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    Algarve

    Ein Monat ist seit unserem letzten Eintrag vergangen. Unser Blog ist also mehr oder weniger in einen Pausenmodus übergegangen. Wir haben uns, auch aufgrund Covid-19, dazu entschlossen, einen weiteren Winter hier zu verbringen, bevor wir dann im nächsten Jahr wieder entferntere Ziele ansteuern. Der wichtigere Grund ist jedoch die gute Anbindung nach Deutschland (Faro), wo wir im November Großeltern werden, worüber wir uns sehr, sehr freuen. Und unseren Enkel wollen wir natürlich so bald wie möglich im den Armen halten.

    Es wird kühler…

    Der Sommer hat sich mittlerweile auch an der Algarve verabschiedet und der kühleren Jahreszeit Platz gemacht. Diese Bezeichnung eignet sich besser als Herbst und Winter, denn auch wenn die Tage kürzer, das Wasser kühler und dann und wann auch das Wetter etwas ungemütlicher werden, die stets warme Sonne und der überwiegend blaue Himmel erinnern wenig an die kalten Jahreszeiten, wie wir sie vom nördlichen Europa her kennen.

    Segeln entlang der Küste der Algarve

    Nach einem kurzen Stopp in Vilamoura erkundeten wir weitere Ankermöglichkeiten entlang der Küste in Richtung Westen. Neben den bei jedem Wetter sicheren Ankerplätzen des Rio Guadiana, der Lagune von Faro/Olhao und innerhalb der Mole der Mündung des Rio Arade bei Portimao kann man bei guten Bedingungen eigentlich überall ankern. Die findet man bei ablandigem Wind zusammen mit westlichen Winden in der Straße von Gibraltar. Bläst dort nämlich der Levante, wird‘s an der Algarveküste schaukelig. Auf dem Weg nach Portimao ankerten wir so bei Albufeira, östlich von Benagil und vor der Praia do Vao, westlich von Portimao.

    Ankern bei Benagil, östlich von Portimao

    Unser derzeitiger Ankerplatz liegt vor der Praia Grande bei Portimao, mit guten Versorgungsmöglichkeiten sowohl in Ferragudo, als natürlich auch in Portimao. Zwar befindet sich der einzige, öffentliche Ponton flussaufwärts vor der Eisenbahnbrücke am nördlichen Rand Portimaos, am östlichen Ufer des Rio Arade lässt es sich jedoch überall auch am Ufer oder Strand gut anlanden.

    Wandern entlang der Steilküste östlich von Portimao

    Besonderen Reiz hat die Steilküste östlich von Portimao/Ferragudo. Sie ist mit Wanderwegen gut erschlossen und bietet geniale Ausblicke (Caminho dos Promontórios). Genau das Richtige, jetzt, wo es nicht mehr so heiß wird. Wir erkundeten den Weg bis Carvoeiro, von wo aus man den Weg bis Benagil und darüber hinaus fortsetzen kann, wenn man denn will. Die 16 km Hin-und Rückweg waren uns aber für Erste genug.

    Spaß auf dem Wasser, hier mit SUP und Kajak.

    Eine Portion Schlechtwetter gab es auch. Tief Barbara brachte Starkwind bis Stärke 10 in Böen, mit Wellen bis 3,7 m aus SW. Hatten wir hier vor Anker noch nicht und zogen es deshalb vor, in die Marina von Portimao zu verlegen. Das war keine gute Entscheidung, denn Schwell findet seinen Weg um und durch die schwimmenden Wellenbrecher der Marina und sorgt in den Becken der Marina für sehr unangenehme, wenn nicht sogar gefährliche Bedingungen. Sowohl an den Stegen, als auch an Booten gab es Schäden, wie gebrochene und ausgerissene Klampen, losgerissene Schwimmer der Fingerpontons, umgestoßene Stromverteiler und Ähnliches.

    Sturmief Barbara. Schietwetter

    Wir haben für uns entschieden, dass wir bei solchen Bedingungen bei Portimao künftig vor Anker sicherer liegen. Zwischen Molenköpfen und Ferragudo ist es zwar unruhig mit reichlich Schwell, der aber weiter flußaufwärts, schon im Bereich des Wendebeckens fast völlig verschwindet.

    Wir waren froh, als wir die den Liegeplatz in der Marina wieder gegen „unseren“ Ankerplatz tauschen konnten und das dauernde Knarzen der Leinen endlich ein Ende hatte. Jetzt stehen wieder Dinghy-Ausflüge und unverbaute Sonnenuntergänge auf dem Programm, bis wir irgendwann im November in die Marina de Lagos verlegen werden.

    Sonnenuntergang von „unserem“ Ankerplatz bei Portimao

    Weitere Bilder findest Du wie immer in unserm Fotoalbum: Parque Natural da Ria Formosa, Segeln und Ankern vor der Felsalgarve und Wandern auf dem Caminho dos Promontórios.

  • Gegen den Wind

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    Mit Christi Himmelfahrt stellte sich eine stabile Ostwind-Wetterlage ein, die mindestens eine Woche anhalten sollte. Die meisten Tage zeigten sich 5 oder 6 Bft in der Vorhersage. Wir wählten deshalb – auch weil wir genügend Zeit hatten – eine Route durch die dänischen Inseln: Dänische Südsee, Svendborg Sund, im Norden um Langeland herum, via Femö zum Guldborg Sund, Darß und zurück in „unseren“ Bodden.
    Es wurde ein sehr sonniger Törn. 10 Tage fast ohne eine einzige Wolke am Himmel. Die einzelnen Etappen waren zumeist kurz und bis auf einen Stopp in Lohals (und ein kurzes Absetzen für frischen Fisch vom Laden in Svendborg) fand sich immer ein guter Ankerplatz im Lee der vielen Inseln.
    Vor Anker befand sich unser Achterschiff stets windgeschützt in der Nachmittagssonne. Das fühlte sich so warm an, dass wir gleich mehrmals baden gingen. Kurz. Sehr kurz – das Badethermometer wollte nicht über 12℃ klettern.
    Bevor der Wind dann am Freitag der Folgewoche wie vorhergesagt über Nord auf West drehte, begann es ausgerechnet im Guldborg Sund mit bis zu 7 Bft zu kacheln. Nyborg gefiel uns gar nicht, weshalb wir Richtung Gedser weiterfuhren. Bei dem Wind dann am Abend nach Gedser rein, war uns allerdings auch nicht geheuer. Statt dessen verbrachten wir den Mittwochabend und Donnerstag vor Anker, dicht unter der Küste, einige Meilen nördlich von Gedser.
    Am Freitag passte alles für die Überfahrt nach Darß/Zingst und wir segelten durch bis Barhöft Reede, Tags darauf ging es dann gegen mächtig viel Wind aus West zurück nach Barth.
    Wie lautet unser Fazit? Schöner Törn, viel Sonne, viel Wind, kreuzen macht auch Spaß, Ankern ist super und Maiwasser ist kaaalt.

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    Für die Statistik:
    Fr., 6.5. – Sa., 14.5.16: Kappeln – Ankern bei Svelmoe– Ankern im Thuro Bund – Lohals – Ankern bei Femø – Ankern N Gedser – Barhöft Reede – Barth.
    Summe (gesamter Törn): 349 sm, davon 224 sm unter Segeln.