• Die Leinen sind gelöst. Tag 1.

    Nach ganz, ganz großem Einkauf, sind wir heute noch bei leichten nördlichen Winden zur Reede Barhöft gesegelt. Teilweise auch unter Motor, denn der Wind war oft recht schwach.
    Vor Barhöft liegen neben uns noch weitere 6 Segelyachten. Auch Barhöft sieht voll aus. Nervig, wie immer, die vielen Angler-Motorboote. Alles andere Top! Kaum Wind, super Sonnenuntergang und zum Dinner gab’s Dorsch mit Tomatenreis.
    Statistik: 16:50 – 20:10; 15 sm; 15 sm.
    Position: N 54° 26,366579‘ E013°02,66012‘

  • Noch drei Tage…

    Die letzten Vorbereitungen laufen. In drei Tagen soll es los gehen. Unser erster großer Urlaubstörn mit DANJA. Am Mittwoch, 3. Juni reisen wir nach Barth, am Donnerstag, nach Einkauf und Einräumen soll es „Leinen los!“ heißen. Am Donnerstag wollen wir noch bis Reede Barhöft, unser Ausgangspunkt für die Fahrt nach Norden. Ziel Götheborg.

  • Vatertagstörn

    Vatertag_2015_7

    Das lange Wochenende nach Vatertag nutzten wir für einen kleinen Törn in die Boddenlandschaft. Ziel war Prerow.
    Gemäß NfS waren nur partielle Mindertiefen zu erwarten, und das nur im Bereich nördlich der Verzweigung, westlich der Meiningen Brücke (WSA Stralsund, NfS)
    Vom ursprünglichen Plan, die Meiningen Brücke am Vatertag, um 17.45 Uhr, zu passieren, ließen wir ab und blieben stattdessen beim Zingster Yacht Club, wo wir zuvor nur die Wartezeit verbringen wollten.
    Wetter war herrlich, kein weiteres Boot am Steg besetzt und der Ausblick einfach zu schön. Weniger schön allerdings die Liegegebühr, neben der auch noch eine Kurtaxe i.H.v. 2,80 EUR pro Person zu entrichten war. Das einzig gute daran sind vermutlich die freibleibenden Liegeplätze, für diejenigen, die immer noch in Zingst anlegen wollen.
    Am nächsten Morgen lagen wir rechtzeitig vor der Meinigen Brücke und nutzten die Öffnung um 9.45 Uhr. Danach wurde es spannend. Zwischen Tonne 28a und 27 versandet das Fahrwasser von Süden her. Wir blieben hängen, konnten uns aber leicht wieder freifahren. Nach dem Abzweig in den Prerower Strom, zwischen RGR-Tonne und P2/P4 hingen wir, mittig im Fahrwasser, wieder fest. Mit viel Gas und Ruder hart Sb kamen wir wieder frei und „drüber“. Bis P10 war die Wassertiefe dann etwa 1,80 Meter im Prerower Strom dann immer deutlich über 2 Meter. Auf dem Rückweg hielten wir uns an der besagten Stelle direkt auf dem grünen Tonnenstrich, auch dort jedoch wieder leichtes hängenbleiben. Mit DANJA kommen wir definitiv erst nach dem nächsten ausbaggern wieder. Über 1,5 M Tiefgang besteht hier das Risiko, allein nicht wieder freizukommen.
    Der Prerower Strom selbst ist einen Törn absolut wert. Herrliche Natur, Kraniche, Schwäne und andere Wasservögel, wohin man auch schaut, während man auf dem, in einen breiten Schilfgürtel eingebetteten Strom, durch die grünen Wiesen fährt oder segelt.
    In Prerow selbst waren wir bis zum späten Nachmittag der einzige Gastlieger, nur drei weitere, deutlich kleinere Segelboote kamen noch hinzu.
    Den Strand erreicht man in ca. 20 min zu Fuß. Sollte man unbedingt einplanen.
    Der Hafenmeister ist freundlich, die Liegegebühr günstig. Alle Einkaufsmöglichkeiten liegen fußläufig im Ort. Wir bleiben nur eine Nacht, am Samstag ging es zurück nach Barth, wo noch einige Arbeiten am Schiff anstanden.

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    Ansegeln 2015

    Boddensegeln

    Nachdem unsere Danja am 27. März als eines der ersten Boote in Barth zurück ins Wasser gelassen wurde, verließen wir am Samstag, 3. April, unseren Liegeplatz zum Ansegeln der Saison 2015.

    Das Ziel gab uns Anja vor, die am 8. April ab Greifswald ihre vorzeitige Rückfahrt in den Süden antreten musste. So segelten wir bei günstigem Wind via Barhöft, Glewitzer Wiek (Ankern) und Wieck (Yachtservice Greifswald) nach Greifswald, wo wir für eine Nacht bei der Hanse-Werft festmachten.

    Am Mittwoch ging es dann wieder zurück, gegen den Wind, mit vielen Kreuzschlägen, durch den Strelasund nach Norden. Vor Neuhof Marina übernachteten wir vor Anker, bevor es am Donnerstag weiterging, bis Vitte, Hiddensee. Nach vielen eisigen Nächten erreichte der Frühling dann endlich auch den Norden: Am Freitagmorgen war es bei Windstille so warm, dass wir in T-Shirt in der Plicht unser Frühstück genießen konnten.

    Es folgte ein sehr ruhiger Tag auf dem Wasser, teilweise mit Motorunterstützung, teilweise treibend, teilweise segelnd rund Dornbusch bis Reede Barhöft. Absolut faszinierend war das klare Wasser vor Hiddensee. Bei 6 Metern Wassertiefe waren noch alle Details am Meeresgrund zu sehen.

    Der Samstag brachte uns dann wieder zurück nach Barth, wo es am Abend wettertechnisch wieder sehr ungemütlich wurde. Durch eine Kaltfront wurden mit Sturm die mehr als 20°C Tagestemperaturen vom Samstag fortgeblasen. Da unser Ansegeltörn jedoch beendet war, blieben wir ganz entspannt…

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    Hier noch einige Fakten „for the records“:

    Die Woche war sehr windig. Mit Ausnahme des Freitags begleiteten uns täglich 5 Bft (plus/minus) Wind. In den Boddengewässern und dem Strelasund unproblematisch, nur auf dem Greifswalder Bodden bildeten sich bei NO-Winden eine unangenehme Welle von ca. 1 Meter.

    Anfang April ist um Rügen vom Frühling wenig spür- und sichtbar. Die Temperaturen im Schiff gingen am frühen Morgen runter auf 5-7° C. Ohne Dieselheizung wäre das sehr ungemütlich. Scheint die Sonne jedoch, dann hat sie schon jede Menge Kraft und entschädigt für das unterkühlte Schiff in der Nacht. Überall ist man eines der wenigen Boote auf dem Wasser. Alle Häfen sind so gut wie leer, die Sanitäranlagen stehen einem geradezu exclusiv zur Verfügung.

    Anfang April ist auch Heringszeit. Angler aller Orten. Und natürlich auch die Fischeiaufsicht. Wir kauften unseren Fisch beim Fischhändler. Zumeist gibt’s Zander und Dorsch.

    Zu den Liege- und Ankerplätzen:

    Barhöft: Nach uns kamen nur noch zwei weitere Segelboote, dennoch war der Hafen durch zahllose Freizeitfischer sehr belebt. Offenbar hat sich hier eine Charterbasis für „Petrijüngermotorboote“ etabliert. Am Morgen und Abend herrscht reges, fast schon nerviges Motorboot Kommen und Gehen.

    Neuhof: Rinne war noch nicht betonnt. Plotter empfehlenswert. Ankern nordwestlich der Hafeneinfahrt bei 2 M Wassertiefe gut möglich. Viel Schlick. Weniger als 10 Boote im Hafen.

    Yachtservice Greifswald (halbe Meile hinter der Klappbrücke von Wieck, Nordufer):  Ca 5 Boote im Wasser, ansonsten alle Anleger frei. Die Duschanlagen sind komplett neu renoviert, alles vom Feinsten, und mit der Liegegebühr (EUR 1.50 pro Meter) bereits bezahlt.

    Glewitzer Wiek: Rinne durchgehend bis Tonne 8 (r) 2,5 Meter oder mehr. Guter Ankergrund.

    Vitte: Rinne bestens betonnt, Wassertiefe durchgängig 2.20 M oder mehr. 20 EUR für 11M recht teuer.  Duschen nur mit Duschmarken. Die verkalkten Duschköpfe lassen keinen Duschspaß aufkommen. Ansonsten sauber und gepflegt.

    Zu guter letzt die Statistik:

    Gesamtweg 139sm, davon 31 unter Motor.

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  • Wieder im Wasser

    Danja ist zurück in ihrem Element. Am 27. März kranten wir unser Schiff zurück ins Wasser. Beim zweiten Versuch sprang der Motor mit viel Qualm an, lief jedoch schon nach wenigen Sekunden rund und sauber. Nach dem Bunkern von 700 L Trinkwasser (Stege sind noch trocken), fuhren wir langsam zum Steg 3, wo wir als erstes Segelboot dieser Saison, alsbald festmachten.

    Saisonstart_2015_06

    Es folgten zwei arbeitsreiche Tage, an deren Ende unsere Danja bereit für den ersten Törn war, den wir für die zweite Osterwoche eingeplant haben.

    Was wurde erledigt? Rigg-Check mit Alpinausrüstung, Matratzenunterlagen anpassen, Vorhänge wieder anbringen, Ruckdämpfer auf neue Festmacher ziehen, Kuchenbude reparieren, Genua und Großsegel anschlagen, Genuapersenning vermessen und bestellen, Ausrüstung verstauen, neue Fender vorbereiten, Baum neu justieren, Kombüse in Betrieb nehmen und noch einige weitere Kleinigkeiten. Jedenfalls waren die zwei Tage viel zu schnell vorüber und das eine oder andere muss noch vor dem Ansegeln zu Ostern erledigt werden

    Und sonst? Noch ganz schön kalt, dieses Jahr, Ende März. Die Heizung spendet zwar genügend Wärme, da wir sie jedoch zur Nacht ausschalteten, bibberten wir am Morgen bei ca. 7°C in der Kabine ganz schön. Das Wasser taugte bei 2-3 Grad bestenfalls als Kühlschrank (für Dosenbier). Dennoch war es herrlich unser Boot wieder bezogen zu haben.

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  • Winterfeeling

     

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    Nun ist es in Barth doch noch Winter geworden. Auch im Hafen hat sich eine dünne Eisschicht gebildet. Hatte am Freitag die Polster der Eignerkabine aus dem Schiff geholt, sie gehen als Vorlage an eine Polsterei, denn diese Saison wollen wir auf neuen Matratzen ruhen.  Mit der Stromversorgung am Steg war irgendetwas nicht in Ordnung. Kein Heizlüfter, kein Ladestrom. Unproblematisch und sehr ungemütlich! Bleibt nur zu hoffen, dass es im März wieder wärmer wird…

     

  • Anglerglück – Anglerpech

    Mit unserer Angel waren wir, während der zwei letzten großen Törns, nicht sonderlich erfolgreich, was die Versorgung mit frischem Fisch angeht. Westlich Flakfortet biss 2013 unser erster Fang überhaupt: Ein (recht kleiner) Pollack. Dabei blieb es, während drei Wochen Segeln. Erst in 2014 waren wir ein weiteres Mal erfolgreich – und machten dabei, unfreiwillig, Bekanntschaft mit einem Fisch, den es in der Ostsee gar nicht geben sollte: Petermännchen.

    Gewöhnliches Petermännchen. (Foto von Hans Hillewaert, (CC BY-SA 4.0))
    Gewöhnliches Petermännchen. (Foto von Hans Hillewaert, (CC BY-SA 4.0))

    Hinter dem unauffälligen Namen verbirgt sich ein Fisch, der sich mit giftigen Stacheln seiner Haut zu wehren weiß. Und da er in der Ostsee eigentlich nicht heimisch ist, ist er in gängigen Büchern nicht verzeichnet. Fanden wir alles erst einige Zeit nach dem Fang heraus. Nur das mit dem Gift, das lernte ich auf die schmerzhafte Art gleich nach dem Fang kennen.

    Der Reihe nach: Während der Anfahrt zu unserem Ankerplatz an der Nordküste Anholts (Sommertörn 2014) kam es endlich zu dem lange erwarteten Fang: Bunter Fisch, zweigeteilte Rückenflosse, auffälligen Stacheln an der vorderen, recht lebhaft. Machte ihm jedoch ohne Probleme den Garaus. Kurze Zeit danach fingen wir noch einen zweiten Fisch derselben Art. Dinner war damit gesichert. Im Anschluss durchsuchten wir unser Buchmaterial nach einem Fisch, dessen Bild und Beschreibung passen könnte. Vergeblich. Da es ja nichts Giftiges in der Ostsee geben sollte, entschlossen wir uns dennoch dazu, unseren Fang zu Abendessen zu verwandeln. Beim Putzen allerdings stach ich mich dann an einem der Stacheln auf dem Kiemendeckel. Es folgten ein, zwei Stunden extremer Schmerzen mit Schwellung des Zeigfingers und dann der ganzen Hand. Nur langsam ließen Schmerzen 4nd Schwellung nach, der Zeigefinger selbst blieb über Wochen hinaus dick, das Gewebe um die Stichstelle herum gefühllos. Wir brieten und verspeisten den Fang an diesem Abend trotzdem noch und waren von Textur und Geschmack begeistert. Erst zwei Tage später schnappten wir den Namen des Fisches auf, als ein Angler an der Mole von Grena das gleiche Tierchen an den Haken bekam, es gaaaanz vorsichtig vom Haken befreite und nicht weiter anrühren wollte. Die ganze Geschichte um Petermännchen lasen wir dann im Web, bei Wikipedia und weiteren Informationsseiten.
    Und nun noch die Moral von der Geschicht‘: 1. Finger weg von Fischen, die man nicht bestimmen kann. 2. Petermännchen schmecken ganz hervorragend. 3. Es gibt Petermännchen in der Ostsee – oder zumindest im Kattegat.

  • Warten auf 2015

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    Kurz vor Weihnachten besuchte ich unsere Danja zur Kontrolle der Abdeckung und Batterien. Letztere waren noch gut in Schuss. Pro Monat gingen ca. 40 Ah verloren, mit 315 Ah Reststrom hätten die Batterien wohl das gesamte Winterlager überstanden. Über Nacht konnte ich 70 Ah nachladen, womit die Zeit bis März gesichert sein dürfte. Die Plane selbst hatten wir offenbar bestens befestigt, selbst der Kantenschutz war noch an den richtigen Stellen. Kein Schlagen oder Rutschen im kräftigen Wind dieses 20. Dezember Morgen war zu beobachten.

    Die Boote auf dem Gelände des Barther Yachtservice waren für den Winter noch einmal neu „geordnet“ worden und stehen sehr kompakt geparkt, sich gegenseitig schützend, mit dem Bug nach Süden auf der Freifläche. Alles Bestens also. Beruhigt machte ich mit auf den Weg nach Hause. 2015 kann kommen. Es wird Zeit, sich auf die kommende Segelsaison vorzubereiten.

    In diesem Sinne Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!