Autor: Thomas

  • Solo nach Dabitz

    Am 16./17. September kam ich für kleinere Arbeiten am Boot nach Barth. Das perfekte, sonnige Spätsommerwetter mit leichtem Wind aus SSW verführte mich am Samstag zu einem Segelausflug in den Barther Bodden, bis vor Dabitz. Dort warf ich einen Blick auf die neue Hafenanlage des neuen Hafens, die weitgehend fertig gestellt ist, bevor ich mich wieder auf den Rückweg nach Barth machte. Einhand: 14sm, davon 11 unter Segel.

  • Wochenendtörns

    Solange man dem Arbeitsleben nicht entflohen ist, bestimmen die verfügbaren Urlaubstage die Zeit, die man an Bord verbringen kann. Mit unseren Törns in die Schlei und nach Blekinge sind unsere Urlaubskonten in 2017 so gut wie aufgebraucht. Zeit an Bord lässt sich jetzt nur noch mit Überstunden und geschicktem einplanen von Brückentagen erkaufen. Daraus werden dann kürzere oder längere Wochenendausflüge nahe des Heimathafens Barth. So geschehen über Mariä Himmelfahrt und am ersten Septemberwochenende.
    Am langen Wochenende über den bayerischen Feiertag am 15.8. begleiteten uns unsere Gegenschwieger(eltern), die wir, nach einer Nacht vor Neuhof, in Stralsund für die Rückfahrt nach Barth, inklusive einer Übernachtung vor Barhöft, an Bord nahmen. Der Törn wird mir auch wegen einer kolossalen Erkältung in Erinnerung bleiben, die mich, kaum unterwegs, sehr plötzlich und mit Macht erwischte und auch nach Rückkehr nach IN, noch eine Weile beschäftigte.
    Das erste Septemberwochenende verbrachten wir auf Barhöft Reede. Das Wasser dort war so klar, wie wir es im Bodden bisher noch nicht gesehen hatten, außerdem noch angenehm warm und der nördliche Wind sorgte für schön ruhiges Liegen und beste SUP – Bedingungen. Das lockte übrigens noch eine recht große Zahl weiterer Ankerlieger zur Reede Barhöft, in der Nacht auf Sonntag insgesamt 11 Segelboote.

    Für die Statistik: Im August verbuchten wir 64sm, am ersten Septemberwochenende 28sm.
    Fotos findest du hier.

     

  • Sommertörn 2017 (2)

    Nach 10 Tagen in Blekinges Schären stellte sich die Wetterlage um. Östliche Winde öffneten ein Wetterfenster für die Rückreise nach Barth. Am Samstag, 22.07. verließen wir Schweden dort, wo wir unseren Besuch begannen: Hällevik. Noch vor Sonnenaufgang setzten wir vor dem Hafen unsere Segel und nahmen Kurs nach Süden. War zunächst Ystad unser Ziel, entschieden wir uns, nach dem wir Simrishamn bereits um 10 Uhr passiert hatten, bis Rügen durch zu segeln. Dieser Samstag war, gemäß aktualisierter Wettervorhersage, der vorerst letzte Tag, an dem wir trocken und mit gutem Wind die Ostsee queren konnten. Es wurde eine ziemlich knackige Überfahrt, der Wind frischte im weiteren Tagesverlauf bis 6 Bft auf, was für beeindruckende Wellen sorgte, von denen die eine oder andere aktiv ausgesteuert werden wollte. Ziemlich abgekämpft erreichten wir mit einbrechender Dunkelheit um 23.00 Uhr unseren anvisierten Ankerplatz vor der Halbinsel Bug und östlich der nördlichen Anfahrtstonne des Hiddensee-Fahrwassers. Ein Tiefdruck-Komplex über Mitteleuropa sorgte fortan für sich verschlechterndes Wetter, ab Montag sollte es dauerhaft und ausgiebig regnen. Wir entschieden uns deshalb vorzeitig nach Barth zurück zu segeln und diesen Sommertörn zu beenden. Damit ergaben sich für mich 2 gesparte Urlaubstage, die wir hoffentlich zu einem späteren Zeitpunkt und bei (spät)sommerlicherem Wetter, zum Segeln verwenden können.

    Dieser Törn in Zahlen:
    Meilen: 343sm, davon 34sm unter Motor.
    Häfen: Vitte, Kloster, Hällevik, Guövik.
    Ankerplätze: Bock, Dornbusch, Bug, Tärnö, Bockö, Skiftö Fjärd, Tjärö.
    Highlight: Magic Hour(s) in Blekinge.

    Alle Bilder des Törns wie immer im Fotoalbum.

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    Bockö

    Ankerbucht an der Ostküste Bockös
    Bockö steuerten wir am Dienstag, den 18.07., bei kräftigem Westwind an. Die kleine Schäre bietet in der Bucht auf der Ostseite einen sehr geschützten Ankerplatz bei südlichen bis westlichen Winden. Bis vor die großen Felsen ist das Wasser tief, allerdings gibt es keine Ringe oder andere, vorbereitete Festmachpunkte. Wir bevorzugten wieder das Ankern. Unser Eisen hielt bestens, bei ca. 4 Meter Wassertiefe und 20 Meter Kette. Die Bucht selbst ist durch die sie umgebenden Felsen so geschützt, dass allein vorbeifahrende Motorboote für Bewegung des Wassers sorgen. Perfekt für SUP. Gleichwohl hat man einen herrlichen, offenen Blick über die kleinen, äußeren Schären, bis zum Horizont im Osten und Südosten. Vom höchsten Punkt Bockös, der von einem kleinen Steinturm (Bake) markiert wird, reicht der Blick volle 360° über Hällaryds Skärgard, dem Schärengarten von Karlshamn. Wir blieben an diesem Ankerplatz bis Mittwochnachmittag, weil der Wind in der Nacht auf Donnerstag für mehrere Tage auf Ost drehen sollte. Damit öffnete sich dann (leider) auch ein Wetterfenster für die Rückfahrt nach Deutschland, die wir mit einem Zwischenstopp bei Tärno am Donnerstag begannen.

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    Skiftö Fjärd

    Skiftö Fjärd

    Der Skiftö Fjärd liegt eingebettet zwischen Dragsö und Högaholm im Norden, dem Festland im Westen und Skiftesön im Süden. Navionics weist die Bucht als Ankerplatz Högan aus. Es gibt reichlich Bewuchs unter Wasser, dennoch hielt unser Anker auf Anhieb, im weiteren Verlauf vorübergehend bis 6 Bft, denn es bließ kräftig aus West. Ankerposition: N56° 9.573‘ E15°1.738‘.
    Mit Dingi oder SUP könnte man hier herrliche Ausflüge um die umliegenden Schären machen, uns war es dafür zu kühl und windig. Wir beschränkten uns im Wesentlichen auf‘s Genießen der Aussicht, die nach Osten bis nach Tjärö und die dahinter liegende Halbinsel Svalemala reicht.

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    Guövik

    Einziger Gastlieger in Guövik.

    Guövik war unser Ziel nach Tjärö. Wir hofften auf das Restaurant im Guövik Värdshus, das im Revierführer Thomas Karlssons durchaus gelobt wird. Am Sonntagvormittag segelten wir die schmale, landschaftlich reizvolle Bucht hinauf. Der Steg des Värdshus wirkte ebenso verlassen, wie das gesamte Örtchen – oder eben das, was man davon sehen konnte. Der ortsansässige Bootsclub hat seine Anleger ausgebaut, es gibt, im Revierführer noch nicht beschrieben, einen Anleger zum be- und entladen mit 3 ausgewiesenen Gastliegeplätzen an Heckbojen, nebst Strom- und Wasseranschluss.
    Das Ganze für 100 Schwedische Kronen. Kann man nicht meckern. Am nördlichen Steg gibt‘s sogar eine Sauna. Nur Betrieb ist hier keiner. Den Hafenmeister konnten wir telefonisch zunächst nicht erreichen, er rief jedoch zeitnah zurück, mit der spaßigen Bemerkung: „… oh, you are the new boat“. Waren wir also bereits Dorfgespräch geworden…
    Vom Hafenmeiter erfuhren wir weiterhin, dass das Restaurant Guövik Värdshus geschlossen war, und es sonst kein weiteres, fußläufiges Restaurant gäbe. Störte uns nicht weiter, hatten wir doch genügend Essen gebunkert. Da dann auch der für den Nachmittag angesagte Regen pünktlich einsetzte, verfolgten wir die Möglichkeit zum Naturschutzpark Eriksberg zu wandern, wo es laut Google ebenfalls ein Restaurant geben soll, auch nicht weiter. Entfernung übrigens 1,8 km.

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    Tjärö

    Sonnenuntergang über dem Bjärnöfjärden, NO-Küste Tjärös.

    Tjäro war bereits im vergangenen Jahr die für uns schönste Destination in Blekinge. Geschützte Gewässer, zahlreiche Möglichkeiten für Ankern und Festmachen, Felsen, Wiesen, Wälder – wie aus dem Bilderbuch. Der schwedische Kreuzerclub hat im Nordosten Tjärös 2017 eine zweite Tonne ausgebracht, dort machten wir, als Clubmitglied, auch in diesem Jahr wieder fest.
    Die Bucht im Norden, der Bjärnöfjärden liegt sehr geschützt und ist aufgrund seiner Größe bevorzugtes Ziel für Wasserski- und Jetski-Fahrer. Sorgt für einige Unruhe, die wir so im letzten Jahr nicht erlebt hatten.
    Die Bucht im Osten der Insel, Maren, ist mittlerweile zu einem vollwertigen Hafen ausgebaut. Der Zentrale Anleger hat Heckbojen zum Festmachen, am Steg gibt‘s Strom und Wasser.
    An den Anleger schließt sich das neue Restaurant und Kiosk an, das viel Platz bietet, aber trotzdem für zwei Tage im voraus ausgebucht war (Freitag/Samstag). Der Kommerz hat eben auch hier Einzug gehalten. Aber dezent und geschmackvoll.

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    Hällevik

    Nach Hällevik hat es uns aus purem Zufall verschlagen, obwohl Ort und Hafen (Hällevik Hamn) ja bereits zur Region Blekinge gehören, wie es Thomas Karlsson, in seinem so unterhaltsamen, wie informativen Revierführer beschreibt. Ursprünglich wollten wir nach Hanö, in Anbetracht des für die kommende Nacht vorhergesagten, starken Nordwestwinds, der gemäß Karlsson Schwell bis in den Hafen treibt, steckten wir, nach passieren Simrishamns, den Kurs nach Hällevik, wo wir nach 26 Stunden und 109 Meilen im Kielwasser gegen 7.00 Uhr festmachten.

    Blick vom Liegeplatz am Gästesteg (einlaufend der erste) von Hällevik Hamn

    Hällevik ist allemal eine Reise wert, wir wären sicherlich noch einen weiteren Tag dort geblieben, wollten wir nicht weiter, bis in die Schären östlich von Karlshamn.
    Trotz Hochsaison blieben während unserer Anwesenheit ausreichend Gastliegegplätze frei. Überhaupt hatten wir im Zusammenhang mit der Ferienzeit in Schweden mehr Betrieb erwartet, aber entweder zieht es die Schweden heutzutage während des Sommers in die Ferne, oder man ist hier so entspannt, dass auch während des Hochsommers keine Hektik aufkommt.
    Für 200 Schwedische Kronen gibt‘s den Liegeplatz am Fingersteg oder an der Kaimauer, Strom, Wasser und Duschen sind inclusive. Alles sauber und gepflegt. Gleich am Hafen liegt Dagmars Restaurant, im Revierführer noch als Hafenkneipe beschrieben. Ist von außen gesehen recht schick und füllt sich am Abend sehr schnell.
    Ebenfalls am Hafen gibt es einen Supermarkt mit allem, von frischen Brötchen bis zur Heckenschere und neben Dagmars Restaurant einen Verkaufsraum der dort ansässigen Räucherei.
    Von Bewegungsdrang getrieben, wanderten wir an unserem zweiten Tag in Hällevik durch das Naturschutzgebiet Stiby Backe, wo die Aussicht von der Höhe toll sein soll. Mittlerweile sind die Bäume jedoch so groß geworden, dass der Blick nur vereinzelt bis zum Horizont reicht.
    Herrlich fanden wir das Badepier am Strand östlich des Hafens. Gleich mehrfach stiegen wir von dort in die ziemlich kalte See.
    Störend fanden wir nur die Spinner, die sich allabendlich für eine gefühlte Ewigkeit mit ihren Jetskis vor dem Hafen austoben mussten.

    Badesteg am Strand östlich HÄlleviks

    Fazit: Auf jeden Fall einen Stopp wert.

     

  • Sommertörn 2017

    Am 8. Juli starteten wir in unseren Sommertörn 2017. Eine Anreise mit Hindernissen war vorausgegangen. Auf der A19, zwischen Malchow und Güstrow fingen wir uns einen Platten, der sich nicht vollständig reparieren ließ, mit dem wir aber noch bis Rostock kamen. So gewannen wir eine Nacht im Radisson Blu, einen neuen Reifen und eine, um einen Tag verzögerte Abfahrt aus Barth.
    Wollten wir zunächst im Bereich Rügens bleiben, bot sich am Dienstag, den 11.07. ein ideales Wetterfenster für eine Überfahrt nach Schweden an: Trocken, Wind aus SW bis W mit 3-4 Bft für 2-3 Tage.
    Wir nutzten dieses Wetterfenster und segelten, wie bereits 2016, vom geschäftigen Rügen-Revier (Start in Kloster), ins besinnlich-ruhige Blekinge. Da wir Simrishamn, naheliegender Übernachtungsort, erst gegen Mitternacht erreichen würden, entschieden wir uns, gleich durchzusegeln und überquerten in der Nacht, bei 2-3 Bft aus WSW, die Hanö-Bucht nach Blekinge.

    Sonnenaufgang über Hanö

    In Blekinge orientieren wir uns am Revierführer von Thomas Karlsson, in der deutschen Übersetzung aus 2004. Können wir nur empfehlen. Unterhaltsam, informativ und ausreichend aktuell. In den nachfolgenden Berichten beschreiben wir die von uns angelaufenen Häfen und Ankerplätze, die alle auch im besagten Revierführer beschrieben sind.

  • Kappelner Heringstage 2017

     

    Wir sind wieder unterwegs. Wie bereits im vergangenen Jahr, haben wir Kappeln an der Schlei zum Ziel unseres ersten Törns des Jahres ausgesucht. Dieses Jahr werden wir den Ostseefjord noch bis Schleswig befahren, bevor wir die Rückreise nach Barth antreten.
    Für uns gab es zwei Prämieren: Die erste Nachtfahrt und das erste Etmal (100 sm) mit Danja. Mit stabilen 3-4 Bft war das Wetter einfach perfekt, um weitgehend stressfrei eine Nacht hindurch zu segeln. Zwar zwang Westwind zum Kreuzen, nachdem die Entscheidung jedoch gefallen war, keinen Hafen anzulaufen, schreckte das nicht weiter. Kurz nach Mitternacht passierten wir mit etwa 3 kt. Fahrt die Zufahrt nach Warnemünde, bevor dann einige Meilen weiter westlich der Wind völlig einschlief. Unter Motor setzten wir Kurs Richtung Fehmarnsund-Brücke, die wir schließlich gegen 7 Uhr morgens, bei noch immer spiegelglatter See, passierten. Ohne Stopp ging es weiter, um das Schießgebiet Hohenwarter Bucht (aktiv) herum, auf direktem Weg nach Schleimünde. Erst nach passieren des Kiel-Ostsee-Wegs kam wieder eine leichte Brise (aus NO) auf, mit der wir die verbleibenden Meilen unter Segel und in Ruhe hinter uns bringen konnten.
    In der Schlei steuerten wir das Wormshöfter Noor an, wo 35 Stunden und 158 sm nach verlassen der Reede Barhöft unser Anker fiel.
    Bei sommerlich warmem Wetter, wenig Wind und herrlicher Szenerie fiel es trotz der Müdigkeit schwer, in die Koje zu gehen, wo dann ein langer Schlaf für Erholung sorgte. Im Laufe des Dienstags verlegten wir in den Stadthafen Kappeln, wo unser ganz persönliches Heringstage-Programm begann. Geplantes Auslaufen: Freitag, 26.05.2017.
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