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Anglerglück – Anglerpech

Januar 14th, 2015 · No Comments · Allgemein

Mit unserer Angel waren wir, während der zwei letzten großen Törns, nicht sonderlich erfolgreich, was die Versorgung mit frischem Fisch angeht. Westlich Flakfortet biss 2013 unser erster Fang überhaupt: Ein (recht kleiner) Pollack. Dabei blieb es, während drei Wochen Segeln. Erst in 2014 waren wir ein weiteres Mal erfolgreich – und machten dabei, unfreiwillig, Bekanntschaft mit einem Fisch, den es in der Ostsee gar nicht geben sollte: Petermännchen.

Gewöhnliches Petermännchen. (Foto von Hans Hillewaert, (CC BY-SA 4.0))

Gewöhnliches Petermännchen. (Foto von Hans Hillewaert, (CC BY-SA 4.0))

Hinter dem unauffälligen Namen verbirgt sich ein Fisch, der sich mit giftigen Stacheln seiner Haut zu wehren weiß. Und da er in der Ostsee eigentlich nicht heimisch ist, ist er in gängigen Büchern nicht verzeichnet. Fanden wir alles erst einige Zeit nach dem Fang heraus. Nur das mit dem Gift, das lernte ich auf die schmerzhafte Art gleich nach dem Fang kennen.

Der Reihe nach: Während der Anfahrt zu unserem Ankerplatz an der Nordküste Anholts (Sommertörn 2014) kam es endlich zu dem lange erwarteten Fang: Bunter Fisch, zweigeteilte Rückenflosse, auffälligen Stacheln an der vorderen, recht lebhaft. Machte ihm jedoch ohne Probleme den Garaus. Kurze Zeit danach fingen wir noch einen zweiten Fisch derselben Art. Dinner war damit gesichert. Im Anschluss durchsuchten wir unser Buchmaterial nach einem Fisch, dessen Bild und Beschreibung passen könnte. Vergeblich. Da es ja nichts Giftiges in der Ostsee geben sollte, entschlossen wir uns dennoch dazu, unseren Fang zu Abendessen zu verwandeln. Beim Putzen allerdings stach ich mich dann an einem der Stacheln auf dem Kiemendeckel. Es folgten ein, zwei Stunden extremer Schmerzen mit Schwellung des Zeigfingers und dann der ganzen Hand. Nur langsam ließen Schmerzen 4nd Schwellung nach, der Zeigefinger selbst blieb über Wochen hinaus dick, das Gewebe um die Stichstelle herum gefühllos. Wir brieten und verspeisten den Fang an diesem Abend trotzdem noch und waren von Textur und Geschmack begeistert. Erst zwei Tage später schnappten wir den Namen des Fisches auf, als ein Angler an der Mole von Grena das gleiche Tierchen an den Haken bekam, es gaaaanz vorsichtig vom Haken befreite und nicht weiter anrühren wollte. Die ganze Geschichte um Petermännchen lasen wir dann im Web, bei Wikipedia und weiteren Informationsseiten.
Und nun noch die Moral von der Geschicht‘: 1. Finger weg von Fischen, die man nicht bestimmen kann. 2. Petermännchen schmecken ganz hervorragend. 3. Es gibt Petermännchen in der Ostsee – oder zumindest im Kattegat.

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