Sommertörn

Am Freitag, 07. August 2026 starteten wir unseren ersten Törn mit Danja2. 10 Tage standen uns dafür zur Verfügung. Wir nahmen die Dänische Südsee ins Visier, Entspannung auf dem Wasser vor Meilen oder Städtetouren, lautete das Programm. Wir brachen früh auf und erreichten die Kieler Förde bereits kurz nach halb 9 Uhr am Morgen. Um halb 11 Uhr passierten wir Bülk und setzten Kurs auf Lyø. Der Wind blies recht frisch aus WNW, was uns bei Nordkurs ca. 45° am Wind bescherte. Danja lief unter Reff 1 und gereffter Genua mit beeindruckenden 6, 7 und mehr Knoten gegen die ruppige Windsee. Dass das Vorschiff dabei einiges an Wasser abbekam, war klar, leider mussten wir jedoch feststellen, dass die vom Voreigner noch einmal neu eingesetzten Vorschiffsluken nicht dichthielten. Zum Glück hatten wir reichlich Tücher und Folien an Bord und konnten die Vorschiffskoje einigermaßen trocken halten, auch weil wir das mit jeder Decksdusche eindringende Wasser frühzeitig entdeckt hatten. Auf die aus der Undichtigkeit entstehende Diskussion mit dem Voreigner wollen wir hier nicht weiter eingehen, das Thema Rechtsweg und Rückabwicklung war dennoch eine der Optionen, die uns durch den Kopf ging, obwohl uns Danja2 seglerisch total überzeugte. Frust beiseite, wir wollen hier schließlich die schönen Dinge des Segelns festhalten.
Wir steuerten Lyøs Naturhafen aus Osten an. Noch vor 19.00 Uhr saß der Anker, war das Schiff aufgeklart und wir bereit für einen Anleger. Der war allerdings mit einigem Ärger gewürzt, wie oben bereits beschrieben. Es wurde eine ruhige Nacht, wir genossen die reine Luft, den Geruch der See und die Stille am Anker.
Den Samstag nutzten wir für einen Ausflug nach Lyø By, wo wir im kleinen Minimarkt sogar ein frisches Brot ergatterten. Es war Hochsaison, wohl deshalb beim Hafen auch eine zünftige Strandkneipe geöffnet, in der wir uns noch neben einem kühlen Getränk eine Portion Dänische HotDogs gönnten, bevor es zurück zum Schiff ging.

Einen weiteren Seetag am Wind wollten wir im weiteren Verlauf des Törns vermeiden. Die Vorhersage schränkte deshalb unsere Optionen etwas ein. Nach einem Tag mit südöstlichem Wind sollte es fortan entweder aus West oder gar nicht blasen. Wir nutzten den SO und segelten am Sonntag hinüber an die Ostküste Süddänemarks, wo wir die Genner Bucht ansteuerten. Vor dem Inselchen Kalvø fiel der Anker, gut geschützt vor den angesagten kräftigen Westwinden. Letztere kamen dann nicht wirklich, dennoch gefiel es uns hier so gut, dass wir volle drei Tage blieben.
Erst Donnerstag brachen wir wieder auf, bei schwachen Winden kreuzten wir uns aus der Bucht hinaus und dann weiter nach Süden bis Varnæs Vig. Und ja, eine Reinke 12m lässt sich auch bei leichtem Wind gut segeln und kaum fanden wir im Bereich des Abenra Fjords guten Halbwind mit 10, 12 Knoten, stürmte Danja2 wieder mit fast 7 Knoten voran.

Der Sommer gab weiterhin sein Bestes, wir genossen das warme Wetter und klare Wasser, bevor wir Freitagabend Richtung Als Sund weitersegelten. Am Samstag segelten wir dann durch denselben, an Sønderborg vorbei bis in die Schlei, wo wir gegen 14.00 Uhr östlich von Rabelsund vor Anker gingen. Definitiv früh genug für einen Dinghy-Ausflug nach Kappeln, wo wir uns genüsslich die Beine vertreten konnten.
Sonntag segelten wir dann mit gefühlt mehreren hundert anderen Booten weiter nach Kiel, wo wir westlich von Strande eine weitere Nacht vor Anker gingen. Montag hatten wir mit der Schiffswerft Laboe einen Termin vereinbart, um eine Lösung für die undichten Vorschiffsluken zu finden. Darüber an anderer Stelle mehr. Am Nachmittag des 17.08. ging es zurück in den NOK und nach Rendsburg, wo dieser wahrlich sommerliche Törn sein Ende fand.
Für die Statistik: 188 sm, davon 137sm unter Segel. Insg. mit Danja2 267 sm von insg. 27298 sm.
Mehr Bilder findest Du im Fotoalbum.
