Allgemein

  • Anglerglück – Anglerpech

    Mit unserer Angel waren wir, während der zwei letzten großen Törns, nicht sonderlich erfolgreich, was die Versorgung mit frischem Fisch angeht. Westlich Flakfortet biss 2013 unser erster Fang überhaupt: Ein (recht kleiner) Pollack. Dabei blieb es, während drei Wochen Segeln. Erst in 2014 waren wir ein weiteres Mal erfolgreich – und machten dabei, unfreiwillig, Bekanntschaft mit einem Fisch, den es in der Ostsee gar nicht geben sollte: Petermännchen.

    Gewöhnliches Petermännchen. (Foto von Hans Hillewaert, (CC BY-SA 4.0))
    Gewöhnliches Petermännchen. (Foto von Hans Hillewaert, (CC BY-SA 4.0))

    Hinter dem unauffälligen Namen verbirgt sich ein Fisch, der sich mit giftigen Stacheln seiner Haut zu wehren weiß. Und da er in der Ostsee eigentlich nicht heimisch ist, ist er in gängigen Büchern nicht verzeichnet. Fanden wir alles erst einige Zeit nach dem Fang heraus. Nur das mit dem Gift, das lernte ich auf die schmerzhafte Art gleich nach dem Fang kennen.

    Der Reihe nach: Während der Anfahrt zu unserem Ankerplatz an der Nordküste Anholts (Sommertörn 2014) kam es endlich zu dem lange erwarteten Fang: Bunter Fisch, zweigeteilte Rückenflosse, auffälligen Stacheln an der vorderen, recht lebhaft. Machte ihm jedoch ohne Probleme den Garaus. Kurze Zeit danach fingen wir noch einen zweiten Fisch derselben Art. Dinner war damit gesichert. Im Anschluss durchsuchten wir unser Buchmaterial nach einem Fisch, dessen Bild und Beschreibung passen könnte. Vergeblich. Da es ja nichts Giftiges in der Ostsee geben sollte, entschlossen wir uns dennoch dazu, unseren Fang zu Abendessen zu verwandeln. Beim Putzen allerdings stach ich mich dann an einem der Stacheln auf dem Kiemendeckel. Es folgten ein, zwei Stunden extremer Schmerzen mit Schwellung des Zeigfingers und dann der ganzen Hand. Nur langsam ließen Schmerzen 4nd Schwellung nach, der Zeigefinger selbst blieb über Wochen hinaus dick, das Gewebe um die Stichstelle herum gefühllos. Wir brieten und verspeisten den Fang an diesem Abend trotzdem noch und waren von Textur und Geschmack begeistert. Erst zwei Tage später schnappten wir den Namen des Fisches auf, als ein Angler an der Mole von Grena das gleiche Tierchen an den Haken bekam, es gaaaanz vorsichtig vom Haken befreite und nicht weiter anrühren wollte. Die ganze Geschichte um Petermännchen lasen wir dann im Web, bei Wikipedia und weiteren Informationsseiten.
    Und nun noch die Moral von der Geschicht‘: 1. Finger weg von Fischen, die man nicht bestimmen kann. 2. Petermännchen schmecken ganz hervorragend. 3. Es gibt Petermännchen in der Ostsee – oder zumindest im Kattegat.

  • Warten auf 2015

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    Kurz vor Weihnachten besuchte ich unsere Danja zur Kontrolle der Abdeckung und Batterien. Letztere waren noch gut in Schuss. Pro Monat gingen ca. 40 Ah verloren, mit 315 Ah Reststrom hätten die Batterien wohl das gesamte Winterlager überstanden. Über Nacht konnte ich 70 Ah nachladen, womit die Zeit bis März gesichert sein dürfte. Die Plane selbst hatten wir offenbar bestens befestigt, selbst der Kantenschutz war noch an den richtigen Stellen. Kein Schlagen oder Rutschen im kräftigen Wind dieses 20. Dezember Morgen war zu beobachten.

    Die Boote auf dem Gelände des Barther Yachtservice waren für den Winter noch einmal neu „geordnet“ worden und stehen sehr kompakt geparkt, sich gegenseitig schützend, mit dem Bug nach Süden auf der Freifläche. Alles Bestens also. Beruhigt machte ich mit auf den Weg nach Hause. 2015 kann kommen. Es wird Zeit, sich auf die kommende Segelsaison vorzubereiten.

    In diesem Sinne Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

  • Im Winterlager

    Seit Freitag, 24.10. steht unser Schiff auf dem Trockenen. Nachdem wir an der Tanke noch einmal 50 Ltr Diesel nachgetankt hatten, ging es um 14.00 Uhr an den Kran.

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    Erstmals konnten wir nun auch das Unterwasserschiff unserer Danja begutachten. Es kamen keine Überraschungen zutage. Nur einige Seepocken im Bereich des Ruders und am Propeller, die beim Kärchern fast komplett abgewaschen wurden.
    Nach dem Waschen wurde Danja auf ihrem Lagerbock abgesetzt und zu ihren Stellplatz gefahren, wo wir den Rumpf näher begutachteten. Bis auf einige kleine Farbablösungen (1-4 mm Durchmesse) am Bug war das gesamte Unterwasserschiff bestens in Schuss. Über die Leiter ging es dann noch zum Aufklaren an Bord. Ganz schön hoch! Und mit bester Aussicht über die Hafenanlage und den Barther Bodden.
    Wir machten zeitig Feierabend, zum einen waren wir hungrig, zum anderen mussten wir noch einchecken, denn dieses Mal übernachteten wir im Hotel Barther Speicher.
    Am nächsten Morgen ging es dann nach ausgiebigem Frühstück an die Arbeit: Heizung besorgen, Autopilotmotor ausbauen, Außenborder abbauen, und dann natürlich die Winterplane aufziehen. Letzteres entwickelte sich zu einer ganz schönen Schinderei, denn zum einen war die Pläne sehr schwer, zum anderen zu groß, wurde sie doch bisher für ein  Winterlager ohne Mast und mit Holzfirst benutzt. Irgendwie bekamen wir es dann doch hin. Allerdings nur am Achterschiff; doch als zusätzlicher Schutz für die Kuchenbude, gegen Schnee und Sturm, sollte das wohl genügen. Es wurde schon düster, als wir alle Arbeiten erledigt hatten, und im gehen noch einem einen prüfenden und zufriedenen Blick zurück auf unser Schiff wurfen.

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    Schiffstaufe

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    Freitag, 15.August.2014

    Damit Neptun keine Einwände hat, um das Schiff neu zu taufen, haben wir die vorschriftsmäßige Prozedur durchgeführt.

    Eine Woche zuvor, hatten Christine und Thomas, während der Überführung von Bremerhaven nach Barth, das Schiff auf Vordermann gebracht und ordnungsgemäß den Namen überall sorgfältig entfernt. Am Freitag den 15.August 2014 gegen 10 Uhr legten wir, mit dem Ziel den Macoui zu töten, ab. Als wir uns dann in einem wenig befahrenen Gewässer befanden, kam Schritt Nr. 2 an die Reihe. Daniel öffnete die Flasche des besten Champagners (Lieblingsgesöff) und gab zuerst Neptun über Steuerboard einen großen Schluck ab, danach bekam auch jeder der Mannschaft einen Schluck davon. Der Rest wurde dann ins Kielwasser gegeben um den Macoui betrunken zu machen.

    Dann wendeten wir kurz und kreuzten dreimal durch das eigene Kielwasser um den Macoui abzutrennen und zu töten.IMG_8689
    Nun gab es also keine Einwände mehr um das Schiff neu zu taufen. Für die Libation (Opfertrank) köpfte Daniel eine weitere Flasche Champagner und goss sie vom Bug aus über die Planken des Schiffes, bis zum letzten Tropfen.

    Nach dieser Prozedur fuhren wir dann wieder zurück in den Hafen und bereiteten uns für die Taufe vor.

    Taufpatin Anja hielt ihre Rede.

    Ausschnitt der Taufrede:

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    Das Schiff wurde 1989 in Gerdes, Varel gebaut. Die Yacht ist für 2-4 Personen, konzipiert und für weltweitem Einsatz gerüstet. Das Schiff wurde 2005 komplett überholt und neu ausgestattet.

    Der Name „Danja“ entstand aus der Zusammensetzung der Namen:  Daniel und Anja (Kids der Eigner)

     

    „Ich wünsche der Besatzung allzeit eine gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel. Ich taufe Dich auf den Namen Danja.

    *Sekt über die Planken gießen

    Nun grüße ich dich, liebe Danja, mit einem dreifachen

    Hipp-Hipp-Hurra, Hipp-Hipp-Hurra, Hipp-Hipp-Hurra

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    Nach dem vergießen von 3 Flaschen des besten Champagners, wurde noch mit einer vierten Flasche angestoßen und gefeiert.

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    Ablauf zusammengefasst:

    Umbenennung

    1. „Der alte Name muss überall und ausnahmslos (Bug, Heck, Rettungsringe, Rettungsboot usw.) sorgfältig entfernt werden.
    2. Um den ‚Macoui‘ zu töten, muss man hinausfahren, gegebenenfalls in Begleitung eines zweiten Bootes.
    3. Man opfert Neptun einen ordentlich Schuss des Lieblingsgetränks der Mannschaft, den man steuerbords ins Wasser giesst.
    4. Dann trinkt jeder der Mannschaft einen großen Schluck des Lieblingsgesöffs der Mannschaft (muss nicht unbedingt Champagner sein) und der Rest wird langsam ins Kielwasser gegossen, um den ‚Macoui‘ betrunken zu machen.
    5. Dann wendet man sehr kurz und kreuzt dreimal durch das eigene Kielwasser, um den ‚Macoui‘ abzutrennen und zu töten. Man kann auch ein Begleitschiff bitten, den ‚Macoui‘ abzutrennen. Wichtig ist, so nahe wie möglich am Spiegel zu kreuzen, damit der Kopf des ‚Macoui‘ nicht überlebt.
    6. Nach dieser Prozedur hat Neptun keine Einwände mehr, um das Schiff neu zu taufen.
    7. Daraufhin folgt die Libation, wobei eine Flasche des besten Champagners vom Bug aus über die Planken des Schiffes gegossen wird – bis zum letzten Tropfen und ohne auch nur einen Schluck für die Besatzung!

     

    Taufe

    Vor der eigentlichen Segnung hält die Patin eine Taufrede, in der häufig über „die Entstehungsgeschichte des Schiffes, die Werft und/ oder den Auftraggeber erzählt“ wird, die darüber hinaus aber unbedingt die folgenden drei Bestandteile beinhalten muss:

    • die Namenstaufe      
    • den Wunsch nach allzeit guter Fahrt und stets einer Handbreit Wasser unter dem Kiel
    • den dreifachen Gruß „Hipp – Hipp – Hurra! Hipp – Hipp – Hurra! Hipp – Hipp – Hurra!“

    Danach wird der Sekt einfach über die Planken gegossen. 

     

     

    Quelle: http://schiffstaufe.blogspot.de/

  • Wir kaufen ein Schiff !

    Wer hätte das gedacht. Wir am allerwenigsten. Aber ersten kommt es eben immer anders, und zweitens als man denkt…

    Während unseres Juni-Törns wurden wir auf eine Anzeige im Palstek aufmerksam. Eine Aluyacht, 37 Fuß, schon etwas älter aber dennoch mit einem stattlichen Preis. Einige Faktoren verstärkten unser Interesse zu diesem Zeitpunkt:

    Das Charterboot, mit dem wir gerade unterwegs waren, nervte gewaltig, war schlecht unterhalten bis zu Schimmel in einigen Schapps, kurz zum „Charter-abgewöhnen“, ein 13-Meter-Boot wäre nochmal deutlich größer als die Hanse 40, mit der wir unterwegs waren, und außerdam gab es da noch ein größer werdendes Unbehagen ob der gewaltigen Kosten eines Neubaus, der uns mit minimalen oder eben ganz ohne Rücklage in ein Leben-nach-der-Arbeit starten lassen würde.

    Nun, eines Abends traten wir mit dem Verkäufer in Kontakt und erhielten neben einem Exposé die Information, dass die Yacht noch nicht verkauft wäre. Das Exposé war sehr vielversprechend, viele der Dinge, die wir uns für unser Boot bereits ausgesucht hatten, waren gegeben, und weil der jetzige Eigner den Segelsport aufgeben wollte, war vom Geschirr bis zum Beiboot alles inklusive.

    Um es kurz zu machen: Wir planten auf der Heimfahrt einen Besuch in Bremerhaven ein, trafen auf die SY Pandora und einen absolut seriösen und begeisterten Eigner und waren am Ende der Besichtigung und ein wenig Handeln beide davon überzeugt, dass dieses Schiff unsere Danja werden musste und würde.

    Wir waren nicht die einzigen Interessenten, deshalb begann, kaum zuhause, der Kampf um eine geeignete Finanzierung, der nach gerade einmal zwei Wochen siegreich beendet wurde und es uns erlaubte am 6.7. an Bord der zukünftigen SY Danja den Kaufvertrag mit dem Eigner zu unterzeichnen.

    Uns somit können wir hier und jetzt vorstellen: Unsere SY Danja, mit der wir hoffentlich viele, viele schöne Jahre auf See verbringen werden, zu nahen und fernen Zielen segeln werden, und, so Gott will stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel haben werden:

     

    SY Danja, eine Glacer 363 in Alu. Übernahme und Überführung nach Barth ab 7.8.2014.

  • PCO

    Unser bevorzugtes Charterunternehmen. Von der Präsentation der Yachten auf dem Portal über die Kundenbetreuung und die Abwicklung der Charter gab es bei allen Törns, die wir bei PCO gebucht haben, wenig zu bemängeln.

    Im Angebot ist alles von der Privatyacht, die vom Eigner zur fast-Fahrtenyacht ausgerüstet wurde bis zur Yacht, die von anderen Charterunternehmen über PCO vertrieben werden, ist alles dabei. Es lohnt sich also genau hinzuschauen. Als mir in dem Zusammenhang einmal eine Mola-Yacht untergejubelt werden sollte, war ich wenig begeistert. Mit dem Stoppen der Abwicklung gab’s jedoch keinerlei Probleme.

    PCO agiert stets nur als Vermittler zwischen Eigner und Charterkunde und gewährleistet die reibungslose Abwicklung. Haben Sie gut im Griff und wir werden sicherlich noch das ein- oder andere Mal hier buchen.

    In diesem Jahr (2014) haben wir über PCO die Hanse 40 „Fresh!Connection“ in Flensburg gechartert. Könnte heute schon losgehen. Leider noch 57 Tage…

  • Entscheidungen


    In diesem Monat sind einige wichtige Vorentscheidungen gefallen. Unser Boot wird eine Reinke 13M Spezial. Der Kasko soll bei Fa.Rehberger in Unterwössen gebaut werden, der Rumpfausbau soll bei der Rammin-Werft in Barth erfolgen. Unser Projekt ist somit einen großen Schritt vorangekommen. Nun heißt es die Planung zu detaillieren und das erste Angebot einzuholen.

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    Rehberger Reinke 13m vor Fertigstellung

    Hier mehr…

  • Saison 2014 – Ausblick

    Recht zeitig haben wir begonnen die nächste Segelsaison vorzubereiten. In Flensburg ist eine 40er Hanse für uns reserviert. Daniel wird den Törn mit uns bestreiten, Anholt wird -mal wieder- das Fernziel.
    Ansonsten steht endlich der SKS für mich auf der Agenda. Theorie im Winter, Praxis während 2014. Wir werden sehen…

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