Autor: admin

  • Tag 4 – Schluss mit lustig

    Der 4. Tag entpuppte sich als Schwerwetter-Trainings-Tag. Mit den vorhergesagten 4-5 Bft war das angenehme Segeln nach dem Kullen auch schon vorbei. Für den Rest des Tages kachelte es mit 6 – 7 Bft aus West, am Abend sogar mit 8 Bft. Mit der entsprechenden Welle von bis zu 3 m. Dennoch hielten wir durch und erreichten nach 16 Stunden, zum Sonnenuntergang, Malø Hamn.
    Trip: 87 sm. Total: 198 sm.
    Position vor Anker: N57°21,87
    E 11°58,583.

  • Tag 3 – Starkwindstop in Helsingør

    Von Höllviken segelten wir an Kopenhagen vorbei nach Norden. Am frühen Nachmittag drehte der Wind mal wieder auf. 7 Bft. Spasssegeln gehtb anders. Auf 10 Meilen kreuzen bei 6-7 Bft hatten wir keine Lust und liefen deshalb Helsingør an. Hafen rappelvoll. Machten schließlich im Päckchen an einer echt starken Forgus Yacht fest. Wetter sommerlich. Zum Dinner gab’s Spaghetti al Gamba. Logenplatz inklusive. Mit Blick aufs Schloss…
    Position: N 56°02,658′ E 12°37,083
    Log: 38sm. Summe: 111sm
    °

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  • Tag 2 – Schwedenexpress

    Der Sprung über die Ostsee ist geschafft. Kaum war Dornbusch am Horizont verschwunden, drehte der Wind auf. Mit 6 Bft ging’s auf halbem Wind mit 6kt+ bis in den Falsterbokanal. Dort warfen wir, nach 13 Std., nach der Brückenpassage östlich des Vorhafens den Anker und bereiteten das Dinner vor. Logenplatz inklusive.
    Position: N 55°25,071′ E 012°55,926
    Log: 58 sm. Summe: 73 sm.

  • Die Leinen sind gelöst. Tag 1.

    Nach ganz, ganz großem Einkauf, sind wir heute noch bei leichten nördlichen Winden zur Reede Barhöft gesegelt. Teilweise auch unter Motor, denn der Wind war oft recht schwach.
    Vor Barhöft liegen neben uns noch weitere 6 Segelyachten. Auch Barhöft sieht voll aus. Nervig, wie immer, die vielen Angler-Motorboote. Alles andere Top! Kaum Wind, super Sonnenuntergang und zum Dinner gab’s Dorsch mit Tomatenreis.
    Statistik: 16:50 – 20:10; 15 sm; 15 sm.
    Position: N 54° 26,366579‘ E013°02,66012‘

  • Noch drei Tage…

    Die letzten Vorbereitungen laufen. In drei Tagen soll es los gehen. Unser erster großer Urlaubstörn mit DANJA. Am Mittwoch, 3. Juni reisen wir nach Barth, am Donnerstag, nach Einkauf und Einräumen soll es „Leinen los!“ heißen. Am Donnerstag wollen wir noch bis Reede Barhöft, unser Ausgangspunkt für die Fahrt nach Norden. Ziel Götheborg.

  • Wieder im Wasser

    Danja ist zurück in ihrem Element. Am 27. März kranten wir unser Schiff zurück ins Wasser. Beim zweiten Versuch sprang der Motor mit viel Qualm an, lief jedoch schon nach wenigen Sekunden rund und sauber. Nach dem Bunkern von 700 L Trinkwasser (Stege sind noch trocken), fuhren wir langsam zum Steg 3, wo wir als erstes Segelboot dieser Saison, alsbald festmachten.

    Saisonstart_2015_06

    Es folgten zwei arbeitsreiche Tage, an deren Ende unsere Danja bereit für den ersten Törn war, den wir für die zweite Osterwoche eingeplant haben.

    Was wurde erledigt? Rigg-Check mit Alpinausrüstung, Matratzenunterlagen anpassen, Vorhänge wieder anbringen, Ruckdämpfer auf neue Festmacher ziehen, Kuchenbude reparieren, Genua und Großsegel anschlagen, Genuapersenning vermessen und bestellen, Ausrüstung verstauen, neue Fender vorbereiten, Baum neu justieren, Kombüse in Betrieb nehmen und noch einige weitere Kleinigkeiten. Jedenfalls waren die zwei Tage viel zu schnell vorüber und das eine oder andere muss noch vor dem Ansegeln zu Ostern erledigt werden

    Und sonst? Noch ganz schön kalt, dieses Jahr, Ende März. Die Heizung spendet zwar genügend Wärme, da wir sie jedoch zur Nacht ausschalteten, bibberten wir am Morgen bei ca. 7°C in der Kabine ganz schön. Das Wasser taugte bei 2-3 Grad bestenfalls als Kühlschrank (für Dosenbier). Dennoch war es herrlich unser Boot wieder bezogen zu haben.

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  • Winterfeeling

     

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    Nun ist es in Barth doch noch Winter geworden. Auch im Hafen hat sich eine dünne Eisschicht gebildet. Hatte am Freitag die Polster der Eignerkabine aus dem Schiff geholt, sie gehen als Vorlage an eine Polsterei, denn diese Saison wollen wir auf neuen Matratzen ruhen.  Mit der Stromversorgung am Steg war irgendetwas nicht in Ordnung. Kein Heizlüfter, kein Ladestrom. Unproblematisch und sehr ungemütlich! Bleibt nur zu hoffen, dass es im März wieder wärmer wird…

     

  • Anglerglück – Anglerpech

    Mit unserer Angel waren wir, während der zwei letzten großen Törns, nicht sonderlich erfolgreich, was die Versorgung mit frischem Fisch angeht. Westlich Flakfortet biss 2013 unser erster Fang überhaupt: Ein (recht kleiner) Pollack. Dabei blieb es, während drei Wochen Segeln. Erst in 2014 waren wir ein weiteres Mal erfolgreich – und machten dabei, unfreiwillig, Bekanntschaft mit einem Fisch, den es in der Ostsee gar nicht geben sollte: Petermännchen.

    Gewöhnliches Petermännchen. (Foto von Hans Hillewaert, (CC BY-SA 4.0))
    Gewöhnliches Petermännchen. (Foto von Hans Hillewaert, (CC BY-SA 4.0))

    Hinter dem unauffälligen Namen verbirgt sich ein Fisch, der sich mit giftigen Stacheln seiner Haut zu wehren weiß. Und da er in der Ostsee eigentlich nicht heimisch ist, ist er in gängigen Büchern nicht verzeichnet. Fanden wir alles erst einige Zeit nach dem Fang heraus. Nur das mit dem Gift, das lernte ich auf die schmerzhafte Art gleich nach dem Fang kennen.

    Der Reihe nach: Während der Anfahrt zu unserem Ankerplatz an der Nordküste Anholts (Sommertörn 2014) kam es endlich zu dem lange erwarteten Fang: Bunter Fisch, zweigeteilte Rückenflosse, auffälligen Stacheln an der vorderen, recht lebhaft. Machte ihm jedoch ohne Probleme den Garaus. Kurze Zeit danach fingen wir noch einen zweiten Fisch derselben Art. Dinner war damit gesichert. Im Anschluss durchsuchten wir unser Buchmaterial nach einem Fisch, dessen Bild und Beschreibung passen könnte. Vergeblich. Da es ja nichts Giftiges in der Ostsee geben sollte, entschlossen wir uns dennoch dazu, unseren Fang zu Abendessen zu verwandeln. Beim Putzen allerdings stach ich mich dann an einem der Stacheln auf dem Kiemendeckel. Es folgten ein, zwei Stunden extremer Schmerzen mit Schwellung des Zeigfingers und dann der ganzen Hand. Nur langsam ließen Schmerzen 4nd Schwellung nach, der Zeigefinger selbst blieb über Wochen hinaus dick, das Gewebe um die Stichstelle herum gefühllos. Wir brieten und verspeisten den Fang an diesem Abend trotzdem noch und waren von Textur und Geschmack begeistert. Erst zwei Tage später schnappten wir den Namen des Fisches auf, als ein Angler an der Mole von Grena das gleiche Tierchen an den Haken bekam, es gaaaanz vorsichtig vom Haken befreite und nicht weiter anrühren wollte. Die ganze Geschichte um Petermännchen lasen wir dann im Web, bei Wikipedia und weiteren Informationsseiten.
    Und nun noch die Moral von der Geschicht‘: 1. Finger weg von Fischen, die man nicht bestimmen kann. 2. Petermännchen schmecken ganz hervorragend. 3. Es gibt Petermännchen in der Ostsee – oder zumindest im Kattegat.