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Willst du segeln gehen, musst du erst die Leinen lösen…

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Saint Bartholomé (St. Barts)

Februar 8th, 2022 · No Comments · Logbuch, Segelzeit

St. Barts am Horizont

Die Nachtfahrt von Barbuda nach St. Barts werden wir in guter Erinnerung behalten. Mit Sonnenuntergang hatten wir Low Bay verlassen und bald darauf, bei achterlichen Winden um 10 Kt, unser Passatsegel ausgerollt. Die See war ruhig, die Neumondnacht dunkel, der Sternenhimmel klar. Fast geräuschlos glitten wir dahin, ideale Zutaten für Wache und Schlafpausen. Mit Sonnenaufgang lag St. Barts vor uns. Wir segelten mit gesetzter Q-Flagge bis vor Gustavia, wo wir dann ungewohnt lange nach einem Plätzchen für unseren Anker suchen mussten.

Hafen von Gustavia, St. Barts.

Gustavia ist gut besucht, die für kleine Boote geeigneten Ankerplätze voller privater Mouringe, das ganze eingerahmt mit endlos vielen Megayachten, ebenfalls vor Anker. Das Einklarieren ging danach aber erstaunlich schnell, auch weil wir unsere Daten bereits zuvor über das entsprechende Portal eingegeben hatten. Danach schnell noch ein paar Baguettes, Frischkäse und Weintrauben gekauft und zurück aus Boot für eine französische Brotzeit. Wieder in der EU, in unserem Fall Frankreich zu sein, hatte zudem den Vorteil, dass wir das Inklusivvolumen unsere deutschen SIM-Karten wieder nutzen konnten. Wer hätte das geahnt.
St.Barts hat viel zu bieten, aber nicht wirklich für unsereiner. Es ist der Spielplatz der Superreichen. Preise in Strandbars und -Restaurants astronomisch. In Gustavia gibt es fast ausschließlich Boutiquen à la Prada, Hermès und Bulgari, und so ganz ohne Botox, Silikon und Designer-Outfit glaubt man ab und an, auf einem fremden Planeten unterwegs zu sein.
Dass St. Barts von Hurrikan Irma ähnlich schwer verwüstet wurde, wie Barbuda, ist nicht einmal mehr zu erahnen und zeigt eindrücklich, wie weit sich die Schere zwischen Reich und Arm geöffnet hat.
Schön ist St. Barts wirklich. Strände, Buchten, das klare Wasser, die farblich stimmigen Gebäude, Villen und Hotels machen die Insel zu einer Perle in der Karibik.

Anse de Colombier

Und eine Attraktion wollen wir nicht unerwähnt lassen: Der Flughafen der Insel, Aéroport de Saint-Barthélemy-Rémy de Haenen (SBH) gilt als einer der extremsten und gefährlichsten Flughäfen der Welt. Ganz umsonst kann man der täglichen Flugshow im Anflugsbereich des Flughafens beiwohnen. Auch das gibt’s auf St. Barts.

Weitere Bilder findest Du, wie immer, im Fotoalbum.

 

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