Solomons

  • Ein Sommer in Deutschland

    Am 30 Mai verließen wir unser Zuhause auf dem Wasser in Richtung Deutschland. Die mit Abstand günstigsten Flüge über Sommer fanden wir für die Strecke Newark(NJ)-Frankfurt/Main, incl. Anreise und Übernachtung in Washington DC. So lernten wir übrigens auch mal Greyhound und Amtrak kennen, die die großen Städte an der Ostküste in guter Taktung verbinden. Dass Deutschland just in diesem Sommer das 9 EUR Ticket als Antwort auf die Preisexplosion an den Tankstellen eingeführt hatte, kam uns sehr gelegen. Nach unserer Landung in Frankfurt, am Morgen des 1. Juni 2022, waren wir wohl unter den ersten, die mit dem Ticket in den Öffis unterwegs waren. In den kommenden Wochen dürften wir uns wohl in die Gruppe der 9 EUR Vielreisenden eingeordnet haben, denn dank unserer in ganz Deutschland verteilten Familie und zahlreichen Arztbesuchen boten sich zahlreiche Gelegenheiten in Bussen und Bahnen unterwegs zu sein.

    Zwar waren Arztbesuche ein Grund für unsere Reise, der weitere, weitaus angenehmere Grund, war jedoch die Zeit, die wir mit unseren Kids und Enkel in Schwanewede und Wermelskirchen verbringen durften, ergänzt durch Besuche bei unseren Müttern in Kappeln und Germersheim.

    An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Rieke und Daniel, sowie Anja und Sven für die gemeinsame Zeit.

    Für den 10. August war unser Rückflug geplant. Zu unserer Freude gab es keine gesundheitlichen Gründe, die uns länger in Deutschland festgehalten hätten. Und so bestiegen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge unseren gebuchten Flug zurück in die USA, wo wir am 11. August wieder in Solomons ankamen.

    Weitere Bilder finden sich, wie immer, im Fotoalbum.

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    Über den Elizabeth River in die Chesapeake Bay

    Nördlich des Great Bridge Locks beginnt der Elizabeth River, ein Seitenarm im Mündungsgebiets des James River am südlichen Ende der Chesapeake Bay. Die Städte Norfolk, Portsmouth und Chesapeake liegen am Elizabeth River, letztlich ein weitläufiger, natürlichen Hafen für die Handelsschifffahrt und vor allem die US – Navy, die an und in zahllosen Docks und Werften eine beeindruckende Zahl an Schiffen jeglicher Größe liegen hat.

    Industrielandschaften statt Natur und Idylle: Elizabeth River

    Am 18.05. passierten wir das Great Bridge Lock und folgten dem Elizabeth River die gut 5 Seemeilen bis Portsmouth. Wir ankerten gleich nördlich der Tidewater Marina, quasi im Zentrum von Norfolk und Portsmouth. Für 10 US-$ hatten wir dort Zugang zu allen Services der Marina, bei Besuch des Restaurants darf man auch umsonst sein Dinghy am entsprechenden Anleger festmachen. Ende Mai gibt es offenbar noch nicht viele Gäste von Außerhalb. Weder an Norfolks Waterfront, den Malls oder Bars und Restaurants, noch in den Museen war viel los.

    Waterfront von Portsmouth, Elizabeth River

    Großstädte liegen uns nicht so sehr, weshalb wir doch bereits nach zwei Tagen, am 20.05., wieder Anker auf gingen, um weiter nach Norden, in die Chesapeake Bay zu segeln. Wir waren auf dem Weg zu einem Stellplatz für unsere DANJA. Wir mussten für einige Wochen zurück nach Deutschland. Zunächst hatte wir Harrington Harbour North, östlich von Washington DC ins Visier genommen. Weit genug vom Atlantik entfernt und damit ausreichend vor der vollen Wucht eines möglichen Hurricanes geschützt. Neben der Segelpause planten wir im gleichen Zug auch das Unterwasserschiff wieder auffrischen (zu lassen).

    Reedville, Chesapeake Bay

    Auch die über 300 km lange und bis 48 km breite Chesapeake Bay versprach Segeln ohne Geschaukel. Zusammen mit den über 150 Zuflüssen bildet der Chesapeake Bay Complex ein Revier, welches man über Jahre befahren könnte, ohne jemals am gleichen Platz zu ankern oder zu liegen, wie uns amerikanische Segler erzählten. Auf unserem Weg nach Norden stoppten wir im Jackson Creek, Deltaville, im Cockrell Creek bei Reedville und schließlich in Solomons, Maryland. Solomons gefiel uns dabei so gut, dass wir in einer der zahlreichen Marinas nach einem Stellplatz fragten und schließlich bei der Spring Cove Marina hängen blieben. Hier würde unsere Danja auf uns warten können, während wir einen Teil des Sommers in Deutschland verbringen. Mit unserem Heimflug verändert sich natürlich auch unser Törnplan für 2022, darüber aber mehr im nächsten Beitrag.

    Drumpoint Lighthouse, ein Wahrzeichen Solomons.

    Mehr Bilder findest du, wie bisher, im Fotoalbum.

    Und zur Statistik gibt’s auch noch was: Vor ziemlich genau 3 Jahren haben wir Deutschland aus Bremerhaven verlassen. In unserer Segelzeit haben sich bisher 11121 sm angesammelt, insgesamt stehen der Zähler bei 17732 sm.