SY Danja

Willst du segeln gehen, musst du erst die Leinen lösen…

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Wochenendtörns

September 12th, 2017 · Logbuch

Solange man dem Arbeitsleben nicht entflohen ist, bestimmen die verfügbaren Urlaubstage die Zeit, die man an Bord verbringen kann. Mit unseren Törns in die Schlei und nach Blekinge sind unsere Urlaubskonten in 2017 so gut wie aufgebraucht. Zeit an Bord lässt sich jetzt nur noch mit Überstunden und geschicktem einplanen von Brückentagen erkaufen. Daraus werden dann kürzere oder längere Wochenendausflüge nahe des Heimathafens Barth. So geschehen über Mariä Himmelfahrt und am ersten Septemberwochenende.
Am langen Wochenende über den bayerischen Feiertag am 15.8. begleiteten uns unsere Gegenschwieger(eltern), die wir, nach einer Nacht vor Neuhof, in Stralsund für die Rückfahrt nach Barth, inklusive einer Übernachtung vor Barhöft, an Bord nahmen. Der Törn wird mir auch wegen einer kolossalen Erkältung in Erinnerung bleiben, die mich, kaum unterwegs, sehr plötzlich und mit Macht erwischte und auch nach Rückkehr nach IN, noch eine Weile beschäftigte.
Das erste Septemberwochenende verbrachten wir auf Barhöft Reede. Das Wasser dort war so klar, wie wir es im Bodden bisher noch nicht gesehen hatten, außerdem noch angenehm warm und der nördliche Wind sorgte für schön ruhiges Liegen und beste SUP – Bedingungen. Das lockte übrigens noch eine recht große Zahl weiterer Ankerlieger zur Reede Barhöft, in der Nacht auf Sonntag insgesamt 11 Segelboote.

Für die Statistik: Im August verbuchten wir 64sm, am ersten Septemberwochenende 28sm.
Fotos findest du hier.

 

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Sommertörn 2017 (2)

August 6th, 2017 · Logbuch

Nach 10 Tagen in Blekinges Schären stellte sich die Wetterlage um. Östliche Winde öffneten ein Wetterfenster für die Rückreise nach Barth. Am Samstag, 22.07. verließen wir Schweden dort, wo wir unseren Besuch begannen: Hällevik. Noch vor Sonnenaufgang setzten wir vor dem Hafen unsere Segel und nahmen Kurs nach Süden. War zunächst Ystad unser Ziel, entschieden wir uns, nach dem wir Simrishamn bereits um 10 Uhr passiert hatten, bis Rügen durch zu segeln. Dieser Samstag war, gemäß aktualisierter Wettervorhersage, der vorerst letzte Tag, an dem wir trocken und mit gutem Wind die Ostsee queren konnten. Es wurde eine ziemlich knackige Überfahrt, der Wind frischte im weiteren Tagesverlauf bis 6 Bft auf, was für beeindruckende Wellen sorgte, von denen die eine oder andere aktiv ausgesteuert werden wollte. Ziemlich abgekämpft erreichten wir mit einbrechender Dunkelheit um 23.00 Uhr unseren anvisierten Ankerplatz vor der Halbinsel Bug und östlich der nördlichen Anfahrtstonne des Hiddensee-Fahrwassers. Ein Tiefdruck-Komplex über Mitteleuropa sorgte fortan für sich verschlechterndes Wetter, ab Montag sollte es dauerhaft und ausgiebig regnen. Wir entschieden uns deshalb vorzeitig nach Barth zurück zu segeln und diesen Sommertörn zu beenden. Damit ergaben sich für mich 2 gesparte Urlaubstage, die wir hoffentlich zu einem späteren Zeitpunkt und bei (spät)sommerlicherem Wetter, zum Segeln verwenden können.

Dieser Törn in Zahlen:
Meilen: 343sm, davon 34sm unter Motor.
Häfen: Vitte, Kloster, Hällevik, Guövik.
Ankerplätze: Bock, Dornbusch, Bug, Tärnö, Bockö, Skiftö Fjärd, Tjärö.
Highlight: Magic Hour(s) in Blekinge.

Alle Bilder des Törns wie immer im Fotoalbum.

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Tärnö

August 4th, 2017 · Logbuch, Revierinfos

Bei Tärnö warteten wir am 19.07. in der großen, geschützten Bucht im Norden der Schäre auf den vorhergesagten Ostwind, der uns zurück nach Rügen bringen sollte. Es gibt hier zahlreiche Möglichkeiten fest zu machen, die im Revierführer von Thomas Karlsson ausführlich beschrieben sind. Wir ankerten im östlichen Teil der Bucht und ruderten mit dem Dingi über die Untiefen in den westlichen Teil, um dort beim Fähranleger und Gästehafen im Restaurant Laxboden noch etwas zu Abend zu essen.
Daraus wurde leider nichts, da die Bude bereits um 19.00 Uhr schloss. Musste halt der Bord-Smutje wieder ran. Am Abend bot sich dann einmal mehr ein Sonnenuntergang, der an Magie kaum zu überbieten war und uns einige wunderbare Fotos bescherte.

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Bockö

August 2nd, 2017 · Logbuch, Revierinfos

Ankerbucht an der Ostküste Bockös

Bockö steuerten wir am Dienstag, den 18.07., bei kräftigem Westwind an. Die kleine Schäre bietet in der Bucht auf der Ostseite einen sehr geschützten Ankerplatz bei südlichen bis westlichen Winden. Bis vor die großen Felsen ist das Wasser tief, allerdings gibt es keine Ringe oder andere, vorbereitete Festmachpunkte. Wir bevorzugten wieder das Ankern. Unser Eisen hielt bestens, bei ca. 4 Meter Wassertiefe und 20 Meter Kette. Die Bucht selbst ist durch die sie umgebenden Felsen so geschützt, dass allein vorbeifahrende Motorboote für Bewegung des Wassers sorgen. Perfekt für SUP. Gleichwohl hat man einen herrlichen, offenen Blick über die kleinen, äußeren Schären, bis zum Horizont im Osten und Südosten. Vom höchsten Punkt Bockös, der von einem kleinen Steinturm (Bake) markiert wird, reicht der Blick volle 360° über Hällaryds Skärgard, dem Schärengarten von Karlshamn. Wir blieben an diesem Ankerplatz bis Mittwochnachmittag, weil der Wind in der Nacht auf Donnerstag für mehrere Tage auf Ost drehen sollte. Damit öffnete sich dann (leider) auch ein Wetterfenster für die Rückfahrt nach Deutschland, die wir mit einem Zwischenstopp bei Tärno am Donnerstag begannen.

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Skiftö Fjärd

Juli 30th, 2017 · Logbuch, Revierinfos

Skiftö Fjärd

Der Skiftö Fjärd liegt eingebettet zwischen Dragsö und Högaholm im Norden, dem Festland im Westen und Skiftesön im Süden. Navionics weist die Bucht als Ankerplatz Högan aus. Es gibt reichlich Bewuchs unter Wasser, dennoch hielt unser Anker auf Anhieb, im weiteren Verlauf vorübergehend bis 6 Bft, denn es bließ kräftig aus West. Ankerposition: N56° 9.573‘ E15°1.738‘.
Mit Dingi oder SUP könnte man hier herrliche Ausflüge um die umliegenden Schären machen, uns war es dafür zu kühl und windig. Wir beschränkten uns im Wesentlichen auf‘s Genießen der Aussicht, die nach Osten bis nach Tjärö und die dahinter liegende Halbinsel Svalemala reicht.

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Guövik

Juli 30th, 2017 · Logbuch, Revierinfos

Einziger Gastlieger in Guövik.

Guövik war unser Ziel nach Tjärö. Wir hofften auf das Restaurant im Guövik Värdshus, das im Revierführer Thomas Karlssons durchaus gelobt wird. Am Sonntagvormittag segelten wir die schmale, landschaftlich reizvolle Bucht hinauf. Der Steg des Värdshus wirkte ebenso verlassen, wie das gesamte Örtchen – oder eben das, was man davon sehen konnte. Der ortsansässige Bootsclub hat seine Anleger ausgebaut, es gibt, im Revierführer noch nicht beschrieben, einen Anleger zum be- und entladen mit 3 ausgewiesenen Gastliegeplätzen an Heckbojen, nebst Strom- und Wasseranschluss.
Das Ganze für 100 Schwedische Kronen. Kann man nicht meckern. Am nördlichen Steg gibt‘s sogar eine Sauna. Nur Betrieb ist hier keiner. Den Hafenmeister konnten wir telefonisch zunächst nicht erreichen, er rief jedoch zeitnah zurück, mit der spaßigen Bemerkung: „… oh, you are the new boat“. Waren wir also bereits Dorfgespräch geworden…
Vom Hafenmeiter erfuhren wir weiterhin, dass das Restaurant Guövik Värdshus geschlossen war, und es sonst kein weiteres, fußläufiges Restaurant gäbe. Störte uns nicht weiter, hatten wir doch genügend Essen gebunkert. Da dann auch der für den Nachmittag angesagte Regen pünktlich einsetzte, verfolgten wir die Möglichkeit zum Naturschutzpark Eriksberg zu wandern, wo es laut Google ebenfalls ein Restaurant geben soll, auch nicht weiter. Entfernung übrigens 1,8 km.

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Tjärö

Juli 28th, 2017 · Logbuch, Revierinfos

Sonnenuntergang über dem Bjärnöfjärden, NO-Küste Tjärös.

Tjäro war bereits im vergangenen Jahr die für uns schönste Destination in Blekinge. Geschützte Gewässer, zahlreiche Möglichkeiten für Ankern und Festmachen, Felsen, Wiesen, Wälder – wie aus dem Bilderbuch. Der schwedische Kreuzerclub hat im Nordosten Tjärös 2017 eine zweite Tonne ausgebracht, dort machten wir, als Clubmitglied, auch in diesem Jahr wieder fest.
Die Bucht im Norden, der Bjärnöfjärden liegt sehr geschützt und ist aufgrund seiner Größe bevorzugtes Ziel für Wasserski- und Jetski-Fahrer. Sorgt für einige Unruhe, die wir so im letzten Jahr nicht erlebt hatten.
Die Bucht im Osten der Insel, Maren, ist mittlerweile zu einem vollwertigen Hafen ausgebaut. Der Zentrale Anleger hat Heckbojen zum Festmachen, am Steg gibt‘s Strom und Wasser.
An den Anleger schließt sich das neue Restaurant und Kiosk an, das viel Platz bietet, aber trotzdem für zwei Tage im voraus ausgebucht war (Freitag/Samstag). Der Kommerz hat eben auch hier Einzug gehalten. Aber dezent und geschmackvoll.

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Hällevik

Juli 23rd, 2017 · Logbuch, Revierinfos

Nach Hällevik hat es uns aus purem Zufall verschlagen, obwohl Ort und Hafen (Hällevik Hamn) ja bereits zur Region Blekinge gehören, wie es Thomas Karlsson, in seinem so unterhaltsamen, wie informativen Revierführer beschreibt. Ursprünglich wollten wir nach Hanö, in Anbetracht des für die kommende Nacht vorhergesagten, starken Nordwestwinds, der gemäß Karlsson Schwell bis in den Hafen treibt, steckten wir, nach passieren Simrishamns, den Kurs nach Hällevik, wo wir nach 26 Stunden und 109 Meilen im Kielwasser gegen 7.00 Uhr festmachten.

Blick vom Liegeplatz am Gästesteg (einlaufend der erste) von Hällevik Hamn

Hällevik ist allemal eine Reise wert, wir wären sicherlich noch einen weiteren Tag dort geblieben, wollten wir nicht weiter, bis in die Schären östlich von Karlshamn.
Trotz Hochsaison blieben während unserer Anwesenheit ausreichend Gastliegegplätze frei. Überhaupt hatten wir im Zusammenhang mit der Ferienzeit in Schweden mehr Betrieb erwartet, aber entweder zieht es die Schweden heutzutage während des Sommers in die Ferne, oder man ist hier so entspannt, dass auch während des Hochsommers keine Hektik aufkommt.
Für 200 Schwedische Kronen gibt‘s den Liegeplatz am Fingersteg oder an der Kaimauer, Strom, Wasser und Duschen sind inclusive. Alles sauber und gepflegt. Gleich am Hafen liegt Dagmars Restaurant, im Revierführer noch als Hafenkneipe beschrieben. Ist von außen gesehen recht schick und füllt sich am Abend sehr schnell.
Ebenfalls am Hafen gibt es einen Supermarkt mit allem, von frischen Brötchen bis zur Heckenschere und neben Dagmars Restaurant einen Verkaufsraum der dort ansässigen Räucherei.
Von Bewegungsdrang getrieben, wanderten wir an unserem zweiten Tag in Hällevik durch das Naturschutzgebiet Stiby Backe, wo die Aussicht von der Höhe toll sein soll. Mittlerweile sind die Bäume jedoch so groß geworden, dass der Blick nur vereinzelt bis zum Horizont reicht.
Herrlich fanden wir das Badepier am Strand östlich des Hafens. Gleich mehrfach stiegen wir von dort in die ziemlich kalte See.
Störend fanden wir nur die Spinner, die sich allabendlich für eine gefühlte Ewigkeit mit ihren Jetskis vor dem Hafen austoben mussten.

Badesteg am Strand östlich HÄlleviks

Fazit: Auf jeden Fall einen Stopp wert.

 

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Sommertörn 2017

Juli 19th, 2017 · Logbuch

Am 8. Juli starteten wir in unseren Sommertörn 2017. Eine Anreise mit Hindernissen war vorausgegangen. Auf der A19, zwischen Malchow und Güstrow fingen wir uns einen Platten, der sich nicht vollständig reparieren ließ, mit dem wir aber noch bis Rostock kamen. So gewannen wir eine Nacht im Radisson Blu, einen neuen Reifen und eine, um einen Tag verzögerte Abfahrt aus Barth.
Wollten wir zunächst im Bereich Rügens bleiben, bot sich am Dienstag, den 11.07. ein ideales Wetterfenster für eine Überfahrt nach Schweden an: Trocken, Wind aus SW bis W mit 3-4 Bft für 2-3 Tage.
Wir nutzten dieses Wetterfenster und segelten, wie bereits 2016, vom geschäftigen Rügen-Revier (Start in Kloster), ins besinnlich-ruhige Blekinge. Da wir Simrishamn, naheliegender Übernachtungsort, erst gegen Mitternacht erreichen würden, entschieden wir uns, gleich durchzusegeln und überquerten in der Nacht, bei 2-3 Bft aus WSW, die Hanö-Bucht nach Blekinge.

Sonnenaufgang über Hanö

In Blekinge orientieren wir uns am Revierführer von Thomas Karlsson, in der deutschen Übersetzung aus 2004. Können wir nur empfehlen. Unterhaltsam, informativ und ausreichend aktuell. In den nachfolgenden Berichten beschreiben wir die von uns angelaufenen Häfen und Ankerplätze, die alle auch im besagten Revierführer beschrieben sind.

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Windiges Wochenende

Juni 25th, 2017 · Logbuch

Unser Mini-Törn zum langen Fronleichnam-Wochenende vom 15.-18. Juni, gedacht als gemütliche Strand- und Badetour, geriet zu einem kleinen Härtetest für Boot und Besatzung. Nach Flaute am Donnerstag blies es von Freitag bis Sonntag ohne Unterlass mit 5-6 Bft, Streckenweise auch mit 7. Via Barhöft Reede ging es im Hiddensee-Fahrwasser bis östlich Dornbusch und wieder zurück. Zwischen den Inseln kamen wir bei dem Wind schnell voran, dass es vor Anker etwas unruhig werden würde war uns klar. Die Nacht von Freitag auf Samstag war dann jedoch, was den Schlaf anging, ein Totalausfall. Nicht nur drehte der Wind nördlicher als vorhergesagt, was für einigen Schwell östlich Dornbusch sorgte, er frischte über Nacht auch noch auf. In der Spitze, um 2 Uhr morgens, zeigten sich 8 Bft auf dem Windmesser. An Schlaf war da nicht mehr zu denken. Das Schaukeln und der Lärm bleiben uns sicherlich noch eine Weile im Gedächtnis.

Sonnenuntergang auf Barhöft Reede – noch ist’s ruhig.

Für die Statistik: Wenig Tuch, trotzdem streckweise über 7 Knoten Fahrt durchs Wasser. Unser Anker hielt auch bei 8 Bft bestens (35m Kette bei 2,40 m Wassertiefe, Sand). 67 Meilen total, davon 33 unter Segel.

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