Monat: Juli 2014

  • Segeln mit Schweinswalen

    Juni-Törn 2014, Dienstag, 10. Juni 2014, auf dem Weg von Sejeroe nach Nekseloe.

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    Schweinswale zwischen Sejeroe und Nekseloe

    Gesehen haben wir sie schon oft, stets blieb es jedoch bei der mehr oder weniger weit entfernten Rückenflosse, die genauso schnell wieder verschwand, wie sie aufgetaucht war. Auf dem Mini-Schlag von Sejeroe nach Nekseloe hingegen hatten wir das Glück, dass zwei Schweinswale zum Spielen aufgelegt waren. Nach dem Verlassen des Hafens (mal wieder totale Flaute) legten wir bei niedriger Umdrehungszahl so zwei, drei Knoten Fahrt bei Kurs nach Süden an, weil wir Angeln wollten. Die Angel war nur wenige Minuten draußen, mit dem Köder im Kielwasser, als einer der beiden zum ersten Mal an Steuerbord, vielleicht eine Schiffslänge achtern auftauchte. Um Gottes Willen, dachte ich, bloß keine Delfine an der Angel, und holte, so schnell es ging, die Angelschnur wieder ein.

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    Schweinswale

    Es dauerte nicht lange, da zeigte sich die Flosse wieder, dann immer häufiger, mal vor, mal hinter dem Schiff und wir waren total happy. Über mehr als eine Stunde ging das dann so weiter. Es waren zwei dieser schönen Tiere, ein größerer und ein kleinerer. Christine stand alsbald am Bug und fotografierte, was das Kamera hergab, während wir bei gleicher Geschwindigkeit langsam weiterfuhren. Das ganze ergänzte ich mit einigen Handy-Videos, bis wir nach einiger Zeit dann die Cams beiseite legten, und nur so dem Schauspiel zuschauten.

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    Schweinswale

    In Höhe der Südspitze Sejeroes kam dann genügend Wind auf, um den Motor zu stoppen und unter Segel die Fahrt fortzusetzen. Schien auch unseren beiden Begleitern im Wasser zu gefallen, sie begleiteten uns noch ein, zwei weitere Meilen, bevor Sie dann endgültig verschwanden. Vielleicht war das Gebiet westlich Sejeroes ihr Zuhause, das sie nicht verlassen wollten, oder sie bekamen einfach Hunger, nach all dem Spielen mit der Fresh!Connection und suchten lieber nach Delfin-Frühstück. Wir werden’s nie erfahren, aber dieses erste Mal war ein wunderschönes Erlebnis.

  • Wir kaufen ein Schiff !

    Wer hätte das gedacht. Wir am allerwenigsten. Aber ersten kommt es eben immer anders, und zweitens als man denkt…

    Während unseres Juni-Törns wurden wir auf eine Anzeige im Palstek aufmerksam. Eine Aluyacht, 37 Fuß, schon etwas älter aber dennoch mit einem stattlichen Preis. Einige Faktoren verstärkten unser Interesse zu diesem Zeitpunkt:

    Das Charterboot, mit dem wir gerade unterwegs waren, nervte gewaltig, war schlecht unterhalten bis zu Schimmel in einigen Schapps, kurz zum „Charter-abgewöhnen“, ein 13-Meter-Boot wäre nochmal deutlich größer als die Hanse 40, mit der wir unterwegs waren, und außerdam gab es da noch ein größer werdendes Unbehagen ob der gewaltigen Kosten eines Neubaus, der uns mit minimalen oder eben ganz ohne Rücklage in ein Leben-nach-der-Arbeit starten lassen würde.

    Nun, eines Abends traten wir mit dem Verkäufer in Kontakt und erhielten neben einem Exposé die Information, dass die Yacht noch nicht verkauft wäre. Das Exposé war sehr vielversprechend, viele der Dinge, die wir uns für unser Boot bereits ausgesucht hatten, waren gegeben, und weil der jetzige Eigner den Segelsport aufgeben wollte, war vom Geschirr bis zum Beiboot alles inklusive.

    Um es kurz zu machen: Wir planten auf der Heimfahrt einen Besuch in Bremerhaven ein, trafen auf die SY Pandora und einen absolut seriösen und begeisterten Eigner und waren am Ende der Besichtigung und ein wenig Handeln beide davon überzeugt, dass dieses Schiff unsere Danja werden musste und würde.

    Wir waren nicht die einzigen Interessenten, deshalb begann, kaum zuhause, der Kampf um eine geeignete Finanzierung, der nach gerade einmal zwei Wochen siegreich beendet wurde und es uns erlaubte am 6.7. an Bord der zukünftigen SY Danja den Kaufvertrag mit dem Eigner zu unterzeichnen.

    Uns somit können wir hier und jetzt vorstellen: Unsere SY Danja, mit der wir hoffentlich viele, viele schöne Jahre auf See verbringen werden, zu nahen und fernen Zielen segeln werden, und, so Gott will stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel haben werden:

     

    SY Danja, eine Glacer 363 in Alu. Übernahme und Überführung nach Barth ab 7.8.2014.

  • Juni-Törn 2014 – Anholt

    Unser 3-Wochentörn im Juni 2014 mit der Fresh!Connection, einer Hanse 40 führe uns von Flensburg Sonwik durch den kleinen Belt hinaus in den Kattegatt bis Anholt. Es war unser dritter Anlauf und diesmal passten sowohl das Wetter, als auch die Routenführung. Anholt ist ein lohnendes Ziel, wir haben die Zeit dort (auch kulinarisch) genossen. Es bot sich sogar an Schweden noch in den Törn einzubeziehen, wir zogen wir es jedoch vor, in aller Ruhe via die Sejeroe Bucht, den Großen Belt und die Dänische Südsee gemütlich nach Flensburg zurück zu kehren.

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    Highlights waren, neben Anholt natürlich das (zumeist) absolut sommerliche, fast schon heiße Wetter, das Segeln mit Schweinswalen vor Sejeroe, die wunderschöne Thuroe Bund, das leckere Essen, um nur einige zu nennen.

    Daneben gab es die eine oder andere (lustige) Anekdote, eine Begegnung der gefährlichen (oder besser schmerzhaften) Art mit einem bestimmten Fisch und einige Aufregung mit dem wenig gepflegten Boot. Auch Kontraste gab es reichlich. Von Skiunterwäsche unter dem Ölzeug bis zum Bikini, von Flaute bis Starkwind, Segeln von sportlich bis geruhsam, von genialen Ankerbuchten bis rappelvollen Häfen.

    Die Links im Beitrag führen zu weiteren Details, die so nach und nach hier erscheinen werden. Soll wie immer informativ bis unterhaltsam sein, zur Unterhaltung oder Erinnerung, für Family und Friends und wen es sonst noch interessiert.

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