Autor: Thomas

  • Saisonstart 2017

    Segelbereit und mit neuen Decksalonfenstern

    Mit einiger Verzögerung liegt unsere DANJA seit dem 12. Mai wieder im Wasser. Das ist, im Vergleich zu den vorherigen Jahren spät, berücksichtigt man jedoch das mehr als bescheidene Wetter dieses Frühjahrs, haben wir wohl nichts verpasst. Bei bestem Wetter habe ich dann übers Wochenende unser Schiff für den ersten Törn des Jahres vorbereitet. Der Mast wurde noch am Freitag gestellt, dank den Werftarbeitern der Rammin-Werft, die an diesem Tag einige Überstunden leisteten. Am Samstag hieß es dann für mich zunächst Deck schrubben, dann montierte ich den Baum, ordnete Fallen und Schoten, verlegte DANJA an ihren Liegeplatz, bunkerte einen Teil des Proviants und so weiter, und so fort. Am Sonntag erlaubte mir die morgendliche Windstille schließlich auch noch das aufziehen von Groß und Genua, womit für unseren ersten Törn alles bereit ist. Ziel: Die 39. Kappelner Heringstage.

  • Winterlager

    Im Winterlager
    Im Winterlager

    Seit dem 4. November ist unsere Danja aus dem Wasser. Leider reichte die eingeplante Zeit nicht aus, beim Legen des Mastes dabei zu sein. An beiden Tagen, die wir für diese Arbeit vorgesehen hatten, blies ein stürmischer Wind aus westlichen Richtungen. So mussten wir, nachdem wir alle vorbereitenden Arbeiten für das eigentliche Legen des Mastes abgeschlossen und Danja zum Kran verlegt hatten, unser Schiff mit leicht gemischten Gefühlen in die Hände der Werft Rammin geben, die die verbleibenden Arbeiten nach unserer Abreise natürlich professionell erledigten. Nun liegt der Mast im Mastenlager und unser Schiff im Hallen – Winterlager, wo auch die beauftragten Arbeiten durchgeführt werden sollen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Zeit bis zum Beginn der Saison 2017 kürzer anfühlt, als sie tatsächlich ist.

  • First Solo

    Festgemacht bei Rammin Werft
    Festgemacht bei Rammin Werft

    Der eine oder andere Leser mag bei Folgendem vielleicht schmunzeln, dennoch fűhrte ich am 16. September erfolgreich meinen ersten kleinen Solo-Tőrn durch. Am Freitag morgen legte ich von unserem Liegeplatz beim Barther Yachtservice ab, motorte zur ostlichen Hälfte des Barther Hafens, wo ich bei der Rammin Werft wieder festmachte. Gemeinsam mit Hr. Rammin begutachtete ich unsere Decksalonfenster, die wir im Zuge des Winterlagers erneuern wollen. Danach ging es allein wieder zurück, zum Liegeplatz. Zwei mal ablegen, zwei mal anlegen, nichts kaputtgemacht, nirgends angestoßen. Ein bisschen stolz war ich schon.

  • Unsere Schären-Hitliste

    Wir durchsegelten Blekinges Schären von West nach Ost, wobei wir uns bei der Törnplanung stark an den vom Schwedischen Kreuzerclub ausgebrachten Mooringtonnen orientierten. Sie lagen stets in geschützten Buchten, in denen man, sollte die Tonne mal belegt sein, ebenso gut seinen Anker ausbringen kann.

    Tjärö
    Tjärö

    1. Tjärö. Fūr uns Platz eins. Einfach schön und man dürfte immer ein Plätzchen finden. Wir lagen im NO der Schäre. Im Hafen selbst gibt es zahlreiche Liegeplätze, eigentlich vor Heckanker, schien aber die wenigsten zu interessieren. Das Besucherzentrum beim Hafen wird zurzeit neu gebaut. Groß, modern, aber noch geschmackvoll. Wird einen ziemlichen Kontrast zu den roten Schwedenhäusern bilden, ohne störend zu wirken. Im Tjärö-Restaurant gibt’s Frühstück und Mittagsbuffet. Letzteres haben wir ausprobiert. Einfach, gut und günstig.

    Flakskär
    Flakskär

    Platz 2: Flakskär. Eine der Außenschären. An der höchsten Stelle gerade mal 5m hoch. Das Setting ist phänomenal. Vom Ankerplatz sieht man hinaus auf die offene See und in die geschützten Schärengewässer. Bei guter Sicht erkennt man im Süden Utklippan, im Osten Stenshamn. Die Schäre ist nur spärlich bewachsen, es gibt einige winzige Hütten, die man wohl mieten kann, alles jedoch ohne Wasser, Strom und Toiletten – abgesehen vom Trockenclo. Streift man zu Fuß über die Schäre, entdeckt man im nördlichen Teil noch Fundamente eines historischen Hauses, aus der Zeit, als Flakskär noch besiedelt war.

    Almö
    Almö

    Platz 3: Arpö/Arpökalv/Birkeskär. Die drei Schären formen im Osten Arpös eine recht geschützte Bucht mit vielen Ankermöglichkeiten. Wir besuchten Arpökalv, wo man auf den flachen Felsen wunderbar windgeschützt in der Sonne liegen kann. Auch das herumstreifen macht Spaß, von der höchsten Stelle, wo sich die Reste einer Militäranlage befinden, hat man eine super Aussicht auf die offene See, die umliegenden Schären und die Hasslö bron (Drehbrücke zwischen Hasslö und Almö). Einziger Wermutstropfen sind die Hinterlassenschaften zahlreicher Schafe, die die Insel beweiden dürfen.

    Ekenäs/Karön
    Ekenäs/Karön

    Platz 4. Ekenäs/Karö (Ronneby). Wir liefen Ekenäs an, um in Ronneby frische Lebensmittel einzukaufen. Der Yachthafen liegt sowohl auf der Festlandsseite, als auch auf Karö. Im Handelshafen von Ronneby gibt es für Yachten keine Liegemöglichkeiten. Wir lagen in Ekenäs am östlichsten Anleger (mit Fingerstegen), der für Gäste reserviert ist. Wasser, Strom, Tanke, Absaugung, alles da. Der Hafenmeister betreibt das Fährboot nach Karö, für den Fall, dass man sein Dingi nicht auspacken möchte und vermietet Fahrräder. Eine Bushaltestelle ist in wenigen Minuten zu erreichen. Versorgungsmöglichkeiten sucht man am Hafen vergeblich, die gibt’s nur in Ronneby. Wir fuhren übrigens mit dem Dingi nach Ronneby. Schöner Ausflug den Fluss hinauf, bis in die Altstadt, wo man sowohl Einkaufsmöglichkeiten, als auch Restaurants und Cafés findet.
    Auf der Schäre Karö gibt es schöne Spazierwege, das Restaurant, gleich oberhalb des Anlegers, war geschlossen. Öffnet wohl nur während der Haupt- und Feriensaison.
    Wir kamen von Westen durch‘s Nebenfahrwasser nach Ronneby. Landschaftlich sehr reizvoll und mit unseren 1,6m Tiefgang kein Problem. Viel Wasser war aber nicht mehr unterm Kiel.

    Tärnö
    Tärnö

    Platz 5: Tärnö. Auch eine der äußeren Schären, etwas größer, bewohnt, mit einer gut geschützten Bucht im Norden. Man wird nicht an Vereinsamung leiden, die Einwohner Tärnös sind ständig unterwegs – mit ihren Booten – und auch Yachten scheinen die Schäre gern und zahlreich anzulaufen. Wir ankerten in der östlichen Hälfte der Bucht, in Höhe eines großen Anlegers mit Heckbojen. Es gab keine Probleme mit dem Ankergrund. Schön ist der Kontrast zwischen dem ruhigen Wasser in der Bucht und dem Rauschen der Brandung an der Südseite Tärnös. Leider blieben wir nicht lange genug, für einen Landausflug, was wir sahen, war aber wirklich hübsch.

    Saltärna
    Saltärna

    Platz 6. Saltärna. Recht große, schön bewaldete Schäre, mit einer schönen, geschützten Ankerbucht im Norden in reizvoller Umgebung. Auch bewohnt. Wir machten einen kleinen Spaziergang, den wir allerdings abbrachen, als wir aus der Ferne ein Warnschild wegen Wildschweinen sahen. Nur für den Fall, das das kein Fake war…

    Platz 7. Senoren. Dort lagen wir, nach dem durchfahren der Brücke über den Möcklösund (18m) in der kleinen Bucht im NO der Schäre. Highlight für uns war der Dingi-Besuch des Restaurants und Hofladens Brofästet Senoren, gleich westlich der Brücke, bei den Anlegern. Im mit viel Liebe und vielen Blumen dekorierten Hof kann man gut und günstig speisen und allerlei Leckereien einkaufen. Obst und Gemüse, Räucherfisch, Brot usw.
    Wir blieben hier nur eine Nacht. Zum umherstreifen war uns Senoren zu groß, außerdem war das Wetter ziemlich ungemütlich.

  • Noch mehr Hiddensee

    Vom 1.-5. Juli verbrachten wir ein weiteres Wochenende vor Hiddensee. Zwar war das Wetter etwas durchwachsen, mit dem einen oder anderen Schauer, aber dennoch sommerlich genug für viel Segel- und Badespaß. Bei frischer Brise aus West segelten wir noch am Freitag zur Reede Barhöft, dann am Samstag entlang der Westküste Hiddensee und um Dornbusch herum zum Ankerplatz, den wir bereits vom letzten langen Wochenende kannten und wo wir auch am Sonntag blieben.

    Am Montagnachmittag, nunmehr bei Starkwind mit lokalen Gewittern schlossen wir die Hiddensee-Runde durch die Bodden-Fahrwasser nach Barhöft Reede, wo am Abend dem Wind dann doch endlich die Puste ausging. Mit dem Dingi ging’s in den Hafen ins Restaurant „Zum Seeblick“, am Dienstag früh dann, bei angenehmem Südwind mit 3 Bft, zurück nach Barth (und später Ingolstadt). Erstmals erlaubte uns der Wind auf einem Kurztörn das Segeln sowohl aus dem Barther Bodden heraus, als auch wieder hinein. Mit an Bord war Anja, die, ihrem Wunsch entsprechend, mit uns auf Danja ihren Geburtstag feierte.
    Danja zu segeln war wieder einmal eine Freude. Auch bei 6 Bft im engen Hiddensee-Fahrwasser – wir hatten stark eingerefft, denn zuviel Tuch mag sie nicht – lief sie niemals aus dem Ruder, sondern rauschte mit guten 6 Knoten wie auf Schienen durchs Wasser.
    Für die Statistik: Gesamt 61 sm, davon 48 unter Segel.

  • Wir sind wieder im Wasser !

    Die Segelsaison 2016 hat für uns begonnen. Als erstes Boot im Yachthafen des Barther Yachtservice ist unsere Danja heute wieder zurück in ihr Element gekrant worden. Die neue Kuchenbude (Segelmacherei Boldt, Rebnitz-Damgarten) ist schon drauf, über’s Osterwochende steht als Großprojekt der Tausch der Batterien mit neuer Verkabelung und Aufteilung in Starter- und Versorgerbatterien an. Darüber im nächten Post mehr…
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  • 2016 ist da!

    Allen Lesern unseres Blogs ein gutes neues Jahr!

    Wir stecken bereits in den Planungen für die neue Segelsaison und anstehende Arbeiten, wie Tausch der Batterien und Änderung der Stromversorgung, neue Kuchenbude anpassen etc., sind in Vorbereitung. Leider hält uns der Kälteeinbruch im Norden von kleineren Arbeiten am Schiff ab, die freie Zeit über Neujahr hätten wir gern für einen Besuch genutzt.

    Über Facebook wurde ich auf nachfolgende Petition aufmerksam, über deren Erfolg ich mich auch im Hinblick auf einen noch dort geplanten Törn (NOK – Helgoland – Eider – NOK) freuen würde. Hintergründe wurden auch von der YACHT veröffentlicht (Zum Artikel der YACHT):


  • Im Winterlager

     

    Winterlager
    Winterlager

    DANJA ist aus dem Wasser. Nach diesem Wochenende steht sie, wie viele andere Boote, an Land und wartet auf die kommende Saison. Erstmalig haben wir das Seerohr unter der Eignerkabine geöffnet. Alles in bester Ordnung dort – und tatsächlich eine hervorragende Möglichkeit die Schraube zu prüfen, bzw. von Seepocken zu reinigen. Davon hatten sich dort während der Saison besonders viele niedergelassen, was den verminderten Schub erklärt, sicherlich noch verstärkt durch eine ganze Seepockenkolonie um die Logge herum. In der kommenden Saison werden wir durch das Seerohr mindestens einmal die ungebetenen Besucher entfernen…

  • Absegeln?

    Der dritte Oktober fiel dieses Jahr auf einen Samstag, dennoch sorgten wir für ein langes Wochenende und reisten bereits Donnerstagabend nach Barth. Die Wettervorhersage versprach einen super Wochenendtörn, raume Winde am Freitag, um den Barther Bodden zu verlassen, erneut raume Winde ab Samstag, um auch wieder in den Bodden hineinsegeln zu können. So perfekt hatte sich das Wetter für uns bisher noch nicht gezeigt.
    Wir legten am Freitag, 2.10., nach einem ausgiebigen Frühstück ab, setzten noch im Hafen die Segel und stoppten die Maschine gleich nach der Hafenausfahrt.

    Kraniche im Formationsflug
    Kraniche im Formationsflug

    Herrliches Segeln folgte, immer entlang des Fahrwassers nach Osten, bis vor Barhöft, wo Baggerarbeiten zwischen Tonne 23 und 21 die Fahrrinne auf der nördlichen Seite verengten. Ob die Fahrrinne tatsächlich versandet war, oder ob der ausgegrabene Schlamm zu nahe am Fahrwasser verklappt worden war, wissen wir nicht, jedenfalls liefen wir, am südlichen Rand des Fahrwassers und ca 100m westlich des Baggerschiffs sanft aber gründlich und mit vollem Tuch auf Grund. DANJA dreht langsam mit dem Bug nach Süden, worauf die zunehmende Krängung für genügend Bewegungsfreiheit sorgte und wir uns mit einer weiteren Wende wieder zurück ins Fahrwasser würgen konnten. Die Maschine lief mittlerweile und mit Kurs West bargen wir, wieder im Fahrwasser, Groß und Genua. Da uns einige größere Schiffe entgegengekommen waren, musste ein Durchkommen möglich sein, weshalb wir ganz langsam und mit Augen fest auf dem Tiefenmesser einen zweiten Versuch starteten. Wir hielten uns mittig im Fahrwasser und fuhen in geringem Abstand am Baggerschiff vorbei. Puh. So was braucht man eigentlich gar nicht. Auch in heimatlichen Gewässern muss man wohl auf alles gefasst sein. Die verbleibende Strecke bis zur Reede Barhöft segelten wir unter Genua und waren nicht wenig überrascht, dass dort zwei dicke Pötte vor Anker lagen. Auch in der Nordzufahrt nach Stralsund wurde fleißig gebaggert.

    Dicke Nachbarn auf Reede Barhöft
    Dicke Nachbarn auf Reede Barhöft

    Die beiden Ankerlieger waren als Sand- bzw. Schlicktransporter bzw. -verklapper an den Baggerarbeiten beteiligt, wie wir bald darauf feststellen durften. Im Norden der Reede, gleich bei der gelben Reedetonne fanden wir noch genügend Platz und ließen gegen 15.00 Uhr den Anker fallen. Zwar hätten wir sehr gut noch weiter gekonnt, der Wind war dafür bestens, wir zogen jedoch einen gemütlichen Nachmittag vor und genossen den Rest des Tages bei einigen Sundownern…

    Barhöft Sunset
    Barhöft Sunset

    Der Samstagmorgen begrüßte uns mit dichtem Nebel. Nur gelegentlich waren die anderen Ankerlieger, ein Segel- und ein Motorboot schemenhaft erkennbar. Da blieb uns nur warten.

    Reede Barhöft im Nebel
    Reede Barhöft im Nebel

    Gegen Mittag lichtete sich schließlich mit einsetzenden Ostwind der Nebel und verschwand in weniger als einer halben Stunde vollständig. Noch im Bereich der Reede setzen wir die Segel und dann ging es für uns wieder heimwärts, hinein in den Barther Bodden. Es wurde eine herrlich warme und gemütliche Tour bei gerade mal 2-3 Bft und schönstem Sonnenschein.

    Spätsommersegeln
    Spätsommersegeln

    Eigenlich sollte dieser Törn ja unser diesjähriges Absegeln werden. Weil’s aber so schön war, konnten wir uns nicht dazu durchringen, die Segel nach Ankunft in Barth abzunehmen. Lieber noch einmal für’s Wochenende rauffahren, als jetzt schon alles einpacken. Und sollte dem goldenen Herbst doch die Puste ausgehen, dann war dieser Wochenendtörn eben doch unser Absegeln 2015.

    Anfahrt Barth
    Anfahrt Barth

    Highlights: Kraniche, der Sonnenuntergang von Barhöft Reede, perfektes Spätsommerwetter
    Für die Statistik: 31sm (1sm unter Motor)

     

  • Ein verhexter Septembertörn

    Dass ein Törn im Rückblick anders verlaufen ist, als ursprünglich geplant, ist sicherlich nichts Ungewöhnliches. Unser Septembertörn 2015 verlief jedoch so was von anders, dass die Bezeichnung ungewöhnlich eher eine Untertreibung darstellt.
    Geplant war eine Überführung von Barth nach Kappeln, um dort, in und um unsere DANJA herum, unsere Silberhochzeit zu feiern. Dass dies gegen die vorherrschende Westströmung im September nicht ganz einfach sein würde, war uns klar, weswegen wir auch 8 Tage für den Trip vorhielten. Rückblickend können wir heute sagen, dass die Götter etwas gegen den Törn hatten und alles dafür taten, dass wir auf dem Landweg nach Kappeln reisen mussten.
    Das Auslaufen verzögerte sich um 3 Tage, weil Vorgänge im Zusammenhang mit des Skippers beruflicher Tätigkeit, seine Anwesenheit am Arbeitsplatz am eigentlich ersten Urlaubstag unbedingt erforderlich machten. Das günstige Wetterfenster schloss sich mit seiner Ankunft in Barth, am Dienstag, 1. September. Ein Sturmtief nistete sich vor dem Skagerrak ein, auf seiner Südseite setzte starker Westwind ein. Wir schafften es am Mittwoch noch kreuzend bis zu einem geschützten Ankerplatz vor dem Nothafen Darßer Ort, als dann jedoch am Donnerstagmorgen nördlich Darß die 8 Bft auf dem Windmesser erschienen (und ein Crewmitglied auch noch mit Seekrankheit zu kämpfen hatte) gaben wir unsere Törnpläne endgültig auf und liefen ab – oder besser zurück – nach Barhöft Reede. Freitag und Samstag wollten wir zum Trost gemütlich im Strelasund verbringen, ein ausfallender Anlasser verdarb uns jedoch auch hieran den Spaß. Erstmalig versagte er in der Rinne nach Neuhof, die wir nach einer abrupten Wende unter Genua wieder verließen, um dann zur Fehlersuche vor Drigge vor Anker zu gehen. Am nächsten Tag dann, fiel er sporadisch sowohl vor der Ziegelgrabenbrücke in Richtung Norden, als auch später, auf dem Rückweg nach Barth, vor Barhöft erneut aus. Zwar half mehrfach das Hämmerchen am Magnetschalter, dennoch ließen wir den Motor ab Barhöft laufen und motorten bis Barth, zur genauen Diagnose und Reparatur.
    Letztere verzögerte sich dann in der zweiten „Törnwoche“ um drei Tage (zu unserer Silberhochzeitsfeier reisten wir mit Auto an), weil der Mechaniker an einer anderen Baustelle mit höherer Priorität schrauben musste. Verursacher der Motorprobleme war letztlich der Magnetschalter des Anlassers, der für knappe 100 Euros getauscht werden konnte. Die verbleibenden Tage nutzten wir für einen Ausflug mit DANJA nach Stralsund, der – wen wundert es noch – aufgrund schlechten Wetters, sehr nass ausfiel. Störte uns nicht, denn es bot uns einen guten Grund wieder einmal das Ozeaneum zu besuchen.

    Mit DANJA in Stralsund
    Mit DANJA in Stralsund

    Der abschließende Schlag, von Stralsund nach Barth war, seglerisch, das Highlight der beiden Wochen. Vom Segelsetzen vor Stralsund, bis in die Hafeneinfahrt von Barth, konnten wir, bei südöstlichen Winden, allein vom Wind getrieben, Segeln in seiner schönsten Form genießen.
    Dem aufmerksamen Leser fallen hierzu vielleicht wieder die zuvor erwähnten Götter ein, denn, obwohl September (Westwetterlage!?) blies es in der zweiten Woche, während der wir zurück nach Barth hätten segeln müssen, beständig und kräftig aus östlichen Richtungen.

    Für die Statistik:
    Di., 1.9. – Sa., 5.9.15: Barth – Barhöft Reede – Ankern vor Prerow – Barhöft Reede – Ankern vor Drigge – Barth.
    Summe: 111sm, davon 69sm unter Segeln

    Do., 10.9. – Sa., 12.9.15: Barth – Barhöft Reede – Stralsund – Barth.
    Summe 42sm, davon 28sm unter Segeln