Winterlager

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    Winterlager und mehr

    Knapp zwei Wochen früher als im letzten Jahr haben wir Anfang November wieder einen Winterliegeplatz bezogen. Zuvor verbrachten wir noch einige ruhige, sonnige Tage in der Lagune von Alvor. Wir fanden ein gutes Plätzchen gleich hinter der östlichen Zufahrtsmole und verzichteten auf die Weiterfahrt zum Ankerplatz vor dem Hafen von Alvor, wo des doch recht eng zuging, wie wir beobachten konnten. Wir nutzten das warme Wetter für lange Strandwanderungen, mal nach Osten, Richtung Alvor, mal nach Westen, Richtung Lagos.

    Als sich dann wieder schlechtes Wetter ankündigte, beschlossen wir, vorzeitig in die Marina de Lagos zu verlegen. Unsere Reservierung galt erst ab dem 9. November. Da die Marina rappelvoll war, mussten wir vier Nächte am Besuchersteg warten, bis unser Liegeplatz für den Winter frei wurde.

    Zu der Zeit wurden wir dann auch Großeltern und freuten uns bereits auf den Besuch bei unserem Enkelchen. Dass Corona weiterhin ein Thema sein würde war klar, dass jedoch Deutschland in den Lockdown Light gehen und ganz Portugal zum Risikogebiet erklärt werden würde, stand nicht auf dem Plan. Quarantänevorschriften, Beherbergungsverbote und Besuchsbeschränkungen zwangen uns zu einigen Änderungen, dennoch schafften wir es, nach Deutschland zu reisen, uns bei unserem Enkel vorzustellen und wieder zurück zu unserem schwimmenden Zuhause zu kommen. Übrigens im Einklang mit Vorschriften und Verordnungen von Bund und Ländern. Details ersparen wir uns hier. Sind morgen ohnehin wieder überholt.

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    Wir dürfen vorstellen: Oma, Opa, Karlo

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    Winterquartier

    Am 19. November haben wir in der Marina de Lagos unseren Winterliegeplatz bezogen. So richtig winterlich wird es in der Algarve für unser Empfinden bisher nicht wirklich – und das darf gern so bleiben. Dennoch sind die Tage kurz, die Nächte kühl und das Wetter wechselhaft geworden, schon deutlich spürbar, als wir auf dem Weg hierher noch einige Tage in Portimao, Alvor und vor Lagos ankerten.
    Die Annehmlichkeiten einer Marina trösten ein wenig darüber hinweg, dass der Blick aus den Salonfenstern nicht mehr bis zum Horizont reicht: Strom satt für Boiler, Licht und Heizung, Duschen, Versandadresse, fußläufige Einkaufsmöglichkeiten und – unser persönlicher Bonus in Lagos – Familienanschluss. Vielen lieben Dank Sybille, Rui und Noah, für das herzliche Willkommen!
    Die Marina de Lagos ist gut und sehr international belegt, wobei nach der portugiesischen die britische Flagge am stärksten vertreten ist. Britische Dauerlieger sorgen incl. VHF-Net für ein wochenfüllendes Programm von Bridge bis Yoga. Für solches „socializing“ fehlt uns jedoch die Zeit.


    Seit fast zwei Wochen täglich das gleiche Spiel: Einen Abschnitt im Schiff schleifen, reinigen, lackieren, trocknen lassen und am nächsten Tag wieder von vorn. Schien die Arbeit am Anfang noch überwältigend, ist mittlerweile im Schiffsinneren ein Ende der Arbeiten in Sicht. Weil es danach draußen weiter geht, werden wir aber wohl noch einige Zeit beschäftigt bleiben.
    Am Dienstag (3.12.) gönnten wir uns einen streichfreien Tag. Bei perfektem Wetter (leichter Wind, kein Wölkchen am Himmel, bis 18 °C im Schatten) wanderten wir entlang der Küste via Ponta da Piedade und Praia de Mos nach Luz und zurück. Herrlich.

    Lagos erstrahlt mittlerweile in vorweihnachtlichem Glanz. Palmen, Straßen und Plätze sind geschmückt, die vielen Lichterketten lassen Altstadt und Promenade nach Sonnenuntergang erstrahlen. Auch einige Schiffe in der Marina versuchen mitzuhalten. Nur einen Weihnachtsmarkt mit Glühweinstand suchen wir bisher vergeblich 😉
    Das war‘s für heute, die Pinsel rufen…
    Weitere Bilder findest du wie immer im Fotoalbum.

  • Zeitenwende

    Das Wort Zeitenwende steht gemäß Wikipedia u.a. für den Beginn einer neuen Ära und beschreibt im Allgemeinen eher epochale Ereignisse, als individuelle Veränderungen im Leben eines segelnden Paares. Beim Ausmaß der Veränderungen, die wir zurzeit anstoßen und umsetzen, beschreibt es dennoch die Situation in der wir uns gefühlsmäßig befinden. Das Auflösen eines über Jahrzehnte gewachsenen Hausstands, das Verlassen der eigenen Wohnung mit Umzug in eine Übergangswohnung, die Beauftragung der Werft für die Durchführung der Refit-Arbeiten und nicht zuletzt die Festsetzung des Datums für die Beendigung unserer Arbeitsverhältnisse waren die Meilensteine der letzten Wochen, nach der Überführung unseres Schiffes nach Travemünde. Und die Liste der Dinge, die noch zu regeln sind, bevor wir unser schwimmendes Zuhause beziehen können, wird gefühlt eher länger, als kürzer. Am 22.12. verbleiben uns noch 100 Tage als Landbewohner. 100 Tage, in denen wir allen Ballast loswerden, die Werft alle Arbeiten abschließen und wir unseren Umzug von Ingolstadt ins künftige Zuhause durchgeführt haben müssen.
    Die Stimmung schwankt entsprechend irgendwo zwischen freudiger Erwartung und leichter Panik hin und her. Sollten bis zum 1. April hier keine weiteren Beiträge erscheinen, so möge man uns das verzeihen. Drückt uns die Daumen, liebe Leser…
    Bis dahin Euch allen ein gesegnetes Weihnachten und kommt gut rüber!

  • Countdown

    Endlich läuft der Countdown zum Saisonstart 2018. In zwei Wochen geht es zurück ins Wasser. Kaum zu glauben, bekam doch der Nordosten heute, zu Ostern, noch einmal eine Ladung Schnee beschert. Immerhin weisen alle Temperaturprognosen nach oben. Von null auf fünfzehn in 3 Tagen, behauptet die Vorhersage. Vielleicht zeigt sich dann Mitte April in Barth auch das erste, zarte grün in der Natur.

    Vermutlich werden wir aber nur wenig Zeit haben, danach zu suchen, denn das Auswintern unserer Danja, bei geplant wenig verfügbarer Zeit, sorgt für einen straffen Zeitplan. Nach zwei Tagen wollen wir eingerichtet, aufgeriggt und technisch durch-getestet, bereit sein, für den ersten Segeltörn des Jahres.

    Einen weiteren Countdown haben wir ebenfalls angestoßen: Unsere Segelzeit soll bereits in 2019 beginnen. Damit steht uns ein arbeitsreiches Jahr bevor, denn wir wollen, nach durchgeführtem Refit, ohne festem Wohnsitz in Deutschland auf Langfahrt gehen. Geplanter Beginn: Mai 2019. Daumen drücken!

    Das Bild des Barther Hafens entstand übrigens beim Auswintern in die letzte Saison, im Mai 2017. Wir sind dieses Jahr also knapp 4 Wochen früher dran.

  • Über den Berg

    Mittlerweile sind wir in 2018 angekommen und die Zeit bis zum Auswintern ist kürzer, als das Winterlager bereits andauert. Wir sind also über’m Berg. Damit wird es Zeit für erste Planungen zur Saison. Wie schon in den Vorjahren, wollen wir den Kappelner Heringstagen einen Besuch abstatten. Im Sommer planen wir dann auf vier Wochen Bordzeit am Stück. Wenn das Wetter mitspielt, geht es Richtung Norwegen. Erstmals werden wir unter dem Stander des Trans-Ocean Vereins segeln. Am Rande der Boot Düsseldorf traten wir bei, denn so langsam aber sicher beginnen die Vorbereitungen für unsere Segelzeit. Auch einige Upgrades aus unserer Refit-Planung stehen auf dem Programm. Neben einigen Elementen des Riggs (Umlenkblöcke der Fallen, Holepunkte der Vorsegel, Spi-Baum) werden wir die Sicherheitsausrüstung teilweise erneuern (Lifelines, MOB-Talje, Rettungsring) und einen AIS Transponder einrüsten. Und bis dahin üben wir uns noch in etwas Geduld und wünschen allen Lesern einen guten Saisonstart!

  • Saisonstart 2017

    Segelbereit und mit neuen Decksalonfenstern

    Mit einiger Verzögerung liegt unsere DANJA seit dem 12. Mai wieder im Wasser. Das ist, im Vergleich zu den vorherigen Jahren spät, berücksichtigt man jedoch das mehr als bescheidene Wetter dieses Frühjahrs, haben wir wohl nichts verpasst. Bei bestem Wetter habe ich dann übers Wochenende unser Schiff für den ersten Törn des Jahres vorbereitet. Der Mast wurde noch am Freitag gestellt, dank den Werftarbeitern der Rammin-Werft, die an diesem Tag einige Überstunden leisteten. Am Samstag hieß es dann für mich zunächst Deck schrubben, dann montierte ich den Baum, ordnete Fallen und Schoten, verlegte DANJA an ihren Liegeplatz, bunkerte einen Teil des Proviants und so weiter, und so fort. Am Sonntag erlaubte mir die morgendliche Windstille schließlich auch noch das aufziehen von Groß und Genua, womit für unseren ersten Törn alles bereit ist. Ziel: Die 39. Kappelner Heringstage.

  • Refit der Decksalonfenster

    Das Refitprojekt im Winterlager 2016/2017 ist der Tausch der Fenster des Decksalons. Der Ausbau ging schnell vonstatten, ganz so einfach wie zunächst vermutet, gestaltet sich der Tausch dennoch nicht. Erst mit Abbau der Rahmen offenbarte sich die Art des Einbaus: Alle Fenster waren durch den Aufbau hindurch verschraubt. Eine Bauart, die heute nicht mehr üblich ist. Insbesondere die Radien der Rahmen machen zum Teil erforderlich, die Fensteröffnungen in begrenztem Umfang anzupassen. Auch erlaubt die Rundung des Decksalons keine Glasfenster, hier muss Plexiglas zum Einsatz kommen. Nach Rücksprache der Werft mit den Herstellern sieht der Plan nun so aus: Alle Fenster mit 10mm dickem Material, die vorderen Fenster in Glas, die seitlichen in Plexiglas. Nach Anpassung der Öffnungen und verschließen der Bohrlöcher werden moderne Klemmrahmen verwendet, die wartungsfrei lange Dichtigkeit versprechen. Soweit der Plan. Bin gespannt wie die Realisierung aussehen wird – und hoffe auf einen erträglichen Endpreis. Das Bild zeigt das vordere Decksalonfenster auf der Steuerbordseite.

  • Winterlager

    Im Winterlager
    Im Winterlager

    Seit dem 4. November ist unsere Danja aus dem Wasser. Leider reichte die eingeplante Zeit nicht aus, beim Legen des Mastes dabei zu sein. An beiden Tagen, die wir für diese Arbeit vorgesehen hatten, blies ein stürmischer Wind aus westlichen Richtungen. So mussten wir, nachdem wir alle vorbereitenden Arbeiten für das eigentliche Legen des Mastes abgeschlossen und Danja zum Kran verlegt hatten, unser Schiff mit leicht gemischten Gefühlen in die Hände der Werft Rammin geben, die die verbleibenden Arbeiten nach unserer Abreise natürlich professionell erledigten. Nun liegt der Mast im Mastenlager und unser Schiff im Hallen – Winterlager, wo auch die beauftragten Arbeiten durchgeführt werden sollen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Zeit bis zum Beginn der Saison 2017 kürzer anfühlt, als sie tatsächlich ist.

  • Im Winterlager

     

    Winterlager
    Winterlager

    DANJA ist aus dem Wasser. Nach diesem Wochenende steht sie, wie viele andere Boote, an Land und wartet auf die kommende Saison. Erstmalig haben wir das Seerohr unter der Eignerkabine geöffnet. Alles in bester Ordnung dort – und tatsächlich eine hervorragende Möglichkeit die Schraube zu prüfen, bzw. von Seepocken zu reinigen. Davon hatten sich dort während der Saison besonders viele niedergelassen, was den verminderten Schub erklärt, sicherlich noch verstärkt durch eine ganze Seepockenkolonie um die Logge herum. In der kommenden Saison werden wir durch das Seerohr mindestens einmal die ungebetenen Besucher entfernen…

  • Wieder im Wasser

    Danja ist zurück in ihrem Element. Am 27. März kranten wir unser Schiff zurück ins Wasser. Beim zweiten Versuch sprang der Motor mit viel Qualm an, lief jedoch schon nach wenigen Sekunden rund und sauber. Nach dem Bunkern von 700 L Trinkwasser (Stege sind noch trocken), fuhren wir langsam zum Steg 3, wo wir als erstes Segelboot dieser Saison, alsbald festmachten.

    Saisonstart_2015_06

    Es folgten zwei arbeitsreiche Tage, an deren Ende unsere Danja bereit für den ersten Törn war, den wir für die zweite Osterwoche eingeplant haben.

    Was wurde erledigt? Rigg-Check mit Alpinausrüstung, Matratzenunterlagen anpassen, Vorhänge wieder anbringen, Ruckdämpfer auf neue Festmacher ziehen, Kuchenbude reparieren, Genua und Großsegel anschlagen, Genuapersenning vermessen und bestellen, Ausrüstung verstauen, neue Fender vorbereiten, Baum neu justieren, Kombüse in Betrieb nehmen und noch einige weitere Kleinigkeiten. Jedenfalls waren die zwei Tage viel zu schnell vorüber und das eine oder andere muss noch vor dem Ansegeln zu Ostern erledigt werden

    Und sonst? Noch ganz schön kalt, dieses Jahr, Ende März. Die Heizung spendet zwar genügend Wärme, da wir sie jedoch zur Nacht ausschalteten, bibberten wir am Morgen bei ca. 7°C in der Kabine ganz schön. Das Wasser taugte bei 2-3 Grad bestenfalls als Kühlschrank (für Dosenbier). Dennoch war es herrlich unser Boot wieder bezogen zu haben.

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