Monat: Juli 2021

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    Teneriffas Westküste

    Ohne unsere Gäste gab es für uns keinen Grund, länger in der Marina San Miguel zu verweilen. Wir stockten mit einem Einkauf auf dem Bauernmarkt in Las Chafiras unsere Vorräte noch einmal auf und segelten am 11. Juli um die Ecke (Punta Rasca) auf die Leeseite Teneriffas.

    Punta Rasca, Tenerife

    Seglerisch eine völlig andere Welt als vor San Miguel. Keine Windsee, leichte Dünung, mit etwas Glück leichter Seewind für unbeschwertes Segeln entlang der Küste. Kleiner Wermutstropfen sind die hier gelegenen, touristischen Hotspots Teneriffas, mit den bekannten Hotelburgen und Touri-Ghettos von Los Christianos, El Medano, Playa de Las Americas und Costa Adeje. Von den Häfen starten ganze Wellen von Ausflugsbooten, von Segelyachten und -Katamarane bis Themenschiffe. Auf dem Programm steht bei allen die „Bade“-Pause vor einem Strand. Der schönste soll wohl die Playa Diego Hernandez sein, und so treffen sich drei mal täglich alle Ausflügler zum Bad vor demselben. Ab 18.00 Uhr kehrt jedoch überall Ruhe ein und unsereiner hat das Panorama ganz für sich allein.

    Playa Diego Hernandez, Tenerife

    Wir segelten und ankerten uns von Süd nach Nord mit Stopps vor dem Strand südlich Punta del Puerto, Playa Diego Hernandez und Playa Masca, dem landschaftlich wohl spektakulärsten Ankerplatz, den wir bisher kennen. Überall findet sich auf rund 8 Metern Tiefe gut haltender Sand, den man im klaren Wasser gut ausmachen kann. Für uns war der Bereich um Los Gigantes auch der bevorzugte Ausgangspunkt für die Überfahrt nach La Gomera, um bei halbem oder raumem Wind im Bereich der Acceleration Zone östlich der Insel, San Sebastian de La Gomera anlaufen zu können.

    Playa de Masca, Los Gigantes, Tenerife

    Weitere Bilder von Teneriffas Westküste und unseren Ankerplätzen findest du im Fotoalbum.

     

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    Teneriffa intensiv

    Die Marina San Miguel liegt im Süden Teneriffas, im Einflussbereich der Wind Acceleration Zone zwischen Gran Canaria und Teneriffa. Es kann also recht windig werden, mit entsprechender Welle und Strom bis vor die Hafeneinfahrt. Innerhalb der Marina liegt es sich jedoch sehr ruhig, die Pontons sind für die vorherrschende Windrichtung perfekt ausgerichtet.

    Marina San Miguel

    Die wenigen Tage bis zur Anreise unserer Tochter Anja und ihrem Freund Sven nutzten wir zur Erkundung der näheren Umgebung. Die Marina San Miguel ist Teil eines Golf-Resorts mit vielen großen und kleineren Villen, Hotel- und Appartment-Anlagen. Reines touristisches Entwicklungsgebiet ohne besonderen Charme. Der namensgebende Ort San Miguel liegt gute 10 km landeinwärts und ist wirklich einen Besuch wert. Es gibt einige kleine Strände in der Nähe, überweigend steinig und zumeist mit einer anständigen Brandung versehen.

    Karge Küste westlich der Marina

    Eine Küstenwanderung führte uns durch einige Touristenghettos, teils hübsch, teils verkommen mit etlichen Bauruinen, bis Las Galletas. Schön ist anders, zumindest aus unserer Sicht. Für den Rückweg nahmen wir den Bus.
    Die Haltestelle Pueblo Primavera liegt knapp 500m von der Marina entfernt, auf dem Weg kommt man an einem kleinen Corvian-Supermarkt vorbei, in dem man sich ganz gut versorgen kann. Größere Auswahl bietet das Gewerbegebiet Las Chafiras, inclusive Bauernmarkt, deutschem Bäcker, Lidl und großen Supermärkten.
    Am Freitag, 2. Juli, landete unser Besuch, auf den wir uns schon lange gefreut hatten auf dem Flughafen Teneriffa Süd, der mit Auto in einer viertel Stunde erreicht werden kann. Mit den beiden folgten geschäftige 5 Urlaubstage, in der wir Teneriffa intensiv kennen lernen durften.

    Unterwegs auf Teneriffa: Puerto de Santa Cruz

    Auf dem Programm standen Santa Cruz de Tenerife, mit Playa de Las Teresitas, Puerto de la Cruz mit der Playa de San Telmo, San Juan de la Rambla, der Teide mit Gipfelbesteigung, das Bergdorf Vilaflor und ein Segeltag entlang der Westküste bis Caleta de Adeje.

    Auf dem Gipfel des Teide, höchster Berg Spaniens.

    Leider mussten die beiden bereits am 8. Juli wieder zurück nach Deutschland. Die Arbeit rief… Wir entspannten noch zwei weitere Tage in der Marina San Miguel, bevor wir am 11. Juli die Leinen lösten um wieder etwas Zeit vor Anker zu verbringen.
    Weitere Fotos von Teneriffa findest Du wie immer im Fotoalbum.

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    Überfahrt nach Teneriffa

    Bereit zum Auslaufen.

    Am Sonntag, 27. Juni war es soweit: Wir erhielten unsere zweite Covid-Impfung im Centro de Salud Valterra, Arrecife. Endlich konnten wir weitersegeln. Wurde auch allerhöchste Zeit, denn in weniger als einer Woche landete lange geplanter Besuch – in Teneriffa. Da zudem der Passat im Verlauf der Woche sehr kräftig werden sollte, hatten wir DANJA bereits am Tag zuvor zum Ablegen vorbereitet und stachen eine gute Stunde nach dem Impftermin mit Ziel Marina San Miguel auf Teneriffa, in See. Nach gemütlichem Start an Lanzarotes Südostküste machten wir dann am Südzipfel der Insel, im Kanal zwischen Lanzarote und Fuerteventura, erstmals Bekanntschaft mit einer Wind Acceleration Zone (WAZ). Von 3 auf 7 Bft auf 200 Metern. Wir waren gut vorbereitet und rauschten stark gerefft mit Topspeed zunächst die Küste entlang, bis wir dann einige Meilen westlich von Punta Pechiguera wieder aus der Zone hinaus- und alsbald in die Nacht hinein segelten.

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    Wir kamen gut voran und lagen Montag Vormittag bereits nördlich von Gran Canaria. Am frühen Nachmittag frischte der Wind im Bereich der Caution Zone des Verkehrstrennungsgebiets zwischen Gran Canaria und Teneriffa wieder deutlich auf. Wir hatten die WAZ zwischen den Inseln erreicht. Es wurde ein wilder Ritt entlang der Ostküste Teneriffas, bei bis zu 35 kts Wind und 2 Metern Welle von achtern. Westlich des Montana Roja, die Marina bereits in Sicht, flaute der Wind deutlich ab und ein Marinero lotste uns schließlich gegen 20.00 Uhr auf unseren reservierten Liegplatz. Für die 180 sm hatten wir gute 32 Stunden gebraucht, unser größtes Etmal war 136 sm. Nicht schlecht. Etwas gemütlicher wäre aber auch ok gewesen.

    Marina San Miguel, Teneriffa.