Törnplanung

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    Countdown

    Anfahrt auf Punta Roja

    Radazul liegt hinter uns. Am 24.10. verließen wir, nach einem kurzen Stopp an der Tankstelle, den Hafen in Richtung Süden. Diesmal machte die Düse zwischen Gran Canaria und Teneriffa geradezu Spaß, unter voller Genua folgten wir raumschots und in sicherem Abstand der Küste, bis zum Montaña Roja, hinter dem wir schließlich, vor der Playa de La Tejita, vor Anker gingen. Zwar ist dieser Ankerplatz ein windiges Plätzchen, ein wenig Schwell schafft es immer um Punta Roja herum und sorgt für leichtes Schaukeln, beides konnte jedoch unsere Freude, endlich mal wieder draußen zu sein, nicht trüben. Wir verbrachten vier herrliche Tage an diesem Ankerplatz, bestiegen natürlich den „Roten Berg“ und beobachteten das Treiben der zahlreichen Segelyachten, die jetzt im November hier unterwegs sind.

    Ankerplatz vor der Playa de La Tejita

    Am 28. verlegten wir, wie gebucht, in die Marina San Miguel. Wenn alles gut läuft, bleiben uns noch vier Wochen, bevor wir uns auf den Weg in die Karibik machen. Es stehen noch einige kleinere Arbeiten an: Das ganze Schiff will, vom Masttop zum Kiel, gründlich gepflegt und gecheckt werden, Material und Proviant aufgestockt und gut erreichbar gestaut werden, für den großen Törn über den Atlantik. Wir wollen auf jeden Fall das offizielle Ende der Hurricane-Saison abwarten, zumindest die Wetterprognose soll in die Hurrican-freie Zeit hinein stabil sein, bevor wir aufbrechen. Ins Auge gefasst haben wir deshalb die letzte Novemberwoche, starten wollen wir ab El Hierro. Der Countdown läuft!

    Morgendämmerung. Marina San Miguel.
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    Ende des Emergency State

    45 Tage sitzen wir nun schon hier in Lagos fest. Heute endet offiziell der Emergency State in Portugal. Im Zuge der Bewegungs- und Kontaktbeschränkungen wurden auch die Strände gesperrt, was uns persönlich am stärksten betraf, war die Meia Praia doch unser bevorzugter Strand an dem wir unseren Bewegungsdrang stillen konnten. Bis Juni will die portugiesische Regierung nun die Beschränkungen nach und nach lockern. Ab Montag dürfen kleine Geschäft und Frisöre wieder öffnen. Die Strände bleiben leider noch gesperrt. Die Häfen wohl auch. Wir müssen noch bleiben.
    Alles in allem haben wir es jedoch hier in der Marina de Lagos sehr gut. Das Wetter passt, die Versorgung ist gesichert, kleine „Ausflüge“ im Rahmen sportlicher Betätigung möglich. Und der Ausblick von unserer „Terrasse“ ist nach wie vor herrlich.

    Dass es am Schiff immer wieder was zu schrauben gibt, ist natürlich auch klar. So haben wir seit kurzem einen Trinkwasserfilter eingebaut, der sowohl den leichten Chlorgeschmack, als auch jegliche Keime aus dem Wasser entfernt (ALB-Filter). Bisher eine gute Investition. Kürzlich hat sich dann auch unsere Funke verabschiedet und musste durch ein neues Gerät ersetzt werden. Und da es sich abzeichnet, dass Mund-Nase-Masken bald unsere ständigen Begleiter werden, näht Christine von Hand einige wiederverwendbare Exemplare aus Baumwoll-Stoffen.

    Wir haben über die Zeit noch einige Impressionen aus dem Lockdown eingefangen, die du wie immer im Fotoalbum findest.
    Wie unsere Reise weiter verlaufen wird, hängt auch davon ab, wie viel Segeln erlaubt sein wird. Da europäisch koordinierte Lösungen kaum zu erwarten sind, hoffen wir auf gute Entscheidungen der Portugiesen. Dann wird vielleicht eine Reise nach Madeira oder zu den Azoren möglich. Die kommenden Wochen werden es zeigen.

  • Über den Berg

    Mittlerweile sind wir in 2018 angekommen und die Zeit bis zum Auswintern ist kürzer, als das Winterlager bereits andauert. Wir sind also über’m Berg. Damit wird es Zeit für erste Planungen zur Saison. Wie schon in den Vorjahren, wollen wir den Kappelner Heringstagen einen Besuch abstatten. Im Sommer planen wir dann auf vier Wochen Bordzeit am Stück. Wenn das Wetter mitspielt, geht es Richtung Norwegen. Erstmals werden wir unter dem Stander des Trans-Ocean Vereins segeln. Am Rande der Boot Düsseldorf traten wir bei, denn so langsam aber sicher beginnen die Vorbereitungen für unsere Segelzeit. Auch einige Upgrades aus unserer Refit-Planung stehen auf dem Programm. Neben einigen Elementen des Riggs (Umlenkblöcke der Fallen, Holepunkte der Vorsegel, Spi-Baum) werden wir die Sicherheitsausrüstung teilweise erneuern (Lifelines, MOB-Talje, Rettungsring) und einen AIS Transponder einrüsten. Und bis dahin üben wir uns noch in etwas Geduld und wünschen allen Lesern einen guten Saisonstart!

  • Saisonstart 2017

    Segelbereit und mit neuen Decksalonfenstern

    Mit einiger Verzögerung liegt unsere DANJA seit dem 12. Mai wieder im Wasser. Das ist, im Vergleich zu den vorherigen Jahren spät, berücksichtigt man jedoch das mehr als bescheidene Wetter dieses Frühjahrs, haben wir wohl nichts verpasst. Bei bestem Wetter habe ich dann übers Wochenende unser Schiff für den ersten Törn des Jahres vorbereitet. Der Mast wurde noch am Freitag gestellt, dank den Werftarbeitern der Rammin-Werft, die an diesem Tag einige Überstunden leisteten. Am Samstag hieß es dann für mich zunächst Deck schrubben, dann montierte ich den Baum, ordnete Fallen und Schoten, verlegte DANJA an ihren Liegeplatz, bunkerte einen Teil des Proviants und so weiter, und so fort. Am Sonntag erlaubte mir die morgendliche Windstille schließlich auch noch das aufziehen von Groß und Genua, womit für unseren ersten Törn alles bereit ist. Ziel: Die 39. Kappelner Heringstage.

  • 2016 ist da!

    Allen Lesern unseres Blogs ein gutes neues Jahr!

    Wir stecken bereits in den Planungen für die neue Segelsaison und anstehende Arbeiten, wie Tausch der Batterien und Änderung der Stromversorgung, neue Kuchenbude anpassen etc., sind in Vorbereitung. Leider hält uns der Kälteeinbruch im Norden von kleineren Arbeiten am Schiff ab, die freie Zeit über Neujahr hätten wir gern für einen Besuch genutzt.

    Über Facebook wurde ich auf nachfolgende Petition aufmerksam, über deren Erfolg ich mich auch im Hinblick auf einen noch dort geplanten Törn (NOK – Helgoland – Eider – NOK) freuen würde. Hintergründe wurden auch von der YACHT veröffentlicht (Zum Artikel der YACHT):