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Willst du segeln gehen, musst du erst die Leinen lösen…

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Sommertörn auf der Genesis Tag 1-3

August 23rd, 2010 · No Comments · Logbuch

Tag 1 (Sa, 21.08.2010):

Aus Ingolstadt kommend ist die Anfahrt aus dem Süden Deutschlands stets das Längste Etmal eines Törns auf der Ostsee. Um 5.00 ging es los, gegen 13.00 erreichten wir den Hafen des Greifswald Yachtservice. Mit H. Wunderlich vereinbarten wir die Übergabe der Genesis ab 14.30. Die Zeit nutzten wir zunächst für eine Runde Fischbrötchen am Wiecker Hafen, entluden unser Gepäck und gingen Proviant einkaufen. Um vier war letzteres endlich geschafft, wir übernahmen „unser“ Boot der kommenden 14 Tage.

Um am Sonntag nicht erst nach der ersten Brückenöffnung der Klappbrücke Wieck um 9.00 los zu können nutzten wir die 19.00 Uhr -Öffnung und liefen bei schwachem Wind, sommerlichen 30 ° und Sonnenschein unter Motor zur Marina Lubmin. Pünktlich zu Sonnenuntergang erreichten wir den Auslaufkanal und machten alsbald beim zweiten Versuch (bein ersten übersahen wir die rote Tafel, die in Lubmin den Liegeplatz eines Dauerliegers kennzeichnet) die Genesis sicher fest. Kostete bei den Temperaturen viel Schweiß, was den Schwärmen an Mücken offenbar besonders attraktiv erschien…

Kurz vor Schließung gab es schließlich im Schwimmenden Restaurant/Hafenmeisterbüro das wohlverdiente Anlegerbier, nach einer besonders wohltuenden Dusche und einem kleinen Snack verzogen wir uns schließlich in unsere Kojen mit dem Plan am kommenden Tag nach Abgabe des Sanitärraumschlüssels und Empfang der bestellten Brötchen unseren Törn fortzusetzen.

Tag 2 (So, 22.08.2010):

Es war eine kurze Nacht, dennoch fühlten wir uns alle frisch genug, endlich Segel zu setzen und gen Norden zu laufen. Bornholm in einem Schlag war nicht zu machen, die Winde kamen aus SW und zwangen uns zu einem Vorwindkurs, bei dem die Geschwindigkeit niedrig bleiben würde. Unser Ziel hieß deshalb Lohme, von wo aus wir einen weiteren Versuch Richtung Bornholm starten könnten.

Bei 2-3 bft ging es sodann gemütich vor dem Wind duch die Rinne des Schuhmachergrunds hinaus auf die Ostsee, halbwegs zwischen Landtief A und B auf Nord- und Halbwindkurs, der endlich flotte 5-7 Knoten Fahrt erlaubte. Alle Mann (und Frauen) an Bord legten Schwimmwesten und Gurte an. Im Verlauf des Nachmittags bildeten sich über Rügen teils kräftige Schauer und Gewitter, die zu kräftigen Böen aus West führten, auch der Wind frischte weiter auf (wir schätzen mal so um die 5 Bft). Zum Glück segelten wir immer da, wo bis auf ein paar wenige Tropfen kaum Niederschlag fiel. Ein Blick zurück auf schwarze Regenwände im Bereich der Oie zeigte, dass es auch anders hätte kommen können. SÖ Sassnitz refften wir das Groß auf Reff 1 und kreuzten danach gegen den auf West gedrehten Wind etwas näher an die Küste heran, um einen besseren Blick auf die Kreidefelsen zu haben.

Nördöstlich des Königstuhls waren die Wellen recht ausgeprägt, einem Bereich ausgeprägter Kreuzseen zollten wir einigen Respekt. Zwei Kreuzschläge gegen den kräftigen Westwind brachten und schließlich vor Lohme, wo wir die Segel einholten und die Yacht zum Anlegen vorbereiteten. Bei der Dünung und dem kräftigen Westwind für uns Anfänger ein spannendes Unterfangen!.

Mit einem leicht mulmigen Gefühl liefen wir dann dirch die Molenköpfen in den Hafen von Lohme ein. Wegen des uns in die Boxengasse schiebenden Windes rangierten wir einige Male vor und zurück bis wir uns schließlich für ein anlegen längsseits am ersten Liegeplatz der Südseite des Hafens entschieden. Wir waren froh über einen Bugstrahler zu verfügen, denn der erlaubt doch ein sehr kontrolliertes Manövrieren. Mit einigen helfenden Händen von Landseite gelang uns dann auch ein sicherer und stets kontrollierter Anleger, so gegen 18.00 ging der Motor aus. Es folgten uns noch einige weitere Yachten, deren Anlegen wir verfolgen konnten und die uns darin bestätigten, dass wir unsere Sache gut gemacht hatten.

Den ganzen Abend bließ es kräftig weiter, durch Regen hindurch konnten wir einen herrlichen Sonnenuntergang beobachten. Mit duschen, essen (heute gab es die mitgebrachte Bolognesesoße) wurde es wieder recht spät. Segeln und die viele frische Luft machten müde und wir waren froh als wir endlich in die Kojen konnten.

Tag 3 (23.08.2010):

Über Nacht hatte jemand den Wind abgeschaltet, nur ein laues Lüftchen wehte aus SW, die See hatte sich wieder beruhigt. Mit Wetterbericht und weitern Faktoren fassten wir den Entschluss auch heute nicht nach Bornholm zu laufen und entschieden uns statt dessen zu einem kurzen Schlag hinüber nach Glowe um etwas mehr Urlaubsfeeling aufkommen zu lassen. (1. wir waren immer noch groggi, 2. die schwachen Winde hätten uns zum motoren gezwungen – oder zu einer Nachtfahrt, 3. für den Nachmittag waren kräftig auffrischende Winde bis Stärke 7 im Bereich Bornholm zu erwarten). Die entscheidung erlaubte uns ein gemütliches Frühstück und ein entspanntes Ablegen.

Es war ein gemütlicher Schlag, wir genossen mit Lesen, plaudern und sonnen die knapp 4 Stunden, die wir für die 5 Meilen brauchten. Kurz vor Glowe sprang der Wind dann gemäß Vorhersage auf Süd und frischte kräftig auf. Ruck zuck hatten wir 6-7 Knoten Fahrt drauf. Wir verzichteten darauf noch ein wenig zwischen Arkona und Glowe zu segeln und fuhren statt dessen in den Hafen wo wir schließlich gegen 14.00 festmachten. Der Einfachheit halben wählten wir (der Skipper) einen der vielen freien Plätze auf der Westseite der (von See kommend) ersten Steganlage. Bereitete uns dann einige Probleme, da hier die Heckpfähle sehr weit vom Steg entfernt stehen und unser Plan, die Heckleinen auf Slip zu legen, zunächst nicht richtig durchfürbar war. Also hieß es Leinen verlängern und weiter rangieren. Um halb zwei war es dann geschafft. Wir waren besonders gründlich beim klarieren und festmachen, denn die Vorhersage versprach eine stürmische Nacht.

Am Abend gab’s das Anlegerbier in der Fischräucherei an der Strandpromenade von Glowe. Zwei Schwarzbarsche und Stücke Buttermakrele gingen auch noch mit, sie sollten mit einem Tomatenreis das Abendessen vervollständigen. Zudem nutzten wir den Netto-Supermarkt über der Haupt- bzw. Bundesstraße und bunkerten noch einige wenige Dinge, die uns als fehlend aufgefallen waren.

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