SY Danja

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    Angekommen

    Liegeplatz für die ersten Wochen an Bord

    Eine Woche ist es her, dass wir unser neues Zuhause bezogen haben. Die Böbs-Werft hat Wort gehalten und den gewünschten Einzugstermin gehalten. Als wir am 28.03. in Travemünde ankamen, lag DANJA bereits mit gestelltem Mast im Wasser. Über‘s Wochenende verstauten wir das gesamte Umzugsgut auf und unter Deck und verbrachten die ersten Nächte als Liveaboards auf unserem Schiff. Zu den verbleibenden Arbeiten in den vergangen Tagen gehörten – neben dem Verstauen unseres Hausstands – die Inbetriebnahme des Motors und des Ofens, das Einbringen der neuen Polster, Anbringen der neuen Gardinen, Segel aufziehen, Windsteueranlage fertig montieren und vieles mehr. Am Mittwochnachmittag verlegten wir schließlich vom Ausrüstungskai auf einen regulären Liegeplatz. Gut für‘s Wohlbefinden und ein erster Test des Motors. Die To-Do-Liste ist noch lang, dennoch fühlen wir uns gut in unserem neuen Leben und Zuhause. Erstaunlich, wie schnell und wie weit das alte Leben zurück bleibt. Unsere Segelzeit hat (fast) begonnen…

  • Ein verhexter Septembertörn

    Dass ein Törn im Rückblick anders verlaufen ist, als ursprünglich geplant, ist sicherlich nichts Ungewöhnliches. Unser Septembertörn 2015 verlief jedoch so was von anders, dass die Bezeichnung ungewöhnlich eher eine Untertreibung darstellt.
    Geplant war eine Überführung von Barth nach Kappeln, um dort, in und um unsere DANJA herum, unsere Silberhochzeit zu feiern. Dass dies gegen die vorherrschende Westströmung im September nicht ganz einfach sein würde, war uns klar, weswegen wir auch 8 Tage für den Trip vorhielten. Rückblickend können wir heute sagen, dass die Götter etwas gegen den Törn hatten und alles dafür taten, dass wir auf dem Landweg nach Kappeln reisen mussten.
    Das Auslaufen verzögerte sich um 3 Tage, weil Vorgänge im Zusammenhang mit des Skippers beruflicher Tätigkeit, seine Anwesenheit am Arbeitsplatz am eigentlich ersten Urlaubstag unbedingt erforderlich machten. Das günstige Wetterfenster schloss sich mit seiner Ankunft in Barth, am Dienstag, 1. September. Ein Sturmtief nistete sich vor dem Skagerrak ein, auf seiner Südseite setzte starker Westwind ein. Wir schafften es am Mittwoch noch kreuzend bis zu einem geschützten Ankerplatz vor dem Nothafen Darßer Ort, als dann jedoch am Donnerstagmorgen nördlich Darß die 8 Bft auf dem Windmesser erschienen (und ein Crewmitglied auch noch mit Seekrankheit zu kämpfen hatte) gaben wir unsere Törnpläne endgültig auf und liefen ab – oder besser zurück – nach Barhöft Reede. Freitag und Samstag wollten wir zum Trost gemütlich im Strelasund verbringen, ein ausfallender Anlasser verdarb uns jedoch auch hieran den Spaß. Erstmalig versagte er in der Rinne nach Neuhof, die wir nach einer abrupten Wende unter Genua wieder verließen, um dann zur Fehlersuche vor Drigge vor Anker zu gehen. Am nächsten Tag dann, fiel er sporadisch sowohl vor der Ziegelgrabenbrücke in Richtung Norden, als auch später, auf dem Rückweg nach Barth, vor Barhöft erneut aus. Zwar half mehrfach das Hämmerchen am Magnetschalter, dennoch ließen wir den Motor ab Barhöft laufen und motorten bis Barth, zur genauen Diagnose und Reparatur.
    Letztere verzögerte sich dann in der zweiten „Törnwoche“ um drei Tage (zu unserer Silberhochzeitsfeier reisten wir mit Auto an), weil der Mechaniker an einer anderen Baustelle mit höherer Priorität schrauben musste. Verursacher der Motorprobleme war letztlich der Magnetschalter des Anlassers, der für knappe 100 Euros getauscht werden konnte. Die verbleibenden Tage nutzten wir für einen Ausflug mit DANJA nach Stralsund, der – wen wundert es noch – aufgrund schlechten Wetters, sehr nass ausfiel. Störte uns nicht, denn es bot uns einen guten Grund wieder einmal das Ozeaneum zu besuchen.

    Mit DANJA in Stralsund
    Mit DANJA in Stralsund

    Der abschließende Schlag, von Stralsund nach Barth war, seglerisch, das Highlight der beiden Wochen. Vom Segelsetzen vor Stralsund, bis in die Hafeneinfahrt von Barth, konnten wir, bei südöstlichen Winden, allein vom Wind getrieben, Segeln in seiner schönsten Form genießen.
    Dem aufmerksamen Leser fallen hierzu vielleicht wieder die zuvor erwähnten Götter ein, denn, obwohl September (Westwetterlage!?) blies es in der zweiten Woche, während der wir zurück nach Barth hätten segeln müssen, beständig und kräftig aus östlichen Richtungen.

    Für die Statistik:
    Di., 1.9. – Sa., 5.9.15: Barth – Barhöft Reede – Ankern vor Prerow – Barhöft Reede – Ankern vor Drigge – Barth.
    Summe: 111sm, davon 69sm unter Segeln

    Do., 10.9. – Sa., 12.9.15: Barth – Barhöft Reede – Stralsund – Barth.
    Summe 42sm, davon 28sm unter Segeln

  • Wieder im Wasser

    Danja ist zurück in ihrem Element. Am 27. März kranten wir unser Schiff zurück ins Wasser. Beim zweiten Versuch sprang der Motor mit viel Qualm an, lief jedoch schon nach wenigen Sekunden rund und sauber. Nach dem Bunkern von 700 L Trinkwasser (Stege sind noch trocken), fuhren wir langsam zum Steg 3, wo wir als erstes Segelboot dieser Saison, alsbald festmachten.

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    Es folgten zwei arbeitsreiche Tage, an deren Ende unsere Danja bereit für den ersten Törn war, den wir für die zweite Osterwoche eingeplant haben.

    Was wurde erledigt? Rigg-Check mit Alpinausrüstung, Matratzenunterlagen anpassen, Vorhänge wieder anbringen, Ruckdämpfer auf neue Festmacher ziehen, Kuchenbude reparieren, Genua und Großsegel anschlagen, Genuapersenning vermessen und bestellen, Ausrüstung verstauen, neue Fender vorbereiten, Baum neu justieren, Kombüse in Betrieb nehmen und noch einige weitere Kleinigkeiten. Jedenfalls waren die zwei Tage viel zu schnell vorüber und das eine oder andere muss noch vor dem Ansegeln zu Ostern erledigt werden

    Und sonst? Noch ganz schön kalt, dieses Jahr, Ende März. Die Heizung spendet zwar genügend Wärme, da wir sie jedoch zur Nacht ausschalteten, bibberten wir am Morgen bei ca. 7°C in der Kabine ganz schön. Das Wasser taugte bei 2-3 Grad bestenfalls als Kühlschrank (für Dosenbier). Dennoch war es herrlich unser Boot wieder bezogen zu haben.

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  • Winterfeeling

     

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    Nun ist es in Barth doch noch Winter geworden. Auch im Hafen hat sich eine dünne Eisschicht gebildet. Hatte am Freitag die Polster der Eignerkabine aus dem Schiff geholt, sie gehen als Vorlage an eine Polsterei, denn diese Saison wollen wir auf neuen Matratzen ruhen.  Mit der Stromversorgung am Steg war irgendetwas nicht in Ordnung. Kein Heizlüfter, kein Ladestrom. Unproblematisch und sehr ungemütlich! Bleibt nur zu hoffen, dass es im März wieder wärmer wird…

     

  • Warten auf 2015

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    Kurz vor Weihnachten besuchte ich unsere Danja zur Kontrolle der Abdeckung und Batterien. Letztere waren noch gut in Schuss. Pro Monat gingen ca. 40 Ah verloren, mit 315 Ah Reststrom hätten die Batterien wohl das gesamte Winterlager überstanden. Über Nacht konnte ich 70 Ah nachladen, womit die Zeit bis März gesichert sein dürfte. Die Plane selbst hatten wir offenbar bestens befestigt, selbst der Kantenschutz war noch an den richtigen Stellen. Kein Schlagen oder Rutschen im kräftigen Wind dieses 20. Dezember Morgen war zu beobachten.

    Die Boote auf dem Gelände des Barther Yachtservice waren für den Winter noch einmal neu „geordnet“ worden und stehen sehr kompakt geparkt, sich gegenseitig schützend, mit dem Bug nach Süden auf der Freifläche. Alles Bestens also. Beruhigt machte ich mit auf den Weg nach Hause. 2015 kann kommen. Es wird Zeit, sich auf die kommende Segelsaison vorzubereiten.

    In diesem Sinne Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr!

  • Im Winterlager

    Seit Freitag, 24.10. steht unser Schiff auf dem Trockenen. Nachdem wir an der Tanke noch einmal 50 Ltr Diesel nachgetankt hatten, ging es um 14.00 Uhr an den Kran.

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    Erstmals konnten wir nun auch das Unterwasserschiff unserer Danja begutachten. Es kamen keine Überraschungen zutage. Nur einige Seepocken im Bereich des Ruders und am Propeller, die beim Kärchern fast komplett abgewaschen wurden.
    Nach dem Waschen wurde Danja auf ihrem Lagerbock abgesetzt und zu ihren Stellplatz gefahren, wo wir den Rumpf näher begutachteten. Bis auf einige kleine Farbablösungen (1-4 mm Durchmesse) am Bug war das gesamte Unterwasserschiff bestens in Schuss. Über die Leiter ging es dann noch zum Aufklaren an Bord. Ganz schön hoch! Und mit bester Aussicht über die Hafenanlage und den Barther Bodden.
    Wir machten zeitig Feierabend, zum einen waren wir hungrig, zum anderen mussten wir noch einchecken, denn dieses Mal übernachteten wir im Hotel Barther Speicher.
    Am nächsten Morgen ging es dann nach ausgiebigem Frühstück an die Arbeit: Heizung besorgen, Autopilotmotor ausbauen, Außenborder abbauen, und dann natürlich die Winterplane aufziehen. Letzteres entwickelte sich zu einer ganz schönen Schinderei, denn zum einen war die Pläne sehr schwer, zum anderen zu groß, wurde sie doch bisher für ein  Winterlager ohne Mast und mit Holzfirst benutzt. Irgendwie bekamen wir es dann doch hin. Allerdings nur am Achterschiff; doch als zusätzlicher Schutz für die Kuchenbude, gegen Schnee und Sturm, sollte das wohl genügen. Es wurde schon düster, als wir alle Arbeiten erledigt hatten, und im gehen noch einem einen prüfenden und zufriedenen Blick zurück auf unser Schiff wurfen.

  • Entscheidungen


    In diesem Monat sind einige wichtige Vorentscheidungen gefallen. Unser Boot wird eine Reinke 13M Spezial. Der Kasko soll bei Fa.Rehberger in Unterwössen gebaut werden, der Rumpfausbau soll bei der Rammin-Werft in Barth erfolgen. Unser Projekt ist somit einen großen Schritt vorangekommen. Nun heißt es die Planung zu detaillieren und das erste Angebot einzuholen.

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    Rehberger Reinke 13m vor Fertigstellung

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