Autor: admin

  • September-Wochenende

    Vom 9.-14. September konnten wir endlich wieder für ein langes Wochenende auf unser Schiff zurückkehren. In Verbindung mit einer Dienstreise schaute ich bereits am Dienstag kurz nach dem Rechten. Alles war in bester Ordnung. Der Stromverbrauch betrug über die vier Wochen seit der Schiffstaufe bei abgeklemmten Batterien weniger als 20 Ah. Der Motor sprang auf Anhieb an und durfte sich 20 Minuten warm laufen. Ich legte noch Landstrom auf’s Schiff, schaltete den Kühlschrank an und vertröstete unsere Danja auf den Donnerstag, an dem Christine und Anja anreisen würden. Dann hieß es für mich leider für den Rest der Woche Arbeit vor Ort in Rostock Laage.

    Die Mädels hatten das Glück, einen perfekten Wetter-Donnerstag und Freitag an Bord verbringen zu dürfen. Es war herrlich warm und sonnig. So sollte es das ganze Wochenende bleiben, doch leider sollte sich diese Vorhersage wieder einmal als falsch erweisen. Es zog zu und blieb bedeckt, am Sonntag regnete es fast durchgehend. Lag sicherlich nicht an Daniel, der die Familiencrew am Freitag Abend vervollständigte.

    Das schlechte Wetter hielt uns aber nicht davon ab, doch einen kleinen Törn zu unternehmen: Am Samstag ging es von Barth unter Motor (bei 5-6 Bft östl. Winde) durch den Barther Bodden und an Barhöft vorbei, hinaus auf die Ostsee, bis vor vor Neuendorf-Strand (Hiddensee) wo wir für eine Stunde vor Anker gingen. Trotz ablandigem Wind war es recht unruhig, das schöne Wetter hatte sich bereits verabschiedet, weshalb Baden nicht mehr so angesagt war. Wir gingen wieder Anker auf und segelten zurück durch den Gelenstrom zur Reede Barhöft, wo wir uns als einziger Ankerlieger für den Abend und die Nacht vorbereiteten. Es gab Dorschfilet mit Salat und Kartoffeln. Lecker.

    IMG_8768

    Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück unter Segel und achterlichem Wind (wie immer 5-6 Bft 😉 zurück nach Barth. Eine nasse Angelegenheit, denn es wollte gar nicht aufhören zu Regnen. Um halb eins lagen wir wieder sicher auf unserm Liegeplatz und bereiteten Danja auf die nächste Wartezeit im Hafen vor. Um 1500 Uhr hieß es dann auch wieder einmal Abschied nehmen, diesmal für zwei Wochen, denn den 3. Oktober wollen wir wieder zu einem laaaangen Wochenende nutzen.

    Leider hatten wir einen weiteren Ausfall (technisch) zu beklagen. Der Plotter vermeldete No Fix, das GPS lieferte keine Daten mehr ins Netzwerk. Recherchen lassen den Verlust der internen Batterie vermuten, deren Lebenszeit mit maximal 10 Jahren veranschlagt ist. Das Teil ist fest mit der Platine verbunden, ein Austausch durch den Nutzer wohl nicht vorgesehen, eine Reparatur scheint nach Erfahrung anderer Nutzer nicht immer den gewünschen Erfolg zu bringen. Und wen überrascht es noch: Das Gerät ist nicht mehr erhältlich, kompatible GPS Sensoren von Raymarine krass teuer. Habe mich letztlich für ein technisch kompatible Gerät von Evermore für 80 EUR entschieden (gefunden bei Amazon). Wird diese Woche noch geliefert. Mal sehen wie es mit dem Einbau klappt…

  • Übernahme und Überführung unserer Glacer 363 (3)

    Von Wendtorf nach Barth

    [slideshow_deploy id=’776′]

    Ab Montag versprach die Wettervorhersage kräftigen Wind aus SW bis W. Ideal für die verbleibenden Seemeilen nach Barth. Und das Wetter hielt sich auch an diese Vorhersage. Um 7 Uhr verließen wir Wendtorf, setzten ca. 80% des Groß und der Genua und folgten dem Küstenverlauf in Richtung Fehmarnsund. Zu den beständigen 5-6 Bft gesellten sich noch günstige 1-2 kt Stömung, welche uns dann auch gemeinsam mit über 7 Kt Fahrt über Grund unter der Fehmarnsundbrücke hindurch rauschen ließen. Auch der Seegang war nicht ohne, beständige 1 bis 1,5 Meter begleiteten uns weiter gen Osten.

    Unser Schiff segelte sehr angenehm, das Einsetzen in die Wellen war stets weich und nur wenig See spritze dann und wann hoch genug, um bis ins Cockpit zu kommen. Nachdem wir Fehmarn hinter uns gelassen hatten, nahm die Anzahl der Segelboote, die zu sehen waren, deutlich ab. Nur ein, zwei weitere Boote schienen unterwegs in Richtung Warnemünde / Rostock zu sein, eines davon lief mit ähnlicher Geschwindigkeit wie wir und beinahe wäre es uns gelungen sie auch noch vor Erreichen der Warne-Mündung zu überholen.

    Kurz vor dem Etappenziel quittierte dann leider die Selbststeueranlage ihren Dienst. Erste Fehlersuche wies auf einen kaputten Antrieb hin, der Motor machte zwar noch Geräusche, trieb jedoch die Kette zum Steuerrad nicht mehr an. Da war zu dem Zeitpunkt leider nichts zu machen.

    Der Yachthafen Hohe Düne selbst ist riesig, top gepflegt, aber nach meinem Geschmack seelenlos. Das Büro des Hafenmeisters, wenn man es denn gefunden hat, gleicht der Rezeption eines 4-Sterne-Resorts irgendwo am Mittelmeer. Die Kulisse aus Restaurants, Hotel, Büro bzw.  Konferenzräumlichkeiten wirken irgendwie unwirklich. Dass das alles recht teuer ist, versteht sich von selbst; dass das Essen in einem der Motto-Restaurants mit nicht funktionierendem Dunstabzug unterdurchschnittlich war, ließ kein Bedürfnis aufkommen, länger zu bleiben.

    Gegen 9.00 Uhr am Dienstag Morgen ging es deshalb bei weiter kräftigem SW-Wind weiter Richtung Barth. Satte 6 Bft sorgten für einen beachtlichen Seegang westlich Fischland und Darß, das Groß ließen wir deutlich gerefft und setzten von Anfang an einen Bullenstander, was eine gute Entscheidung war: In den schräg von hinten anlaufenden Wellen, zum Teil relingshoch, gierte unser Schiff doch ganz gewaltig… Im Gegensatz zu einigen wenigen anderen Segelyachten, die ebenfalls der Küste nach NO folgten, hielten wir uns gut frei von der Küste, um nicht Gefahr zu laufen, auf Legerwall zu geraten, sollte es Probleme geben.

    Um 14.00 steuerten wir endlich um die UT-Tonnen im Norden vom Darß herum und gelangten in ruhigere See auf der Leeseite der Landzunge. In Höhe Zingsts verdunkelte sich hinter uns der Himmel. Ein mächtiges Unwetter braute sich zusammen und zog rasch von Achtern heran. Wir rollten das Groß vollständig auf, von der Genua ließen wir nur einen kleinen Rest stehen und schlüpften in unser Ölzeug, gerade noch rechtzeitig, bevor der Sturm mit Böen bis 8 Bft über uns herfiel. Wir entschieden, statt den Kurs auf den Gellenstrom beizubehalten und dabei eventuell noch im Unwetter durch die Enge zu müssen, vor dem Wind raumschots nach NO abzulaufen. Das Unwetter zog zum Glück rasch über uns hinweg und dahinter klarte es rasch wieder auf. Wir setzten wieder Kurs auf das Fahrwasser des Gellenstroms und beäugten argwöhnisch die anderen Gewitterwolken im Westen. Eine davon bildete sogar eine Windhose, zog jedoch nördlich unserer Position vorbei. Puh !

    Um 18.00 Uhr erreichten wir die Reede vor Barhöft, wo sich unser Anker beim zweiten Versuch sicher eingrub und dieser vorletzte Tag der Überführung damit sein Ende fand.

    Am nächsten Morgen, Mittwoch, den 13.8.  beobachteten wir beim Frühstück, wie die Karawane der Hafenlieger, die von Barhöft kommend im Fahrwasser Richtung Ostsee unterwegs waren, südlich unserer Position vorbeizogen. Da war es hier draußen auf Reede doch viel schöner! Es war nach 9.00 Uhr, als wir Anker auf gingen, vor dem Stauen den Schlick vom Anker kratzten, und uns alsbald auf die letzte Etappe des Törns nach Barth machten.

    Durch die Barther Zufahrt ging es in die Bodden südlich der Zingster Halbinsel. Nur auf westlichem Kurs konnten wir für 30 Minuten den Motor ausmachen, dann begann unsere Anfahrt auf den Barther Hafen. 3 Stunden nach Anker auf lagen wir an der Tankstelle des Barther Yachtservice, wo wir 200 Ltr. Diesel tankten und danach auf einen Liegeplatz am Steg 3 verlegten.

    274 Seemeilen lagen in unserem Kielwasser, unser Schiff hatte sich bewährt, unter Motor ebenso, wie unter Segel, bei Flaute bis Starkwind. Vor der geplanten Taufe galt es nun noch, die Sprayhood reparieren zu lassen (beim Abstützen war eine Naht aufgerissen) und den alten Namen vom Relingskleid entfernen zu lassen. Beides konnten wir noch am Mittwoch bei der Segelmacherei Konow in Auftrag geben. Bis Donnerstag Nachmittag sollte beides erledigt sein, womit der Schiffstaufe unserer Danja nichts mehr im Wege stand.

    W_B_small_08

     

  • Übernahme und Überführung unserer Glacer 363 (2)

    Durch den Nord-Ostsee-Kanal

    Am 8.8.14 erreichten wir also, von Cuxhaven kommend, die Wartezone für Sportboote vor Brünsbüttel, nachdem wir eine Schleusung nur um Minuten verpasst hatten. Dort drehten wir dann, gemeinsam mit 3 weiteren Segelyachten langsam – und lange – Kreise, während ein Frachter nach dem anderen in die Nordschleuse einfuhr. Es dauerte eine volle Stunde, bis das unterbrochene weiße Feuer endlich die Einfahrt für uns Sportboote freigab.

    BHV_CUX_04

     

    Insgesamt 8 Yachten versammelten sich, zum Teil in Päckchen, in der nördlichsten Kammer. Das Festmachen schafften wir mit kleinen Problemen, da es nur Ringe an den Schwimmern gibt, braucht es an Bord eine zweite Hand, um die Festmacher zu belegen. Bis ich das realisiert hatte, begannen wir langsam vom Anleger weg zu driften. Also schnell den Hinteren Festmacher auf den Ponton geworfen, Christines Festmacher übernommen und am Vorschiff belegt, hinteren Festmacher, der mittlerweise durch einen Ring gezogen war, übernommen und das Boot wieder an den Ponton gezerrt. Nun kam auch noch die Vorleine zum Einsatz und wir lagen sicher und wie gewünscht, fest.

     

    Eine kleinere Segelyacht, ebenfalls auf Überführungstörn nach einem Erwerb, legte sich noch an unserer Steuerbordseite ins Päckchen, dann schloss sich hinter uns das Schleusentor zur Elbe. Um 11.45 Uhr ging das Tor zum NOK auf, nach Auslaufen der dicken Pötte waren auch wir dran und unsere Fahrt durch Schleswig-Holstein begann.

    BHV_CUX_05

    Es war knalle-heiß, kein Lüftchen, außer dem Fahrtwind, sorgte für Abkühlung, dennoch genossen wir die Fahrt und nutzten die Zeit zum Reinigen und Lüften der Polster, zum Sichten, putzen und teilweise entmisten der vielen Schapps, Kojen und Schränke. Eine Dusch-Wasserflasche sorgte zwischenzeitlich immer wieder für Abkühlung.So ging es dann für den Rest des Tages entlang an Fahrradwegen, Fähranlegern und Biergärten, unter Brücken hindurch, über die wir im Laufe der Jahre mehr als einmal gefahren sind, wir wechselten Grüße mit Anglern, im Schatten-Sitzern, Füße-ins-Wasser-Haltern, Aufs-Ablegen-der-Fähre-Wartende und Radfahrern, und natürlich mit den Besatzungen der vielen Berufsschiffe, die uns begegneten oder (seltener) überholten.

    [slideshow_deploy id=’757′]

    Eine Stunde vor Ende der Tagfahrzeit erreichten wir schließlich den Flemhuder See wo wir uns als fünfte Segelyacht auf Reede legten. Erneut mit hektischem Anruf beim „Telefon-Support“, denn ausgerechnet hier versagte der Akku der Ankerwinsch-Fernbedienung. Den Anker ließen wir von Hand ins Wasser, nachdem wir die Kette von der Winsch heben konnten und so genügend Kette stecken konnten. Zum Glück hielt der Anker gleich auf Anhieb, denn mittlerweile waren wir echt platt. Danach suchten wir mit Fern-Unterstützung das Ladekabel für die Fernbedienung und fanden schließlich auch die Not-Bedienung der Ankerwinsch (Kurzschließen mittels Schraubendreher) im Toilettenschränkchen im Badezimmer. Muss man erst mal drauf kommen 😉

    Danach standen nur noch Duschen, Fisch-Essen (die beiden letzten Fische aus Bremerhaven) und Schlafengehen auf dem Plan.

    Am nächsten Morgen ging es mit Aufzug einer Regenfront weiter in Richtung Kiel. Eine knappe Stunde dauerte die Fahrt bis zum Warteraum vor der Schleuse Kiel Holtenau. Das Festmachen verlief diesmal ohne Probleme, über eine rostige Eisenleiter ging’s raus aus der Kammer und weiter zum Kiosk, um die Kanalgebühr zu entrichten. Zum Glück hatte ich das passende Bargeld, denn jegliche Kartenfunktion war ausgefallen und alle Scheine wollte die Kiste auch nicht schlucken. Mieser Service!

    Den NOK hinter uns gelassen, segelten wir aus der Kieler Förde bei zunehmendem Wind nach Wendtorf, wo wir am frühen Nachmittag festmachten. Am Abend kam dann Starkwind bzw. Sturm auf, der über den nächsten Tag andauern sollte, und wir waren froh, dass wir unseren müden Knochen ein „Päuschen“ gönnen konnten.

    Das Päuschen bestand dann – wer hätte es gedacht – aus weiterem Aufräumen, Ausmisten, Putzen und Sichten. Außerdem galt es Kühlmittel zu besorgen und die Ursache für den Ölverlust der Maschine im Betrieb zu finden…

    IMG_8455

    Am Montag sollte es dann weitergehen. Der Starkwind war für Süd bis Südwest vorhergesagt und sollte und damit eine Fahrt bis Warnemünde erlauben. Darüber mehr im nächsten Post.

  • Übernahme und Überführung unserer Glacer 363 (1)

    Von Bremerhaven nach Cuxhaven / NOK

    Am 6.8. war es soweit: Christine und ich übernahmen als Neu-Eigner unsere gerade erst erworbene Glacer 363 an ihrem Liegeplatz beim Yachtclub Bremerhaven. Wir konzentrierten uns bei der Übergabe auf die für den Törn relevanten Dinge, die kreuz und quer in Schapps, unter Navi oder Kojen und in der Backskiste verstaut waren. Für all die anderen (Zubehör)teile konnten wir uns mehr Zeit nehmen und zudem bot uns der Vorbesitzer seinen 24/7 Telefonsupport für die kommenden Tage an, den wir, wie sich zeigen sollte, auch benötigten.

    Ein perfektes Dinner beim Verkäufer rundete die Übergabe ab und mit großer Erwartung und Spannung stiegen wir zum ersten Mal auf unserer künftigen SY Danja in die Kojen. Das Hochwasser in Bremerhaven um 10.11 definierte den Zeitpunkt des Auslaufens, so dass wir gegen halb zehn versuchten, den Motor zu starten. Fehlanzeige. Hektisches telefonieren mit unserem „Telefon-Support“ brachte schnell Abhilfe: Zum Betätigen des Anlassers musste der Schlüssel am Start-Panel nicht nur gedreht, sondern auch gedrückt werden. Puh! Und Danke an den alten Eigner…

    Auslaufen

    Dann hieß es für Pandora endgültig Abschied nehmen, zunächst ging es hinaus in den Fischereihafen, wo uns die erste Schleuse unseres Seglerlebens erwartete. Gemeinsam mit einem Hochseeschlepper, einem Fischerboot und drei weiteren Segelyachten ging’s behutsam und als letztes rein in die Schleuse, wo wir am Fischerboot ohne Probleme längsseits gingen. Ein unterhaltsamer Klönschnack verkürzte die Schleusenzeit und bald darauf kurvten wir auf die Weser und dann flussabwärts in Richtung Nordsee.

    Fischereihafen-Schleuse

    Der Wind erlaubte nur für ein, zwei Stunden segeln, dann nahmen wir zur Unterstützung den Motor hinzu, der dann nachmittags, bei weiter nachlassenden Winden, bald alleiniges Antriebsmittel war.

    Wir folgten dem Hauptfahrwasser, bogen dann nordwärts Richtung Feuer „Alte Weser“ ab, um dann schließlich an der Tonne Elbe 1 in das Fahrwasser der Elbe einzubiegen (wir hielten uns stets südlichdes Fahrwassers/der grünen Betonnung). Erst spät spürten wir, im Gegensatz zur ablaufenden Tide auf der Weser, das auflaufende Wasser auf der Elbe. So richtig Schwung bekamen wir erst in Höhe Neuwerk. Mit Erreichen Cuxhavens war die flotte Fahrt dann auch alsbald wieder beendet, nach fast 12 Stunden Reisezeit reichte es uns damit aber auch.

    BHV_CUX_01

     

    Ein sicherer Anleger in Cuxhaven ließ das Vertrauen in unser Schiff weiter steigen, es verhielt sich, wie versprochen, ausgesprochen gutmütig und reagierte hervorragend auf Steuereigaben und Leistungsänderungen. Statt Bugstrahler verfügten wir quasi über einen Heckstrahler, denn das Ruder lenkte Steuerschübe fast rechtwinkelig in die gewünschte Richtung.

    BHV_CUX_02

     

    Zum Abendessen verspeisen wir zwei Doraden, die wir tags zuvor in Bremerhaven erstanden hatten. Dann ging es nach erfrischender Dusche in unserem eigenen Badezimmer todmüde in die Kojen, unter denen wir zuvor noch die Quelle eines störend-intensiven Benzingeruchs entfernt hatten: Zwei gut gefüllte Plastik-Benzinkanister! Nicht gerade die gesündesten Schlafbegleiter…

    Am nächsten Morgen hatten wir, auf auflaufendes Wasser wartend, noch die Gelegenheit den Bremerhaven-Stadt-Dreck vom Deck unseres Schiffes zu waschen. Unsere künftige Danja sah danach aus wie (fast) neu. Das war wirklich nötig gewesen!

    Eine größere Öllache in der Motorraum-Bilge sorgte für etwas Verunsicherung, obgleich die Menge noch im Rahmen eines 25-Jahre alten Motors zu liegen schien. Es war jedoch noch genügen Öl am Messstab und die Maschine sprang dann auch ohne Probleme an, wonach wir unsere Reise in Richtung Brunsbüttel fortsetzten.

    Viel Sonne und null Wind hatte das Wetter für uns parat. Auch gut. An Bermudas-und-T-Shirt-Reisen gewöhnt man sich doch gerne. Eineinhalb Stunden später erreichten wir Brunsbüttel und den NOK. Darüber berichten wir im nächsten Eintrag…

     

    BHV_CUX_03

  • Überführungstörn

    Bremerhaven – Cuxhaven – Reede Flemhuder See – Wendtorf – Warnemünde – Reede Barhöft – Barth

    Start 7.8.14 – Ankunft 13.8.14

    Gesamtstrecke: 278 sm

    Bis Flemhuder See wunderschönes, aber windstilles Sommerwetter, danach Starkwind aus Südwest bis West, bei Durchgang einer Gewitterfront bis 8 Bft in Schauerböen.

    [slickr-flickr tag=“Ueberfuehrungstoern“]

  • Juni-Törn 2014 – Anholt

    Unser 3-Wochentörn im Juni 2014 mit der Fresh!Connection, einer Hanse 40 führe uns von Flensburg Sonwik durch den kleinen Belt hinaus in den Kattegatt bis Anholt. Es war unser dritter Anlauf und diesmal passten sowohl das Wetter, als auch die Routenführung. Anholt ist ein lohnendes Ziel, wir haben die Zeit dort (auch kulinarisch) genossen. Es bot sich sogar an Schweden noch in den Törn einzubeziehen, wir zogen wir es jedoch vor, in aller Ruhe via die Sejeroe Bucht, den Großen Belt und die Dänische Südsee gemütlich nach Flensburg zurück zu kehren.

    [wpgmza id=“8″]

    Highlights waren, neben Anholt natürlich das (zumeist) absolut sommerliche, fast schon heiße Wetter, das Segeln mit Schweinswalen vor Sejeroe, die wunderschöne Thuroe Bund, das leckere Essen, um nur einige zu nennen.

    Daneben gab es die eine oder andere (lustige) Anekdote, eine Begegnung der gefährlichen (oder besser schmerzhaften) Art mit einem bestimmten Fisch und einige Aufregung mit dem wenig gepflegten Boot. Auch Kontraste gab es reichlich. Von Skiunterwäsche unter dem Ölzeug bis zum Bikini, von Flaute bis Starkwind, Segeln von sportlich bis geruhsam, von genialen Ankerbuchten bis rappelvollen Häfen.

    Die Links im Beitrag führen zu weiteren Details, die so nach und nach hier erscheinen werden. Soll wie immer informativ bis unterhaltsam sein, zur Unterhaltung oder Erinnerung, für Family und Friends und wen es sonst noch interessiert.

    [slickr-flickr tag=junitörn_2014]

  • Entscheidungen


    In diesem Monat sind einige wichtige Vorentscheidungen gefallen. Unser Boot wird eine Reinke 13M Spezial. Der Kasko soll bei Fa.Rehberger in Unterwössen gebaut werden, der Rumpfausbau soll bei der Rammin-Werft in Barth erfolgen. Unser Projekt ist somit einen großen Schritt vorangekommen. Nun heißt es die Planung zu detaillieren und das erste Angebot einzuholen.

    IMAG0493
    Rehberger Reinke 13m vor Fertigstellung

    Hier mehr…

  • Barhöft

    Kleiner Lotsenhafen am südlichen Ende des Gelenstroms oder eben letzter Hafen bevor man vom Strelasund kommend die Ostsee erreicht. Es gibt einige wenige Plätze in Boxen auf der nördlichen Hafenseite sowie eine ausreichende Zahl von Liegeplätzen vor Heckboje am zentralen Fingersteg.

    Es gibt eingeschränkte Versorgungsmöglichkeiten in einem Kiosk mit kleinem Warenangebot und frischen Brötchen, im Restaurant Seeblick kann man sehr gut und zu vernünftigen Preisen essen gehen.

    Die Liegegebühr bis 12 m beträgt EUR 17,70 zzgl EUR 10 Pfand für die Zutrittskarte zu den Sanitäranlagen/Duschen. Strom, Wasser, Duschen sind incl. Beim Hafenmeister kann nur mit Bargeld bezahlt werden, also genügen EURen dabei haben.

  • Klintholm

    Großer Yachthafen an der Südseite der Halbinsel Mön (N 54° 57.151′, E 12° 27.863′). Hier gibt es wohl immer ausreichend Liegeplätze auf über 3m Wassertiefe, besonders geschützt liegen jene zwischen den Ferienhäusern. In 2013 haben wir neue und zusätzliche Duschen/Toilettenanlagen vorgefunden, alle gut in Schuss. Versorgungsmöglichkeiten sind bestens. Restaurants, Geldautomat und ein Supermarkt liegen direkt beim Hafen. Badestrände findet man beiderseits des Hafens.
    Liegegebühr (2013) DKR 145 incl. Strom, Wasser, WiFi.

  • Dragoer

    Großer und geschäftiger Yachthafen südlich Kopenhagens (N 55° 35.649′, E 12° 40.701′). Gastlieger laufen den nördlichen Hafen an, vom südlichen wird aufgrund geringerer Wassertiefen abgeraten, er ist mit einheimischen Yachten stark belegt. Am späten Nachmittag bilden sich Päckchen. Versorgungsmöglichkeiten sind ideal, im Ort gibt es alles vom Bäcker bis Supermarkt, am Hafen viele Restaurants und Kneipen.

    Die Liegegebühr beträt (2013) DKR 155. Man muss eine Hafenkarte gegen DKR 50 Pfand erwerben, hiervon wird u.a. der Strom abgebucht, und man braucht sie für den Zugang zu den Duschen/Toiletten. Letztere sind ok.