Liveaboard

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    Ins Mittelmeer

    Nach vielem überlegen, abwägen und beraten verwarfen wir unsere ursprüngliche Absicht, die Archipele Madeira und Azoren anzulaufen. Sie liegen eben auf dem logischen Weg zu den Kanaren und in die Karibik. Die Entwicklungen in Bezug auf Corona und Sicherheit, insbesondere auf der anderen Seite des Atlantiks wollen wir abwarten, bevor wir uns dorthin auf den Weg machen. Und bis da Klarheit herrscht, können auch mehr als ein Winter ins Land gehen.

    Ankerplatz Tavira, Algarve

    Deshalb verließen wir am 17. Juli Portimao in Richtung Osten, mit Ziel Mittelmeer. Auf dem groben Törnplan für die verbleibende Saison stehen die Balearen, Sardinien und Sizilien, wo wir wohl auch den Winter verbringen wollen.
    Eigentlich ist der Frühsommer die beste Zeit, um ins Mittelmeer zu kommen. Östliche und westliche Winde halten von Gibraltar bis Cabo da Gata bzw. Cabo de Palos jeweils mehrere Tage an und wechseln mit einer gewissen Regelmäßigkeit. Jetzt, im Hochsommer, herrschen östliche Winde vor. Unterbrechungen sind kurz und halten nur ein, zwei Tage an, bevor sich der Levante wieder einstellt. Davon abgesehen wird die Zeit des stabilen Sommerwetters im Mittelmeer auch langsam knapp. Ein solch für uns günstiges Wetterfenster zeichnete sich für den 22. bis 24. Juli ab. Wir mussten uns also sputen. Die Lagune von Faro, mit dem beliebten Ankerfeld vor Culatra ließen wir an Backbord liegen und segelten weiter bis Tavira, wo wir eine Nacht verbrachten. Tavira kennen wir noch von einigen Besuchen als Landbewohner, der Ankerplatz ist knapp bemessen, aber ausreichend. Von dort aus setzten wir Kurs auf Cadiz, von wo aus die Straße von Gibraltar in Schlagdistanz liegt. Cadiz erreichten wir am 20. Juli morgens um halb drei Uhr und warfen gleich hinter der markanten Hängebrücke und vor dem Kleinboothafen Puerto Viento de Levante den Anker.

    Ankerplatz in Cadiz

    In der Marina darf man sein Dinghi festmachen, es folgten deshalb ein Ausflug in die Altstadt von Cadiz und das Aufstocken der Vorräte. In Andalusien gilt Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Ein ungewohnter Anblick, bei über 30 Grad im Schatten unangenehm, aber auch Vertrauen erweckend, da sich die Mehrzahl der Menschen daran hält. Außer in Bars und Restaurants natürlich. Wir waren also nicht unglücklich darüber, dass unser Besuch nur kurz sein sollte und wir pünktlich vor dem auffrischen des Levante wieder an Bord waren, wo wir auch den folgenden Tag verbrachten.

    Stadtbesichtigung mit MuNaSke

    Am Mittwoch, 22. Juli, passten Wind und Hochwasser Gibraltar (Referenz für Strömung in der Straße von Gibraltar) für einen Aufbruch vor Sonnenaufgang. Im großen und ganzen passten unsere Berechnungen. Strom bis 3 Knoten schob uns nach Cabo Trafalgar zügig in die Meerenge zwischen Europa und Afrika, an Tarifa vorbei bis in die Bucht von Gibraltar, wo wir abends um halb neun vor La Línea Anker warfen. Der erste Schritt ins Mittelmeer war geschafft.

    Gibraltar voraus!

    Für die Statistik: Portimao – La Línea 208 sm, 2976 sm i.d. Segelzeit, 9587 sm gesamt.
    Weitere Bilder findest du im Fotoalbum.

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    Verhext?

    Blick zurück auf Lagos. Leinen sind los!

    Am Mittwoch, 15. Juli 2020 haben wir Lagos nach rund 8 Monaten verlassen. Es ist unser zweiter Versuch weiter zu kommen, nachdem uns Covid-19 im März zwang, den ersten aufzugeben. Irgendetwas scheint es uns schwer machen zu wollen, diese zugegebenermaßen schöne Küste zu verlassen, ja, scheint uns geradezu festhalten zu wollen. Neben diesem nervigen Virus mischten sich in den letzten Wochen auch noch technische Probleme. So zeigte Ende Juni austretendes Öl an unserer Ankerwinsch einen größeren Schaden an, den es zunächst zu beseitigen galt. Die alte Project X3 durch eine neue zu ersetzten, mussten wir streichen, denn im Versand waren keine Winschen zu vertretbaren Preisen vorrätig, darüber hinaus vermeldete Lofrans Lieferzeiten von 4-6 Wochen. Wir ließen also die Werft SOPROMAR ran, die das Teil auch zügig für eine Grundüberholung ausbaute. Letztere zog sich hin, da die üblichen Service-Kits die benötigten Austauschteile nicht beinhalteten. Wenige Tage vor dem geplanten Auslaufen quittierte dann unsere Sumpfpume den Dienst. Dachten wir. Über zwei Tage zog sich Impeller-, später auch Pumpenwechsel, Reinigung und Prüfung des Systems hin, bis wir als Fehlerquelle schließlich einen Olivenkern ausmachten, der nicht durch die Zuleitung des Filters passte, diesen aber im Unterdruck der laufenden Pumpe wunderbar dicht verstopfte. Zu dem Zeitpunkt fehlte dann nur noch die Lieferung unserer Kette-Anker-Verbindung, die ich für den Ausbau der Ankerwinsch gelöst hattte, um nicht die gesamte Kette auf dem Vorschiff zwischenlagern zu müssen. Die Bolzen hatte ich zwar rausbekommen, rein gingen sie aber beim besten Willen nicht mehr. Passte natürlich ins Bild, dass es diesmal bei FedEx Probleme gab. Die Auslieferung zog sich bis zum Vorabend des geplanten Auslaufens hin. Zu dem Zeitpunkt ging mir dieses „es ist wie verhext“ erstmals durch den Kopf. Wie auch immer – wir warfen also die Leinen los und genossen einen wunderbaren Leichtwind-Segeltag, den wir am Ankerplatz in Portimao beendeten. Nach einer Nacht sollte es weitergehen. Die Überschrift dieses Beitrags würde sicherlich anders lauten, hätten wir beim Ankermanöver nicht festgestellt, dass der Kettenzähler nicht mehr funktionierte. Bei Montage der überholten Winsch wurde wohl das Kabel des Kettensensors gequetscht, so das Ergebnis meiner Fehlersuche. Toll.

    Sensorkabel zur Ankerwinsch. Nicht gut…

    Es folgten Beschwerde-Email, WhatsApps und Telefonate, bis SOPROMAR schließlich zusagte, am Nachmittag einen Servicetechniker nach Portimao zu schicken, um sich der Sache anzunehmen. Der kam dann aber nicht. Statt dessen eine Entschuldigung von unserem Ansprechpartner, mit dem Versprechen, am nächsten Vormittag loszulegen.
    Mit deutscher Pünktlichkeit verlegten wir Freitagmorgen wie vereinbart an den Besucherponton der Marina de Portimao, wo mit 2 Stunden Verspätung tatsächlich auch der Techniker erschien. Endlich. Der Rest ist schnell erzählt. Reparatur durchgeführt, erfolgreich getestet, sofort abgelegt und nichts wie weg…

    Sonnenuntergang über Praia da Rocha, Portimao
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    Drehtag mit DANJA

    Am ersten Juli erhielten wir eine Email vom SWR. Die Redakteurin der Abteilung Film und Doku war während ihrer Recherche für eine Sendung in der Serie Eisenbahnromantik auf unseren Blog gestoßen und fragte an, ob wir mit DANJA in den Schlussszenen der Reportage teilnehmen wollten. Spontan sagten wir zu, obwohl der geplante Drehtag eine weitere, kleine Verschiebung unserer Weiterreise bedeuten würde.

    Nach einigen Emails und Telefonaten fand der Dreh dann tatsächlich am 14. Juli statt.

    In Lagos, der Endstation der Eisenbahnstrecke entlang der Algarve, solle der Film mit Szenen zu einem Segelboot, welches zum Sonnenuntergang im portugiesischen Passatwind, welcher an diesem Ort beständig auftritt, auf den Atlantik hinaussegeln.

    Das Licht der untergehenden Sonne war zum Dreh ebenso präsent, wie der Wind, und wir gaben mit DANJA und einem Kameramann an Bord unser bestes, um die perfekten Bilder einzufangen.

    Um halb zehn legten wir wieder in Lagos an, um den Kameramann von Bord zu lassen, nicht ohne davor noch in geselliger Runde mit Redakteurin und einem weiteren Teammitglied Klönsnack bei einem „Anleger“ zu halten.
    Einige Bilder vom Drehtag haben wir erhalten, eine DVD wird nach Abschluss des Schnitts noch folgen. Ausstrahlung der Sendung ist für 2021 geplant. Kleiner Fakt am Rande: Für DANJA ist es der zweite Medienauftritt. Der erste erfolgte nach unseren Infos beim Stapelhub in Varel vor Rund 30 Jahren. Wurde ja mal wieder Zeit…

    P.S.: Danke @Kirsten Ruppel für die Bilder.

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    Ausgebremst

    Mehr Zeit als üblich ist seit unserem letzten Beitrag vergangen, was eben auch daran liegt, dass nicht viel passiert ist. Wir sind immer noch in Lagos. Auch wenn es nicht so klingen mag, ist das kein Grund zur Klage, es ist einfach ein Fakt. Covid-19 hält die Welt eben weiterhin in Atem. Lagos ist in diesen Zeiten ein Ort, an dem man sich wohl fühlen kann. Es ist Sommer geworden, die Strände sind so leer und das Wasser so sauber, wie wir es seit langem nicht erlebt haben. Vor Jahren haben wir so manche Anstrengung in Kauf genommen, um einmal im Jahr einige wenige Wochen Urlaub hier zu verbringen. Jetzt sind wir Einwohner auf Zeit geworden, verbringen die Tage mit kleineren Arbeiten an unserem Zuhause, ausgiebigen Spaziergängen oder Jogging-Runden, machen Tages- und neuerdings, im Rahmen des erlaubten, auch Übernacht-Törns an der Algarveküste, treffen uns mit Familie und Freunden und passen unsere Langfahrt-Ziele den Gegebenheiten an.

    Einen Grundsatz befolgen wir beim planen konsequent: Europa werden wir in 2020 nicht verlassen. Zu unsicher ist uns die weitere Entwicklung entlang der ursprünglich geplanten Route über den Atlantik. Berichte über nächtliche Ankerwachen zum Schutz vor Übergriffen an bisher friedlichen und attraktiven Ankerplätzen in der Karibik lassen dieses Ziel erst mal in die Ferne rücken. Ins Mittelmeer zieht es uns irgendwie noch nicht, die autonomen Regionen Madeira und Azoren haben sich für das „Recreational Sailing“ noch nicht geöffnet. Im Juli könnte es diesbezüglich zu deutlichen Änderungen kommen. Wir werden sehen.
    Angesteckt von unseren amerikanischen Stegnachbarn auf der MV Gratitude haben wir unsere Spielzeuge um zwei Falt-Kajaks ergänzt. Die sind eine wunderschöne, CO2 – freie Alternative für kleinere und längere Entdeckungstouren entlang der Küste.

    Mit kleineren, größeren und auch unfreiwilligen Projekten optimieren wir weiterhin unser Zuhause. Die Sprayhood hat einen Sonnenschutz bekommen, damit es unter dem Bimini bei tiefer stehender Sonne nicht zu heiß wird, für‘s kranen des Außenborders ließen wir einen Ausleger für den Geräteträger fertigen und nach Ölverlust an der Ankerwinsch musste mal wieder die Werft Sopromar ran, um Getriebe und Antriebseinheit zu reparieren.
    Und sonst so? In der Marina ist es leerer geworden. Ohne Aussicht auf nennenswerte Törns sind viele Crews abgereist und haben teilweise ihre Schiffe aus dem Wasser genommen. Der eine oder andere ist mit seinem Schiff in Richtung Heimat aufgebrochen, unsere amerikanischen Nachbarn verließen Lagos Anfang der Woche in Richtung Mittelmeer. Wir selbst trafen diese Woche alte Bekannte wieder, die mit ihrer Tendrel-Aurelie fast zeitgleich letztes Jahr aus Deutschland zur Langfahrt aufbrachen. Und als absolutes Highlight freuen wir uns Anfang Juli auf den Besuch unserer Tochter und ihrem Freund.

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    Ende des Emergency State

    45 Tage sitzen wir nun schon hier in Lagos fest. Heute endet offiziell der Emergency State in Portugal. Im Zuge der Bewegungs- und Kontaktbeschränkungen wurden auch die Strände gesperrt, was uns persönlich am stärksten betraf, war die Meia Praia doch unser bevorzugter Strand an dem wir unseren Bewegungsdrang stillen konnten. Bis Juni will die portugiesische Regierung nun die Beschränkungen nach und nach lockern. Ab Montag dürfen kleine Geschäft und Frisöre wieder öffnen. Die Strände bleiben leider noch gesperrt. Die Häfen wohl auch. Wir müssen noch bleiben.
    Alles in allem haben wir es jedoch hier in der Marina de Lagos sehr gut. Das Wetter passt, die Versorgung ist gesichert, kleine „Ausflüge“ im Rahmen sportlicher Betätigung möglich. Und der Ausblick von unserer „Terrasse“ ist nach wie vor herrlich.

    Dass es am Schiff immer wieder was zu schrauben gibt, ist natürlich auch klar. So haben wir seit kurzem einen Trinkwasserfilter eingebaut, der sowohl den leichten Chlorgeschmack, als auch jegliche Keime aus dem Wasser entfernt (ALB-Filter). Bisher eine gute Investition. Kürzlich hat sich dann auch unsere Funke verabschiedet und musste durch ein neues Gerät ersetzt werden. Und da es sich abzeichnet, dass Mund-Nase-Masken bald unsere ständigen Begleiter werden, näht Christine von Hand einige wiederverwendbare Exemplare aus Baumwoll-Stoffen.

    Wir haben über die Zeit noch einige Impressionen aus dem Lockdown eingefangen, die du wie immer im Fotoalbum findest.
    Wie unsere Reise weiter verlaufen wird, hängt auch davon ab, wie viel Segeln erlaubt sein wird. Da europäisch koordinierte Lösungen kaum zu erwarten sind, hoffen wir auf gute Entscheidungen der Portugiesen. Dann wird vielleicht eine Reise nach Madeira oder zu den Azoren möglich. Die kommenden Wochen werden es zeigen.

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    Alles auf Null

    So schnell kann es gehen…

    Dachten wir am Montag, beim Veröffentlichen des letzten Beitrags, vor Culatra gut aufgehoben zu sein, erfuhren wir Dienstag Nacht über unsere Familie aus Lagos, dass im Verlauf des Mittwochs, im Zuge des Ausnahmezustands, alle Marinas auf dem portugiesischen Festland schließen würden. Die Rückkehr in eine Marina für die Dauer der Corona-Krise erschien uns als Zweihand-Crew nach Abwägung der Alternativen als die vernünftigste und sicherste Alternative, auch deshalb, weil die Schließung nicht nur Wochen, sondern auch Monate andauern könnte.

    So nutzten wir dann am Mittwoch, 18.03.2020 den kräftigen Nordostwind, verließen um 07.00 Uhr den Ankerplatz bei Culatra und setzten Kurs zurück nach Lagos. Von unterwegs nahmen wir mit der Marina Kontakt auf und wurden gebeten uns zu beeilen, da die Schließung der Häfen kurz bevorstand. Das mussten wir uns nicht zwei mal sagen lassen. Wir hielten die Geschwindigkeit auch unter Zuhilfenahme der Maschine zwischen 5 und 6 Knoten und erreichten nach knapp 8 Stunden Lagos. Als wir im letzten Jahr erstmals die Molenköpfe passierten, freuten wir uns deutlich mehr als dieses mal, dennoch waren wir froh, auf „unserem“ alten Liegeplatz festmachen zu können. Nur zwei Stunden später kam die NAVTEX-Meldung über die Schließung der Häfen über den Äther.

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    Nun sind die Leinen also wieder festgemacht. Nach ganzen 106 Meilen im Jahr zwei unserer Segelzeit. In Anbetracht der Nachrichten zur Corona-Pandemie bleibt es fraglich, ob noch welche hinzukommen werden. Alles auf Null, sozusagen.

    Das Leben in Lagos, im „State of Emergency“ hat sich, wie überall auf der Welt, dramatisch gewandelt. Restaurants und Geschäfte sind geschlossen, die Promenade und Marina fast menschenleer. Wir befolgen die Regeln des Abstandhaltens und sind beeindruckt von der Disziplin und Ruhe, mit der die Menschen die Vorgaben befolgen. Bisher erfolgreich, noch gibt es westlich von Portimao keine Covid-19-Erkrankungen. Toi Toi Toi!

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    2020 – Leinen los!

    Wir verlassen die Marina de Lagos

    Unsere Winterpause in Lagos dauerte fast vier Monate. Eine kurze Reise nach Deutschland, verbunden mit zwei Wochen in der Werft Sopromar zögerten unsere Weiterreise doch etwas länger hinaus als ursprünglich geplant. Am 11. März warfen wir endlich die Leinen los, und segelten in das zweite Jahr unserer Segelzeit. Lagos war für uns ein ideales Winterrefugium. Es war nie richtig kalt, das Wetter fast durchgehend frühlingshaft, Regen sahen wir nur an einigen wenigen Tagen. Die Marina de Lagos liegt für uns Segler versorgungstechnisch optimal, Service und Sicherheit sind vorbildlich.

    In 2020 wollen wir die Atlantischen Inseln Madeira, Kanaren und Kapverden besuchen. Da die beste Zeit für die Überfahrt nach Madeira erst im Mai beginnt, bietet es sich zuvor an, Marokko und Gibraltar einen Besuch abzustatten. So weit unsere Planungen. Die haben wir natürlich ohne Covid-19 gemacht. In den letzten Tagen explodieren jedoch überall die Fallzahlen, nehmen die Reisebeschränkungen zu. Madeira darf zum Beispiel von Yachten vorläufig nicht mehr angelaufen werden, Marokko hat dicht gemacht, in Gibraltar drohen 14 Tage Quarantäne.

    Ankerplatz Portimao / Ferragudo

    Nach einem kurzen Stopp in Portimao bleiben wir jetzt erst mal vor Culatra und werden die Lage weiter beobachten…

    Weitere Bilder findest du wie immer im Fotoalbum…

    Sonnenuntergang am Ankerplatz Culatra
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    Gruß aus der Küche

    Vom Markt in den Topf… Gemüseeintopf.

    In unserem Blog gibt es eine Kategorie, die wir seit langer Zeit stark vernachlässigt haben: Die Kategorie Bordküche. Die See macht bekanntlich hungrig. Bei der vielen frischen Luft, der dauernden Bewegung des Schiffes, die ausgeglichen werden will und der Anspannung während der Wachen auch kein Wunder.
    Nicht immer liegt ein Restaurant gleich „um die Ecke“. Zumal es dort nur selten besser schmeckt, als frisch in der eigenen Kombüse zubereitet. Trotz aller Einschränkungen, die die Bordküche eines 11-Meter-Bootes so mit sich bringt, kommt uns in dem Zusammenhang Dosenfutter nur dann auf den Teller, wenn Seegang und Wetter kochen fast unmöglich machen.

    Lachs mit Blattspinat

    Von dem, was wir in unserer Bordküche im Laufe des vergangenen Jahres so alles kreiert haben, wollen wir hier eine kleine Auswahl zeigen. Soll nicht heißen, dass wir unseren Reiseblog zu einem Foodblog umwandeln wollen, aber vielleicht schaffen wir es, im laufenden Jahr mit etwas mehr Aktualität über unsere Kreationen zu berichten. Und wenn uns ein Restaurant oder eine Bar besonders beeindruckt, werden wir versuchen ebenfalls in dieser Kategorie davon zu berichten.
    Hier geht‘s zu allen Food-Pics in unserem Fotoalbum.

    Pizza da Barca a Vela
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    Jahreswechsel in Portugal

    Silvesterfeuerwerk in Lagos

    Am vergangenen Dienstag brachten wir Anja zum Flughafen nach Faro. Nach Weihnachten und dem Jahreswechsel kehrt nun der Alltag an Bord zurück. Für uns waren es schöne Tage, ohne die gewohnte Feiertags-Routine vor der Segelzeit. Das Wetter war und ist weiterhin angenehm mild und erlaubt tägliche Spaziergänge am Strand ebenso wie Ausflüge in die Umgebung, die Bahia Bar wird unser Sundowner-Lieblingsplatz.

    Ausflug nach Sines

    Die Arbeiten am Schiff gehen voran, nach den Lackierarbeiten im Inneren ist auch die Decksfarbe überarbeitet und die To-Do-Liste wird zusehends kleiner.
    Aufregend Neues gibt es nicht zu berichten, deshalb lassen wir die Bilder sprechen, die Du wie immer im Fotoalbum findest…
    Last but not least: Ein gutes Neues Jahr allen Mitlesern! Bleibt gesund und lebt Euer Leben!

    Ein Strand fast für uns alleine: Morgen-Lauf an der Meia Praia
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    Boas Festas aus Portugal

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    Der weihnachtliche Lichterschmuck in Lagos erinnert uns daran, dass wir uns in großen Schritten Weihnachten und dem Jahreswechsel nähern. Zeit also, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen, zumindest dann, wenn wir nicht gerade an unserem Boot werkeln…
    2019 brachte für uns große Veränderungen: Familie, Freunde und Kollegen sagten wir für längere Zeit auf Wiedersehen, Jobs, Wohnsitz und die Heimat ließen wir im Kielwasser zurück, als wir uns in unserem neuen Zuhause auf den Weg machten, die sieben Meere zu erkunden.
    Wir steckten die Ziele für dieses Jahr noch nicht zu weit, was uns Zeit gab, uns an das neue Leben auf See zu gewöhnen, zu lernen, was es bedeutet, Zeit zu haben, einen eigenen Takt zu finden, im Einklang mit der See, dem Wetter und den Jahreszeiten. So genießen wir die schönen Momente auf dem Wasser, vor Anker oder an Land, wann immer sie sich anbieten und freuen uns auf die nächsten Ereignisse, gerade dann, wenn es mal nicht so rund läuft.
    Unser Geschenk zu Weihnachten ist die Gewissheit, alles richtig gemacht zu haben, wofür wir sehr, sehr dankbar sind.
    Wir wünschen unseren Familien und Bekannten und allen, die uns kennen, ein Frohes Weihnachtsfest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr.
    Das gilt auch ganz besonders für meine ehemaligen Kollegen in Manching und Hohn sowie den Site Teams an den Standorten, als auch Christines ehemaligen Kollegen des AusbZPi in Ingolstadt, hier insbesondere der gesamten FISt.

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