Balearen

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    Menorca

    Zu Beginn unserer Überfahrt von Mallorca nach Menorca am 15. August 2020 war es nur schwach windig. Motorsegeln. Passte ganz gut, mussten wir doch unseren Wasservorrat wieder auffüllen (Der Watermaker braucht den Strom der laufenden Maschine). Ab Mittag stellte sich dann eine angenehme Brise ein, die gemütliches Halbwind-Segeln erlaubte, bis wir schließlich vor Cabo Nati ins Lee Menorcas gerieten. Unter Motor ging es weiter zur Cala de Algayerens, deren zwei Strände Playa des Bot und Playa des Tancat besonders reizvoll sein sollen. Ließ sich mal wieder schwer beurteilen, denn unzählige ankernde Boote versperrten den Blick auf die Strände. Die Cala Fontanelles liegt im Westen der Bucht und war dagegen fast leer. Glück muss man haben.

    Cala Fontanells, Menorca.

    Wir blieben zwei Nächte, bevor es für uns am 16. August weiter nach Fornells ging. Mal wieder unter Motor. Kein Wind in Sicht.
    Fornells, das idyllische Fischerdorf in der malerischen Bucht Bahia de Fornells – so ein Reiseführer. Aus unserer Sicht mal wieder eine Bucht voller Ankerlieger, das trübe Wasser erinnerte an die Boddengewässer und im Dorf die üblichen Urlauber-Maskenverweigerer. Nett.

    Port de Fornells.

    Zwei Nächte waren mehr als genug, am 18. August brachen wir mit dem ersten Tageslicht auf nach Mahón, der Hauptstadt von Menorca. In der Hauptsaison bleibt für Segler wie uns nur die Cala Teulera als Ankerplatz. Wer näher ran möchte, an die Stadt, muss eine der teuren Marinas oder Schwimmpontons wählen. Wir ankerten lieber und schauten uns am Nachmittag mit dem Dinghy Mahón an. Die Stadt ist voll auf den Tourismus ausgerichtet. Unzählige Bars, Cafés und Restaurants entlang der Hafenpromenade und in der Altstadt warten auf Kunden – die halt zurzeit nicht kommen. Wirkte auf uns alles etwas trostlos und verlassen. Außerhalb der für die Touris aufgehübschten Gassen sieht es aus, wie in jeder anderen spanischen Stadt auch. Zeit für einen Facelift, für den das Geld zu fehlen scheint.

    Mahón. Hauptstadt Menorcas.

    Im Mercadona-Supermarkt füllten wir schließlich noch die Bordvorräte auf und versorgten uns mit frischem Obst und Gemüse für unsere Rückreise in den Atlantik. Ja, richtig gelesen. Vom Mittelmeer sind wir bedient. Erwartung und Wirklichkeit passen einfach nicht zusammen. Mittwoch und Donnerstag versprechen Wind aus Südost, genau richtig für einen ersten Schlag zurück nach Westen.

    Weitere Bilder findest Du wie immer im Fotoalbum.

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    Ibiza

    Nach dem Schrecken von Formentera steuerten wir an Ibizas Westküste Cala Tarida an. Dort, wie auch an den kleinen Buchten entlang der Westküste, war es überall rappelvoll. Mit der SY Diana kamen wir kurz ins Gespräch. Vom derzeitigen Heimathafen Valencia besucht die Crew regelmäßig die Balearen und bestätigte unseren Eindruck, dass die Zahl der Yachten trotz Covid-19 dem üblichen Hochsaison-Aufkommen entsprechen dürfte. Ein anderes Bild dagegen an Land. Strand, Restaurants und Hotels, soweit wir beurteilen konnten, eher dünn besucht, wenn überhaupt geöffnet. Am Ankerplatz ging es, trotz der vielen Boote recht gesittet zu. Wir atmeten durch, blieben zwei Nächte und gönnten uns am zweiten Abend eine Paella im Restaurant Ca‘s Mila.

    Cala Tarida, Ibiza.

    Als technisches Highlight ist im Zusammenhang mit der Cala Tarida noch die Erneuerung unserer Wellenendanode zu erwähnen. Die hatte sich irgendwo auf dem Weg von Formentera nach Ibiza mitsamt der Befestigungsschraube verabschiedet. Christine sicherte die „Baustelle“ mit einem Netz während ich mit einigen Tauchgängen Ersatz anschraubte. Das Prüfen und gegebenenfalls Nachziehen der Schraube wird ab sofort Teil unserer Routine-Wartungsarbeiten.
    Am Dienstag, 4. August, segelten wir weiter Richtung Nordostecke Ibizas für den Absprung nach Mallorca. War zunächst Porinatx unser Ziel, sichteten wir auf dem Weg eine fast leere Bucht und schauten uns dieselbe etwas genauer an. Wir fanden eine kleine Perle, super geschützt, kristallklares Wasser, keine Hotels, keine Touristenboote, dafür ruhige Idylle und herrliche Landschaft: Cala Es Canaret. Wir beschlossen noch etwas länger auf den Balearen zu bleiben.

    Gipfeltaucher in Cala Es Canaret.

    Weitere Bilder findest Du wie immer im Fotoalbum.

    Die Statistik erspare ich Dir, bis zur Cala Es Canaret waren wir 37 sm unterwegs.