Monat: August 2017

  • Sommertörn 2017 (2)

    Nach 10 Tagen in Blekinges Schären stellte sich die Wetterlage um. Östliche Winde öffneten ein Wetterfenster für die Rückreise nach Barth. Am Samstag, 22.07. verließen wir Schweden dort, wo wir unseren Besuch begannen: Hällevik. Noch vor Sonnenaufgang setzten wir vor dem Hafen unsere Segel und nahmen Kurs nach Süden. War zunächst Ystad unser Ziel, entschieden wir uns, nach dem wir Simrishamn bereits um 10 Uhr passiert hatten, bis Rügen durch zu segeln. Dieser Samstag war, gemäß aktualisierter Wettervorhersage, der vorerst letzte Tag, an dem wir trocken und mit gutem Wind die Ostsee queren konnten. Es wurde eine ziemlich knackige Überfahrt, der Wind frischte im weiteren Tagesverlauf bis 6 Bft auf, was für beeindruckende Wellen sorgte, von denen die eine oder andere aktiv ausgesteuert werden wollte. Ziemlich abgekämpft erreichten wir mit einbrechender Dunkelheit um 23.00 Uhr unseren anvisierten Ankerplatz vor der Halbinsel Bug und östlich der nördlichen Anfahrtstonne des Hiddensee-Fahrwassers. Ein Tiefdruck-Komplex über Mitteleuropa sorgte fortan für sich verschlechterndes Wetter, ab Montag sollte es dauerhaft und ausgiebig regnen. Wir entschieden uns deshalb vorzeitig nach Barth zurück zu segeln und diesen Sommertörn zu beenden. Damit ergaben sich für mich 2 gesparte Urlaubstage, die wir hoffentlich zu einem späteren Zeitpunkt und bei (spät)sommerlicherem Wetter, zum Segeln verwenden können.

    Dieser Törn in Zahlen:
    Meilen: 343sm, davon 34sm unter Motor.
    Häfen: Vitte, Kloster, Hällevik, Guövik.
    Ankerplätze: Bock, Dornbusch, Bug, Tärnö, Bockö, Skiftö Fjärd, Tjärö.
    Highlight: Magic Hour(s) in Blekinge.

    Alle Bilder des Törns wie immer im Fotoalbum.

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    Tärnö

    Bei Tärnö warteten wir am 19.07. in der großen, geschützten Bucht im Norden der Schäre auf den vorhergesagten Ostwind, der uns zurück nach Rügen bringen sollte. Es gibt hier zahlreiche Möglichkeiten fest zu machen, die im Revierführer von Thomas Karlsson ausführlich beschrieben sind. Wir ankerten im östlichen Teil der Bucht und ruderten mit dem Dingi über die Untiefen in den westlichen Teil, um dort beim Fähranleger und Gästehafen im Restaurant Laxboden noch etwas zu Abend zu essen.
    Daraus wurde leider nichts, da die Bude bereits um 19.00 Uhr schloss. Musste halt der Bord-Smutje wieder ran. Am Abend bot sich dann einmal mehr ein Sonnenuntergang, der an Magie kaum zu überbieten war und uns einige wunderbare Fotos bescherte.

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    Bockö

    Ankerbucht an der Ostküste Bockös
    Bockö steuerten wir am Dienstag, den 18.07., bei kräftigem Westwind an. Die kleine Schäre bietet in der Bucht auf der Ostseite einen sehr geschützten Ankerplatz bei südlichen bis westlichen Winden. Bis vor die großen Felsen ist das Wasser tief, allerdings gibt es keine Ringe oder andere, vorbereitete Festmachpunkte. Wir bevorzugten wieder das Ankern. Unser Eisen hielt bestens, bei ca. 4 Meter Wassertiefe und 20 Meter Kette. Die Bucht selbst ist durch die sie umgebenden Felsen so geschützt, dass allein vorbeifahrende Motorboote für Bewegung des Wassers sorgen. Perfekt für SUP. Gleichwohl hat man einen herrlichen, offenen Blick über die kleinen, äußeren Schären, bis zum Horizont im Osten und Südosten. Vom höchsten Punkt Bockös, der von einem kleinen Steinturm (Bake) markiert wird, reicht der Blick volle 360° über Hällaryds Skärgard, dem Schärengarten von Karlshamn. Wir blieben an diesem Ankerplatz bis Mittwochnachmittag, weil der Wind in der Nacht auf Donnerstag für mehrere Tage auf Ost drehen sollte. Damit öffnete sich dann (leider) auch ein Wetterfenster für die Rückfahrt nach Deutschland, die wir mit einem Zwischenstopp bei Tärno am Donnerstag begannen.