Boddengewässer

  • Kleiner Upgrade und ein laaanges Wochenende

    Im vergangenen Monat haben wir unserer DANJA mit dem Einbau eines AIS-Transponders einen kleinen technischen Upgrade verpasst. Immer wieder erstaunlich, wie schnell sich ein aufgräumter Decksalon in eine allumfassende Baustelle verwandeln kann, egal, wie groß das anstehende Projekt auch sein mag. In unserem Falle musste der alte Antennenverteiler einem modernen Splitter weichen, das AIS Gerät eingebaut und eine externe GPS-Antenne angeschlossen werden. Ein Arbeitstag später war alles wieder aufgeräumt, UKW-Funk, Radio und Transponder getestet und bereit für den ersten Praxistest.
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    Der erfolgte dann während einem extra langen Wochenende im Noch-Heimatrevier zwischen Barth, Hiddensee und Stralsund. Eigentlich war der Ausflug mit des Skippers Ma als Gast geplant, die dann aber leider kurzfristig absagte. Wir nutzten das Wochenende trotzdem und wurden mit herrlichem Segelwetter, angenehmen Temperaturen und akzeptablen Wassertemperaturen belohnt.


    Ebenfalls ausgiebig testen konnten wir dabei das neue Roll-Großsegel, welches unsere Erwartungen mehr als erfüllt. Zum einen steht das Segel auch in gerefftem Zustand perfekt, zum anderen ist die Luvgierigkeit mit den nun wieder den Vorgaben des Konstrukteurs entsprechenden Tuchmaßen völlig verschwunden.

    Was lief seglerisch? Am Freitag ging es mit bestem Wind (NNW 4) nach Barhöft, gefolgt von einem Badetag an Hiddensees Westküste. Am Sonntag segelten wir nach Stralsund, verfolgten das nicht ganz so gute Eröffnungsspiel unserer Fußball-Nationalmannschaft auf der WM in Russland beim Public Viewing im Speicher 8, um dann am frühen Montagmorgen wieder zurück nach Barth zu segeln (ab Barhöft dank beständigem Westwind leider unter Motor).

    Zu Buche schlugen insgesamt 54sm, davon 14 unter Motor. (6264)

  • Saisonende 2017

    Am Mittwoch, 27. September, kehrten wir zu Danja zurück. Anja konnte uns, vor dem Ende der Semesterferien und zum ersten Mal in 2017, begleiten. Gegen Mittag warfen wir die Leinen, bei kräftigem Wind aus OSO, zum letzten Törn der Saison, los. Die 5-7 Bft bliesen den Rest der Woche ohne Unterlass und bestimmten unsere Routenwahl. Nach einer unruhigen und lauten Nacht auf Reede Barhöft verlegten wir auf einen Ankerplatz westlich der Halbinsel Devin. Die Steilküste des Naturschutzgebiets bot sehr guten Schutz vor dem Wind, vom Ankerplatz aus waren wir mit dem SUP unterwegs, wanderten durchs Naturschutzgebiet Devin und wagten auch ein letztes Bad im Strelasund, welches aber bei 13°C Wassertemperatur sehr kurz ausfiel. Seglerisch ein Genuss war der Schlag zurück in den Barther Bodden. 23sm, fast ausschließlich raumes Segeln bei 5-6 Bft vom Ankerplatz vor Devin bis Ankerplatz vor Dabitz, unterbrochen nur während des passierens der Ziegelgrabenbrücke. In der Nacht schlug dann das Wetter um, der Ostwind brach zusammen, aus West zog Regen auf, der uns schließlich eine nasse Fahrt zurück nach Barth bescherte, wo wir schweren Herzens Danja für‘s Winterlager vorbereiteten und am Montag, 2.10., aus dem Wasser nahmen.

    Für die Statistik: 56sm, davon 30 unter Segel.
    Weiter Fotos findest du hier.

  • Solo nach Dabitz

    Am 16./17. September kam ich für kleinere Arbeiten am Boot nach Barth. Das perfekte, sonnige Spätsommerwetter mit leichtem Wind aus SSW verführte mich am Samstag zu einem Segelausflug in den Barther Bodden, bis vor Dabitz. Dort warf ich einen Blick auf die neue Hafenanlage des neuen Hafens, die weitgehend fertig gestellt ist, bevor ich mich wieder auf den Rückweg nach Barth machte. Einhand: 14sm, davon 11 unter Segel.

  • Wochenendtörns

    Solange man dem Arbeitsleben nicht entflohen ist, bestimmen die verfügbaren Urlaubstage die Zeit, die man an Bord verbringen kann. Mit unseren Törns in die Schlei und nach Blekinge sind unsere Urlaubskonten in 2017 so gut wie aufgebraucht. Zeit an Bord lässt sich jetzt nur noch mit Überstunden und geschicktem einplanen von Brückentagen erkaufen. Daraus werden dann kürzere oder längere Wochenendausflüge nahe des Heimathafens Barth. So geschehen über Mariä Himmelfahrt und am ersten Septemberwochenende.
    Am langen Wochenende über den bayerischen Feiertag am 15.8. begleiteten uns unsere Gegenschwieger(eltern), die wir, nach einer Nacht vor Neuhof, in Stralsund für die Rückfahrt nach Barth, inklusive einer Übernachtung vor Barhöft, an Bord nahmen. Der Törn wird mir auch wegen einer kolossalen Erkältung in Erinnerung bleiben, die mich, kaum unterwegs, sehr plötzlich und mit Macht erwischte und auch nach Rückkehr nach IN, noch eine Weile beschäftigte.
    Das erste Septemberwochenende verbrachten wir auf Barhöft Reede. Das Wasser dort war so klar, wie wir es im Bodden bisher noch nicht gesehen hatten, außerdem noch angenehm warm und der nördliche Wind sorgte für schön ruhiges Liegen und beste SUP – Bedingungen. Das lockte übrigens noch eine recht große Zahl weiterer Ankerlieger zur Reede Barhöft, in der Nacht auf Sonntag insgesamt 11 Segelboote.

    Für die Statistik: Im August verbuchten wir 64sm, am ersten Septemberwochenende 28sm.
    Fotos findest du hier.

     

  • Windiges Wochenende

    Unser Mini-Törn zum langen Fronleichnam-Wochenende vom 15.-18. Juni, gedacht als gemütliche Strand- und Badetour, geriet zu einem kleinen Härtetest für Boot und Besatzung. Nach Flaute am Donnerstag blies es von Freitag bis Sonntag ohne Unterlass mit 5-6 Bft, Streckenweise auch mit 7. Via Barhöft Reede ging es im Hiddensee-Fahrwasser bis östlich Dornbusch und wieder zurück. Zwischen den Inseln kamen wir bei dem Wind schnell voran, dass es vor Anker etwas unruhig werden würde war uns klar. Die Nacht von Freitag auf Samstag war dann jedoch, was den Schlaf anging, ein Totalausfall. Nicht nur drehte der Wind nördlicher als vorhergesagt, was für einigen Schwell östlich Dornbusch sorgte, er frischte über Nacht auch noch auf. In der Spitze, um 2 Uhr morgens, zeigten sich 8 Bft auf dem Windmesser. An Schlaf war da nicht mehr zu denken. Das Schaukeln und der Lärm bleiben uns sicherlich noch eine Weile im Gedächtnis.

    Sonnenuntergang auf Barhöft Reede – noch ist’s ruhig.

    Für die Statistik: Wenig Tuch, trotzdem streckweise über 7 Knoten Fahrt durchs Wasser. Unser Anker hielt auch bei 8 Bft bestens (35m Kette bei 2,40 m Wassertiefe, Sand). 67 Meilen total, davon 33 unter Segel.

  • Absegeln 2016

    Am 30. September reisten wir für unseren letzten Segelausflug in 2016 nach Barth. Der Tag der deutschen Einheit bescherte uns, nachdem jeglicher Urlaub und sämtliche Überstunden restlos aufgebraucht waren, noch einmal ein langes Wochenende. Wir waren nicht die einzigen, die den immer noch warmen Spätsommer nutzen wollten. Die Straßen waren nicht nur bei der Anreise, sondern auch bei der Rückreise so voll, dass es keine Freude mehr war.
    Der Samstag entschädigte uns allerdings mit bestem Segelwind, bei dem wir zwar langsam (2-3 Bft) aber stetig von Barth, an Barhöft vorbei bis Neuendorf segeln konnten. Zwar war der Himmel zumeist bedeckt und ab und an fielen auch einige Tropfen Regen vom Himmel, dennoch war es herrlich, einmal mehr vor Hiddensee liegen zu können und die offene See vor Augen zu haben. Die Wassertemperatur war runter auf 12°C, was uns aber nicht davon abhielt, noch einmal baden zu gehen.
    Am frühen Morgen drehte der Wind weiter westlich als in der Vorhersage versprochen, mit dem Resultat, dass es ab 5 Uhr an unserem Ankerplatz sehr unruhig wurde. Mit dem ersten Tageslicht gingen wir deshalb Anker auf und verlegten für das Frühstück und den Rest des Tages nach Barhöft Reede. Es folgte ein herrlicher Tag Seele baumeln lassen der, wie so oft vor Barhöft mit einem herrlichen Sonnenuntergang zu Ende ging.

    Am Feiertag ging es ein letztes Mal in diesem Jahr, unter Motor, zurück nach Barth. Zum ersten Mal machten wir bei der Rammin Werft fest, wo wir Danja in diesem Winter ein Hallenlager gönnen. Die Salonfenster müssen getauscht werden, was einige Wochen dauern wird und ein Außenlager verbietet. Das Wetter am Tag der deutschen Einheit war herrlich und wir nutzten das trocken Wetter zum Abschlagen und Stauen der Segel, bevor es am frühen Nachmittag wieder zurück nach Ingolstadt ging.

    Highlight: Seeadler. Viele davon. Nutzten offenbar den niedrigen Wasserstand über den Windwatt-Gebieten zum Fische fangen. Hatten wir so noch nicht gesehen.
    Für die Statistik: Haben wieder 36 Seemeilen geloggt, 18 davon unter Segel.

  • Carpe Diem (bzw. das Wochenende)

    Während es in Bayern ein sehr nasses Frühjahr zu bleiben schien, wurde der Norden von bestem Wetter verwöhnt. Die Vorhersage für das erste Juniwochenende war total stabil: Sonnig, sonnig, sonnig, überwiegend östliche Winde und frühsommerlich warm.

    Kurzentschlossen reichten wir Urlaub ein und fuhren am Donnerstagabend, 02.06., nach Barth. Den Proviant für’s lange Wochenende hatten wir bereits in IN besorgt, hinzu kam nur noch frischer Fisch, den wir am Freitag Morgen in Barth besorgten. Um 11.00 Uhr warfen wir die Leinen los und machten uns bei NO-Wind mit 3-4 Bft auf den Weg nach Hiddensee. Bis zur Ausfahrt in die Ostsee durch den Gellenstrom mussten wir teilweise motoren, die 7 Meilen verbleibenden Seemeilen bis vor Neuendorf, legten wir segelnd zurück.

    Wir warfen den Anker SW Neuendorf und NNW des Leuchtturms Gellen, ca 200m vor dem Strand (54°31,05’N 13°04,33’E). Wind ablandig, das Wasser kaum bewegt, mit der Plicht in der Nachmittags- und Abendsonne. Perfekt. Das Grinsen wollte uns gar nicht mehr aus dem Gesicht verschwinden.

    Der Rest des Freitags und auch am Samstag blieben wir an Ort und Stelle, sorgten für unser leibliches Wohl, genossen die Sonne und badeten im klaren Wasser. Ein jeweils kurzes Vergnügen, denn die 12°C Wassertemperatur war noch ganz schön knackig.

    Am Sonntag mussten wir uns dann leider auf den Heimweg machen, was uns wieder einmal total schwer fiel. Im Gegensatz zu unserem Wochenende war für den Sommer um Rügen kein Ende abzusehen. So segelten wir denn schweren Muts, den gleichen Weg den wir gekommen waren, zurück nach Barth. Der Ostwind flaute leider gegen Mittag völlig ab, sodass wir den Weg zurück durchs Barther Fahrwasser unter Motor zurücklegten.

    Für die Statistik: Log gesamt 43sm, davon 26 unter Motor.

  • Absegeln?

    Der dritte Oktober fiel dieses Jahr auf einen Samstag, dennoch sorgten wir für ein langes Wochenende und reisten bereits Donnerstagabend nach Barth. Die Wettervorhersage versprach einen super Wochenendtörn, raume Winde am Freitag, um den Barther Bodden zu verlassen, erneut raume Winde ab Samstag, um auch wieder in den Bodden hineinsegeln zu können. So perfekt hatte sich das Wetter für uns bisher noch nicht gezeigt.
    Wir legten am Freitag, 2.10., nach einem ausgiebigen Frühstück ab, setzten noch im Hafen die Segel und stoppten die Maschine gleich nach der Hafenausfahrt.

    Kraniche im Formationsflug
    Kraniche im Formationsflug

    Herrliches Segeln folgte, immer entlang des Fahrwassers nach Osten, bis vor Barhöft, wo Baggerarbeiten zwischen Tonne 23 und 21 die Fahrrinne auf der nördlichen Seite verengten. Ob die Fahrrinne tatsächlich versandet war, oder ob der ausgegrabene Schlamm zu nahe am Fahrwasser verklappt worden war, wissen wir nicht, jedenfalls liefen wir, am südlichen Rand des Fahrwassers und ca 100m westlich des Baggerschiffs sanft aber gründlich und mit vollem Tuch auf Grund. DANJA dreht langsam mit dem Bug nach Süden, worauf die zunehmende Krängung für genügend Bewegungsfreiheit sorgte und wir uns mit einer weiteren Wende wieder zurück ins Fahrwasser würgen konnten. Die Maschine lief mittlerweile und mit Kurs West bargen wir, wieder im Fahrwasser, Groß und Genua. Da uns einige größere Schiffe entgegengekommen waren, musste ein Durchkommen möglich sein, weshalb wir ganz langsam und mit Augen fest auf dem Tiefenmesser einen zweiten Versuch starteten. Wir hielten uns mittig im Fahrwasser und fuhen in geringem Abstand am Baggerschiff vorbei. Puh. So was braucht man eigentlich gar nicht. Auch in heimatlichen Gewässern muss man wohl auf alles gefasst sein. Die verbleibende Strecke bis zur Reede Barhöft segelten wir unter Genua und waren nicht wenig überrascht, dass dort zwei dicke Pötte vor Anker lagen. Auch in der Nordzufahrt nach Stralsund wurde fleißig gebaggert.

    Dicke Nachbarn auf Reede Barhöft
    Dicke Nachbarn auf Reede Barhöft

    Die beiden Ankerlieger waren als Sand- bzw. Schlicktransporter bzw. -verklapper an den Baggerarbeiten beteiligt, wie wir bald darauf feststellen durften. Im Norden der Reede, gleich bei der gelben Reedetonne fanden wir noch genügend Platz und ließen gegen 15.00 Uhr den Anker fallen. Zwar hätten wir sehr gut noch weiter gekonnt, der Wind war dafür bestens, wir zogen jedoch einen gemütlichen Nachmittag vor und genossen den Rest des Tages bei einigen Sundownern…

    Barhöft Sunset
    Barhöft Sunset

    Der Samstagmorgen begrüßte uns mit dichtem Nebel. Nur gelegentlich waren die anderen Ankerlieger, ein Segel- und ein Motorboot schemenhaft erkennbar. Da blieb uns nur warten.

    Reede Barhöft im Nebel
    Reede Barhöft im Nebel

    Gegen Mittag lichtete sich schließlich mit einsetzenden Ostwind der Nebel und verschwand in weniger als einer halben Stunde vollständig. Noch im Bereich der Reede setzen wir die Segel und dann ging es für uns wieder heimwärts, hinein in den Barther Bodden. Es wurde eine herrlich warme und gemütliche Tour bei gerade mal 2-3 Bft und schönstem Sonnenschein.

    Spätsommersegeln
    Spätsommersegeln

    Eigenlich sollte dieser Törn ja unser diesjähriges Absegeln werden. Weil’s aber so schön war, konnten wir uns nicht dazu durchringen, die Segel nach Ankunft in Barth abzunehmen. Lieber noch einmal für’s Wochenende rauffahren, als jetzt schon alles einpacken. Und sollte dem goldenen Herbst doch die Puste ausgehen, dann war dieser Wochenendtörn eben doch unser Absegeln 2015.

    Anfahrt Barth
    Anfahrt Barth

    Highlights: Kraniche, der Sonnenuntergang von Barhöft Reede, perfektes Spätsommerwetter
    Für die Statistik: 31sm (1sm unter Motor)

     

  • Ein verhexter Septembertörn

    Dass ein Törn im Rückblick anders verlaufen ist, als ursprünglich geplant, ist sicherlich nichts Ungewöhnliches. Unser Septembertörn 2015 verlief jedoch so was von anders, dass die Bezeichnung ungewöhnlich eher eine Untertreibung darstellt.
    Geplant war eine Überführung von Barth nach Kappeln, um dort, in und um unsere DANJA herum, unsere Silberhochzeit zu feiern. Dass dies gegen die vorherrschende Westströmung im September nicht ganz einfach sein würde, war uns klar, weswegen wir auch 8 Tage für den Trip vorhielten. Rückblickend können wir heute sagen, dass die Götter etwas gegen den Törn hatten und alles dafür taten, dass wir auf dem Landweg nach Kappeln reisen mussten.
    Das Auslaufen verzögerte sich um 3 Tage, weil Vorgänge im Zusammenhang mit des Skippers beruflicher Tätigkeit, seine Anwesenheit am Arbeitsplatz am eigentlich ersten Urlaubstag unbedingt erforderlich machten. Das günstige Wetterfenster schloss sich mit seiner Ankunft in Barth, am Dienstag, 1. September. Ein Sturmtief nistete sich vor dem Skagerrak ein, auf seiner Südseite setzte starker Westwind ein. Wir schafften es am Mittwoch noch kreuzend bis zu einem geschützten Ankerplatz vor dem Nothafen Darßer Ort, als dann jedoch am Donnerstagmorgen nördlich Darß die 8 Bft auf dem Windmesser erschienen (und ein Crewmitglied auch noch mit Seekrankheit zu kämpfen hatte) gaben wir unsere Törnpläne endgültig auf und liefen ab – oder besser zurück – nach Barhöft Reede. Freitag und Samstag wollten wir zum Trost gemütlich im Strelasund verbringen, ein ausfallender Anlasser verdarb uns jedoch auch hieran den Spaß. Erstmalig versagte er in der Rinne nach Neuhof, die wir nach einer abrupten Wende unter Genua wieder verließen, um dann zur Fehlersuche vor Drigge vor Anker zu gehen. Am nächsten Tag dann, fiel er sporadisch sowohl vor der Ziegelgrabenbrücke in Richtung Norden, als auch später, auf dem Rückweg nach Barth, vor Barhöft erneut aus. Zwar half mehrfach das Hämmerchen am Magnetschalter, dennoch ließen wir den Motor ab Barhöft laufen und motorten bis Barth, zur genauen Diagnose und Reparatur.
    Letztere verzögerte sich dann in der zweiten „Törnwoche“ um drei Tage (zu unserer Silberhochzeitsfeier reisten wir mit Auto an), weil der Mechaniker an einer anderen Baustelle mit höherer Priorität schrauben musste. Verursacher der Motorprobleme war letztlich der Magnetschalter des Anlassers, der für knappe 100 Euros getauscht werden konnte. Die verbleibenden Tage nutzten wir für einen Ausflug mit DANJA nach Stralsund, der – wen wundert es noch – aufgrund schlechten Wetters, sehr nass ausfiel. Störte uns nicht, denn es bot uns einen guten Grund wieder einmal das Ozeaneum zu besuchen.

    Mit DANJA in Stralsund
    Mit DANJA in Stralsund

    Der abschließende Schlag, von Stralsund nach Barth war, seglerisch, das Highlight der beiden Wochen. Vom Segelsetzen vor Stralsund, bis in die Hafeneinfahrt von Barth, konnten wir, bei südöstlichen Winden, allein vom Wind getrieben, Segeln in seiner schönsten Form genießen.
    Dem aufmerksamen Leser fallen hierzu vielleicht wieder die zuvor erwähnten Götter ein, denn, obwohl September (Westwetterlage!?) blies es in der zweiten Woche, während der wir zurück nach Barth hätten segeln müssen, beständig und kräftig aus östlichen Richtungen.

    Für die Statistik:
    Di., 1.9. – Sa., 5.9.15: Barth – Barhöft Reede – Ankern vor Prerow – Barhöft Reede – Ankern vor Drigge – Barth.
    Summe: 111sm, davon 69sm unter Segeln

    Do., 10.9. – Sa., 12.9.15: Barth – Barhöft Reede – Stralsund – Barth.
    Summe 42sm, davon 28sm unter Segeln

  • Wer’s Wetter scheut, der kommt nicht weit…

    Für ein Wochenende konnten wir endliche wieder einmal die Leinen unserer Danja lösen. Am Freitag, 7.8. waren wir am frühen Nachmittag an Bord, um 17.00 Uhr verließen wir den Hafen Richtung Barhöft Reede. Bei leichten umlaufenden Winden und Gewittern in der Näche legten wir die 15sm unter Motor zurück. Die Reede teilten wir uns schließlich mit 8 weiteren Segelbooten, ohne dass es eng wurde. Lange genossen wir, nach einem guten Abendessen den sommerlich milden und mückenfreien Abend, Blitz und Donner waren nach NO abgezogen. Auch nach Einbruch der Nacht zogen noch einige Segelboote mit Ziel Barhöft an uns vorbei. Obwohl der Hafen sehr voll aussah, fanden alle noch einen Liegeplatz.

    Sonnenuntergang auf Barhöft Reede
    Sonnenuntergang auf Barhöft Reede

    Der Samstagmorgen begann, nach nächtlichen Gewittern, bedeckt, dennoch machten wir uns bei aufkommendem NNW Wind auf den Weg zu „unserem“ Ankerplatz vor Vitte, an der Westküste Hiddenssees. Nach zwei Kreuzschlägen fiel dort, kurz nach Mittag, auf 3 m Tiefer der Anker. Zum gleichen Zeitpunkt kam auch die Sonne wieder voll durch und bescherte uns einen perfekten Badenachmittag bei 2-3 Bft und nur wenig Schwell.
    Um dem für die Nacht als auffrischend vorhergesagen Wind aus NW aus dem Weg zu gehen, gingen wir um 17.00 Uhr wieder Anker auf und segelten zurück zur Barhöft Reede. In der Nacht war es erneut gewittrig, am Sonntag jedoch kehrte der Hochsommer vollends wieder, mit strahlend blauem Himmel von Sonnenaufgang an. Nach ausgiebigem Frühstück blies uns ein unsteter Nordwind von 2- 4 Bft heimwärts, kurz nach 12.00 Uhr machten wir wieder an unserm Liegeplatz in Barth fest.
    Bestätigt hatte sich der Spruch: Wer’s Wetter scheut, der kommt nicht weit. Trotz der recht durchwachsenen Vorhersage konnten wir ein super schönes Wochenende auf dem Wasser verbringen, Strecke und Timing und tatsächliches Wetter passten perfekt für einen gemütlichen, entspannten Segelausflug.

    Wasser und Wetter sind im August sehr viel angenehmer als im Juni. Vielleicht planen wir unseren nächsten großen Törn doch im Hochsommer…

    Im Fahrwasser nach Barth
    Im Fahrwasser nach Barth

    Für die Statistik: Trip 48sm, davon 19 unter Motor.