Antigua und Barbuda

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    Barbuda

    Die Wettervorhersage versprach für Sonntag, den 23. Januar Ostwind mit 10 Knoten Wind bei nur einem Meter Seegang. Sehr verlockend, für die 35 Seemeilen nach Barbuda. Mit dem ersten Tageslicht gingen wir deshalb vor Jolly Beach Anker auf, setzten Groß und Genua (Passatsegel) und machten uns zunächst auf nach Norden. Kurz vor uns verließ übrigens die SY Vagabonde die Deep Bay, ebenfalls mit Kurs Nord. So klein ist die Welt. Die Flachs im Norden Antiguas querten wir bei Prickly Pear. Das gab uns einerseits einen besseren Winkel am Wind auf dem Weg nach Barbuda, zum anderen füllten wir auf dem kurzen Stück nach Osten unter Motor unseren Wassertank nach.

    Princess Diana Beach, Barbuda

    Die Überfahrt nach Barbuda war dann ein echter Genuss. Konstante 10-12 Knoten Halbwind bei angenehmer Dünung bis zu unserem Ziel, der Cocoa Bay im Süden Barbudas. Vor dem Princess Diana Beach, im Schutz des Riffs vor Cocoa Point fiel gegen 15.00 Uhr der Anker. Um uns herum Türkis, vor uns, in gleißendem Weiß, ein schier endloser Strand. Paradiesisch, wären da nicht die im Bau befindlichen Strandvillen um das Cocoa Beach Resort herum, die schon aufgrund ihrer Größe einfach nicht ins Bild passen. Spaziert man am Strand nach Norden, verliert man die Baustelle aber bald aus den Augen. Platz ist ja noch genug.

    Shack A Kai

    Am Montag führte uns eine Strandwanderung zu Shack-A-Kai, eine Strandkneipe, die unter Seglern für den gegrillten Lobster, zu dem man seine eigenen Beilagen mitbringen darf, nah und fern bekannt ist. Unser Lobster-Essen gab‘s dann am Dienstag. Mit einem Fussili-Salat mit gegrilltem Paprika und gerösteten Pinienkernen und auf dem Grill geschmolzener Knoblauchbutter. Einfach genial und der Lobster ohne Abstrich eine echte Empfehlung.

    11-Miles-Beach, Barbuda

    Am Donnerstag verlegten wir zur Low Bay, an Barbudas Westküste. War an der Cocoa Bay schon nicht viel los, erwies sich die Westküste als geradezu menschenleer. Am 11-Mile Beach, nördlich der Ruine des Lighthouse Point Hotels, lagen mit uns gerade einmal 4 Boote vor Anker. Krass.
    Am Freitag fuhren wir durch die seit Hurrikan Irma bestehende Öffnung im zuvor 17 Meilen langen Strand, über die Codrington Lagune, in die gleichnamige Inselhauptstadt. Die Fahrt zieht sich und ist mit unserem Dinghy im Passatwind zudem unangenehm nass. Einer der Gründe, weshalb wir uns spontan für eine vorgezogene Weiterfahrt entschieden. Hinzu kommen die kaum vorhandene Versorgungsmöglichkeit und das komische Gefühl, welches sich bei uns breit macht, wenn wir in einem HurricaneKatastrophengebiet, in dem die Schäden durch Irma noch lange nicht beseitigt und die Einwohner noch immer mit dem Wiederaufbau beschäfigt sind, seinem Privatvergnügen nachgehen will. Kurz: Wir klarierten in Codrington aus, machten für St Barts, unserem nächsten Ziel, einen Antigen-Test für je 100 US-$ und machten uns auf den Weg zurück über die Lagune. Mit Sonnenuntergang verließen wir Barbuda, früher als geplant, aber bei perfektem Wetter in Richtung Saint Bartholomé, besser bekannt als St. Barts.

    Barbuda!

    Hier noch ein wenig Statistik: 153 sm haben wir in Antigua und Barbuda zurückgelegt. In unserer Segelzeit haben wir jetzt 8.807 sm zurückgelegt, der Gesamtzähler stht bei 15.418 sm.

    Weitere Bilder von Barbuda findest Du wie immer im Fotoalbum.

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    Antigua und die Wassermacher-Saga

    Segeln an Antiguas Westküste

    Im sauberen Wasser der Mosquito Cove vor Jolly Harbour nahmen wir erstmals nach Ankunft in der Karibik unseren Wassermacher wieder in Betrieb. Die Qualität des produzierten Wassers hatte sich weiter verschlechtert. Es schmeckte so salzig, dass wir es fortan nur noch zum Waschen und Putzen verwenden konnten und wohl oder übel auf Flaschenwasser umstiegen. Es begann die Ursachenforschung, für die wir uns bei den Vertretungen des Herstellers SLCE in St. Barts und Sint Maarten, dem Verkäufer in Deutschland und Watermaker-Services in Falmouth Harbour unterstützen ließen. Alle Tests, die wir so durchführten, blieben ohne Ergebnis. Alles im grünen Bereich. Blieb letztlich nur noch die Membrane selbst, die, aus welchem Grund auch immer, hinüber sein musste. Ein Verdacht, der mit Messung der Salinität bei Watermaker Services in Falmouth Harbour fast schon zur Gewissheit wurde. 1800 ppm und damit tatsächlich nicht mehr genießbar. Als auch das Zerlegen des Membrangehäuses keine schadhaften Dichtungen hervorbrachte blieb nur noch der Tausch. Watermaker Serivces erwies sich für uns als gute Wahl. Julian, Chef des Betriebs, schlug vor, die Membrane direkt vom Hersteller in den USA zu besorgen. Ginge schneller und würde zudem deutlich günstiger. Klar stimmten wir dem zu.

    Danja in Falmouth Harbour

    Das Warten auf die Lieferung der neuen Membrane nutzten wir zum Segeln. 365 Strände soll Antigua zählen. Einen für jeden Tage eines Jahres. Es gab also für uns noch einiges zu entdecken. Bei Slipway Marine in English Harbour füllten wir Wasser- und Dieseltank und machten uns wieder auf den Weg. Im Uhrzeigersinn einmal um ganz Antigua. Stopps legten wir ein vor Deep Bay Beach, Jumby Bay Beach, Big Bird Island mit seinem North und South Beach und vor Green Island, innerhalb der Non Such Bay. Von dort kehrten wir nach Falmouth Harbour zurück, denn unsere Membrane war nach einer Woche eingetroffen und bereit für den Einbau.

    South Beach, Great Bird Island

    Tags darauf war das Teil eingebaut und gespannt starteten wir einen Probelauf. Das Wasser schmeckte nicht mehr salzig. Aufatmen an Bord. Ein Test der Salinität bestätigte mit 250 ppm die Trinkwasserqualität, womit wir wieder unabhängig von landseitiger Wasserversorgung waren. Dank Watermaker Services hatten wir zudem noch eine Menge Geld sparen können. Julian und Karen sind auf Antigua unsere absolute Empfehlung bei Problemen mit dem Wassermacher.

    An der Tankstelle der Slipway Marine, English Harbour

    Am 20. Januar verließen wir Falmouth Harbour vorerst zum letzten Mal in Richtung Jolly Harbour. Dort wollen wir vor Anker auf günstigen Wind für die Überfahrt nach Barbuda warten.

    Jolly Beach

    In Kurzform noch einige Infos zum „Revier“:

    • Wasser ohne Liegeplatz fanden wir nur bei der Tankstelle der Slipway Marine in English Harbour. Fast so teuer wie der billige Diesel.
    • Man kann günstig und gut essen gehen, wenn man sich unter‘s Volk mischt (Sugar T’s, Captain’s Table, La Toya’s Local Cuisine)
    • Bei Great Bird Island ist man die fetten Mega-Yachten los. Die haben zuviel Tiefgang für diese wunderschöne Ecke Antiguas. Für Non Such Bay gilt das Gegenteil.
    • Der Ankerplatz in der Freeman‘s Bay (English Harbour) ist immer rappelvoll. In Falmouth Harbour lässt es sich dagegen gut ankern. Die Versorgung dort ist topp und vielfältig.
    • Bei Jolly Harbour lagen wir besonders gern vor Jolly Beach. Der Strand ist riesig und fast Menschenleer, weil die Hotels dort geschlossen sind.
    • Budget Marine (Jolly und Falmouth Harbour) ist super sortiert, falls mal ein Ersatzteil fehlt. Zum Einkauf immer die Einklarierungspapiere mitnehmen. Ist Voraussetzung für zollfreien Einkauf.
    • Antigua hat kein Entsorgungskonzept für seinen Müll, trotz des absurden Reichtums vieler seiner Gäste bleibt nichts hängen. Müll wird verbrannt. Das riecht man bei Ostwind besonders deutlich an der Westküste um St. John’s und Deep Bay.
    • Busse fahren überall hin, mit Fahrern von halb blind bis Formel 1 – Aspirant. Abenteuerlich. Beim Einsteigen das „Good Morning“ oder „Good Afternoon“ nicht vergessen!

    Mehr Bilder zu Antigua findest du wie immer im Fotoalbum.

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    Jahreswechsel in Antigua

    Kaum angekommen, sind sowohl Weihnachten, als auch Silvester vorüber und wir sind in 2022 angekommen. So eine Überfahrt ist, was die Vorweihnachtszeit angeht, wie ein Blackout, aber wir haben wieder Tritt gefasst. Allen Lesern dieser Seiten, allen Freunden, Bekannten und ehemaligen Kollegen wünschen wir an dieser Stelle ein

    Gutes Neues Jahr!

    10 Tage nach dem Einklarieren sind wir wieder im Cruisingmodus. Englisch Harbour und die Freeman Bay, unser Ankerplatz über Weihnachten, haben wir hinter uns gelassen. In Erinnerung bleiben spannende Taxi- und Busfahrten sowie Begegnungen mit dem karibischen Amtsschimmel der Zollverwahrung auf der „Jagd nach dem Ersatzteil“ für unseren Kochherd, das quirlig-lärmende, vorweihnachtliche St. John‘s und die schöne Stimmung im weihnachtlichen Nelson‘s Dockyard, Weltkulturerbe und Treffpunkt für Yachties aus Nah und Fern.

    Vor Anker in der Carlisle Bay

    Am 27.12. folgten wir der Küste im Uhrzeigersinn zur Carlisle Bay, wo wir direkt vor dem exklusiven Carlisle Bay Resort vor Anker gingen. Das All-Inklusive-X-Mas-Packag für 990 US-$ pro Nacht, pro Zimmer. Das ist mal ‘ne Ansage. Tauschen hätten wir nicht wollen, denn vom Wasser aus, ist die Bay einfach unübertrefflich. Besonders krass auch der Kontrast zur Old-Road, an der das Resort liegt. Gemüse- und Obstgarten der Insel, aber auch zuhause des ärmeren Teils der Bevölkerung Antiguas. Keine Gegend für einen Abendspaziergang.

    Unterwegs nach Jolly Harbour

    Am 30. Dezember ging es für uns dann weiter Richtung Jolly Harbour. Wir warfen Anker in der Mosquito Cove, 10 Minuten vom Dinghy-Dock der Marina entfernt. Am letzten Tag des alten Jahres ließen wir uns als Walk-Ins in der New Villa Poly Clinic boostern. Genial! An dieser Stelle Danke dafür an Antigua und Barbuda!
    Mit einigem Feuerwerk im Umfeld Jolly Harbours begrüßten wir von Bord aus das Neue Jahr. Wir sind gespannt was es für uns bereithalten wird. Die kommenden ein, zwei Wochen wollen wir noch einige Ankerplätze Antiguas und Barbudas erkunden, bevor wir dann wieder Segel setzen in Richtung Nordwest.

    Sonnenuntergang in der Carlisle Bay
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    Atlantiküberquerung

    Freeman Bay, English Harbour.

    Es ist geschafft! Mit reichlich Wind und Welle auf dem Weg liefen wir 20 Tage und 4 Stunden nach dem Auslaufen aus Puerto de La Estaca, El Hierro, am 20.12.2021 in English Harbour, Antigua and Barbuda ein. Im ruhigen Wasser der Freeman Bay bauten wir zunächst die Passatbäume ab und suchten uns anschließend für‘s Einklarieren einen Ankerplatz, was sich als etwas länger hinzog, als gedacht, denn unsere Ankerfernbedienung weigerte sich beharrlich außerhalb Europas zu funktionieren, letztes technisches Problem dieser Überquerung. Es folgte überraschend schnell und unkompliziert der Healthcheck und das Einklarieren in Englisch Harbour und danach endlich das verdienten Anlegerbierchen vor der herrlichen Kulisse der Freeman Bay.

    Crew:
    Zweihand über den Atlantik ist kein Spaziergang, das war uns vorher klar. Nur zwei oder drei Tage boten das so oft beschriebene, schöne Passatwindsegeln, mit gleichmäßiger Schiffsbewegung und vollen Segeln. Der Rest war echt anstrengend. Überlagernde Dünung und Windsee erzeugten unangenehme Kreuzseen mit entsprechend heftiger, kaum kalkulierbarer Schiffsbewegung und permanenter Geräuschkulisse des – trotz guter Polsterung – hin und her rutschenden Inventars. Ohne zwei Haltpunkte war an Bewegung im Schiff nicht zu denken. Mit einhändigem Balancieren riskierte man unweigerlich den Abflug zu machen. Wir hielten durchgehend 4-Stunden-Wachen, mit Sonnenuntergang begann jeweils die erste Nachtwache. Hat sich für uns bewährt. „Schlaf“ fanden wir am besten im Durchgang zur Heckkabine, tiefste Stelle im Schiff und gut Schulterbreit, guter Schutz also, unfreiwillig hin und her gerollt zu werden. Mehr als 2-3 Stunden Schlaf pro Tag kamen dabei trotzdem nicht zusammen. Essen hatten wir reichlich, zumeist jedoch kalt, in Form von Salaten, später als belegte Brote mit Käse, Dosenwurst und hartgekochten Eiern.

    Schiff:
    Das Vertrauen in unsere Glacer 363 ist mit der Atlantiküberquerung weiter gewachsen. Stehendes und laufendes Gut, Beschläge, Luken, Dichtungen, Einrichtung, Segel, alles hat den Törn ohne jegliche Schäden mitgemacht. Nur ganz, ganz selten, fanden einige Spritzer Salzwasser, von am Heck brechenden Wellenkämmen, ihren Weg ins Cockpit. Durchs Wasser bewegte sich unsere Lady stets weich und sicher, nur sehr selten sorgte Wellenschlag für einen lauteren Rumms, der das ansonsten entfernt klingende Rauschen des Wassers entlang des Rumpfes durchbrach.

    Technik:
    Ein guter Freund sagte einmal, dass alles was kaputt gehen kann, auch kaputt gehen wird. Können wir bestätigen. Am zweiten Tag kam es zu einem Leck in der Treibstoffzuleitung unseres Herdes. Der Schlauch gehört nicht zu den empfohlenen Ersatzteilen für unseren Herd, Ersatz also nicht an Bord. Mit 3 Wochen vor dem Bug dachten wir ernsthaft an Abbruch oder einen Zwischenstopp auf den Kapverden, denn ausschließlich kalte Küche war für mich schon fast eine Notlage. Ein Workaround war jedoch an Bord: Ein Primus Omnifuel Campingkocher. Der ließ sich auf unseren Herd schrauben und garantierte – wenn auch wenig im Einklang mit der Gebrauchsanweisung – halbwegs sicheres Kochen. Unsere Windfahnensteuerung kam während des Törns ausgiebig zum Einsatz. Mit Passatsegel ist man stets perfekt getrimmt unterwegs, entsprechend gut hielt unsere Windpilot Pacific den Kurs bis 160° Windwinkel. Nur für Kurse mit niedrigerem Windwinkel bevorzugten wir die Präzision unseres elektrischen Autopiloten. Dass sich an der Windfahnensteuerung aber nach zwei Tagen die Schrauben lösten, kam überraschend. Dank starker Rollbewegungen bekamen wir das Pendelruder aus dem Wasser und konnten die losen Teile wieder sichern. In der Folge wurde das tägliche „Ausschalten“ der Windfahnensteuerung und überprüfen aller Schraubverbindungen, bäuchlings mit dem Oberkörper über dem Heck des Schiffes liegend, zur Routine. Das Manual warnt, aufgrund der hohen Hebelkräfte, vor Arbeiten an einer sich im Betrieb befindlichen Anlage. Keine Ahnung wie sich der Hersteller das mit dem „regelmäßigen“ Prüfen gedacht hatte. Spaßfaktor: Sehr gering.
    An Tag 10 nahmen wir unseren Wassermacher in Betrieb. Auf der Überfahrt nach El Hierro hatten wir ihn zuvor getestet, dummerweise aber nicht die Qualität des produzierten Wassers geprüft. Das schmeckte nämlich plötzlich total brackig. Die lange Ruhezeit war ihm, obwohl wir die empfohlenen Wartungs- und Reinigungsarbeiten penibel eingehalten hatten, nicht bekommen. An Tag 11, die Wetterbedingungen waren ok, beschäftigten wir uns deshalb mit einer neuerlichen chemischen Grundreinigung der Anlage und Membrane. Seither geht‘s wieder, mit dem Geschmack, ein weiteres Problem war vorerst gelöst.
    Am Tag 14 gab der Antriebsmotor des Autopiloten nach einigem Knacken den Geist auf. Vermutlich Getriebeschaden. Für uns war der AP kritisches Element eines jeden langen Törns, zumal wir mit unserem Windpiloten auf anderen als Vorwindkursen gemischte Erfahrungen gemacht hatten. Deshalb war Ersatz an Bord. Knapp drei Stunden dauerte der Tausch, wobei besonders der Umbau des Zahnrads vom kaputten auf den neuen Motor Zeit kostete. Bei achterlichen Winden von 25, in Böen 30 Knoten aber keine schlechte Leistung.
    Zur Ankunft, fiel dann, wie zuvor beschrieben die Fernbedienung unserer Ankerwinsch aus. Auch hier hatten wir Ersatz an Bord, da die alte bereits über 10 Jahre in Benutzung war.

    Navigation und Wetter:

    Obwohl rückblickend ein direkter Kurs von El Hierro nach Antigua möglich gewesen wäre, folgten wir zunächst dem klassischen Routing südwärts bis zum 20. Breitengrad, dann, bei unverändert guten Bedingungen, setzten wir Kurs direkt Antigua und Barbuda ab. Dabei unterstütze uns unser Sohn Daniel als „drittes Crewmitglied“, von Deutschland aus mit aktuellen Wetterdaten und Vorhersagen über InReach. Auf dieser Route vielleicht nicht lebenswichtig, dennoch aus unserer Sicht besonders wertvoll, halfen die Nachrichten über Satellit doch mehrfach bei Entscheidungen zu Kurs und Segelführung, sowie bei der Vorbereitung auf die Bedingungen, die die nächste Nacht oder der nächste Tag für uns bereithalten würden. Danke Daniel!

    Statistik:
    2712 Seemeilen waren wir unterwegs, 49 davon, fast ausschließlich im Einflussbereich der Kanaren, unter Motor. Die ersten beiden Tage segelten wir mit einem Rundsegel. Hat prima funktioniert, brachte aber nicht die Geschwindigkeit, die wir von unserem Passatsegel her kannten. Deshalb riggten wir vor Einbruch der Nacht unsere Passatbäume und segelten fortan mit unserem Passatsegel, bis in die Anfahrt des English Harbour. Wir brauchten 20 Tage und 2 Stunden für die Strecke, erreichten also eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,6 Knoten. Es war windig! Nur im Einflussbereich der Kanaren blies der Wind mit weniger als 20 Knoten. Ansonsten sahen wir überweigend 20-25 kt. Wind, zeitweise 25-30 kt, Boen auch deutlich darüber. Seit Beginn der Segelzeit haben wir nun 8.656 Seemeilen zurückgelegt, der Gesamtzähler steigt auf 15.267 Seemeilen.

    Weitere Bilder der Überfahrt findest Du wie immer im Fotoalbum.