Boddengewässer

  • Die Leinen sind gelöst. Tag 1.

    Nach ganz, ganz großem Einkauf, sind wir heute noch bei leichten nördlichen Winden zur Reede Barhöft gesegelt. Teilweise auch unter Motor, denn der Wind war oft recht schwach.
    Vor Barhöft liegen neben uns noch weitere 6 Segelyachten. Auch Barhöft sieht voll aus. Nervig, wie immer, die vielen Angler-Motorboote. Alles andere Top! Kaum Wind, super Sonnenuntergang und zum Dinner gab’s Dorsch mit Tomatenreis.
    Statistik: 16:50 – 20:10; 15 sm; 15 sm.
    Position: N 54° 26,366579‘ E013°02,66012‘

  • Vatertagstörn

    Vatertag_2015_7

    Das lange Wochenende nach Vatertag nutzten wir für einen kleinen Törn in die Boddenlandschaft. Ziel war Prerow.
    Gemäß NfS waren nur partielle Mindertiefen zu erwarten, und das nur im Bereich nördlich der Verzweigung, westlich der Meiningen Brücke (WSA Stralsund, NfS)
    Vom ursprünglichen Plan, die Meiningen Brücke am Vatertag, um 17.45 Uhr, zu passieren, ließen wir ab und blieben stattdessen beim Zingster Yacht Club, wo wir zuvor nur die Wartezeit verbringen wollten.
    Wetter war herrlich, kein weiteres Boot am Steg besetzt und der Ausblick einfach zu schön. Weniger schön allerdings die Liegegebühr, neben der auch noch eine Kurtaxe i.H.v. 2,80 EUR pro Person zu entrichten war. Das einzig gute daran sind vermutlich die freibleibenden Liegeplätze, für diejenigen, die immer noch in Zingst anlegen wollen.
    Am nächsten Morgen lagen wir rechtzeitig vor der Meinigen Brücke und nutzten die Öffnung um 9.45 Uhr. Danach wurde es spannend. Zwischen Tonne 28a und 27 versandet das Fahrwasser von Süden her. Wir blieben hängen, konnten uns aber leicht wieder freifahren. Nach dem Abzweig in den Prerower Strom, zwischen RGR-Tonne und P2/P4 hingen wir, mittig im Fahrwasser, wieder fest. Mit viel Gas und Ruder hart Sb kamen wir wieder frei und „drüber“. Bis P10 war die Wassertiefe dann etwa 1,80 Meter im Prerower Strom dann immer deutlich über 2 Meter. Auf dem Rückweg hielten wir uns an der besagten Stelle direkt auf dem grünen Tonnenstrich, auch dort jedoch wieder leichtes hängenbleiben. Mit DANJA kommen wir definitiv erst nach dem nächsten ausbaggern wieder. Über 1,5 M Tiefgang besteht hier das Risiko, allein nicht wieder freizukommen.
    Der Prerower Strom selbst ist einen Törn absolut wert. Herrliche Natur, Kraniche, Schwäne und andere Wasservögel, wohin man auch schaut, während man auf dem, in einen breiten Schilfgürtel eingebetteten Strom, durch die grünen Wiesen fährt oder segelt.
    In Prerow selbst waren wir bis zum späten Nachmittag der einzige Gastlieger, nur drei weitere, deutlich kleinere Segelboote kamen noch hinzu.
    Den Strand erreicht man in ca. 20 min zu Fuß. Sollte man unbedingt einplanen.
    Der Hafenmeister ist freundlich, die Liegegebühr günstig. Alle Einkaufsmöglichkeiten liegen fußläufig im Ort. Wir bleiben nur eine Nacht, am Samstag ging es zurück nach Barth, wo noch einige Arbeiten am Schiff anstanden.

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    Ansegeln 2015

    Boddensegeln

    Nachdem unsere Danja am 27. März als eines der ersten Boote in Barth zurück ins Wasser gelassen wurde, verließen wir am Samstag, 3. April, unseren Liegeplatz zum Ansegeln der Saison 2015.

    Das Ziel gab uns Anja vor, die am 8. April ab Greifswald ihre vorzeitige Rückfahrt in den Süden antreten musste. So segelten wir bei günstigem Wind via Barhöft, Glewitzer Wiek (Ankern) und Wieck (Yachtservice Greifswald) nach Greifswald, wo wir für eine Nacht bei der Hanse-Werft festmachten.

    Am Mittwoch ging es dann wieder zurück, gegen den Wind, mit vielen Kreuzschlägen, durch den Strelasund nach Norden. Vor Neuhof Marina übernachteten wir vor Anker, bevor es am Donnerstag weiterging, bis Vitte, Hiddensee. Nach vielen eisigen Nächten erreichte der Frühling dann endlich auch den Norden: Am Freitagmorgen war es bei Windstille so warm, dass wir in T-Shirt in der Plicht unser Frühstück genießen konnten.

    Es folgte ein sehr ruhiger Tag auf dem Wasser, teilweise mit Motorunterstützung, teilweise treibend, teilweise segelnd rund Dornbusch bis Reede Barhöft. Absolut faszinierend war das klare Wasser vor Hiddensee. Bei 6 Metern Wassertiefe waren noch alle Details am Meeresgrund zu sehen.

    Der Samstag brachte uns dann wieder zurück nach Barth, wo es am Abend wettertechnisch wieder sehr ungemütlich wurde. Durch eine Kaltfront wurden mit Sturm die mehr als 20°C Tagestemperaturen vom Samstag fortgeblasen. Da unser Ansegeltörn jedoch beendet war, blieben wir ganz entspannt…

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    Hier noch einige Fakten „for the records“:

    Die Woche war sehr windig. Mit Ausnahme des Freitags begleiteten uns täglich 5 Bft (plus/minus) Wind. In den Boddengewässern und dem Strelasund unproblematisch, nur auf dem Greifswalder Bodden bildeten sich bei NO-Winden eine unangenehme Welle von ca. 1 Meter.

    Anfang April ist um Rügen vom Frühling wenig spür- und sichtbar. Die Temperaturen im Schiff gingen am frühen Morgen runter auf 5-7° C. Ohne Dieselheizung wäre das sehr ungemütlich. Scheint die Sonne jedoch, dann hat sie schon jede Menge Kraft und entschädigt für das unterkühlte Schiff in der Nacht. Überall ist man eines der wenigen Boote auf dem Wasser. Alle Häfen sind so gut wie leer, die Sanitäranlagen stehen einem geradezu exclusiv zur Verfügung.

    Anfang April ist auch Heringszeit. Angler aller Orten. Und natürlich auch die Fischeiaufsicht. Wir kauften unseren Fisch beim Fischhändler. Zumeist gibt’s Zander und Dorsch.

    Zu den Liege- und Ankerplätzen:

    Barhöft: Nach uns kamen nur noch zwei weitere Segelboote, dennoch war der Hafen durch zahllose Freizeitfischer sehr belebt. Offenbar hat sich hier eine Charterbasis für „Petrijüngermotorboote“ etabliert. Am Morgen und Abend herrscht reges, fast schon nerviges Motorboot Kommen und Gehen.

    Neuhof: Rinne war noch nicht betonnt. Plotter empfehlenswert. Ankern nordwestlich der Hafeneinfahrt bei 2 M Wassertiefe gut möglich. Viel Schlick. Weniger als 10 Boote im Hafen.

    Yachtservice Greifswald (halbe Meile hinter der Klappbrücke von Wieck, Nordufer):  Ca 5 Boote im Wasser, ansonsten alle Anleger frei. Die Duschanlagen sind komplett neu renoviert, alles vom Feinsten, und mit der Liegegebühr (EUR 1.50 pro Meter) bereits bezahlt.

    Glewitzer Wiek: Rinne durchgehend bis Tonne 8 (r) 2,5 Meter oder mehr. Guter Ankergrund.

    Vitte: Rinne bestens betonnt, Wassertiefe durchgängig 2.20 M oder mehr. 20 EUR für 11M recht teuer.  Duschen nur mit Duschmarken. Die verkalkten Duschköpfe lassen keinen Duschspaß aufkommen. Ansonsten sauber und gepflegt.

    Zu guter letzt die Statistik:

    Gesamtweg 139sm, davon 31 unter Motor.

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