Liveaboard

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    Radazul. Immer noch.

    Leichter Regen über Radazul

    Fünf Wochen Radazul und wir bleiben noch ein bisschen. Was zum Kuckuck hält uns hier, mag der Eine oder Andere denken, der schon einmal in der Marina Radazul zu Gast war. Es ist wohl die Mischung aus Lage und Verkehrsanbindung (Santa Cruz de Tenerife ist nur 8 km entfernt), Sportangebot und authentischem spanischen Alltag einer Wohn- und Urlaubersiedlung. Nichts ist spektakulär, alles dennoch irgendwie kurzweilig und trotzdem stressfrei.

    Kontrast in Grün. Blick in die Rheinebene von der Rietburg-Sesselbahn.

    Außerdem hatten wir natürlich noch einige Aktivitäten im Plan, die durch ungeplante Ereignisse ergänzt wurden. Der Reihe nach:
    Wir waren wieder einmal in Deutschland unterwegs. Familienbesuch, der, wie immer, mit vielen Autobahnkilometern und unterschiedlichen Schlafstätten gewürzt, nicht der Erholung dienen sollte und konnte. Auch galt es einige Warensendungen einzusammeln, wichtige Besorgungen zu erledigen und einige Arztbesuche zu absolvieren. Volles Programm eben. Wir flogen übrigens mit Iberia von TFN via Madrid nach Frankfurt. Dank zweier Stunden Verspätung beim Abflug blieben wir prompt in Madrid hängen. Iberia spendierte eine Nacht in einem Hotel in einer Industrie- und Gewerbe-Brache südlich des Flughafens. Echt gruselig und sehr laut. Danke für nichts, Iberia!

    Nur wenige Tage nach unserer Rückkehr nach Radazul besuchten uns dann, wie geplant, unser Enkel Karlo mit Mama und Papa. Es wurden wunderschöne 9 Tage, in denen wir ausgiebig Oma und Opa sein durften und erstmals viel Zeit miteinander verbringen konnten.

    Das Laborergebnis einer beim Hautarzt in Deutschland entfernten Hautanomalie machte eine Nachbehandlung erforderlich, was unseren Aktionsradius für Familienausflüge dann doch etwas einschränkte. Da unsere Zeit auf den Kanaren begrenzt ist, war ein längeres Aufschieben der OP nicht sinnvoll. Dass Christine, nach einem Ausrutscher an der Badestelle unseres Radazul-Hausstrands, im Krankenhaus eine rießige Platzwunde am Schienbein nähen und röntgen lassen musste, half hinsichtlich Aktionsradius auch nicht wirklich.

    Mittlerweile sind wir wieder allein in Radazul und warten auf die Termine für das Ziehen der Fäden. Und dann wollen wir zügig weiter, denn spätestens am 28. Oktober gibt es hier in Radazul keinen Liegeplatz mehr für uns.

    Weitere Bilder zum Beitrag findest du wie immer im Fotoalbum.

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    La Gomera

    Ab Sonntag, dem 18. Juli, hatten wir in San Sebastian de La Gomera einen Liegeplatz reserviert. Das Wetter sah für die Überfahrt günstig aus: Passatwind aus NNO mit 15 Knoten, eher gemäßigt für Juli/August.
    Um 8 Uhr gingen wir vor der Playa de Masca Anker auf und fuhren unter Motor aus dem Lee Teneriffas heraus. Auf halbem Weg setzte segelbarer Wind ein, zwei Meilen später zeichnete sich auf dem Wasser die WAZ (Wind Acceleration Zone) ab. Schnell stieg der Wind auf 25 bis 30 Knoten an, in der Folge dann bis auf 38 Knoten, auf Höhe von Punte de San Cristobal. So richtig Freude kam da nicht auf, immerhin kamen wir zügig voran. Es kachelte bis eine halbe Meile vor der Hafeneinfahrt von San Sebastian, dann ging der Wind rapide runter und kaum dass wir den äußeren Molenkopf – jetzt bereits unter Motor – umfahren hatten, war er gänzlich verschwunden. Verrückt.

    In der WAZ östlich von La Gomera

    San Sebastian de La Gomera ist – besonders im Konstrast zu Teneriffa – ein verschlafener, dennoch freundlicher Ort, in dem wir uns sofort wohl fühlten. Zu beiden Seiten der Marina schließen sich Badestrände an, Supermärkte, Bäckereien, Restaurants, Busbahnhof, alles ist in wenigen Minuten erreichbar. Ziemlich perfekt.

    Blütenpracht in San Sebastian de La Gomera

    Leider war es nach 3 Tagen mit der Windstille im Hafen vorbei. Es fegte fortan ein strammer Wind durch die Marina, der in Böen regelmäßig über 30 Knoten erreichte, in der Spitze beobachteten wir 45 Knoten!

    La Gomera hat bei Naturliebhabern einen besonders guten Ruf und bietet Wanderern ein ausgedehntes, gut gekennzeichnetes Wegenetz. Im Zentrum der Insel liegt der Nationalpark Garajonay, dessen Nebelwald Weltkulturerbe ist. Da konnten unsere Wanderschuhe endlich mal wieder zum Einsatz kommen. Wir nutzten die Buslinien der Insel für unsere Ausflüge. Die Linie 2 bedient den Norden bis Valle Hermoso, die Linie 1 fährt am Alto de Garajonay vorbei nach Valle Gran Rey. Zwischen Haltestellen einer Linie, oder von der einen zur anderen, lässt sich die Insel gut erwandern.

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    Besonder reizvoll fanden wir Vallehermoso, wo wir nach einem 11 km-Rundweg zur Kapelle Santa Clara – Rundweg Nr. 4, 640 m rauf und wieder runter – mit wunderschönen Aussichtspunkten entlang der Route, exzellente Tapas genossen. Spektakulär fanden wir unsere Tour vom Alto de Garajonay über El Cedro bis Hermigua. Vom Hochland La Gomeras durch den Nebelwald bis El Cedro und über die Barranco del Cedro hinab ins Tal von Hermigua. 12 km und 1400 Höhenmeter. Waren wir froh, dass wir die Tour nicht bergauf unternommen hatten, denn das wäre echt heftig geworden.

    Unser Zuhause in Marina La Gomera

    Nach einer guten Woche öffnete sich für uns eine Wetterfenster für eine angenehme Überfahrt nach La Palma. Der Passat sollte für zwei, drei Tage etwas schwächer und zudem mit mehr östlicher Komponente wehen. Das hatten wir bisher so selten beobachtet, dass wir die Gelegenheit unbedingt nutzen wollten.

    Für unsere Wanderungen in La Gomera haben wir 3 Fotoalben angelegt: 1. Rundweg ab/nach Vallehermoso, 2. Alto de Garajonay nach El Cercado, 3. Alto de Garajonay nach Hermigua

    Der ÖPNV wird von GuaguaGomera betrieben. Es dauert eine Weile, bis man Linien, Haltestellen und (Wander)Karten korreliert, da GuaguaGomera seine Daten nicht mit Google teilt. Sehr hilfreich ist da die App Mapy.cz, die von Trampelpfad bis Bushalte alles an die Hand gibt, nicht „lost“ zu gehen.

  • Lanzarote

    Mit dem Mietwagen unterwegs auf Lanzarote

    Seit drei Wochen weilen wir nun schon auf Lanzarote. Die Marina Lanzarote in Arrecife ist weiterhin unser Zuhause auf Zeit. Ungeplant, denn eigentlich wollten wir mittlerweile bereits auf Fuerteventura sein. Nun warten wir statt dessen geduldig auf unsere zweiten Covid – Impfung und haben entsprechend viel Zeit Insel und Leute näher kennen zu lernen. Seit einem Mietwagen-Tag in der ersten Woche sind wir dafür zumeist zu Fuß oder mit dem Bus unterwegs. Und wie schon zuvor erlebt, entdeckt man seine persönlichen Lieblingsplätze selten auf den ersten Blick, sondern erst bei wiederholten Besuchen, sei es die chillige Strandbar, der Markt im Inselinneren oder einfach nur der schönste Blick aufs Meer.

    Haria

    Lanzarote zeichet sich vor allem durch seine Nuancen von Braun aus. Sand, Stein und Staub in hellbraun, dunkelbraun, rotbraun, schwarzbraun und so weiter, und so fort. Der stete Wind wirbelt den Staub auf, mischt ihn zu einem Farbton, der an Milchkaffe erinnert und lagert ihn überall an Bord ab. Nach wenigen Tagen haftet der Staub dann vom Masttop über die Fallen, Wanten, Reling und Deck bis zur Ausrüstung und bildet dort eine stetig wachsende Schicht, die, will man den Dreck nicht ins Schiff tragen, alle paar Tage abgespült werden muss. Die Seite an Lanzarote mögen wir nicht. Besonders dann nicht, wenn der Stegnachbar bei strammer Brise mit seinem Schlauch in den Mast steigt um den Dreck vom stehenden Gut abzuspülen. Die Hälfte landet unweigerlich auf den daneben liegenden Booten. Danke für nichts!

    Lanzarote-Leckereien auf dem Markt in Haria

    Unsere persönlichen Lanzarote Highlights waren bisher ein Sonnenuntergangs-Picknick beim Mirador del Rio mit genialem Ausblick auf La Graciosa, das zweite Frühstück beim Mercado Municipal de Abastos de Haria, die Weinprobe beim Familien-Weingut Bodeguita Vega Volcán und das Schwimmen bei Playa del Carmen. Den Nationalpark Timanfaya sollte man auch nicht verpassen. Die Einblicke in die jüngere, vulkanische Vergangenheit sind das Eintrittsgeld auf jeden Fall wert. Uns bleibt noch gut eine Woche bis zur zweiten Covid-Impfung und den einen oder anderen Ausflug haben wir schon geplant. Wir werden hier davon berichten.

    Sonnenuntergang beim Mirador del Rio

    Weitere Bilder gibt‘s wie immer im Fotoalbum.

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    Tag(e) der Arbeit

    Auf dem Trockenen.

    Heute, am ersten Mai, stehen wir mit unserem Zuhause den dritten Tag auf dem Trockenem. Wir wollen Porto Santo nun bald verlassen, davor aber unbedingt das Unterwasserschiff prüfen und mit neuem Antifouling versehen. Die Wochen davor nutzten wir bereits für einen Facelift über der Wasserlinie. Das Edelstahl der Reling und des Geräteträgers wollte poliert werden, der Decksanstrich sah nicht mehr gut aus und musste aufgefrischt werden und einige Aufblühungen waren zu beseitigen. So ganz nebenbei war ein Brenner des Herds undicht geworden und musste überholt werden, die Sonnenblenden brauchten ebenso eine Grundreinigung, wie unser Dinghy, das seit unserer Ankunft auf Porto Santo im Wasser lag und entsprechend viel Grünzeugs angesammelt hatte. Am vergangenen Mittwoch kranten wir dann unsere Danja aus dem Wasser und ließen uns auf das Werftgelände Porto Santos verholen. Eine ganz schön enge Kiste – mit dem relativ kleinen Portalkran des Hafens blieben, auf dem Weg zum Stellplatz, nur knapp 5 cm Luft unterm Kiel. Nach der gründlichen Reinigung und Anschleifen des Unterwasserschiffs heißt es jetzt warten, denn das bestellte Antifouling kommt erst nach dem Wochenende an, womit wir dann frühestens am Dienstag wieder mit unserem Schiff zurück ins Wasser können. Warten müssen wir auch noch auf zwei Pakete aus Deutschland, die brauchen nämlich ganz schön lange vom Festland auf die Inseln. Zum Glück haben wir ja Zeit. Dennoch zieht es uns wieder hinaus auf‘s Meer. Wir wollen weiter. Es gibt noch so viel zu sehen…

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  • Mehr Porto Santo

    PXO, Port Santos Hafen.

    Wir liegen weiterhin in Porto Santo vor Anker. Einige sehr windige Tage haben wir ebenso gut überstanden wie eine sehr bewegte Nacht, als mit dem Südwind Schwell den Weg ins Hafenbecken fand. Es herrscht weiterhin reges kommen und gehen, zumeist von Yachten auf dem Weg von den Kanaren in Richtung Norden, wobei die Zahl der Ankerlieger recht konstant bei 12-14 Yachten liegt. Noch gefällt uns die Ruhe und idyllische Abgeschiedenheit „unserer“ kleinen Insel, die noch immer die eine oder andere neue Wanderung für uns bereit hält. Das momentan sehr ruhige Wetter wollen wir jedoch zunächst für Ausbesserungsarbeiten an der Deckslackierung. Damit unser Zuhause weiterhin so schön bleibt.

    Klettern am Pico de Ana Ferreira

    Einen weiteren Gipfel haben wir unserer Wander-Sammlung hinzugefügt: Den Pico de Ana Ferreira (283m), höchster Berg im Westen der Insel, mit spektakulären Gesteinsformationen, die vor Millionen Jahren im Zuge vulkanischer Aktivitäten entstanden waren.
    Mehr Bilder findest Du wie immer im Fotoalbum.

    Sonnenuntergang über Porto Santos Hafen
  • Porto Santo

    Sandstrandtraum Campo do Baixo

    Zwei Wochen sind wir nun schon in Porto Santo. Oder drei Tage weniger, wenn wir die Zeit bis zum Vorliegen unserer Covid-Tests abziehen. Erst dann durften wir einchecken. Licht und Schatten erscheint mir die kürzest mögliche Beschreibung für den ersten Eindruck, vielleicht auch etwas verwöhnt von den vorangegangenen Wochen auf Madeira. Es liegt sich günstig hier. EUR 6,50 pro Tag am Anker im Hafen (oder davor), incl. Zugang zu den Einrichtungen der Marina. Die Dezemberstürme 2020 hatten zwei Drittel des Pontons A zerstört, Liegeplätze mit Landanschluss sind deshalb absolute Mangelware, was uns nicht stört, denn nach 6 Wochen Funchal sind wir über die Ruhe am Anker froh. Die Versorgung klappt gut, in Vila Baleira gibt‘s bei Pingo Doce und anderen lokalen Geschäften alles, was wir bisher brauchten. Auf der Schattenseite schlagen das kühle, windige und wechselhafte Wetter ebenso zu Buche, wie der unreine Grund des Ankerplatzes und das Kraftwerk am Hafen, welches aus Schweröl Strom für Porto Santo generiert und je nach Windrichtung seine Abgaswolken über den Hafen verteilt. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, wie das in der Hochsaison aussieht, wenn neben den 5 1/2 Tausend Einwohnern auch die gefüllten Hotels zu versorgen sind.

    Auf dem Pico Macarico

    Da bleiben wir im Weiteren lieber beim Licht: Porto Santo verzeichnet Null aktive Corona-Fälle. Das gibt einem ein sicheres Gefühl, wenn man durch Vila Baleira geht, auch deshalb, weil trotz der guten Lage die Maskenpflicht gilt und befolgt wird. Es ist überall herrlich ruhig. Schön für uns, sicherlich weniger schön für die lokale Wirtschaft, aber wir genießen es. Es gibt mehr zu unternehmen, als die Größe Porto Santos vermuten lässt. Zwar gilt der 9 km lange Sandstrand als die Attraktion der Insel, daneben gibt es aber, gerade für wander-begeisterte wie uns, eine gute Handvoll Berggipfel, die unbedingt bestiegen werden wollen.
    In unseren ersten beiden Wochen waren der Pico de Maçarico (286m), Pico Branco (450m) und Pico Castelo (437m) unsere Gipfelziele, ebenso wanderten wir entlang der gesamten 9 km des Strandes Campo de Baixo – und zurück. Die längste Tour war die zum Pico Branco und Terra Chã. Eigentlich ungeplant, denn wir waren mit den Rädern auf der Rundstraße ER111 unterwegs und entschieden uns eher spontan den Gipfel noch „mitzunehmen“. Alle Ausflüge boten geniale Ausblicke über Porto Santos Landschaft und seine Küsten. Im Fotoalbum findet ihr in Kürze die Bilder, die währen der Ausflüge entstanden sind, sie sind zudem über den Text verlinkt.

    Picknick auf dem Pico Castelo
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    Wir sind im Fernsehen

    Im Juli letzten Jahres nahmen wir mit unserer DANJA an einem Dreh für eine SWR-Produktion teil, wie in im Beitrag vom 15.07.20 beschrieben. Gestern lief auf ARTE die erste Ausstrahlung der Sendung „Mit dem Zug durch die Algarve“. Bis zum ersten März steht der Film noch in der ARTE-Mediathek. Ein Leckerbissen für alle Algarve-Fans. In den letzten Minuten kommen wir mehrmals ins Bild, als Segelboot, welches im Sonnenuntergang die Algarve verlässt…
    Heute findet Ihr die Dokumentation in der Mediathek von 3sat:

     

  • Madeira intensiv

    Das Hochdruckwetter, welches uns die Überfahrt vom Festland ermöglicht hatte, blieb uns weiterhin treu, ein Wetterwechsel war erst ab dem 4. Februar zu erwarten. Am ersten Februar mieteten wir uns deshalb für sensationelle 10 EUR pro Tag einen Fiat Punto um einige, mit dem Bus schlecht oder gar nicht erreichbare Ziele anzusteuern. Für Madeiras Berge war der kleine Fiat leicht untermotorisiert, viele Steigungen waren nur im ersten Gang zu bezwingen. Selbst auf der Via Rapida genannten Schnellstraße ging dem Kleinen regelmäßig die Puste aus. Dennoch hat er uns zuverlässig an unsere Ziele gebracht, womit wir nun durchaus behaupten können, uns einen guten Überblick über die Insel verschafft zu haben:

    Lagune und Wasserfall der 25 Quellen

    Tag 1: Von Rabaçal aus wanderten wir zum Risco-Wasserfall und den 25 Quellen. Ein Besuch von Porto Moniz, wo an diesem Tag gewaltige Brecher eine beeindruckende Brandung erzeugten, rundete den Tag ab. Mehr Bilder gibt’s hier.

    Sonnenaufgang auf dem Pico Areeiro

    Tag 2: Früh aufstehen (und warme Kleidung) war angesagt. Wir wollten auf dem Dach Madeiras den Sonnenaufgang erleben. Eine Stunde vor demselben ging es deshalb los, von Null auf 1818 Höhenmeter, zum Pico do Areeiro. Der Sonnenaufgang dort oben ist tatsächlich unbeschreiblich. Die Show beginnt – wenn das Wetter passt – eigentlich schon mindestens eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang und ist vom visuellen Eindruck so nah am Fliegen, wie man wohl mit dem Füßen auf festem Boden nur kommen kann.
    Da der Schnee, der bei unserer Ankunft auf Madeira noch dort oben lag, weitestgehend verschwunden war, begaben wir uns anschließend auf den „Vereda do Areeiro“, dem Verbindungsweg zum Pico Ruivo, dem höchsten Gipfel Madeiras. Genialer, wenn auch anstrengender Weg durch die Hochgebirgswelt Madeiras.
    Dank unseres frühen Aufstehens blieb am Nachmittag noch genügend Zeit für einen Kurzbesuch von Santana, Faial und Porto da Cruz an der Nordküste.
    Mehr Bilder gibt’s hier.

    Farol Punta do Pargo

    Tag 3: Am dritten Tag besuchten wir noch den westlichsten Punkt Madeiras, Ponta do Pargo mit seinem Leuchtturm. Der Leuchtturm befindet sich übrigens am nächsten zum Koordinaten-Nullpunkt der dritten schweizerischen Landesvermessung von 1995, 261,024 Kilometer WSW im Atlantik. Man lernt nie aus 😉
    Auf dem Rückweg folgten wir der Südwestküste mit Stopps in Calheta (Zuckermühle Engenhos da Calheta mit Werksverkauf, Strandbad und Marina) und Ribeira Brava. Der aufmerksame Leser bemerkt sicherlich, dass wir an diesem dritten Tag auf längere Fußwege verzichtet haben. Wir werden halt älter…
    Mehr Bilder gibt’s hier.

  • Ponta de São Lourenço

    Ponta de Sao Lourenco, die östlichste Spitze Madeiras

    Am 26. Januar nahmen wir den Osten Madeiras ins Visier. Mit der Linie 113 der SAM kamen wir direkt von der Avenida do Mar in Funchal zur letzten Haltestelle hinter Caniçal an der Abra-Bucht. Dort beginnt das Naturschutzgebiet Ponta de São Lourenço, welches die östlichste Spitze Madeiras, zwei vorgelagerte Inseln und kleinere Felsen im Atlantik umfasst. Über den Wanderweg „Vereda da Ponta de São Lourenço“ gelangt man bis zum östlichsten, für Besucher erreichbaren Punkt Madeiras mit atemberaubenden Ausblicken über Nord- und Südküste Madeiras, sowie Porto Santo und die Islas Desertas am Horizont.

    Blick entlang der Nordküste Madeiras

    Kurz davor liegt das „Casa de Sardinha“, wo einige Palmen Schatten spenden. Es gilt als Besucherzentrum, ist aber im Wesentlichen ein überteuertes Imbis-Restaurant, wo sogar für die Toilettenbenutzung von Gästen ein Euro abgezockt wird. Es lohnt sich also, die Brotzeit selbst mitzubringen – oder auf dem Rückweg in Caniçal halt zu machen und sich unter die Einheimischen zu mischen. Letzteres war unsere Wahl, die EUR 1,30 p.P. zusätzlich für‘s Busticket waren gut investiert.

    Auf dem Vereda da Ponte de Sao Lourenco

    Eine kleine Auswahl weiterer Bilder vom Ausflug findest Du wie immer im Fotoalbum.

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    Angrillen an Bord

    Auf Madeira gilt unter der Woche weiterhin aufgrund der Pandemie eine Ausgangssperre ab 19.00 Uhr. Geschäfte, Bars und Restaurants schließen eine Stunde davor. Am Wochenende beginnen die Beschränkungen bereits eine Stunde früher. Das wirkt sich in gewissem Maß auch auf unsere Ausflüge aus. Mit An- und Rückreise zu den entfernteren Ausflugszielen bleibt vor Ort nur begrenzte Zeit übrig, die wir nicht mit Restaurantbesuchen verschwenden wollen. Guter Grund also, unseren Bordgrill endlich in Betrieb zu nehmen, denn bei Rückkehr ist der Hunger in der Regel groß. Nach unserem Ausflug ins Nonnental hieß es deshalb am 23. Januar „Angrillen“ auf unserer DANJA. Auf dem Grill landeten nach einem kurzen Zwischenstopp bei Pingo Doce, neben einer Paprikaschote für einen bunten Salat, zahlreiche Hühnerschenkel und – Flügel, die den Tag wunderbar abrundeten. Der Magma – Grill gehört ab sofort zu den intensiv genutzten Ausrüstungsgegenständen, die wir nicht mehr missen wollen.
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