drehten noch ein, zwei runden im Vorhafen, biss alle Festmacher und Fender verstaut waren, dann ging es wieder hinaus auf die Ostsee.

    Etwa eine Meile vor der Küste drehten wir in den Wind um die Segel zu setzen. Das Groß ging hoch, doch noch vor dem Reff 2 war es vorbei. Wir brauchten einige Sekunden um zu verstehen was los war. Das Groß-Fall hatte sich um den Deckscheinwerfer auf der Vorderseite des Mastes gelegt und hing da fest – in 6, 7 Metern Höhe. Mist. Wir bargen das Segel und Daniel versuchte alsdann einige Male vergebens durch Werfen und Schütteln etwas zu verändern, jedoch ohne Erfolg. Auch einige Vollkreise, in ca. 1 m hohen Wellen für uns Anfänger kein Spaß, brachten keine Besserung. Wir riefen Daniel ins Cockpit zurück und dachten nach. Zurück in den Hafen würde uns viel Zeit kosten, weiter Versuche konnten wir genau so gut unterwegs angehen. Also steuerten wir Genesis auf Kurs Ystad und berieten das weitere Vorgehen. Während Otto, von Christine überwacht, den Kurs hielt, ging ich selbst nach vorn und startete einige vergebliche Versuche des Schüttelns und Rüttelns. Irgendwann gelang es dann das nicht genutzte Backbord-Fall über das um den Deckstrahler gewundene Großfall zu werfen und letzteres frei zu bekommen. Geschafft.

    Schnell waren danach die Segel gesetzt und mit raumem Kurs ging es entlang der Küste mit gut 7 Knoten nach Süden.Telefonisch hatten wir am Morgen bestätigt bekommen, dass das Schießgebiet XYZ aktiv sei und liefen deshalb nach Passieren des Leuchtturms Sanhanmaren weiter gen Südwest um davon frei zu bleiben. Als schließlich auch noch der Wind einschlief musste der Motor zur Unterstützung mit ran um uns nach Ystad zu bringen.

    Die Show im Schießgebiet hielt sich in Grenzen. Außer einigen Radiocalls war nichts zu erkennen. Zwei Stunden Umweg; mehr bekamen wir nicht geboten ;-(

    Gegen 17.00 hatten wir schließlich Ystad erreicht und erfolgreich fest gemacht. Bei einem kleinen Spaziergang in die Stadt waren wir über deren Atraktivität überrascht – und konnten einige Frischwaren inclusive Fisch erwerben. Als Dinner gab es sodann Salat, Antipasti mit Schinken, Feige und Käse, den Hauptgang krönten die gerade erstandene Lachsfilets aus der Röhre. Köstlich!

    Nach dem Abendessen stand noch ein kleiner Spaziergang zum Handelshafen auf dem Programm, wonach wir endlich in die Kojen stiegen um uns vor der morgige Überfahrt zurück nach Deutschland noch einmal auszuruhen.