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SY Danja

Willst du segeln gehen, musst du erst die Leinen lösen…

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Sommertörn 2012 – Teil 3/3: Sejeroe bis Fehmarn

September 12th, 2012 · No Comments · Logbuch

Am Morgen des 16.08. (Donnerstag) verließen wir Sejeroe in Richtung Samsoe. Wir wollten Langoer einen erneuten Besuch abstatten. Im Tagesverlauf drehte der Wind abflauend von NO auf S. Gegen Abend begann es sogar zu regnen. Unsere Route führte über das Linholm Loeb in den Stavns Fjord. Irgendwie war ich nicht voll konzentriert, sowohl dem Hatterev als auch dem Flach westlich des Lindholm Loeb kam ich näher als nötig. Erinnerte mich an die Fliegerei: Complacency Kills… . Ging aber alles gut und fuhren erneut ab Hafenausfahrt Serejoe unter Segel bis wir bei der Anfahrt von Langoer Havn auf südlichen Kurs drehen mussten.
Wir blieben im Hafenbereich, das Wetter verführe uns nicht zu einem längeren Ausflug oder zum Baden. Im Kiosk gönnten wir uns lecker Hot Dogs…

Am nächsten Morgen verhinderte Nebel einen frühen Aufbruch. Totale Flaute half zudem nicht bei dessen Auflösung. Erst gegen Mittach verzog sich der Nebel um Langoer herum und erlaubte das Ablegen. Kaum hatten wir motorend das Lindholm Loeb mit Ziel Ballen passiert, war er wieder da, der Nebel. Wir reduzierten die Fahrt deutlich und schlichen aufmerksam in den Nebel starrend nach Süden. Die Sicht variierte stark, mal schien die Sonne, mal war totale Suppe. Mindestens ein weiterer Segler tat es uns gleich, ab und an konnten wir ihn in einigen hundert Metern Entfernung sehen. Kurs und Plotter brachten uns schließlich um halb drei Uhr vor die Hafeneinfahrt von Ballen, just zu dem Zeitpunkt, wo sich der Nebel schließlich vollends auflöste. Im Hafen selbst war es schon recht voll, wir fanden jedoch einen guten Platz an der Nordmole, mit Blick auf den im Norden anschließenden Strand. Am Nachmittag war Abhängen angesagt. Wir gönnten uns frische Shrimps im Cockpit, frisch gebackene Zimt-Teilchen aus der Bäckerei und am Abend gab’s frischen Fisch. Auch war rasch der Entschluss gefasst hier einen weiteren Stehtag zu verbringen, denn der Sommer hatte sich wieder in voller Pracht durchgesetzt.

Füllte sich am Freitag der Hafen schon beachtlich, konnten wir am Samstag staunend beobachten, wie viele Boote tatsächlich in solch einen Hafen passen. Es riss tagsüber gar nicht mehr ab, bis schießlich am Abend keine Päckchen mit weniger als 3 Booten an den Molen oder Stegköpfen lagen (wir wuchsen zum dreier-Päckchen…).

Am Sonntag ging es weiter nach Kerteminde. Wir wollten zeitig los und unsere Nachbarn im Päckchen spielten alle mit so dass wir nach einigem Schieben und Ziehen um 08:15 Ballen Havn verließen. Es war weiterhin sehr sommerlich mit nur mäßigen Winden. Der Blister kam ein weiteres Mal zum Einsatz, bis gegen Mittag der Wind ganz einschlief. Unter der Küste schien es noch etwas länger einen brauchbaren Landwind zu geben, wir hatten unseren Kurs jedoch zu weit draußen abgesetzt und motorten ab Mittag bis zu unserem Ziel, welches wir um 14.00 Uhr erreichten. Es war mittlerweile so heiß geworden, dass wir beim Anlegen richtig ins Schwitzen kamen. Heiß war es offenbar auch den Einwohnern von Kerteminde. Der an die Marina anschließende Strand war so voll, dass nicht mehr viele Kerteminder zu Hause sein konnten 😉

Am Montag ging es für uns weiter, unter der Großen Belt Brücke hindurch nach Omoe. Der Wind war zurück und erlaubte schönes Segeln – bei immer noch sommerlichen Temperaturen. In Badehose und T-Shirt unter der Brücke hindurch. Kommt so oft sicherlich nicht vor… . In Omoe Havn gönnten wir uns ein frühes „Dinner“ im Hafenrestaurant. Ein kulinarische Erlebnis der anderen Art: Die Pizza aus der Tiefkühltruhe, der Fisch aus der Tüte durch die Fritöse auf die Teller. Wir hatten wohl bisher nicht viel verpasst!

In der Nacht auf Dienstag blies es kräftig. So langsam aber sicher ging der Sommer wohl doch zu Ende. Für Mittwoch versprach der Wetterbericht den Durchgang einer Kaltfront mit entsprechend starkem Wind aus West. Wir verließen Omoe nach Süden und entschieden noch während des Schlags nach Spodsbjerg zu segeln. Nakskov, unser ursprüngliches Ziel, war bei der sich bestätigenden Wettervorhersage nicht mehr empfehlenswert, evtl. hätten wir die gesamte Zufahrt gegen starken Wind ankämpfen müssen. Spodsbjerg selbst ist ein sehr schöner Hafen mit spitzen Anlagen. Wir tankten schon mal voll, um uns das Tanken in Fehmarn zu sparen

Für den Mittwoch, unserem letzen Tag auf See, versprach der Wetterbericht Wind SW um 4, westdrehend, zunehmend 6-7, Gewitterboen, später W 6. Wir waren also gewarnt und wappneten uns für die Überfahrt nach Fehmarn. Es wurde schließlich reichlich stürmisch, der Durchgang der Kaltfront erwischte uns genau zwischen Langeland und Fehmarn, mit Reff 2 liefen wir nach Osten ab, um nicht westlich Fehmarn auf Legerwall zu geraten. Einzig den Wechsel auf die Normal-Fock statt der Genua hätten wir vielleicht besser machen können. So segelten wir raum oder auf Halbwind bis zur SO Ecke von Fehmarn, wo wir dann doch noch einmal den Motor bemühen mussten, um gegen den Wind bis Burgtiefe zu kommen.
Diese Überfahrt bleibt sicherlich in Erinnerung. War schließlich unsere erste „Sturm“-Erfahrung. Peter Pan gab uns jederzeit ein sicheres Gefühl, lag super am Ruder und in der Hand, auch als uns bei bis zu 30 Knoten Wind mit Blitz und Donner der Regen auf die Kapuze prasselte und die Wellen zu beachtlicher Größe anschwollen änderte sich das nicht. Wir waren aber auch nicht traurig, dass der Spuk nach einer Stunde wieder vorbei war und wir nur noch mit dem starken Wind zurechtkommen mussten…
In Burgtiefe zirkelten wir schließlich nach acht Stunden und noch immer 6 Bft. Wind sicher in eine freie Box und konnten alsbald aufatmend zum Anlegerbier greifen.

Am Donnerstag gaben wir Peter Pan dann zurück und machten uns auf dem Heimweg, um an Daniels OL – Abschlussfeier teilnehmen zu können. Da der Sommer ohnehin vorbei war, machte der verlorene Segeltag gar nicht mehr so viel aus…

Für die Statistik:
Sejeroe – Langoer 18 (total 243) DKR 160,-
Langoer – Ballen 10 (total 253) DKR 160,-
Ballen – Kerteminde 25 (total 278) DKR 150,-
Kerteminde – Omö 25 (total 303) DKR 140,-
Omö – Spodsbjerg 22 (total 325) DKR 150,-
Spodsbjerg – Burgtiefe 40 (total 365)

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