Autor: Thomas

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    Ansegeln 2015

    Boddensegeln

    Nachdem unsere Danja am 27. März als eines der ersten Boote in Barth zurück ins Wasser gelassen wurde, verließen wir am Samstag, 3. April, unseren Liegeplatz zum Ansegeln der Saison 2015.

    Das Ziel gab uns Anja vor, die am 8. April ab Greifswald ihre vorzeitige Rückfahrt in den Süden antreten musste. So segelten wir bei günstigem Wind via Barhöft, Glewitzer Wiek (Ankern) und Wieck (Yachtservice Greifswald) nach Greifswald, wo wir für eine Nacht bei der Hanse-Werft festmachten.

    Am Mittwoch ging es dann wieder zurück, gegen den Wind, mit vielen Kreuzschlägen, durch den Strelasund nach Norden. Vor Neuhof Marina übernachteten wir vor Anker, bevor es am Donnerstag weiterging, bis Vitte, Hiddensee. Nach vielen eisigen Nächten erreichte der Frühling dann endlich auch den Norden: Am Freitagmorgen war es bei Windstille so warm, dass wir in T-Shirt in der Plicht unser Frühstück genießen konnten.

    Es folgte ein sehr ruhiger Tag auf dem Wasser, teilweise mit Motorunterstützung, teilweise treibend, teilweise segelnd rund Dornbusch bis Reede Barhöft. Absolut faszinierend war das klare Wasser vor Hiddensee. Bei 6 Metern Wassertiefe waren noch alle Details am Meeresgrund zu sehen.

    Der Samstag brachte uns dann wieder zurück nach Barth, wo es am Abend wettertechnisch wieder sehr ungemütlich wurde. Durch eine Kaltfront wurden mit Sturm die mehr als 20°C Tagestemperaturen vom Samstag fortgeblasen. Da unser Ansegeltörn jedoch beendet war, blieben wir ganz entspannt…

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    Hier noch einige Fakten „for the records“:

    Die Woche war sehr windig. Mit Ausnahme des Freitags begleiteten uns täglich 5 Bft (plus/minus) Wind. In den Boddengewässern und dem Strelasund unproblematisch, nur auf dem Greifswalder Bodden bildeten sich bei NO-Winden eine unangenehme Welle von ca. 1 Meter.

    Anfang April ist um Rügen vom Frühling wenig spür- und sichtbar. Die Temperaturen im Schiff gingen am frühen Morgen runter auf 5-7° C. Ohne Dieselheizung wäre das sehr ungemütlich. Scheint die Sonne jedoch, dann hat sie schon jede Menge Kraft und entschädigt für das unterkühlte Schiff in der Nacht. Überall ist man eines der wenigen Boote auf dem Wasser. Alle Häfen sind so gut wie leer, die Sanitäranlagen stehen einem geradezu exclusiv zur Verfügung.

    Anfang April ist auch Heringszeit. Angler aller Orten. Und natürlich auch die Fischeiaufsicht. Wir kauften unseren Fisch beim Fischhändler. Zumeist gibt’s Zander und Dorsch.

    Zu den Liege- und Ankerplätzen:

    Barhöft: Nach uns kamen nur noch zwei weitere Segelboote, dennoch war der Hafen durch zahllose Freizeitfischer sehr belebt. Offenbar hat sich hier eine Charterbasis für „Petrijüngermotorboote“ etabliert. Am Morgen und Abend herrscht reges, fast schon nerviges Motorboot Kommen und Gehen.

    Neuhof: Rinne war noch nicht betonnt. Plotter empfehlenswert. Ankern nordwestlich der Hafeneinfahrt bei 2 M Wassertiefe gut möglich. Viel Schlick. Weniger als 10 Boote im Hafen.

    Yachtservice Greifswald (halbe Meile hinter der Klappbrücke von Wieck, Nordufer):  Ca 5 Boote im Wasser, ansonsten alle Anleger frei. Die Duschanlagen sind komplett neu renoviert, alles vom Feinsten, und mit der Liegegebühr (EUR 1.50 pro Meter) bereits bezahlt.

    Glewitzer Wiek: Rinne durchgehend bis Tonne 8 (r) 2,5 Meter oder mehr. Guter Ankergrund.

    Vitte: Rinne bestens betonnt, Wassertiefe durchgängig 2.20 M oder mehr. 20 EUR für 11M recht teuer.  Duschen nur mit Duschmarken. Die verkalkten Duschköpfe lassen keinen Duschspaß aufkommen. Ansonsten sauber und gepflegt.

    Zu guter letzt die Statistik:

    Gesamtweg 139sm, davon 31 unter Motor.

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  • Warten auf 2015

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    Kurz vor Weihnachten besuchte ich unsere Danja zur Kontrolle der Abdeckung und Batterien. Letztere waren noch gut in Schuss. Pro Monat gingen ca. 40 Ah verloren, mit 315 Ah Reststrom hätten die Batterien wohl das gesamte Winterlager überstanden. Über Nacht konnte ich 70 Ah nachladen, womit die Zeit bis März gesichert sein dürfte. Die Plane selbst hatten wir offenbar bestens befestigt, selbst der Kantenschutz war noch an den richtigen Stellen. Kein Schlagen oder Rutschen im kräftigen Wind dieses 20. Dezember Morgen war zu beobachten.

    Die Boote auf dem Gelände des Barther Yachtservice waren für den Winter noch einmal neu „geordnet“ worden und stehen sehr kompakt geparkt, sich gegenseitig schützend, mit dem Bug nach Süden auf der Freifläche. Alles Bestens also. Beruhigt machte ich mit auf den Weg nach Hause. 2015 kann kommen. Es wird Zeit, sich auf die kommende Segelsaison vorzubereiten.

    In diesem Sinne Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

  • Im Winterlager

    Seit Freitag, 24.10. steht unser Schiff auf dem Trockenen. Nachdem wir an der Tanke noch einmal 50 Ltr Diesel nachgetankt hatten, ging es um 14.00 Uhr an den Kran.

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    Erstmals konnten wir nun auch das Unterwasserschiff unserer Danja begutachten. Es kamen keine Überraschungen zutage. Nur einige Seepocken im Bereich des Ruders und am Propeller, die beim Kärchern fast komplett abgewaschen wurden.
    Nach dem Waschen wurde Danja auf ihrem Lagerbock abgesetzt und zu ihren Stellplatz gefahren, wo wir den Rumpf näher begutachteten. Bis auf einige kleine Farbablösungen (1-4 mm Durchmesse) am Bug war das gesamte Unterwasserschiff bestens in Schuss. Über die Leiter ging es dann noch zum Aufklaren an Bord. Ganz schön hoch! Und mit bester Aussicht über die Hafenanlage und den Barther Bodden.
    Wir machten zeitig Feierabend, zum einen waren wir hungrig, zum anderen mussten wir noch einchecken, denn dieses Mal übernachteten wir im Hotel Barther Speicher.
    Am nächsten Morgen ging es dann nach ausgiebigem Frühstück an die Arbeit: Heizung besorgen, Autopilotmotor ausbauen, Außenborder abbauen, und dann natürlich die Winterplane aufziehen. Letzteres entwickelte sich zu einer ganz schönen Schinderei, denn zum einen war die Pläne sehr schwer, zum anderen zu groß, wurde sie doch bisher für ein  Winterlager ohne Mast und mit Holzfirst benutzt. Irgendwie bekamen wir es dann doch hin. Allerdings nur am Achterschiff; doch als zusätzlicher Schutz für die Kuchenbude, gegen Schnee und Sturm, sollte das wohl genügen. Es wurde schon düster, als wir alle Arbeiten erledigt hatten, und im gehen noch einem einen prüfenden und zufriedenen Blick zurück auf unser Schiff wurfen.

  • Absegeln 2014

    Über den 3. Oktober verbrachten wir noch eine kurze Woche auf unserer Danja. Neben einem kleinen Ausflug stand erstmalig das Einwintern an – oder besser die Vorbereitungen dafür. Am Dienstag reisten wir an, ich mit einem kleinen Umweg über Bremerhaven, um einige verbliebene „Hardware“ abzuholen: Abdeckplanen, Gurte, Farben… . Den Lagerbock wurden wir noch kurzfristig „los“, beim Barther Yachtservice konnten wir ihn nicht gebrauchen.
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    Das Wetter für diese Woche war als spätsommerlich mild vorhergesagt. Leider war die Warmluft aus dem Süden sehr feucht und der Himmel statt sommerlich blau, eher in Nebel gehüllt. Schreckte uns jedoch nicht, und am Mittwoch Vormittag legten wir, bei südwestlichen Winden um 2Bft Richtung Barhöft ab. Der Wind reichte eben so aus, uns mit 2 Knoten vorwärts zu bringen. Zeitlupe-Segeln. Auf Motoren hatten wir aber keine Lust und so entschieden wir uns im Grabower Bodden vor Dabitz vor Anker zu gehen und den Nachmittag dort ausklingen zu lassen. Nach 15.00 Uhr schaffte es die Sonne schließlich auch noch, den Dunst aufzulösen und bescherte uns eine Runde Sonnenschein. Wir ließen unser Beiboot ins Wasser und machten eine Fotosession mit Danja und einen kleinen Ruderausflug in den Hafen Dabitz. Sogar ins Wasser, gingen wir noch einmal. Aber nur gaaaanz kurz, denn die Wassertemperatur war weit entfernt von sommerlich.

    Zum Dinner war es wieder kühler, nach dem Bad zuvor, bot sich somit eine gute Gelegenheit, die Heizung zu testen. Klappte bestens, insbesondere deshalb, weil wir diesesmal mittels Rohr-Verbindungsstück dafür gesorgt hatten, dass die Zuluft frisch war. Die Nacht war windstill, nicht eine Welle bewegte das Schiff. Fast schon unheimlich.

    Am Donnerstag wiederholte sich der Wetterablauf vom Vortag. Nebel bzw. Dunst, wenig bis gar kein Wind, nach Mittag dann zunehmend heiter. Wir segelten zunächst weiter Richtung Barhöft und mussten später auch noch den Motor zu Hilfe nehmen. Um 13.00 Uhr fiel auf Reede Barhöft der Anker. Wir steckten viel Kette und gruben den Anker gut ein. Er hielt auf Anhieb. Den Nachmittag verbrachten wir mit lesen, Ausblick genießen und Boot putzen. Auch der Zoll schaute mit seinem Patroullienboot kurz vorbei. Es blieb bei einem kurzen „Woher-Wohin“, dann waren wir wieder allein. Wir waren froh, nicht in Barhöft angelegt zu haben. Der zur Mittagszeit fest leere Hafen füllte sich zusehends, war am Abend gerammelt voll und bis spät in die Nacht hinein hörte man lautes Gegröhle, bis zu uns herüber. Musste irgend ein Fischerfest oder ähnliches gewesen sein.

    Wir genossen den spektakulären Sonnenuntergang und die Aussicht. Das Dinner gab’s draußen, so war war es. Noch lange in die Nacht hinein saßen wir draußen, zählten Sterne und erfreuten uns an der herrlichen Luft.

    Es war erneut eine ruhige Nacht, erst die am Morgen aus Barhöft auslaufenden Boote erzeugten etwas Bewegung im Schiff, als ihre Bugwellen bei uns ankamen. Wie gern wären wir weitergesegelt, doch in Barth wartete noch einiges an Arbeit auf uns: Wir mussten Danja für das Auswassern und Einwintern vorbereiten. Der Rückweg verlief ähnlich geruhsam wie die letzten beiden Tage, der Wind bließ nur schwach, zeitweise setzte er sogar ganz aus. Mit gut durchtrockneten Segeln legten wir um halb eins wieder in Barth an und machten uns alsbald an die Arbeit. Putzen, Segel abnehmen und zusammenlegen, Ölwechsel vorbereiten…

    Ging alles langsamer als gewünscht, für’s erste Mal aber sicherlich ok. Auch Herrn Sauer bemühten wir noch ein, zwie mal übers Handy. Besonders das Leersaugen der Leitungen erforderte viel Geduld. Am Sonntag war es dann aber endlich geschafft – und wir auch 😉 Der Rest war Routine. Packen, Autofahren, im Stau stehen, etc…

     

  • Segeln mit Schweinswalen

    Juni-Törn 2014, Dienstag, 10. Juni 2014, auf dem Weg von Sejeroe nach Nekseloe.

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    Schweinswale zwischen Sejeroe und Nekseloe

    Gesehen haben wir sie schon oft, stets blieb es jedoch bei der mehr oder weniger weit entfernten Rückenflosse, die genauso schnell wieder verschwand, wie sie aufgetaucht war. Auf dem Mini-Schlag von Sejeroe nach Nekseloe hingegen hatten wir das Glück, dass zwei Schweinswale zum Spielen aufgelegt waren. Nach dem Verlassen des Hafens (mal wieder totale Flaute) legten wir bei niedriger Umdrehungszahl so zwei, drei Knoten Fahrt bei Kurs nach Süden an, weil wir Angeln wollten. Die Angel war nur wenige Minuten draußen, mit dem Köder im Kielwasser, als einer der beiden zum ersten Mal an Steuerbord, vielleicht eine Schiffslänge achtern auftauchte. Um Gottes Willen, dachte ich, bloß keine Delfine an der Angel, und holte, so schnell es ging, die Angelschnur wieder ein.

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    Schweinswale

    Es dauerte nicht lange, da zeigte sich die Flosse wieder, dann immer häufiger, mal vor, mal hinter dem Schiff und wir waren total happy. Über mehr als eine Stunde ging das dann so weiter. Es waren zwei dieser schönen Tiere, ein größerer und ein kleinerer. Christine stand alsbald am Bug und fotografierte, was das Kamera hergab, während wir bei gleicher Geschwindigkeit langsam weiterfuhren. Das ganze ergänzte ich mit einigen Handy-Videos, bis wir nach einiger Zeit dann die Cams beiseite legten, und nur so dem Schauspiel zuschauten.

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    Schweinswale

    In Höhe der Südspitze Sejeroes kam dann genügend Wind auf, um den Motor zu stoppen und unter Segel die Fahrt fortzusetzen. Schien auch unseren beiden Begleitern im Wasser zu gefallen, sie begleiteten uns noch ein, zwei weitere Meilen, bevor Sie dann endgültig verschwanden. Vielleicht war das Gebiet westlich Sejeroes ihr Zuhause, das sie nicht verlassen wollten, oder sie bekamen einfach Hunger, nach all dem Spielen mit der Fresh!Connection und suchten lieber nach Delfin-Frühstück. Wir werden’s nie erfahren, aber dieses erste Mal war ein wunderschönes Erlebnis.

  • Wir kaufen ein Schiff !

    Wer hätte das gedacht. Wir am allerwenigsten. Aber ersten kommt es eben immer anders, und zweitens als man denkt…

    Während unseres Juni-Törns wurden wir auf eine Anzeige im Palstek aufmerksam. Eine Aluyacht, 37 Fuß, schon etwas älter aber dennoch mit einem stattlichen Preis. Einige Faktoren verstärkten unser Interesse zu diesem Zeitpunkt:

    Das Charterboot, mit dem wir gerade unterwegs waren, nervte gewaltig, war schlecht unterhalten bis zu Schimmel in einigen Schapps, kurz zum „Charter-abgewöhnen“, ein 13-Meter-Boot wäre nochmal deutlich größer als die Hanse 40, mit der wir unterwegs waren, und außerdam gab es da noch ein größer werdendes Unbehagen ob der gewaltigen Kosten eines Neubaus, der uns mit minimalen oder eben ganz ohne Rücklage in ein Leben-nach-der-Arbeit starten lassen würde.

    Nun, eines Abends traten wir mit dem Verkäufer in Kontakt und erhielten neben einem Exposé die Information, dass die Yacht noch nicht verkauft wäre. Das Exposé war sehr vielversprechend, viele der Dinge, die wir uns für unser Boot bereits ausgesucht hatten, waren gegeben, und weil der jetzige Eigner den Segelsport aufgeben wollte, war vom Geschirr bis zum Beiboot alles inklusive.

    Um es kurz zu machen: Wir planten auf der Heimfahrt einen Besuch in Bremerhaven ein, trafen auf die SY Pandora und einen absolut seriösen und begeisterten Eigner und waren am Ende der Besichtigung und ein wenig Handeln beide davon überzeugt, dass dieses Schiff unsere Danja werden musste und würde.

    Wir waren nicht die einzigen Interessenten, deshalb begann, kaum zuhause, der Kampf um eine geeignete Finanzierung, der nach gerade einmal zwei Wochen siegreich beendet wurde und es uns erlaubte am 6.7. an Bord der zukünftigen SY Danja den Kaufvertrag mit dem Eigner zu unterzeichnen.

    Uns somit können wir hier und jetzt vorstellen: Unsere SY Danja, mit der wir hoffentlich viele, viele schöne Jahre auf See verbringen werden, zu nahen und fernen Zielen segeln werden, und, so Gott will stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel haben werden:

     

    SY Danja, eine Glacer 363 in Alu. Übernahme und Überführung nach Barth ab 7.8.2014.

  • Es geht los

    Mit einigem Trouble – vor Törnbeginn – beenden wir die letzten Vorbereitungen für unsere diesjährige Segelreise.
    Die zwei Übernachtungen vor der Ubernahme boten genügend Zeit für einen Familienbesuch (leider auch wegen schwerer Erkrankung des Vaters), Kappelner Hafentage, Proviantierung und ausruhen. Selbst den Kühlmittelverlust an unserem Skoda (Marderverbiss) bekamen wir noch repariert.
    Nun ist das Boot übernommen, alles verstaut, das Ölzeug angelegt und es kann heißen „Leinen los“…

  • PCO

    Unser bevorzugtes Charterunternehmen. Von der Präsentation der Yachten auf dem Portal über die Kundenbetreuung und die Abwicklung der Charter gab es bei allen Törns, die wir bei PCO gebucht haben, wenig zu bemängeln.

    Im Angebot ist alles von der Privatyacht, die vom Eigner zur fast-Fahrtenyacht ausgerüstet wurde bis zur Yacht, die von anderen Charterunternehmen über PCO vertrieben werden, ist alles dabei. Es lohnt sich also genau hinzuschauen. Als mir in dem Zusammenhang einmal eine Mola-Yacht untergejubelt werden sollte, war ich wenig begeistert. Mit dem Stoppen der Abwicklung gab’s jedoch keinerlei Probleme.

    PCO agiert stets nur als Vermittler zwischen Eigner und Charterkunde und gewährleistet die reibungslose Abwicklung. Haben Sie gut im Griff und wir werden sicherlich noch das ein- oder andere Mal hier buchen.

    In diesem Jahr (2014) haben wir über PCO die Hanse 40 „Fresh!Connection“ in Flensburg gechartert. Könnte heute schon losgehen. Leider noch 57 Tage…

  • Saison 2014 – Ausblick

    Recht zeitig haben wir begonnen die nächste Segelsaison vorzubereiten. In Flensburg ist eine 40er Hanse für uns reserviert. Daniel wird den Törn mit uns bestreiten, Anholt wird -mal wieder- das Fernziel.
    Ansonsten steht endlich der SKS für mich auf der Agenda. Theorie im Winter, Praxis während 2014. Wir werden sehen…

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  • Von Dragör zurück nach Greifswald

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    Samstag, 22.06.2013. Dragör – Rödvig

    In der Nacht was es wieder einmal ungemütlich, es blies und schauterte mit bis zu 20 Knoten Wind. Wie vorhergesagt ließ der Wind gegen morgen etwas nach und pendelte sich zwischen 10 und 18 Knoten ein. Die Sonne ließ sich nicht blicken, als wir uns um 9.00 Uhr ans Ablegen machten. Der Wind wehte achterlich und in Richtung Hafenmauer. Eindampfen in die Vorspring wäre hier das Schulbuch-Manöver gewesen. Ich entschied mich mit Bugstrahler aus der Lücke zu manövern, eine Entscheidung, die fast in die Hose gegangen wäre. Kaum war die Achterleine lose, machte eine Böe den Bugstrahler quasi wirkungslos und schob uns zudem noch Richtung den vor uns liegenden Nachbarn. Brauchte eine Ganze Menge Rückwärtsschub um ihn nicht zu berühren, zuviel ging aber auch nicht, da hinter uns ja auch noch jemand lag. PIO (Pilot Induced Oscillation) galt es zu vermeiden. Dann endlich zeigte der Bugstrahler die erhoffte Wirkung und wir kamen weit genug von der Kaimauer los, um vorwärts aus der Box zu fahren. Für den vor uns liegenden Skipper war es wohl ein böses Erwachen, als er Anja, die am Bug stand, viel zu nahe vor sich oder besser über sich durch den Niedergang erblicken musste, nachdem er von unserem Motoren und Bugstrahlen wohl geweckt worden war. Jedenfalls schimpfte er auf dänisch – oder schwedisch – jedenfalls halb nackig – hinter uns her, als er hektisch, und als wir bereits frei gekommen waren, seine Kuchenbude geöffnet bekam. An dieser Stelle noch mal ein aufrichtiges SORRY ! Lektion gelernt.

    Das Wetter blieb garstig. Kalt, wolkenverhangen und mit Wind wie schon so oft zuvor auf der Nase. Wenn er denn mal drehte, dann zumeist so, dass der gewählte Kurs nicht gehalten werden konnte. Nach fünf Stunden und zwei dritteln der 30sm hatten wir genug und nahmen den Motor zu Hilfe, passierten 30 min später Stevns Klint und erreichten eine weitere Stunde später endlich Rödivg. Dort klarte es dann sogar bei westdrehendem Wind auf und sorgte für einen versönlichen Ausklang des Tages. Im Fischladen beim Hafen – es gibt da mehrere Restaurants beim Hafen – ergatterten wir drei Seelachsfilets, die wir dann mit Broccoli zum Dinner genossen.

    Sonntag, 23.06.2013: Rödvig – Klintholm

    Die Wetterbesserung am Vorabend war nur von kurzer Dauer. Zum Aufstehen regnete es mal wieder. Der Wetterbericht versprach stabile 4-5 Bft aus S bei Schauerboen, mit 1m Welle. SW wäre schöner, sollte dann aber erst am späten Nachmittag kommen. Hart am Wind ging es Richtung Klintholm. Die Winddrehung auf südwestlichere Richtung kam gerade richtig, jedenfalls konnten wir von Rödvig bis vor Klintholm durchsegeln, die letzte Stunde bei satten 6 Knoten am Wind. Geil! Das Kontrastprogramm kam dann auch prompt: Beim Segelbergen klemmte die Rollanlage der SW-Fock. Die Schot hatte sich in der Refftrommel vertörnt. Nach einigen vergeblichen Versuchen, das Missgeschick zu beheben, blieb uns nur das Abbauen des Focksegels. Bei immer noch gut 15 Knoten Wind machen wir in einer Box im westlichen Teil des Yachthafens fest. Das Anlegerbier hatten wir uns an diesem Tag redlich verdient…
    Erst für Dienstag wurden stabil westliche Winde angekündigt. War für uns ein gutes Argument einen Ruhetag in Klintholm einzulegen. Neben uns lag ein Langzeitsegler-Ehepaar aus der Schweiz. Sie schwärmten von ihrer Situation des Zeit habens, waren bereits seit Beginn der Saison unterwegs und warteten nun auf das ideale Wetterfenster um Richtung Fehmarn weiter zu segeln. Gern hätten wir getauscht…

    Dienstag, 25.06.2013: Klintholm – Barhöft

    Südliche Ostsee NW 3-4, wenig rechtdrehend, zunehmend 6-7, Schauerböen, See zunehmend bis 2 m. Belte und Sund ähnlich aber etwas weinger Wind. Dazu zunehmende Bewölkung und nachfolgend Regen. Das klang für die Überfahrt nach Rügen geradezu ideal – mal vom Regen abgesehen… Es traf dann auch genau zu. Und so segelten wir vor dem Wind, Bullenstander kam zum Dauereinsatz, in gut 7 Stunden zurück nach Rügen. Einmal fuhren wir ein Ausweichmanöver um dem Frachter Doris auszuweichen, später ein Ausweichmanöver um einem russischen Großsegler (!) auszuweichen. Als wir nach dem Bergen des Großsegels in den Gellenstrom einbogen, war der Regen da, der Wind überstieg jedoch nicht Stärke 5. Nass aber ohne Besonderheiten machten wir schließlich in Barhöft fest. Der Regen blieb erst mal, und der nächste Sturm kam auch, später am Abend und blieb am Mittwoch. Ein weiterer Stehtag war somit gebucht. Gute Gelegenheit beim Restaurant Seeblick für etwas Umsatz zu sorgen, was wir gerne machten, denn dort gibt’s gutes Essen für einen fairen Preis.

    Donnerstag, 27.06.2013: Barhöft – Neuhof

    Nach dem stürmischem Mittwoch blies es am Mittwoch morgen mit Schauerböen immer noch mit 4-5 Bft aus WSW, mit Aussicht auf Wetterbesserung im Tagesverlauf. Gegen 09:00 verließen wir Barhöft, setzten vor der Reede das Groß im 2. Reff und folgten der Rinne in Richtung Stralsund. Nach Tonne 45 kam noch die Fock zum Einsatz, um besser Höhe laufen zu können. Wie geplant erreichten wir um 11.00 Stralsund, wo wir kurz im Yachthafen festmachten und uns mit einigen Fischbrötchen eindeckten. Ohne Stress ging’s dann um 12.00 Uhr weiter für die Ziegelgrabenbrücke-Öffnung um 12.20 Uhr. Kaum passiert setzten wir Fock und Groß im 2. Reff und hatten riesig Spaß daran, wie „unsere“ Genesis eine Yacht nach der anderen „vernaschte“, egal ob sie unter Segel oder Motor lief… Vor Neuhof hatte unsere kleine Regatta dann leider ein Ende, wir bargen die Segel und liefen Neuhof an, wo wir einen gemütlichen und zunehmend sommerlichen Nachmittag und Abend verbrachten. Im Restaurant Meat’n Sea, mit gutem Überblick über den Yachthafen, wird hervorragend gekocht. Sollte man sich nicht entgehen lassen!

    Die Marina wurde um einige Meter vergrößert und bietet wieder deutlich mehr Liegeplätze für Gastlieger. Liegegebühr (2013) bis 12 m betrug EUR 14.

    Freitag, 28.06.2013: Neuhof – Greifswald

    Nach windstiller Nacht genossen wir ein letztes mal Frühstück im Cockpit. Erst um halb elf machten wir uns auf den Weg zurück nach Greifswald. Für den Tagesverlauf erwarteten wir mal wieder eine Wetterverschlechterung mit dem Durchzug einer Schauerfront. Der Wind stand nicht ideal (S – SO), dennoch gibt der Strelasund genügend Raum fürs Kreuzen. So segelten wir bis in den Greifswalder Bodden, wo uns dann doch die erwartete Front passierte. Wir banden das zweite Reff ins Groß und rollten die Fock weg und ließen und einmal gut durchwaschen. Der Motor blieb aus, Genesis machte auch unter dem wenigen Tuch noch genügend Höhe und brachte uns näher ans Ziel heran. Hinter der Front schlief der Wind komplett ein. Um die 16.00 Uhr Brückenöffnung nicht zu verpassen, bargen wir dann doch alle Segel und motorten in Richtung Wieck. Um 16.30, nach dem Tanken, lag „unsere“ Genesis schließlich wieder fest an ihrem Liegplatz in Greifswald / Wieck. 520 sm lagen im Kielwasser, nur packen und aufräumen noch vor uns. Wie so oft hätte der Törn ruhig noch einige Wochen länger dauern dürfen…