Autor: Thomas

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    Familienzeit

    Nach unserer Einreise in die USA boten sich zwei alternative Routen für unsere weitere Reise nach Jacksonville, im Norden Floridas. Entweder draußen, entlang der Küste nach Norden, oder auf dem Intracoastal Waterway (ICW) via Daytona Beach und St. Augustine in den Saint Johns River. Da Anfang April noch kein Zeitdruck bestand, entschieden wir uns für Letzteres. Die Vorhersage versprach für fast eine Woche überwiegend frischen Wind aus östlichen Richtungen, was viele Segelmeilen auf den geschützten Wasserwegen des ICW versprach. Angenehm auch, dass wir sowohl den Weg, gute Ankerplätze und Anlande- und Versorgungsmöglichkeiten bereits kannten. Wir freuten uns auf unbeschwertes Segeln, denn Seegang und Ozeanwetter würden wir dieses Jahr sicherlich noch genug bekommen.

    AICW – Unterwegs nach Norden.

    So ging es also für uns mit Ankerstopps bei Titusville, New Smyrna Beach, Daytona Beach und dem Matanzas River zunächst bis St. Augustine, wo wir am Mittwoch, 12. April 2023, gleich nördlich der Bridge of Lions vor Anker gingen und uns auf den Besuch unseres Enkelkindes freuen durften. Daniel, Rieke und Karlo verbrachten den Freitag an Bord, wo das vorläufig jüngste Crewmitglied dann auch gleich seine erste Einweisung erhielt.

    Am Sonntag starteten wir mit dem ersten Tageslicht in die letzte Etappe zu den Downtown Landings in Jacksonville. Mit Daniels Auto und Hilfe holten wir dort das im November eingelagerte Gut zurück an Bord und bunkerten eine große Ladung Vorräte für unsere bevorstehende Atlantiküberquerung.

    Die kostenlosen Liegeplätze entlang der Downtown Landing liegen zwar günstig für das, was wir zu erledigen hatten, fehlende Security und allerhand zwielichtige Gestalten stellen jedoch ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, wie wir in der dritten Nacht vor Ort feststellen mussten: Drei Idioten versuchten morgens und halb vier unser Schiff los zu machen. Weil unsere fünf Landleinen zum goßen Teil durch die Klampen am Steg geführt waren, wurden wir rechtzeitig wach, als die Chaoten an den schiffsseitgen Klampen herumzufingern begannen. Mit Bewegung und Licht im Schiff ließen sie von ihrem Vorhaben ab und zogen von dannen, dennoch waren wir reichlich geschockt. Wären wir nicht wach geworden, hätte uns die starke Strömung des St. Johns River mit der ablaufenden Tide in nur ein, zwei Minuten unter die Main Street Bridge getreiben, wo wir unweigerlich havariert wären.

    So etwas erfüllt den Tatbestand des versuchten Totschlags. Dennoch zeigte sich die Polizei wenig interessiert, als wir den Vorfall telefonisch dort meldeten. An öffentlichen Stegen werden wir zukünftig wohl grundsätzlich mindestens eine Kettenverbindung zum Steg herstellen.

    Wir informierten auch das zweite Schiff, das mit uns an den Downtown Landings festgemacht hatte, bevor wir weitere 15 Meilen den Saint Johns River hinauf fuhren, um im Julington Creek vor Anker zu gehen. Näher konnten wir an Daniels und Riekes Zuhause nicht herankommen, außerdem liegt der Ankerplatz in ruhiger, schöner Umgebung mit Marinas, einer öffentlichen Bootsrampe (Mandarin-Park) und guten Versorgungsmöglichkeiten in „walking distance“.

    Hier bleiben wir, bis das Wetter für unseren Start zu den Bermudas passt. Die Zeit dahin füllen wir mit Familien- und Enkelbesuchen, sowie Wartungs- und Vorbereitungsarbeiten für unsere Atlantiküberquerung via Bermudas und Azoren. Anfang Mai sollte es soweit sein…

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    Heimwärts

    Nach Abreise unserer Gäste blieben uns noch zwei Wochen Zeit, die Bahamas wieder zu verlassen. Unsere Cruisinglizenz galt nur für 3 Monate. Eine Verlängerung wäre zwar möglich gewesen, eine Staffelung ist aber nicht möglich, mit der Konsequenz, dass wenige Wochen mehr, ebenso wie mehrere Monate, erneut 300 Dollar gekostet hätten. Wir zogen es vor, die Bahamas innerhalb der gültigen Cruisinglizenz zu verlassen. Und wo soll es hin gehen? Das Ziel für 2023 lautet Deutschland. Nach über vier Jahren an Bord, ist die Zeit reif für eine Segelpause. Von nun an soll es heimwärts gehen. Die wesentlichen Zwischenstopps werden Jacksonville, FL, Bermudas und die Azoren sein, Ende des Sommers wollen wir einen deutschen Hafen anlaufen.

    Wir verlassen Georgetown bei Sonnenaufgang

    Für den Anfang folgten wir dabei der Route, die uns in diesem Jahr nach Great Exuma gebracht hatte. Über Cat Island und Eleuthera wollten wir einen guten Absprungspunkt anlaufen, für unsere Überfahrt nach Florida. Letzterer wurde dann erneut Great Harbour Cay, im Norden der Berry Islands, wo wir im Januar auf die Bahamas einreisten. Die südöstlichen Winde, mit denen wir GHC anliefen, sollten noch eine knappe Wochen anhalten, ideal für eine sichere Überfahrt nach Florida.

    Unterwegs

    Am 3. April verließen wir mit Beginn „unseres“ Wetterfensters Great Harbour Cay, ließen Freeport an Steuerbord liegen und segelten vor dem Wind hinaus in den Golfstrom, mit Ziel Port Canaveral.

    60 Stunden später erreichten wir den Ankerplatz gleich hinter der Port Canaveral – Schleuse und machten uns bei Sonnenuntergang mittels ROAM App an die Einreiseformalitäten. Die vorbehaltliche Einreisegenehmigung kam bereit nach wenigen Minuten per Email, mit der Aufforderung, unverzüglich das lokale CBP-Office aufzusuchen. Da selbiges erst wieder am nächsten Vormittag öffnen würde, war für uns erst mal Feierabend. Das Einklarieren verlief dann auch problemlos. Zwei freundliche Beamte sorgten dafür, dass wir nach nur 45 Minuten eine neue Cruisinglizenz in denn Händen hielten und fortan samt Boot wieder als Gäste die USA bereisen durften.

    1. Etappe: Exumas – Port Canaveral, FL

    Georgetown, Great Exuma – Port Canaveral, FL: 487sm.
    Zwischenstopps in New Bight (bester Waschsalon der Bahamas), Little San Salvador (auf halbem Weg nach Governor’s Harbour), Governor’s Harbour (Proviant aufstocken), Royal Island Harbour (Kaltfront-Durchzug abwettern), Great Harbour Cay (Ausklarieren, ausschließlich via Klick-to-Clear).

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    Vier-Hand auf den Exumas

    Auf unserem Weg nach Georgetown, Great Exuma, legten wir noch in der Calabash Bay im Norden Long Islands und in Moriah Harbour einen Zwischenstopp ein.

    Strand der Calabash Bay

    Die Calabash Bay (Video) hatten wir noch in guter Erinnerung, die Bahamas-typischen Farben, Türkis und Weiß leuchten hier noch intensiver. Das Wetter erlaubte uns, gleich mehrere Tage zu bleiben und zum absoluten Highlight wurde unsere Begegnung mit einem Manatee, auf deutsch Seekuh. Vor dem Strand des Cape Santa Maria Resort sahen wir das Manatee vielleicht 15 Meter vom Ufer entfernt. Kaum ging Christine einige Schritte ins Wasser, bewegte es sich auf direkt auf sie zu, hob in Armeslänge entfernt die Nase zum atmen aus dem Wasser und ließ sich sogar streicheln. Auch als wir weiter gingen, folgte uns das Manatee und holte sich in der Folge noch einige Streicheleinheiten ab. Eine sehr bewegende Begegnung, die sich nicht wiederholen ließ. Am kommenden Tag war das Tier wieder verschwunden.

    Kuschel-Manatee

    Moriah Harbour (auch hierzu gibt’s ein Video), Teil des Mariah Harbour National Parkt, liegt am östlichen Ende von Great Exuma und ist von der südlichen Zufahrt in den Elizabeth Harbour gut zu erreichen. Sand ohne Ende, ein fast menschenleerer Strand, herrliche Farben und eine ruhige Nacht waren der Lohn für unseren frühen Aufbruch aus der Calabash Bay, im Norden Long Islands.

    Ankern im Moriah Harbour

    Tags darauf drehte der Wind wieder auf Nordost, der zum Exuma Sund hin offenen Seite der Bucht. Wir verlegten deshalb nach Georgetown und gingen „In Da Middle“ vor Anker. Elizabeth Harbour, geschützt gelegen zwischen Georgetown auf Great Exuma und Stocking Island ist das Mekka der amerikanischen Bahamas-Segler. Der Anblick von 300 – 400 Ankerliegern ist beeindruckend, aber echt nicht unser Ding. Die Amerikaner haben die Gemeinde auf Zeit straff durchorganisiert. Täglich um 8.00 Uhr beginnt die Funkrunde mit allen Infos und Regeln von Laufzeiten für Generatoren, über Ort und Zeit für‘s tägliche Beach-Yoga oder Taxi-Sharing, bis zum geplanten Klavierkonzert zum Sonnenuntergang auf Boot XYZ.

    Da mussten wir jetzt durch, denn bis zur Landung unserer Gäste waren es noch einige Tage.

    Am 8. März war es dann soweit und Anja und Sven kamen für 15 Tage an Bord. Zwei Wochen und zwei Hände mehr, eine Zeit, die wir so abwechslungsreich und angenehm wie möglich gestalten wollten. Wie immer gaben Wetter und die See den Ablauf vor, dennoch sammelten wir in unserer gemeinsamen Zeit auf den Exumas viele schöne Erinnerungen zwischen Georgetown und Staniel Cay. Darüber lassen wir am besten die Bilder sprechen…

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    Cat Island

    Am 23. Februar, 10.00 Uhr, gingen wir an unserem letzten Ankerplatz in Eleuthera, Rock Sound West, Anker auf. Der Wind blies nach dem nächtlichen Frontdurchgang immer noch kräftig aus WNW, sollte aber im Tagesverlauf weiter rechts drehen. Bis Davis Channel, dem einzig schiffbaren Weg aus der Bucht von Eleuthera in den Exumas Sound, mussten wir noch gegen den Wind kreuzen, durch den Channel ging es dann hoch am Wind, bis wir schließlich, am Cape Eleuthera auf einen angenehmen Vorwindkurs abfallen konnten. 

    Unter Genua segelten wir noch bis Sonnenuntergang entlang der Südküste Eleutheras nach Osten, bevor wir schließlich, bei East Point, Kurs auf Cat Island absetzten.

    Nachtfahrt von Eleuthera nach Cat Island

    Es wurde eine angenehme Fahrt durch die Nacht, mit wenig Wind und Welle unter einem herrlichen Sternenhimmel. Um neun Uhr morgens erreichten wir nach 81 Seemeilen unser erstes Ziel auf Cat Island, die Ortschaft New Bight. 

    Ursprünglich hieß die Insel Guanima, erst nach eintreffen weißer Loyalisten in 1783 entstand der Name Cat Island. Eine Version der Herkunft des neuzeitlichen Namens zieht den Piraten Arthur Catt heran, eine andere leitet sich von einer einst großen Zahl wilder Katzen ab.

    Ganze 1700 Einwohner (4 pro qkm) leben auf Cat Island. Es gibt keine schwimmenden Schweine, keine Kreuzfahrtschiffe und keine Hotelburgen. Vielleicht war das der Grund, warum uns die Insel auf Anhieb besonders ansprach, vielleicht waren es aber auch die Einheimischen, die grüßend und winkend an uns vorbei fuhren, oder eine Mitfahrt in ihrem Auto anboten. 

    Bar des Fish Fry, New Bight

    Als Cruiser hat uns sowohl der kleine Supermarkt, als auch der Waschsalon in New Bight begeistert. Letzterer der mit Abstand sauberste und gepflegteste unserer gesamten, bisherigen Reise.

    Die im wahrsten Sinne des Wortes herausragendste Sehenswürdigkeit Cat Islands ist die Hermitage auf dem Berg Alvernia, nebenbei auch mit 67 Metern die höchste Erhebung der Bahamas. Allemal ein lohnender Spaziergang vom Ankerplatz vor New Bight.

    The Hermitage, Mount Alvernia, Cat Island, Bahamas

    Zwei weitere Locations steuerten wir während unseres 11 Tage dauernden Aufenthaltes an: 

    Die Fernandez Bay und den Joe Sound Beach. 

    An beiden Ankerplätzen sahen wir erstmals auf den Bahamas noch halbwegs intakte Korallen und zahlreiche, bunte Fische. Sogar Meeresschildkröten kamen wir ganz nah. 

    Der Joe Sound Beach war übrigens seit Portugal der erste Strand, der größer als unser Bewegungsdrang war. Nach 5 km Strandwanderung kehrten wir um, ohne das Ende erreicht zu haben. 

    Joe Sound Beach, Cat Island

    Langsam rückt nun auch der Termin für den Besuch von Anja und Sven näher, die wir in Georgetown an Bord nehmen wollen. Grund genug am 24. Februar mit günstigem Wind näher an Great Exuma heran zu segeln. Cat Island werden wir in sehr guter Erinnerung behalten.

    Wie zuvor in Kurzform noch ein wenig Revierinfo:

    New Bight und Freetown Settlement: Rießiger Ankerplatz. Die Bars und Restaurants am Fish Fry am Strand von New Bight waren Ende Februar weitgehend verwaist oder geschlossen. Die Preise sind hoch. Bei südlicher Komponente im Wind wird’s etwas kabbelig am Ankerplatz. Bester Platz zum Anlanden des Dinghy ist im Lee des alten Govenment Docks beim Batelco-Turm und der Polizeistation. Der New Bight Food Market (30 Min. Fußweg nach Norden) ist gut sortiert und preislich ok, der Liquorstore nebenan gehört zum Supermarkt. Der Supermarkt fährt einen auf Nachfrage zum Strand. Auf halbem Weg liegt nördlich der Straße Gilly’s Laundry.

    Fernandez Bay: Halbmondförmige Bucht ohne Schwell (bei östlichen Winden) und guten Tiefen bis 200m vom Strand. Bar und Restaurant im Resort heißen Cruiser willkommen. Im Fernandez Creek kann man Schildkröten beobachten. Eine knappe Meile nördlich liegt Smith’s Bay. Dinghydock gleich südl. der Bootsrampe. Von dort über die Straße liegt der Supermarkt Alvernia Food Store (und eine Tagesklinik).

    Joe Sound Beach: Abgeschiedenheit pur. Endloser Strand. Vereinzelt Korallenstöcke mit < 1m unter der Oberfläche. Heads up!

    Am Ankerplatz des Joe Sound Beach durfte die Drohne mal wieder ran. Dabei entstand das nachfolgende Video. Viel Spaß!

    Mehr Bilder aus Cat Island findest Du in Kürze im Fotoalbum.

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    Mehr Eleuthera


    Am 21. Januar verließen wir die Hatchet Bay und folgten der Küste weiter nach Süden. Der nächste Ankerplatz, der auch Schutz vor starkem Westwind bietet, ist Rock Sound, etwas über 30 Seemeilen entfernt. Also jederzeit schnell erreichbar. Für die kommenden Tage sollte der Wind aber vorwiegend aus östlichen Richtungen kommen, kräftige Kaltfronten waren keine in Sicht. Wir konnten uns also Zeit lassen.

    Traumstrand French Leave Beach

    Nach einem Stopp nördlich von Pelican Cay steuerten wir zunächst Governor‘s Harbour und von dort die Paw Pay Bay und Ten Bay Beach an. Governor‘s Harbour ist ein guter Service Spot, den wir, nach Ten Bay, gern noch ein weiteres mal anliefen.

    Erst am 9. Februar zog es uns weiter und nach kurzen Stopps beim Tarpum Bay Settlement und Kemps Point gingen wir schließlich im Rock Sound vor Anker. Neben dem Auffüllen frischer Lebensmittel, konnten wir einige Sehenswürdigkeiten Eleutheras erwandern. Auch war Rock Sound ein guter Ort, um eine Kaltfront mit starkem Westwind abzuwetterten. Den der Front folgende, kräftigen Norder, nutzten wir dann am 13. Februar für den Absprung nach Cat Island.

    Sonnenuntergang, Ten Bay

    Wirklich viele Boote sahen wir während unserer 5 Wochen in Eleuthera nur in Spanish Wells und dann wieder im Rock Sound. Fast alle anderen Ankerplätze hatten wir für uns alleine oder mussten sie mit nur wenigen anderen Schiffen teilen. Auch ein Grund, weshalb wir so lange blieben.

    Hier noch einige Details zu unseren Ankerplätzen:

    Pelican Cay: Türkis ohne Ende und kristallklares Wasser, zum Teil nur knietief. In der Nähe gibt es eine aufgegebene Kaserne der US-Marine, die wir aber nicht besuchen wollten.

    Pelican Cay

    Levi Island: Schöne Kulisse und man hat die Bucht wohl meist für sich alleine. Hat der Ostwind aber eine südliche Komponente, wird es unruhig. War für uns Grund genug, nach Governor‘s Harbour zu verlegen.

    Governor‘s Harbour: Hat uns sehr gut gefallen und ist ein Ort mit Geschichte. Die Siedlung, heute Verwaltungssitz von Eleuthera, wurde 1648 von William Sayle gegründet und erhebt den Anspruch Ausgangspunkt der Post-Lucayan Bahamas zu sein. Auf Cupids Cay, verbunden mit dem „Festland“ durch einen Causeway trat das erste Parlament der Bahamas zusammen und stand das erste US-Konsulat auf den Bahamas. Und wer noch mehr (Kultur)-Geschichte wünscht, dürfte in der Haynes Library auf seine Kosten kommen.

    Governor’s Harbour

    Echte Traumstrände findet man überm Berg an der Ostküste Eleutheras. Der French Leave Beach ist mindestens einen Ausflug wert. Und nicht unerwähnt lassen wollen wir neben dem gut sortierten Supermarkt den „Village Laundromat“. Sauber, günstig und gut besucht!

    Paw Paw Bay und die Pineapple Cays: Schöner Ankerplatz, schöner Strand, mit Süd-Komponente im Wind allerdings ziemlich wackelig, weshalb wir bereits nach einer Nacht zur Ten Bay umzogen.

    Ten Bay und Ten Bay Beach: Sehr geschützter Ankerplatz, auch wenn‘s aus Ost mal kräftiger bläst. Ideal für Wassersport und Strandspaziergänge. Hier lässt es sich gut weilen – bis die Vorräte ausgehen, denn Einkaufen oder Essen gehen ist nicht.

    Ten Bay Beach

    Tarpum Bay Settlement: Bietet wohl nur bei ruhigem Wetter oder OSO-Wind Schutz. Mit unseren 1,55 Metern Tiefgang kamen wir nicht nahe genug ans Ufer heran, um tiefen Sand für den Anker zu finden. Einer der seltenen Fälle, wo wir es wegen des Ankergrunds vorzogen, nicht zu bleiben.

    Kemps Point North: Einsamkeit garantiert und Logenplatz für Sonnenuntergänge. Bei Ostwind gutes Lee.

    Rock Sound Harbour: Die Bucht ist rießig, mit guter Versorgungsmöglichkeit in Rock Sound. Für kleine Ausflüge bieten sich das Ocean Hole, das Bubble Bath und die Cathedral Caves an. Vierzig Boote lagen in der Bucht, eng wurde es aber erst, als alle vor der ersten kräftigen Kaltfront seit langem, ins Lee der Westseite der Bucht umzogen.

    Rock Sound Harbour

    Mehr Bilder findest Du wie immer im Fotoalbum – und als Bonbon ein kleines Drohnenvideo der Ten Bay.

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    Nord-Eleuthera

    Eleuthera Island im Osten und die Ost-West ausgerichteten Inseln Ile George, Russel Island, Royal Island und Egg Island bilden eine große, nach SW offene Lagune mit 2-5 Metern Wassertiefe, die geschützte Ankerplätze für fast jedes Wetter bietet. Rundum-Schutz bietet darüber hinaus eine große Lagune auf Royal Island, in der wir auch einmal Schutz suchten, als die Vorhersage Starkwind mit über 30 Knoten aus W bis N ankündigte. Spanish Wells, ganz im Norden der „Lagune“ ist sowohl Port of Entry, als auch ein guter Versorgungsort für Cruiser. Der dortige Supermarkt, Food Fair, ist für die Bahamas sehr gut sortiert. Einen Waschsalon sucht man allerdings vergeblich.

    Wir konnten uns jedenfalls gut mit frischen Waren versorgen und genossen ansonsten das kristallklare Wasser und die stabile Wetterperiode mit schwachen Winden und viel Sonnenschein.

    Erst am 15. Januar zog es uns weiter und wir segelten via Current Cut in die eigentliche Bight of Eleuthera. Unsere bisherigen Stationen dort waren das Glass Window (davon haben wir auch ein Video erstellt), der 2 Meilen SO gelegen Ankerplatz The Cove und schließlich die Hatchet Bay mit Alice Town (und noch ein kleines Video). Die Hatchet Bay bietet ebenfalls perfekten Wetterschutz, wir stoppten dort allerdings für das Miracles Wash House und frische Lebensmittel.

    Eleuthera punktet bei uns mit (fast) leeren Ankerplätzen, kristallklarem Wasser und dem für die Bahamas herrlich milden Klima.

    Die Kehrseite wollen wir aber auch nicht ganz verschweigen: Die Preise für Lebensmittel sind astronomisch. Eine Müllverwertung gibt es nicht und weil Müllvermeidung auch kein Thema zu sein scheint, landet viel zu viel am Straßenrand, im Wasser oder wird, wenn der Sammelplatz voll ist, einfach abgebrannt. Und da das meiste Einkommen wohl für die Grundversorgung drauf geht, bleibt für Luxus, wie Pflege von Haus und Garten, zum Beispiel, selten was übrig. Entsprechend ärmlich sehen die Orte, abseits der Luxus-Hotelanlagen dann auch aus.

    Ihre Freundlichkeit haben sich die Menschen aber bewahrt und als Fußgänger am Straßenrand kann man sich fast sicher sein, früher oder später eine Mitfahrgelegenheit angeboten zu bekommen.

    Und jetzt lassen wir einfach die Bilder sprechen:

    Das folgende Video entstand am Ankerplatz „The Cove“, südlich des Glass Window. Bahamas pur…

    Weitere Bilder findest du wie immer im Fotoalbum.

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    Welcome to the Bahamas

    Zwischen Miami und den Bahamas fließt bekanntlich der Golfstrom. Schon eine Meile vor der Küste war das tiefblaue Wasser des Golfstroms klar auszumachen. Und kaum hat man die scharfe Trennlinie überschritten, packt einen die Strömung und sorgt für deutlichen Versatz nach Norden. Unser eigentliches Ziel, Bimini, war beim herrschenden SSO kaum erreichbar, weshalb wir frühzeitig die Berry Islands als neuen Einklarierungsort ins Auge fassten. Der Strom behielt uns fest im Griff, bis wir, angezeigt durch den Tiefenmesser, am frühen Morgen des 5. Jan., den Flachwasserbereich der Bahamas erreichten. Die Dimensionen des Golfstroms vor Miami sind schon beeindruckend: 35 Seemeilen breit, 800 Meter tief, 3 Knoten schnell. Da schrumpft im Vergleich der Rhein zu einem Rinnsal. Wir waren froh, als wir ihn hinter uns gebracht hatten und das Wetter gut war. In einer Wind-gegen-Strom- Situation will man da nicht drinnen stecken.

    Cero Mackerel – Abwechslung in der Kombüse

    Der Rest des Törns, über die Eldorado – und Mackie Shoals, war schönes Segeln durch kristallklares,
    5 – 10 Meter tiefes Wasser, mit Delfinbesuch und einem Cero (Königsmakrele) an der Angel. Mit Sonnenuntergang des zweiten Segeltags erreichten wir schließlich, nach 120 Seemeilen, Great Harbour Cay und gingen nordwestlich des Naturhafens vor Anker.

    Immigration und Customs kommen zum Einklarieren in die Great  Harbour Cay Marina, in die wir am nächsten Morgen verholen mussten. Vier Yachten galt es einzuklarieren. Viel Arbeit also, für die beiden Beamten 😉 Um Mittag waren wir dann aber durch und mit einem freundlichen „Welcome to the Bahamas, have fun!“ erhielten wir unsere Ausweise zurück und die 300 $ teure Cruisinglizenz überreicht.
    Schnell noch eine SIM-Karte im Marinabüro erworben und es konnte weitergehen. Wir wollten den günstigsten Wind für die Weiterreise nach Eleuthera nutzen, von wo es dann gern auch etwas gemächlicher weiter gehen darf. 

    Drei Stunden segelten wir zunächst hoch am Wind nach NW, bevor wir nach einer Wende endlich den gewünschten östlichen Kurs anlegen konnten. Mit Einbruch der Nacht passierten wir die tropischen Cruiseship-Funparks auf den Stirrup Cays, bevor wir dann endlich direkten Kurs auf den im Nordwesten Eleutheras gelegenen Egg Island Cut anlegen konnten.

    Mit Sonnenaufgang erreichten wir den Cut und die geschützte See dahinter. Egg Island und Royal Island bilden einen bei westlichen und nördlichen Winden wunderbar geschützten Ankerplatz an dem wir die kommenden Tage gut liegen konnten. Darüber dann mehr im nächsten Beitrag.

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    Jahreswechsel in Miami Beach

    Unsere letzte, längere Etappe für 2022 legten wir auf dem Atlantik zurück. Bliebe man weiterhin auf dem Intracoastal Waterway, wartet kurz vor Miami eine Brücke mit 56 ft. maximaler Durchfahrtshöhe. Das war uns einerseits zu knapp, zum anderen war das Wetter optimal für einen Schlag vor der Küste: NO-Wind mit 15 Knoten, Welle 1,2 Meter. So fuhren wir denn mit auslaufendender Tide über den Port Everglades Inlet hinaus auf‘s Meer und 4 Stunden und 20 Meilen später durch den Government Cut und mit auflaufender Tide wieder hinein in die Lagunenlandschaft zwischen Miami und Miami Beach.

    Port Everglades Inlet.

    An diesem Mittwoch, 28.12.2022 lag kein Cruise Ship im Kanal vom Inlet zur Downtown Miamis, wir hatten also das seltene Glück, vom Government Cut, durch diesen Kanal, bis vor die Hochhäuser der Stadt segeln zu können. Erst dort im Wendebecken holen wir die Segel ein und fuhren anschließend durch die West-Venetian Klappbrücke und über die Biscayne Bay wieder nach Osten bis vor Miami Beach, wo wir NW des Sunset Harbour Yacht Clubs vor Anker gingen.

    Anfahrt auf Miami: Government Cut

    Die Kulisse dort ist beeindruckend. Im Westen sieht man die gesamte Kulisse Miamis von Downtown im Süden, bis Buena Vista im Norden, im Osten liegt gleich Miami Beach. Trotz der zentralen Lage hielt sich der Bootsverkehr in Grenzen und ebbte nach Sonnenuntergang vollständig ab, die No-Wake-Zone vor der Marina reduzierte den Wellenschlag zusätzlich. Wir blieben , für uns erstaunlich, die einzigen Liveaboards an diesem Ankerplatz. Ein Dinghy Dock und Wasser gibt es an der Barry Kutun Boat Ramp, gleich südlich der Marina, ein weiteres im Collins-Canal, gegenüber eines Publix Supermarkts. Beide sind zeitlich beschränkt und Towboat US droht mit Abschleppen im Auftrag der Stadt. Zumindest beim Dinghydock im Collinskanal kann man sein Beiboot aber neben dem Anleger an der Leitplanke am nördlichen Ufer festbinden und über eine 10 cm breite Stufe zum Anleger balancieren und umgeht damit die zeitliche Begrenzung am Dock. Das war jedenfalls unser Weg nach Miami Beach, den wir für tägliche Ausflüge an den Atlantikstrand, in den Art Deco Distrikt oder zum Südstrand nutzten. Es gibt kostenlose City-Trolleys, mit denen man mit etwas Glück sitzend, aber nicht wirklich schneller durch Miami Beach touren kann.

    Unser Ankerplatz vor Miami Beach

    Dass Miami Beach ansonsten ein teures Pflaster ist, müssen wir wohl keinem erzählen, es gibt aber auch kein Bootszubehör hier, was uns zu einem Ausflug nach Coconut Grove, einem südlich von Miami gelegenen Ortsteil veranlasste. Von unserm Ankerplatz waren das 9 sm, die mit unserem Boot in gut 2 Stunden zu schaffen sind. Coconut Grove ist das Sportbootzentrum Miamis. Anker- und Mouringfelder, Häfen, ein kostenloses City-Dock, Ausgangspunkt für kommerzielle Bootsausflüge, alles da, allerdings auch der entsprechende Bootsverkehr und begleitende Wellenschlag. Wir bekamen unser Motorenöl, das wir für die Bahamas an Bord haben wollten, sollte ein Ölwechsel fällig werden, und wären wohl am gleichen Tag wieder zurück an „unseren“ Ankerplatz vor Miami Beach gefahren, hätten wir nicht, bei einem Tauchgang im hier recht klaren Wasser der Biscayne Bay festgestellt, dass sich unsere Wellenendanode wieder einmal verabschiedet hatte. Eine neue musste also angebracht werden, wonach wir dann doch für den Tag den Feierabend einläuteten. Zurück nach Miami Beach fuhren wir am Morgen des 31.12.

    Das Feuerwerk zum Jahreswechsel war so spektakulär, wie wir uns das erhofft hatten. Die Städte Miami und Miami Beach zündeten 5 Großfeuerwerke, die wir alle vom Ankerplatz aus sehen konnten. Zusammen mit noch einige kleinere, private Pyroshows, war das schon ein bleibendes Erlebnis.

    Silvesterfeuerwerk über Miami

    Zum Ende der ersten Woche im neuen Jahr zeichnete sich ein gutes Wetterfenster für die Querung des Golfstroms zu den Bahamas ab. Wir mussten also wählen, zwischen einem Törn nach Key West, mit dem wir dem Ende unserer Cruisinglizenz nahe kommen würden und einer früheren Ausreise aus den USA, mit Ziel Bahamas, wo wir im März Besuch aus DE erwarteten.

    Wir entschieden uns letztlich zugunsten der Bahamas. Am 4. Januar füllten wir in der Miami Beach Marina noch einmal Dieseltank und die Benzinkanister für den Außenborder und segelten anschließend bei stabilem SSO Wind ins Neue Jahr und in Richtung Bahamas hinaus in den Golfstrom.

    Weiter Bilder findest du wie immer im Fotoalbum.

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    Palm Beach bis Fort Lauderdale

    Ankerplatz zwischen West Palm Beach (l) und Palm Beach (r)

    Sieben Tage lagen wir in der Cocoanut Grove, zwischen West Palm Beach (WPB) und Palm Beach gelegen und zwischen der Flagler Memorial Bridge im Norden und Royal Park Bridge im Süden. Mindestens 35 Milliardäre wohnen in Palm Beach, ihr Vermögen summiert sich auf über 260 Milliarden Dollar. Entsprechend gepflegt sieht es aus, Palmenalleen, parkähnliche Gärten, Uferpromenaden, alles perfekt in Schuss gehalten von unzähligen, überwiegend spanisch sprechenden Arbeitern und anderen Dienstleistern. Die Spielzeuge der Reichen, sprich Megayachten, prägen das Stadtbild entlang des Lake Worth ebenso, wie die stets präsenten Privatjets im Anflug auf WPB.

    Palm Beach

    Die Bubble der feinen Gesellschaft endet allerdings wenige Blocks westlich der Downtown von WPB. Obdachlose, Dealer, Drogenabhängige, schäbige Restaurants und Gewerbe prägen das Stadtbild, wirken beklemmend und abstoßend. Kann man hautnah erleben, wenn man z.B. mit dem Bus zu einem der wenigen Waschsalons fährt. Und wie der dann aussieht, ist schwer in Worte zu fassen, einer so reichen Stadt komplett unwürdig und Beweis dafür, dass das Märchen von Tickle-Down Economics blanker Unsinn ist.

    Noch im Bereich der Bubble liegt das Public Dock von West Palm Beach, nur wenige hundert Meter von unserem Ankerplatz entfernt. Zum sehr gut sortierten Publix-Supermarkt sind es nur wenige Blocks, zahllose Bars und Restaurants, Galerien und Geschäfte sind ebenso in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar.

    Jeden Abend startete die weihnachtliche Licht- und Unterhaltungsshow „Holiday in Paradise“ im Park zwischen der zentralen Clematis Street und der WPB Waterfront Landing. Den Ablauf kannten wir bald in- und auswendig, denn unser Ankerplatz wurde zwangsläufig mit beschallt.

    Allabendliche, weihnachtliche Lichtershow in WPB

    Waren unsere ersten Tage in Palm Beach noch wunderbar sonnig und warm, erreichte uns dann am 24. Dezember die Kaltluft des Jahrhundert-Wintersturms, der fast die gesamte USA erfasst hatte. Die Temperatur stürzte über Nacht um mehr als 20 Grad auf Werte um die 5 °C ab. Schnee blieb uns zum Glück erspart, auch wenn er ganz gut zu Weihnachten gepasst hätte. Als wir am 26. Dezember unsere Reise fortsetzten, kamen wieder einmal die dicken Ocean-Anzüge mit Skiunterwäsche und Fleeceschichten zum Einsatz und auch unseren Ofen hatten wir wieder in Betrieb genommen.

    Mit einem Zwischenstopp bei Boca Raton ging es für uns auf dem Intracoastal Waterway zunächst weiter bis Fort Lauderdale und dann am 28.12. bis Miami. Darüber mehr im nächsten Beitrag.

    Hier noch in Kurzform einige Infos zu unseren Stopps:

    Palm Beach: Dank des großzügigen und zentral gelegenen, kostenlosen Docks und der guten Versorgungsmöglichkeiten sehr Cruiser-freundlich. Hier kann man es einige Tage aushalten.

    Palm Beach – Fort Lauderdale: Rund 20 Klappbrücken machen die Etappe zu einem Hindernisparcours. Extra Zeit einplanen!

    Fort Lauderdale: Lake Sylvia ist der beste Ankerplatz vor Ort und entsprechend voll. Es gibt kaum Möglichkeiten das Dinghy anzulanden. Ausnahme: Im Hafenbecken zwischen der SE 15th und der SE 16th Street gibt es eine Public Boat Ramp und ganz im Westen ein Dinghy Dock beim Southport Raw Bar & Restaurant. Kostet 10 $, die als Gutschrift im Restaurant wieder eingelöst werden können.

    Weiter Bilder unserer Reise in den Süden Floridas findest du wie immer im Fotoalbum.

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    Von Titusville bis Palm Beach

    Über den Canaveral Barge Canal, das Cape Canaveral Lock und den Canaveral Inlet könnten wir ab Titusville unsere Reise nach Süden auf dem Atlantik fortsetzen. Die Wetteraussichten machten uns darauf aber überhaupt keine Lust. Große Tiefs auf dem Atlantik sorgten für viel Schwell und nur wenig Inlets bieten eine zuverlässig sichere Passage zurück in die geschützten Gewässer hinter den Barriereinseln bzw. den Atlantic Intracoastal Waterway (AICW). Wir zogen es vor, auf dem AICW zu bleiben und mit dem weiterhin vorherrschenden Nordwind soviel Strecke wie möglich unter Segel zurückzulegen. Das ging letztlich besser, als gedacht, auch wenn wir gefühlt die einzigen waren, die ohne Motor unterwegs waren. In bebauten Bereichen geht das zwar manchmal recht langsam, dafür ist es herrlich, fast lautlos auf dem quasi wellenlosen AICW voranzukommen, in der Ferne das Rauschen der Atlantikwellen oder mal weiter weg, mal ganz nah, das Blas der Delfine zu hören, und ab und an überraschten wir sogar Manatees beim Luft holen.

    Segeln auf dem AICW

    Unser Weg nach Palm Beach führte uns über den Indian River weiter nach Süden mit Ankerstopps bei Eau Gallie East, Vero Beach und Jensen Beach und weiter über den Peck Lake und Hobe Sound zunächst nach Jupiter und von dort die letzten 18 Seemeilen über den Lake Worth Creek in den Lake Worth, an dessen Ufern auch Palm Beach und West Palm Beach (WPB) liegen. In der Cocoanut Cove, gegenüber der Public Docks von WPB, gingen wir schließlich am 18. Dezember vor Anker.

    Zu Palm Beach, wo wir auch Weihnachten verbringen wollen, wird es noch einen eigenen Beitrag geben. Hier in Kurzform noch einige Infos zu den Zwischenstopps und dem AICW.

    Eau Gallie East: Zwischenstopp nahe der Eau Gallie Causeway Bridge. Bietet geschützte Ankermöglichkeiten, je nach Wind, nördlich oder südlich der Brücke. Easy in and out. Wir gingen nicht von Bord.

    Vero Beach, Vero Beach Channel

    Vero Beach: Unter Seglern offenbar sehr beliebt, es soll sogar Boote geben, die dort überwintern. Sehr geschützt liegt man in der Vero Beach Municipal Marina im Vero Beach Channel, bzw. an den Mourings der Marina. Kostet 20$ incl. Services und Shuttle ins Gewerbegebiet. Die Mourings werden übrigens mit bis zu drei Booten belegt, es wird also kuschelig. Wir fuhren durch das Mouringfeld hindurch, wo es dann, weiterin im Vero Beach Channel, noch einige Plätzchen zum Ankern gibt. Im Bethel Creek gibt es eine Anlandemöglichkeit für‘s Dinghy, in unmittelbarer Nähe zum Strand und eingeschränkt auch zur Versorgung. Ansonsten wenig los hier.

    Jensen Beach

    Jensen Beach: Hier gingen wir ungeplant vor Anker, bevor es Dunkel wurde. Erwies sich geradezu als Geheimtipp. Auch hier unterhält die Stadt ein Mouringfeld mit eigenem Dinghy-Dock und Servicegebäude, Ankern ist jedoch auch möglich und neben dem Servicegebäude gibt‘s eine große Bootsrampe, an der man gut mit dem Dinghy festmachen kann.

    Dem Ort fehlen der Protz und Glamour, was es sowohl sympathisch als auch günstig macht. Neben einem täglich geöffneten Bauernmarkt mit frischem Obst und Gemüse gibt es einen Publix-Supermarkt und einige Bars und Restaurants, alles in „walking distance“. Wer sich die Füße vertreten will, kann auch über die Frank A Wacha Bridge den Strand ansteuern. Das ist etwas weiter, aber auch ganz nett.

    Ankern im Jupiter Sound

    Jupiter: Hatten hier nur eine Nacht geankert, im Norden des Jupiter Sound, gleich Südlich der Conch-Bar. Guter Ankergrund und ausreichen Platz, sonst haben wir Jupiter nur vom Boot aus gesehen. Im Bereich des Jupiter Inlet und der Stadt selbst sind Ankerplätze rar.

    AICW: Auf den verbleibenden 18 Seemeilen zwischen Jupiter und Palm Beach passiert man immerhin 7 Klappbrücken, die zum Teil fest Öffnungszeiten haben. Kann also etwas länger dauern, wenn man nicht Vollgas von Brücke zu Brücke eilen möchte.

    Segeln auf dem AICW

    Weitere Bilder unserer Reise in den Süden Floridas findest du wie immer im Fotoalbum.

    Für die Statistik: Im Dezember, von Jax bis WPB: 256sm, 13.182sm in der Segelzeit, 19.793sm gesamt.