Revierinfos

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    Ansegeln 2015

    Boddensegeln

    Nachdem unsere Danja am 27. März als eines der ersten Boote in Barth zurück ins Wasser gelassen wurde, verließen wir am Samstag, 3. April, unseren Liegeplatz zum Ansegeln der Saison 2015.

    Das Ziel gab uns Anja vor, die am 8. April ab Greifswald ihre vorzeitige Rückfahrt in den Süden antreten musste. So segelten wir bei günstigem Wind via Barhöft, Glewitzer Wiek (Ankern) und Wieck (Yachtservice Greifswald) nach Greifswald, wo wir für eine Nacht bei der Hanse-Werft festmachten.

    Am Mittwoch ging es dann wieder zurück, gegen den Wind, mit vielen Kreuzschlägen, durch den Strelasund nach Norden. Vor Neuhof Marina übernachteten wir vor Anker, bevor es am Donnerstag weiterging, bis Vitte, Hiddensee. Nach vielen eisigen Nächten erreichte der Frühling dann endlich auch den Norden: Am Freitagmorgen war es bei Windstille so warm, dass wir in T-Shirt in der Plicht unser Frühstück genießen konnten.

    Es folgte ein sehr ruhiger Tag auf dem Wasser, teilweise mit Motorunterstützung, teilweise treibend, teilweise segelnd rund Dornbusch bis Reede Barhöft. Absolut faszinierend war das klare Wasser vor Hiddensee. Bei 6 Metern Wassertiefe waren noch alle Details am Meeresgrund zu sehen.

    Der Samstag brachte uns dann wieder zurück nach Barth, wo es am Abend wettertechnisch wieder sehr ungemütlich wurde. Durch eine Kaltfront wurden mit Sturm die mehr als 20°C Tagestemperaturen vom Samstag fortgeblasen. Da unser Ansegeltörn jedoch beendet war, blieben wir ganz entspannt…

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    Hier noch einige Fakten „for the records“:

    Die Woche war sehr windig. Mit Ausnahme des Freitags begleiteten uns täglich 5 Bft (plus/minus) Wind. In den Boddengewässern und dem Strelasund unproblematisch, nur auf dem Greifswalder Bodden bildeten sich bei NO-Winden eine unangenehme Welle von ca. 1 Meter.

    Anfang April ist um Rügen vom Frühling wenig spür- und sichtbar. Die Temperaturen im Schiff gingen am frühen Morgen runter auf 5-7° C. Ohne Dieselheizung wäre das sehr ungemütlich. Scheint die Sonne jedoch, dann hat sie schon jede Menge Kraft und entschädigt für das unterkühlte Schiff in der Nacht. Überall ist man eines der wenigen Boote auf dem Wasser. Alle Häfen sind so gut wie leer, die Sanitäranlagen stehen einem geradezu exclusiv zur Verfügung.

    Anfang April ist auch Heringszeit. Angler aller Orten. Und natürlich auch die Fischeiaufsicht. Wir kauften unseren Fisch beim Fischhändler. Zumeist gibt’s Zander und Dorsch.

    Zu den Liege- und Ankerplätzen:

    Barhöft: Nach uns kamen nur noch zwei weitere Segelboote, dennoch war der Hafen durch zahllose Freizeitfischer sehr belebt. Offenbar hat sich hier eine Charterbasis für „Petrijüngermotorboote“ etabliert. Am Morgen und Abend herrscht reges, fast schon nerviges Motorboot Kommen und Gehen.

    Neuhof: Rinne war noch nicht betonnt. Plotter empfehlenswert. Ankern nordwestlich der Hafeneinfahrt bei 2 M Wassertiefe gut möglich. Viel Schlick. Weniger als 10 Boote im Hafen.

    Yachtservice Greifswald (halbe Meile hinter der Klappbrücke von Wieck, Nordufer):  Ca 5 Boote im Wasser, ansonsten alle Anleger frei. Die Duschanlagen sind komplett neu renoviert, alles vom Feinsten, und mit der Liegegebühr (EUR 1.50 pro Meter) bereits bezahlt.

    Glewitzer Wiek: Rinne durchgehend bis Tonne 8 (r) 2,5 Meter oder mehr. Guter Ankergrund.

    Vitte: Rinne bestens betonnt, Wassertiefe durchgängig 2.20 M oder mehr. 20 EUR für 11M recht teuer.  Duschen nur mit Duschmarken. Die verkalkten Duschköpfe lassen keinen Duschspaß aufkommen. Ansonsten sauber und gepflegt.

    Zu guter letzt die Statistik:

    Gesamtweg 139sm, davon 31 unter Motor.

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  • Barhöft

    Kleiner Lotsenhafen am südlichen Ende des Gelenstroms oder eben letzter Hafen bevor man vom Strelasund kommend die Ostsee erreicht. Es gibt einige wenige Plätze in Boxen auf der nördlichen Hafenseite sowie eine ausreichende Zahl von Liegeplätzen vor Heckboje am zentralen Fingersteg.

    Es gibt eingeschränkte Versorgungsmöglichkeiten in einem Kiosk mit kleinem Warenangebot und frischen Brötchen, im Restaurant Seeblick kann man sehr gut und zu vernünftigen Preisen essen gehen.

    Die Liegegebühr bis 12 m beträgt EUR 17,70 zzgl EUR 10 Pfand für die Zutrittskarte zu den Sanitäranlagen/Duschen. Strom, Wasser, Duschen sind incl. Beim Hafenmeister kann nur mit Bargeld bezahlt werden, also genügen EURen dabei haben.

  • Halmstad

    Große Stadt und Hafen an der Mündung des Flusses Nissan, im Norden der Naholmsbucht (N 56° 40.158′, E 12° 51.587′). Wer Unterhaltung oder auch Shoppingmöglichkeiten sucht, kann hier fündig werden, es gibt viele Geschäfte, Restaurants und Bars in der Altstadt, die gut zu Fuß erreichbar ist.
    Liegeplätze stehen reichlich zur Verfügung, fast 3 km Flussaufwärts, auf 2,5 bis 4,5 m Tiefe vor der ersten Straßenbrücke Halmstads. WC und Duschen für die Größe des Hafens unterdimensioniert, Versorgungsmöglichkeiten eher schlecht, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Durch seine Lage Zeitaufwendig, wenn es im Törnplan liegt, für uns nicht das was wir mögen. Liegegebühr (Juni 2013) 200 SEK incl. Strom, Wasser und Duschen.

  • Falkenberg

    Geschützter Hafen im Bereich der Mündung des Flusses Ätran (N 56° 53.513′, E 12° 29.350′).
    Mehrere Werften und allgemeine Industrieanlagen. Es gibt einige wenige Liegeplätze beim Falkenberger Bootsclub oder etwas weiter oberhalb am Kai des Südufers. Wir hatten das Glück beim Bootsclub einen Platz zu finden. Fühlten uns sehr willkommen, Toilettenanlagen sind ok, neben den Duschen sind Strom und Wasser, als auch Fahrräder in der Liegegebühr enthalten. Die Fahrräder sind hilfreich, um das Stadtzentrum zu erreichen, welches ca. 1km entfernt liegt (Weg von uns nicht getestet). Liegegebühr (im Juni 2013) 150 SEK.

  • Varberg

    Relativ großer Hafen, etwa einen halben Tagestörn südlich der Westschären vor Göteborg (N 57° 6.550′, E 12° 14.573′). Gastlieger finden sicherlich einen guten und sehr geschützten Liegeplatz im Innenhafen (4,5m). Gegenüber findet sich ein Yachthafen, der jedoch ohne fahrbaren Untersatz weit von der Stadt entfernt liegt. Die große Autofähre, die zwei mal täglich Varberg anfährt stört nur wenig, dennoch ist das laden und löschen mit einigem Lärm verbunden. Wenn möglich sollte man sich einen Platz auf der Westseite des inneren Hafenbeckens suchen. Die Hafenmeister sind sehr präsent und hilfreich.

    Versorgungsmöglichkeiten sind bestens, von Bäckerei über Fischfachgeschäft (100m) bis Supermarkt (800m) ist alles in gut zu Fuß erreichbar. Duschen und WC sind ok, Waschmaschinen und Trockner in Liegegebühr enthalten. Liegegebühr (Juni 2013) 250 SEK (bis 12m).

  • Viken

    Sympatischer Yachthafen am Ausgang des Öresunds auf schwedischer Seite (N 56° 8.506′, E 12° 34.675′). Die Zufahrt ist betonnt, die Wassertiefe beträgt 2,5m oder mehr. Der Hafen ist recht eng, es gibt nur wenige Plätze für Gäste. Mit unserer 37er Hanse zählten wir zu den großen Schiffen im Hafen. Toilettenanlagen sind in Ordnung. Wasser, Strom, Duschen, WiFi, Waschmaschine, Trockner, alles im Preis enthalten. Als Hafenmeister agiert das Restaurant am Beginn der Mole im Westen. In 400m Entfernung (an der Mühle vorbei) findet sich ein Supermarkt. Südlich am Hafen schließt ein Bad an, auch von der Westmole kann man über eine Leiter baden gehen.
    Liegegebühren all inclusive (Stand 2013) betägt 200 SEK.