Elbe

  • |

    Auf Wiedersehen Deutschland

    Mit Besuchen von Hamburg und Bremen gewöhnten wir uns in den letzten Wochen an die Gezeiten und nehmen so ganz nebenbei Abschied von Good old Germany. Auf dem Programm standen zudem das Besorgen letzter Ausrüstungs- und Ersatzteile, der erste Ölwechsel und – leider immer noch – das Beheben unserer Probleme mit dem Drehzahlmesser (falsche und schwankende Anzeige). Nachdem sich Beta Marine (DE) in Nordenham durch einen eigenen Techniker davon überzeugt hatte, dass die Böbs-Werft alles korrekt installiert hatte, soll heute endlich ein Austausch – Drehzahlmesser eingebaut werden. Wir hoffen, dass diese Entscheidung die richtige war. Wir werden sehen.
    In Bremen verabschiedeten wir uns zudem im Rahmen eines Familientreffens von unseren Lieben, womit auch der eigentliche Startschuss für unsere Langfahrt fiel.


    Am 18.06. warfen wir im Europahafen Bremen die Leinen los und verlegten aus besagten Gründen nach Nordenham. Am Samstag erwarten wir einige Tage Wind aus Nord über Ost bis Südost. Genau richtig für unseren ersten Schlag in Richtung Atlantik.
    Noch einige Infos zum Revier:
    In Hamburg fiel unsere Hafenwahl auf den City-Sporthafen gleich neben der Elphi und den Ruesch-Kanal neben Finkenwerder. Im City-Hafen am Puls der Stadt, im Ruesch-Kanal ruhig und geradezu idyllisch.
    Alle von uns an der Weser besuchten Häfen (Nordenham, Lemwerder, Europahafen) gehören einem Freihafenabkommen an, die Liegegebühren sind mit 1 EUR – 1,30 EUR / Meter sehr anständig. Im Europahafen in der Überseestadt in Bremen lagen wir ruhig und in bester Lage in Bezug auf Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie. Vorherige Anmeldung ist empfehlenswert, nur 6 Liegeplätze sind für Gäste reserviert.

    Weitere Bilder findest du wie immer im Fotoalbum, statistisches hier.

  • |

    Heimatrevier achteraus

    Wir haben die uns so vertraut gewordene Ostsee hinter uns gelassen. Am späten Nachmittag des 22. Mai schloss sich hinter uns das Tor der Schleuse Kiel Holtenau und damit erst einmal das Kapitel Ostsee-Segeln.
    Die Tage vor der Einfahrt in den Kiel Kanal verbrachten wir vor Anker im Plüschow-Hafen, genossen die Sonne, wenn sie denn schien, und sorgten für ausreichend Proviant für den bevorstehenden Revierwechsel. Am 22. nahmen wir dann noch im Kieler Hafen Hörn als drittes Crewmitglied Anja für die Passage durch den Kanal an Bord. Dort ließen wir uns Zeit und unterbrachen die Fahrt im Flemhuder See und vor der Schleuse des Gieselaukanals. In Brunsbüttel angekommen, hatten wir die Ehre als einziges Boot in der südlichen Kammer ausgeschleust zu werden. Etwa eine Stunde ging es dann gemächtlich gegen den nachlaufenden Strom Elbe aufwärts, bevor uns der Flutstrom erfasste und zu unserer ersten Destination im neuen Revier spülte: Hamburg. Unser Plotter registrierte 10,2 kts SOG. Willkommen im Tidenrevier. Spannend.

    Wir bleiben einige Tage hier in Hamburg, zunächst im City-Sporthafen, mit Blick auf die Elb-Philharmonie, später im Rüschkanal um unsere nächste Etappe nach Bremen vorzubereiten.
    Was waren die Highlights bis hierher? Wir notieren: Die Idylle im Gieselau-Kanal, unterbrochen nur von „Kanaltsunamis“ und dem Klappern der Holzbohlen der Klappbrücke über den Kanal. Das erste Grillen der Saison. Wildwechsel im NOK – fast hätten wir ein Reh überfahren. Ernsthaft! Die spektakuläre Kulisse des City-Sporthafens Hamburg. Der Fischmarkt.

    Bilder der Etappe Kiel – Hamburg findest du im Fotoalbum, Zahlen zum Törn hier.